Deutsche Märkte schließen in 2 Stunden 37 Minuten

Cum-Ex: Hedgefonds-Mitarbeiter in Köln in Untersuchungshaft

·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Ein britischer Hedgefonds-Mitarbeiter, der am Mittwoch als Beschuldigter im Cum-Ex-Ermittlungsverfahren von Großbritannien nach Deutschland ausgeliefert wurde, sitzt in Untersuchungshaft, nachdem die Kölner Staatsanwaltschaft eine Entscheidung angegriffen hat, ihn gegen Kaution auf freien Fuß zu setzen.

Most Read from Bloomberg

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Köln erklärte, das Amtsgericht habe entschieden, ihn gegen eine Kautionszahlung in Höhe von 150.000 Euro auf freien Fuß zu setzen. Bis das Landgericht Köln über die Beschwerde der Staatsanwaltschaft entschieden habe, bleibe er in der Untersuchungshaftanstalt in Köln-Ossendorf. Sie wollte die Identität des Beschuldigten nicht bestätigen.

Der Mann ist Vijay S., 45, der beim Hedgefonds Duet Group tätig war, wie es aus dem Umfeld des Verfahrens hieß. S., der kurzzeitig in London festgenommen worden war, hatte Anfang des Jahres seinen Kampf gegen die Auslieferung verloren. S.’s Identität ergibt sich auch aus den Londoner Gerichtsdokumenten über das Verfahren. Er ist bisher nicht angeklagt.

Sein britischer Anwalt wollte den Vorgang nicht kommentieren, während sein deutscher Anwalt nicht auf eine Bitte um Stellungnahme reagierte.

Deutschland ermittelt wegen Cum-Ex gegen mehr als tausend Beschuldigte. Drei ehemalige Banker wurden bisher verurteilt. Mehr als zwei Dutzend Händler, Banker und Anwälte wurden in dem Skandal angeklagt. Hauptverhandlungen finden derzeit in Bonn, Wiesbaden und Frankfurt statt.

Siehe auch: Vom Star-Performer zum Star-Zeuge: Ein Cum-Ex-Händler kooperiert

Überschrift des Artikels im Original:U.K. Hedge Fund Trader Detained in Germany Over Cum-Ex Probe (1)

Most Read from Bloomberg Businessweek

©2021 Bloomberg L.P.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.