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Neue S-Klasse kommt zum Jahreswechsel

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Größer, intelligenter und sparsamer: Die S-Klasse ist das Topmodell im Limousinenprogramm der Stuttgarter und will Maßstäbe im Luxussegment setzen.
Größer, intelligenter und sparsamer: Die S-Klasse ist das Topmodell im Limousinenprogramm der Stuttgarter und will Maßstäbe im Luxussegment setzen.

Die S-Klasse ist das Prestigeobjekt von Mercedes. Immer, wenn eine neue Generation startet, soll nichts weniger als das beste Auto der Welt auf die Räder gestellt werden - was ist neu beim Flaggschiff?

Stuttgart (dpa/tmn) - Mercedes hat die neue S-Klasse vorgestellt und den Verkaufsstart für den Jahreswechsel angekündigt. Mit der neuen Generation wächst die Luxuslimousine noch einmal.

Sie legt beim Radstand bis zu sieben und in der Länge um bis zu fünf Zentimeter zu und bietet entsprechend mehr Platz für Passagiere und Gepäck. Trotzdem wird die auch künftig in zwei Längen mit 5,18 und 5,29 Metern angebotene Limousine etwas leichter als der Vorgänger.

Weniger Verbrauch auch dank elektrischer Unterstützung

Weil zudem der Luftwiderstand gesenkt wurde und die Motoren unter anderem dank Mild-Hybrid-Technik sparsamer werden, verspricht Mercedes einen deutlich reduzierten Verbrauch. Die effizientesten S-Klasse aus der Startaufstellung kommen auf einen Normwert von 6,6 Liter Diesel (163 g/km CO2) oder 7,8 Liter Benzin (178 g/km). Noch sparsamer wird der Plug-in-Hybrid der einige Monate später angeboten wird und auf 100 Kilometer elektrische Reichweite kommen soll.

In den ersten Monaten gibt es die S-Klasse zunächst als S 350d mit einem 3,0-Liter-Diesel mit 210 kW/286 PS, als 400d mit dem gleichen Motor aber 243 kW/330 PS sowie mit einem ebenfalls drei Liter großen Sechszylinder-Benziner, der im S 450 auf 270 kW/367 PS und im S 500 auf 320 kW/435 kommt. Alle vier Motoren ermöglichen ein Spitzentempo von 250 km/h und werden mit Allrad angeboten, für den man nur beim schwachen Diesel Aufpreis zahlen muss.

Zu den wichtigsten Innovationen der Luxuslimousine zählt Mercedes die nächste Generation des Infotainment-Systems MBUX mit neuer Bildschirmlandschaft, digitalem 3D-Cockpit, riesigem Head-up-Display und vorausschauendem Interieur-Assistenten. So erkennt das System etwa an Bewegung und Blickrichtung des Fahrers, welchen Spiegel er verstellen will und aktiviert den entsprechenden Schalter.

Der Innenraum wird zur Massagepraxis

Die Hinterachslenkung erlaubt im Heck bis zu zehn Grad Lenkwinkel und lässt die S-Klasse so beim Rangieren gefühlt auf das Format der A-Klasse schrumpfen. Daneben versprechen die Schwaben neue Komfort- und Sicherheitssysteme wie zehn Massage-Programme, ein Soundsystem mit Sitzvibration oder einen ersten Frontairbag für Hinterbänkler bis hin zum autonomen Fahren. Bei entsprechender Gesetzeslage soll das auf ausgewählten Strecken bis Tempo 60 im zweiten Halbjahr 2021 verfügbar sein und dem Fahrer die Möglichkeit zum Internet-Surfen und E-Mail-Schreiben im Stau geben, so Mercedes weiter.

Zwar wird es beim jetzt vorgestellten Portfolio nicht bleiben, die Schwaben versprechen neben dem Plug-in-Hybriden mindestens eine AMG-Version sowie einen nochmals gestreckten Maybach, für den sie auch wieder einen Zwölfzylinder anbieten werden. Doch ganz so breitgefächert wie zuletzt wird das Modellprogramm künftig nicht mehr: Für Coupé und Cabrio gibt es nach dem letzten Stand der Dinge keine Zukunft.