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Daimler-Chef gesteht: Mercedes-Elektromodelle möglicherweise Jahre zu spät eingeführt

·Lesedauer: 2 Min.

Daimler hat den Einstieg in die E-Mobilität zu lange verschlafen, sagen Kritiker. Entkräften kann auch Konzernchef Ola Källenius den Vorwurf nicht. Wo er sich trotzdem auf Augenhöhe mit Tesla sieht.

Daimler-Chef Ola Källenius hat im Interview mit der WirtschaftsWoche eingeräumt, dass die E-Autos von Daimler möglicherweise mehrere Jahre zu spät auf den Markt kommen. Gefragt, ob Daimler die neuen Modelle nicht mindestens zwei Jahre zu spät beschlossen habe, sagte Källenius: „Möglich, aber diese Diskussion führt jetzt zu nichts mehr.“

Källenius sieht Mercedes-Fahrzeuge dennoch in mehreren Bereichen auf Augenhöhe mit Tesla-Modellen. „Wenn wir die Bereiche Infotainment, Fahrassistenz und Komfort vergleichen“, so Källenius, dann habe Tesla keinen technologischen Vorsprung von mehreren Jahren. Einen solchen Vorsprung vor deutschen E-Autos hatte VW-Chef Herbert Diess dem US-Autobauer Tesla bescheinigt. „Bei allem, was der Kunde direkt erlebt, sind wir entweder ganz vorne oder vorne mit dabei“, so Källenius. „Das ist ja das, was zählt.“ Bei der Softwarearchitektur dagegen „liegt noch Arbeit vor uns“, räumte Källenius ein.

Europäische Ladeinfrastruktur „in zehn Jahren mit gewaltiger Kraftanstrengung machbar“

Viel Arbeit erwartet der Daimler-Chef auch beim Ausbau der nötigen Rahmenbedingungen für die E-Mobilität. Källenius hält einen Zeitraum von zehn Jahren für nötig, um in ganz Europa eine Ladeinfrastruktur für Elektroautos zu errichten. „Wir brauchen eine Ladeinfrastruktur, die omnipräsent ist, sprich von Nordschweden bis Süditalien“, sagte Källenius im Interview. „In zehn Jahren ist das vielleicht machbar. Aber dafür braucht es eine gewaltige Kraftanstrengung über unsere Branche hinaus, mit Unterstützung der Politik.“ Zudem müsse „die Energiewende Wirklichkeit werden“: „Der Strom, den wir dann tanken, der muss CO2-frei sein.“ Angesichts der Herausforderungen durch den europäischen Green Deal, so Källenius, stelle sich die Frage: „Wie viel von dem Kapital lenkt man noch in den Verbrennungsmotor und wie viel Geld in die Elektromobilität?“

Mehr zum Thema: Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Daimler-Chef Ola Källenius.