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CSU-Sozialpolitiker: Rentenerhöhung wird von Inflation aufgezehrt

BERLIN (dpa-AFX) -Der sozialpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Stephan Stracke, hat die voraussichtliche Rentenerhöhung im kommenden Jahr als nicht ausreichend kritisiert. Die deutliche Erhöhung spiegle zwar die gegenwärtige gute Entwicklung von Löhnen und Gehältern wider, sagte der CSU-Politiker am Sonntag. "Durch die massive Inflation mit deutlich gestiegenen Energie- und Verbraucherpreisen wird die Rentenerhöhung allerdings komplett aufgezehrt." Rentnerinnen und Rentner hätten damit weniger in der Tasche als vorher.

Im Oktober lagen die Verbraucherpreise in Deutschland vorläufigen amtlichen Angaben zufolge um 10,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das ist der höchste Wert seit etwa 70 Jahren.

Die Ampel tue hier zu wenig, sagte Stracke. "Die Ampel-Entlastungspolitik besteht weitestgehend aus Stückwerk und vielen Ankündigungen." Stattdessen brauche es eine Inflationsbremse mit wirksamen und schnellen Entlastungen aus einem Guss.

Am Samstag war bekannt geworden, dass sich die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland auf eine Erhöhung ihrer Bezüge im kommenden Jahr freuen können. Nach einer offiziellen Schätzung sollen die Renten im Juli in Westdeutschland um rund 3,5 Prozent und im Osten um gut 4,2 Prozent steigen, wie aus dem Entwurf des neuen Rentenversicherungsberichts hervorgeht. Der Entwurf liegt der Deutschen Presse-Agentur vor - zunächst hatte die "Bild am Sonntag" berichtet.