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Dürr dank China-Geschäft auf Rekordkurs

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Bietigheim-Bissingen (dapd). Der Anlagenbauer Dürr hat früh auf China gesetzt - das zahlt sich jetzt aus. "Es spricht alles dafür, dass 2012 ein erneutes Rekordjahr bei Umsatz und Ergebnis wird", sagte der Vorstandsvorsitzende des MDAX (Xetra: ^MDAXI - Nachrichten) -Konzerns, Ralf Dieter, am Dienstag in Bietigheim-Bissingen. Das dritte Quartal sei von einem starken China-Geschäft geprägt gewesen, nachdem im ersten Halbjahr noch verstärkt Aufträge aus Europa und Amerika eingegangen seien.

Nach neun Monaten verbuchte der Hersteller von Lackieranlagen und ganzen Fertigungslinien nach eigenen Angaben ein Nachsteuerergebnis von 71,3 Millionen Euro. Das ist mehr als das Doppelte des Vorjahreswerts. Der Umsatz habe sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 34 Prozent auf 1,76 Milliarden Euro erhöht, hieß es.

Die für das künftige Geschäft wichtige Kennziffer der Auftragseingänge ging zwar gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro zurück. Allerdings hätten in den ersten neun Monaten 2011 Nachholeffekte der Krise den Auftragseingang begünstigt. Zudem sichere der aktuell hohe Auftragsbestand von 2,33 Milliarden Euro eine gute Auslastung bis in das Jahr 2014 hinein.

Dürr erwartet, den angestrebten Auftragseingang von 2,5 Milliarden Euro und das Umsatzziel von 2,3 Milliarden Euro im Gesamtjahr zu erreichen. Auch für das kommende Jahr sieht Vorstandschef Dieter gute Perspektiven: "Die Pipeline mit neuen Investitionsprojekten der Automobilindustrie in den Wachstumsmärkten ist aus heutiger Sicht gut gefüllt", sagte er.

Dürr steigerte die Investitionen nach eigenen Angaben um 34 Prozent. Die Mittel gingen vor allem in die für die Automobilindustrie wichtigen Wachstumsmärkte China, Brasilien und Mexiko. Die Branche trägt zu 80 Prozent zum Umsatz des Konzerns bei.

Dürr macht auf den Wachstumsmärkten mittlerweile 65 Prozent seines Geschäfts. Bereits 1985 trat das Unternehmen in den chinesischen Markt ein, als dieser Schritt noch eher exotisch war. Heute produzieren alle großen Autohersteller in Fernost und bestellen Lackier- oder Auswuchtanlagen bei Dürr. Dieter hatte erst im Juni über den europäischen Markt gesagt: "Uns ist eigentlich ziemlich egal, was hier passiert." In Westeuropa erziele Dürr nur noch neun Prozent des Umsatzes.

dapd

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