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Coronavirus: So hat sich die Lungenkrankheit in Deutschland entwickelt

Das Coronavirus breitet sich auch in Deutschland immer weiter aus. Die Zusammenfassung zeigt die aktuelle Lage zur Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19.

Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich auch in Deutschland immer weiter aus. Die Zusammenfassung zeigt die wichtigsten Covid-19-Stationen. Foto: dpa

Weltweit steigt die Zahl der Infizierten. Auch in Deutschland werden immer neue Ansteckungsfälle mit dem Coronavirus bekannt. In einigen Regionen werden oder wurden Schulen und Kitas geschlossen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) versucht das Land auf eine mögliche Epidemie vorzubereiten. Gleichzeitig warnt er vor einer Hysterie. Auch in weiteren europäischen Staaten ist die neuartige Lungenkrankheit bereits angekommen. Derweil versuchen die Menschen in Deutschland sich bestmöglich vor einer Ansteckung durch das Coronavirus zu schützen.

Die Zusammenfassung zeigt die wichtigsten Stationen sowie die Entwicklung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland – beginnend mit dem aktuellen Stand.

Coronavirus in Deutschland 2020 – eine Zusammenfassung

28. Februar 2020 – Weitere Infektionen in Hamburg und Hessen

Die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland schreitet weiter voran.

Weitere 21 Menschen haben sich mit dem Corona-Erreger in Deutschland angesteckt. Alleine im Kreis Heinsberg werden 14 neue Fälle durch das Gesundheitsministerium in Düsseldorf bestätigt – damit seien in NRW nun insgesamt 20 Personen infiziert.

Hinzu kommen weitere vier Infektionen in Baden-Württemberg sowie jeweils ein neuer Fall in Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern. Zudem hatte sich ein Mitarbeiter der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) infiziert. Dies ist die erste nachgewiesene Infektion mit Sars-CoV-2 in Hamburg. Damit sind aktuell laut Angaben der Johns Hopkins University aktuell 48 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert.

Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Auch das Gesundheitsministerium klärt über die wichtigsten Fragen zum Coronavirus auf der Homepage der Gesundheitsbehörde auf.

27. Februar 2020 – Zahl der Infektionen in Deutschland steigt weiter

In Deutschland steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten weiter an. Zu diesem zeitpunkt beläuft sich die Zahl der offiziellen Corona-Fälle – laut Angaben der Johns Hopkins University – auf 27 Infizierte in Deutschland. Von diesen 27 Infizierten gelten mittlerweile 15 der Betroffenen als wieder geheilt. Zuletzt kamen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen neue Infektionen hinzu. Bislang ist in Deutschland keine Todesfälle durch das Coronavirus bekannt.

Nach den fünf neuen bestätigten Coronavirus-Fällen in NRW suchen die Behörden nach möglichen weiteren Infizierten. In Gangelt im Kreis Heinsberg sind die rund 300 Besucher einer Karnevalsveranstaltung aufgerufen, sich bei den Behörden zu melden. Alle Besucher und ihre Familien müssten für 14 Tage in häusliche Quarantäne gehen, teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit.

26. Februar 2020 – Neue Infektionen in NRW und Baden-Württemberg

In Deutschland werden zwei weitere Coronavirus-Fälle bekannt. Damit steigt die Zahl der bekannten Fälle in Deutschland der Johns Hopkins University zufolge bis zu diesem Zeitpunkt auf mindestens 18 – davon seien allerdings mindestens 14 wieder genesen. Bis zu diesem Zeitpunkt hat es hierzulande noch keine Todesfälle durch das Virus gegeben.

Eine der beiden neuen Coronavirus-Infektionen ist in Erkelenz im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen registriert worden. Der Zustand des Mannes ist laut Behörden kritisch, weshalb er von einem Krankenhaus in Erkelenz ins Uni-Klinikum nach Düsseldorf gebracht wurde.

