Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    13.335,68
    +49,11 (+0,37%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.527,79
    +16,85 (+0,48%)
     
  • Dow Jones 30

    29.910,37
    +37,90 (+0,13%)
     
  • Gold

    1.788,10
    -23,10 (-1,28%)
     
  • EUR/USD

    1,1970
    +0,0057 (+0,48%)
     
  • BTC-EUR

    14.878,44
    +168,80 (+1,15%)
     
  • CMC Crypto 200

    333,27
    -4,23 (-1,25%)
     
  • Öl (Brent)

    45,53
    -0,18 (-0,39%)
     
  • MDAX

    29.374,63
    +228,52 (+0,78%)
     
  • TecDAX

    3.128,52
    +43,04 (+1,39%)
     
  • SDAX

    13.835,35
    +136,47 (+1,00%)
     
  • Nikkei 225

    26.644,71
    +107,40 (+0,40%)
     
  • FTSE 100

    6.367,58
    +4,65 (+0,07%)
     
  • CAC 40

    5.598,18
    +31,39 (+0,56%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.205,85
    +111,44 (+0,92%)
     

Zur Crash-Vorbereitung: Kosten runterfahren und Sparrate rauf!

Ralf Anders, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 4 Min.
Sparrate
Sparrate

Falls nach der zweiten Corona-Welle die zweite Krisenwelle kommen sollte, werden nicht alle gleich davon betroffen sein. Manche werden Vermögen verlieren und andere in Arbeitslosigkeit und Armut abrutschen. Diejenigen jedoch, die sich gut vorbereitet haben, werden genau dann den Grundstein für Wohlstand im Ruhestand legen können. Der Sparrate kommt dabei eine zentrale Rolle zu.

Warum es so sehr auf die Sparrate ankommt

Ein Vermögen zu haben, ist schön. Es zu bewahren, ist jedoch gar nicht so einfach. Immobilien können marode werden, Rohstoffpreise einbrechen, Geld entwerten und Unternehmen pleitegehen. Nirgends sind Investitionen zu 100 % sicher. Vor allem, wenn eine Krise richtig zuschlägt, kann alles auf einmal an Wert verlieren. Wer dann auf hohen Kosten sitzt und möglicherweise auch noch mit Einkommenskürzungen leben muss, wird es schwer haben.

Ganz anders sieht die Lage aus, wenn du eine hohe Sparrate erzielen kannst. Zwar verlierst du auch dann wahrscheinlich Wert in deinem Anlageportfolio. Aber das Gute ist, dass du kontinuierlich verbilligen kannst, indem du die günstigeren Kurse und Preise für Zukäufe nutzt.

Im Fall, dass eine Krise sich wie nach der Dotcom-Blase über Jahre hinziehen sollte, wirst du dann über einen längeren Zeitraum hinweg deine Investitionen ausbauen können. Ohne relevante Sparrate kannst du hingegen nur untätig zusehen, wie der Wert deines Depots schrumpft und keine Renditen mehr abwirft.

Wie man seine Sparrate steigert

Es gibt kein allgemeingültiges Rezept, wie man seine Sparrate maximiert. Jeder hat andere Vorlieben und Prioritäten. Dennoch könnte es sich lohnen, einmal alle Kosten auf den Prüfstand zu stellen. Was muss wirklich sein und was würde eigentlich auch günstiger gehen?

Wer ein Premiumfahrzeug fährt, alles aus dem Biomarkt kauft, dreimal am Tag heiß duscht, die Wohnung auf 25 Grad heizt, regelmäßig literweise Bier trinkt, lange Strecken zum Arbeitsplatz pendelt, mehrere Streaming-Dienste abonniert hat und ständig Krimskrams in Onlineshops bestellt, der hat sicherlich Kostensenkungspotenziale. Doch wie gesagt: alles kann, nichts muss.

Statt auf geliebte Gewohnheiten zu verzichten, könnte es sich auch lohnen, eine wertschöpfende Gewohnheit hinzuzufügen. Ich denke zum Beispiel daran, zu Hause Kräuter und Gemüse zu ziehen und dann selbst zu kochen. Wer auf diese Weise nur 1 bis 2 Euro am Tag spart, hat am Monatsende schon 50 Euro mehr in der Tasche.

Sinnvoll zur Crash-Vorbereitung ist auf jeden Fall auch, sich ein zweites Standbein zu sichern. Das können kleine Freelancer-Jobs auf einer Gig-Plattform sein, eine Beratungstätigkeit oder die Mithilfe im Betrieb eines Bekannten. Hauptsache, man hat den Fuß in der Tür und kann mit einer gewissen Flexibilität die Sparrate ausweiten, wenn es darauf ankommt.

Und wenn du bereits über etwas Vermögen verfügst, wäre daran zu denken, es dafür einzusetzen, deine Kostenbasis gezielt zu senken. Für Hausbesitzer kommen dafür beispielsweise Solarthermie, Photovoltaik und Wärmepumpe samt Energiespeicher infrage. All das wird derzeit staatlich gefördert und senkt dauerhaft die Energiekosten. Mieter könnten sich überlegen, in eine Gegend umzuziehen, wo es noch günstigen Wohnraum gibt.

Man kann an die großen Kostenblöcke ran oder bei den kleinen alltäglichen Dingen etwas verändern. Beides kann einen echten Unterschied machen.

Was dabei herauskommt

Wenn du schon alle Potenziale ausgeschöpft hast und mehr arbeitest, als dir lieb ist, dann wirst du mit den vorstehenden Tipps nicht viel anfangen können. Aus meiner Erfahrung leben jedoch viele Menschen — oft aufgrund von Äußerlichkeiten — zu sehr am Anschlag ihrer Möglichkeiten und vernachlässigen dabei ihre Altersvorsorge. Wer Schulden hat, der sollte sich sowieso zunächst um diese kümmern, bevor er oder sie ein Anlageportfolio aufbaut.

Doch wenn du bereits den ersten Grundstock für ein Vermögen aufgebaut hast, dann werden dir diese Hinweise vielleicht dabei helfen, dich besser auf eine mögliche anhaltende Rezession vorzubereiten. Deine Mentalität wird dabei eine völlig andere sein. Während die anderen ungeduldig darauf hoffen, dass alles so schnell wie möglich wieder nach oben drehen möge, wirst du das Durchschreiten des Tals geradezu genießen können.

Denn je länger es anhält, desto länger kannst du mit deiner ausgeweiteten Sparrate viele Anteile an erstklassigen Unternehmen einsammeln. Und einige Jahre oder Jahrzehnte später, wenn du aus dem Ruhestand auf diese Phase zurückblickst, dann wirst du sie vielleicht als eine der besten deines Lebens erinnern: Die Phase, in der du das Richtige getan hast, um für deinen persönlichen Wohlstand zu sorgen.

The post Zur Crash-Vorbereitung: Kosten runterfahren und Sparrate rauf! appeared first on The Motley Fool Deutschland.

Mehr Lesen

Motley Fool Deutschland 2020