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Daniel Ricciardo: Zwei Renault gegen Sergio Perez im Rennen

Stefan Ehlen
·Lesedauer: 3 Min.

18 Punkte beträgt der Rückstand von Renault auf Racing Point in der Formel-1-Konstrukteurswertung 2020. Doch der Zwischenstand in der Tabelle könnte nach dem Bahrain-Grand-Prix in Sachir (hier im kostenlosen Formel-1-Liveticker verfolgen!) schon ganz anders aussehen. Denn Renault hat im Qualifying beide Autos in die Top 10 der Startaufstellung gebracht.

"Eine gute Ausgangslage, kein schlechter Tag", sagt Daniel Ricciardo. "Herr Perez ist zwar vor uns, aber mit P6 und P7 sind wir gut aufgestellt. Ich bin ziemlich zufrieden."

Auch Renault-Sportchef Alan Permane äußert sich positiv zum Abschneiden seines Teams. Nicht nur die Platzierungen seiner Fahrer seien gut, "der Blick auf die Gesamtwertung macht es sogar noch besser", erklärt er. "Wir stehen schließlich vor der Mehrheit unserer direkten Gegner."

Beide Renault-Fahrer praktisch gleich schnell

Und: Die beiden Renault-Fahrer waren im Qualifying praktisch gleich schnell. Ricciardo war mit 1:28.417 Minuten nur einen Hauch besser als Esteban Ocon, der auf seiner fliegenden Runde 0,002 Sekunden mehr brauchte. (Das Qualifying-Duell der Renault-Fahrer in der Saison 2020)

"Enger geht's fast nicht", sagt Ocon, "aber noch ist es nicht getan. Wir müssen hart kämpfen, um gute Punkte mitzunehmen."

Ricciardo rüstet sich vor allem für ein Duell mit Perez, den er auf dem rauen Asphalt in Bahrain für den Favoriten im Formel-1-Mittelfeld hält. Begründung: "Seine Longruns waren gut, und er war schon immer ein Meister darin, die Reifen richtig zu behandeln."

Lässt es Perez auf eine Einstopp-Strategie ankommen?

Renault müsse daher "echt Druck" ausüben auf Perez und im Idealfall gleich am Start vorbeigehen, "damit er seine Strategie nicht einfach durchziehen kann", so Ricciardo. "Denn wenn er freie Fahrt hat, wird er, glaube ich, schwierig zu schlagen sein."

Doch welche Strategiemöglichkeiten sieht Perez selbst? Ob er es im Rennen wohl wieder auf eine Einstopp-Taktik ankommen lässt? Darauf gibt es von Racing-Point-Mann Perez in klares "Nein, nicht hier".

Und weiter: "Ich denke, wir werden morgen zwischen zwei und drei Stopps sehen. Es wird ein langes Rennen. In Bahrain ist nur die Rennpace wichtig, das Qualifying ist weniger entscheidend. Morgen wird abgerechnet."

Perez: Beinahe noch Albon geknackt!

Mit seinem Abschneiden im Qualifying aber ist Perez hochzufrieden und meint: "Bei meinem zweiten Versuch in Q3 habe ich zwei Zehntel gefunden. Das hat uns einige Startplätze eingebracht." Ein bisschen hadert er aber doch: "In Kurve 13 habe ich noch etwas Zeit verloren, womit ich sonst auf P4 hätte fahren können."

Tatsächlich fehlten ihm nur 0,048 Sekunden auf Red-Bull-Fahrer Alexander Albon, der Vierter wurde. Ob er Albon im Rennen als Gegner sieht, lässt Perez aber offen. Er sagt nur: "Morgen ist einiges drin, es sind viele Punkte möglich. Und die sind entscheidend im Mittelfeld-Kampf."

Ricciardo kündigt Perez derweil einen heißen Tanz an: "Die gesamten Top 10 fahren mit Medium los. Es dürfte aber trotzdem unterschiedliche Strategien geben, denn die Reifen lassen ziemlich nach. Und Überholen kann man auch. Es dürfte also kein langweiliges Rennen werden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.