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Der Crash zeigt es: Auch diese 3 weiteren, starken Vorteile besitzt ein ETF!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Dass es viele Vorteile gibt, die grundsätzlich für ETFs sprechen können, wird vielen Fans der Passivfonds wohl bewusst sein. Das Verfahren bei der Auswahl ist einfach. Die Rendite kann langfristig stark sein und dir beim Vermögensaufbau helfen. Zudem ist ein solcher Ansatz mit wenig Kosten verbunden. Weitere Feinheiten wie Sparpläne runden diesen Mix ab.

Es gibt aber noch bedeutend mehr Pros, die für einen passiven ETF-Ansatz sprechen. Einige offenbaren sich dabei gerade jetzt beziehungsweise im Nachgang der zuletzt volatilen Zeiten.

Welche das sind, fragst du dich? Eine tolle Frage. Lass uns im Folgenden daher einen Blick auf drei mehr oder minder crash-spezifische Vorteile werfen, die Passivinvestoren jetzt ebenfalls bemerken können.

1. Der marktübliche Abschwung, der marktübliche Aufschwung

Ein erster Vorteil ist im Grunde genommen die Zusammenfassung der letzten Wochen. Na klar: Mit vielen Indizes ist es zwischenzeitlich ordentlich bergab gegangen. Und es hat sich gezeigt, dass auch ein ETF-Ansatz das marktbreite Risiko einer Korrektur besitzt. Allerdings ist das nicht alles.

Des Weiteren hat sich ein ETF-Ansatz inzwischen in vielerlei Hinsicht bewährt. Durch die marktbreite Diversifikation und idealerweise einen gut gewichteten Index haben Passivinvestoren einerseits eine marktübliche Korrektur hinter sich gebracht. Wobei wir betonen sollten, dass es nur eine marktbreite Korrektur gewesen ist: Einzelne Bereiche wie beispielsweise Ölaktien, Einzelhandelsaktien oder Tourismusaktien hat es besonders hart getroffen, die in einem diversifizierten Mix jedoch im Durchschnitt untergehen.

Zum anderen haben alle passiven Investoren inzwischen auch wieder vom Aufschwung profitieren können. Und auch hier von einem marktbreiten Aufschwung, ohne selbst überlegen zu müssen, welche Aktie sich womöglich besser oder aber schlechter erholen kann. Der einfache, marktbreite Ansatz hat hier zu einer marktüblichen Performance geführt. Ein Vorteil, den so mancher Stockpicker mit starken Schwerpunkten jetzt womöglich nicht hat.

2. Man kann wegsehen, aber dennoch profitieren

Ein weiterer Vorteil hängt außerdem mit der Passivität und den Automatismen zusammen, die kostengünstige ETFs bieten können. Vor allem beim Sparplan. Während Stock-Picker nämlich gerade jetzt aktiv werden mussten, um günstige Aktien auszuwählen, konnten ETF-Investoren weiterhin auf Autopilot schalten. Ja, mussten nicht einmal überprüfen, welche Auswirkungen der Corona-Crash auf ihr Portfolio hat.

Mithilfe günstiger oder sogar kostenloser Sparplanausführungen konnten passive Investoren sogar noch weiter investieren. Und vom Durchschnittskosteneffekt profitieren. Ohne einen einzigen Finger krumm zu machen. Oder selbst die Hand anlegen zu müssen.

Ein Vorteil, zweifelsohne. Vor allem für Investoren, die in Korrekturen zu Angst und Panik neigen, kann es sich anbieten, der Börse fernzubleiben, wenn es volatil wird. Das geht mit gut diversifizierten Passivfonds und Sparplanausführungen besonders gut.

3. Die diversifizierte Dividende

Zu guter Letzt, und das ist auch für mich noch immer ein Vorteil von ETFs, gibt es außerdem die diversifizierte Dividende. Auch auf Passivfondsbasis gehen die derzeitigen Kürzungen natürlich nicht an den jeweiligen Produkten vorbei. Wenn in einem Index lediglich ein gewisser Anteil an Aktien die Ausschüttungen kürzt, dann führt das zwangsläufig zu weniger Dividende.

Aber dennoch: Gerade im Kreis vieler Blue-Chip-Aktien werden Einkommensinvestoren eine Dividende erhalten. Kürzungen oder gar Streichungen gehen dabei ebenfalls innerhalb des Index unter oder haben weniger Gewicht. Anders ausgedrückt: Als Dividendenjäger wird man stets eine Dividende erhalten. Auch wenn sie in wirtschaftlich schlechten Zeiten etwas niedriger ausfällt.

ETFs mit Vorteilen in der Korrektur

Wie wir daher im Endeffekt sehen können, besitzen ETFs viele Vorteile. Dabei gibt es einige, die sich zu jeder Börsenzeit äußern. Wie eben die Diversifikation oder die kostengünstige Möglichkeit oder eben auch der einfache Ansatz. Aber auch in der Korrektur beweisen die Passivfonds ihre Stärke. Ob das ein Mix ist, auf den du ebenfalls setzen möchtest, ist eine andere Frage. Aber vielleicht möchtest du einfach über einige grundlegende Dinge noch einmal etwas intensiver nachdenken.

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