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Daniil Kwjat über drohendes F1-Aus: "Dann soll es so sein"

Norman Fischer
·Lesedauer: 2 Min.

Die Formel-1-Zeit von Daniil Kwjat neigt sich dem Ende entgegen. Red Bull wird in der kommenden Saison keinen Fahrer von AlphaTauri ins Mutterteam hochziehen, der Juniorrennstall selbst wird aller Voraussicht nach den japanischen Formel-2-Fahrer Yuki Tsunoda verpflichten. Das würde wohl das Aus für Kwjat bedeuten, der gegenüber Pierre Gasly 2020 deutlich abfällt.

"Ich mache mir keine Sorgen", winkt Kwjat auf seine Situation angesprochen ab. "Wie auch immer. Wenn ich nächstes Jahr in der Formel 1 bin, dann gut. Wenn nicht, dann soll es so sein", nimmt er es pragmatisch.

Es sieht ganz danach aus, als würde sich der Russe für das kommende Jahr nach Alternativen umsehen müssen. Doch daran denke er aktuell noch gar nicht. "Das ist im Moment nicht meine Priorität", sagt er. Er will lieber in den verbleibenden Rennen sein Bestes geben. "Das ist immer das Beste, wenn man sich voll darauf fokussiert. Und danach sehen wir, was die Zukunft bringt."

Wie die Zukunft für ihn aussehen wird, weiß Kwjat noch nicht. "Ich hab dazu nicht viel zu sagen", meint er auf Alternativen wie die IndyCar-Serie angesprochen. "Ich mochte die NASCAR immer", so Kwjat weiter. Konkretes gibt es aber nicht. "Ich kann mir auch ein Jahr Auszeit leisten", sagt er.

Yuki Tsunoda wird in Imola bald seinen ersten Formel-1-Test bekommen

Yuki Tsunoda wird in Imola bald seinen ersten Formel-1-Test bekommen<span class="copyright">AlphaTauri F1 Team</span>
Yuki Tsunoda wird in Imola bald seinen ersten Formel-1-Test bekommenAlphaTauri F1 Team

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"Ich habe aber nicht gesagt, dass ich das werde oder nicht werde", betont er weiter. "Alles ist noch offen. In diesen verrückten Bedingungen kann alles passieren. Du musst einfach bis zum Ende kämpfen und deine Chancen nutzen." Erst danach werde er entscheiden, je nachdem was verfügbar ist.

"Aktuell gibt es keine Entscheidung zu treffen und demnach viel darüber nachzudenken. Ich sage nur, dass ich mir jede Entscheidung leisten kann. Ich habe keine Angst, irgendeine Entscheidung zu treffen."

Mit der letztendlichen Entscheidung von Red Bull kann Kwjat aber leben: "Es ist ihr Geschäft. Sie kennen ihre Strategie und sie wissen, was sie brauchen. Ich möchte mich da nicht einmischen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.