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Credit Suisse beendet das vierte Quartal mit einem Verlust

Blume, Jakob
·Lesedauer: 2 Min.

Hohe Abschreibungen drücken den Gewinn der Bank im vierten Quartal ins Minus. Auf Sicht des Gesamtjahrs steht dennoch ein Milliardengewinn.

Die Credit Suisse (CS) hat im Coronajahr 2020 einen Milliardengewinn eingefahren – auch wenn das vierte Quartal mit einem Minus endete. Der Nettogewinn sank 2020 gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im vierten Quartal betrug der Verlust 353 Millionen Franken.

Der Verlust wirkte sich auch negativ auf die Eigenkapitalquote aus: Die harte Kernkapitalquote (CET1) sank gegenüber dem drittem Quartal 2020 leicht auf 12,9 Prozent. Sie liegt jedoch noch immer höher als im Vorjahreszeitraum.

Der Grund für das Minus: Die Schweizer Großbank musste zuletzt Rückstellungen in Höhe von fast einer Milliarde für Rechtsstreitigkeiten in den USA bilden – eine Altlast aus der Zeit der Finanzkrise. Zudem musste die Bank mehr als 400 Millionen Franken auf eine Beteiligung an einem Hedgefonds in den USA abschreiben. Ohne Sondereffekte hätte man sechs Prozent Wachstum beim Vorsteuergewinn verzeichnet, rechnet die Bank vor.

Die Erlöse stagnierten im Gesamtjahr bei etwas über 22 Milliarden Franken. Die wichtigste Sparte, das Geschäft mit vermögenden Privatkunden (Wealth Management) verzeichnete ein Umsatzminus von acht Prozent. Die Investmentbank profitierte von einem starken Aktienhandel und vielen Börsengängen: Dort wuchsen die Erlöse um 18 Prozent auf knapp zehn Milliarden Franken.

Credit-Suisse-Chef Thomas Gottstein sagte: „In einem Jahr, das Gesellschaften und Volkswirtschaften vor große Herausforderungen gestellt hat, konnten wir eine starke operative Performance in der Vermögensverwaltung und im Investmentbanking verzeichnen und Angelegenheiten aus der Vergangenheit bereinigen.“

Ausschüttungen an Aktionäre sollen deutlich steigen

Die Rückstellungen für Kreditrisiken fallen bei der Credit Suisse deutlich höher aus als beim lokalen Konkurrenten: Während die CS 2020 knapp 1,1 Milliarden Franken für faule Kredite zurückstellen musste, war es bei der UBS lediglich ein niedriger dreistelliger Millionenbetrag.

Trotz gruppenweit stagnierender Erlöse und des gesunkenen Gewinns will die Bank Ausschüttungen an Aktionäre deutlich steigern: 2021 sollen insgesamt 1,8 Milliarden Franken in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurückfließen, nach einer Milliarde im Jahr 2020.

Für Optimismus sorgt, dass die CS die regelmäßigen Erträge in der wichtigen Wealth-Management-Sparte stabilisiert hat. Bei den Gebühreneinnahmen war zuletzt ein Aufwärtstrend zu verzeichnen.