Der Mann habe zuvor mit einem Bekannten Kontakt gehabt, der geschäftlich in China war. Auch bei der Frau des Erkrankten ist eine Infektion durch den Erreger der neuartigen Lungenkrankheit festgestellt worden. Sie ist Kindergärtnerin und hat laut Landrat Stephan Pusch in den vergangenen Tagen und Wochen „voll am gesellschaftlichen Leben teilgenommen“. Aktuell wird versucht mögliche Infektionsketten zu unterbrechen, indem Schulen und Kitas des Landkreises Heinsberg vorerst geschlossen bleiben.

Ein weiterer Patient in Baden-Württemberg hat sich vermutlich in Mailand bei einer Italienreise angesteckt. Der 25-Jährige stammt aus dem Landkreis Göppingen und war mit grippeähnlichen Symptomen erkrankt.

Die Situation bleibt weiterhin gefährlich, da mittlerweile schwer nachzuvollziehen ist, welcher Kontakt zur Ansteckung geführt hat. Auch können Ausbrüche des Coronavirus unter dem Radar der Gesundheitsbehörden verlaufen. So bleiben Infektionen der neuartigen Lungenkrankheit unerkannt und können sich weiter verbreiten. Virologen und Ärzte raten, die Hände regelmäßig zu waschen und Abstand von Erkrankten zu halten.

Gesundheitsminister Jens Spahn sucht derweil nach einer internationalen Lösung, da der Coronavirus-Erreger in anderen europäischen Ländern drastische Folgen hat. Er sieht Deutschland gut vorbereitet und hält eine Reisesperre für keine angemessene Option gegen eine Ausbreitung des Virus Covid-19.

2. Februar 2020 – Zwei der China-Rückkehrer sind mit dem Virus infiziert

Unter den aus China ausgeflogenen Personen haben sich zwei der zurückgekehrten Passagiere nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Menschen, die sich in der stark vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan aufgehalten hatten, wurden mit einem Flugzeug der Luftwaffe nach Deutschland geflogen. Vom Flughafen Frankfurt aus wurden sie in Quarantäne in eine Kaserne nach Germersheim (Rheinland-Pfalz) gebracht.

31. Januar 2020 – Deutschland fliegt Staatsbürger aus Wuhan aus

Die Bundesregierung lässt ausreisewillige Deutsche aus der chinesischen Provinz Hubei und der Stadt Wuhan ausfliegen – der am stärksten durch das Coronavirus betroffenen Region des Landes. In der Stadt Wuhan ist das Coronavirus im Dezember 2019 ausgebrochen und hat sich von dort aus weltweit ausgebreitet.

Die Passagiere werden bei der Ankunft in Deutschland in eine zweiwöchige Quarantäne genommen. Da die Erkrankung mit Covid-19 auch noch längere Zeit nach der Infektion mit dem Erreger ausbrechen kann, ist die Quarantäne nötig. Nur so kann die Verbreitung der Lungenkrankheit vermieden werden. Im Moment gehen die Behörden von einer Inkubationszeit von 14 Tagen aus. Das heißt, dass erste Symptome und Anzeichen der Erkrankung erst nach rund zwei Wochen mit Kontakt des Erregers in Erscheinung treten können.

29. Januar 2020 – Webasto schließt Konzernzentrale

Aufgrund der Erkrankung von drei weiteren Mitarbeitern mit dem Coronavirus und der erhöhten Virusgefahr, schließt der Automobilzulieferer Webasto die Konzernzentrale im Ortsteil Stockdorf der oberbayerischen Gemeinde Gauting bei München. Es war die erste offizielle Infektionen mit der neuartigen Lungenkrankheit in Deutschland.

27. Januar 2020 – Erster bestätigter Fall in Deutschland

Ende Januar erreicht das Coronavirus offiziell Deutschland. Ein 33-jähriger Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto ist der erste offziell bestätigte Coronavirus-Patient hierzulande. Der Mann habe sich bei einer chinesische Kollegin aus dem Webasto-Werk in Schanghai angesteckt, die mit ihm an einer Schulung des Unternehmens in Bayern teilgenommen hatte. Der 33-Jährige ist daraufhin auf die Isolierstation im Münchner Klinikum Schabing zur Behandlung untergebracht worden.