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Coronavirus SARS-CoV-2: Die aktuellen Informationen im Liveblog

Covid-19 breitet sich weiter aus. Auch die Bundesregierung ergreift zunehmend schärfere Maßnahmen, um die Pandemie einzudämmen. Alle Informationen des Tages zum Coronavirus hier im Liveblog.

Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus im Yahoo-Liveblog. (Bild: Getty Images)

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bestätigte Fälle in Deutschland: 57.695 (Todesfälle: 433, genesen: über 8481) - Quelle: Johns Hopkins University

  • In Europa sind Italien und Spanien am meisten betroffen: In Italien sind es über 92.472 Infizierte (Todesfälle: 10.023, genesen: über 12.384) und in Spanien über 72.248 (Todesfälle: 5812, genesen: über 12.285- Quelle: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in den USA: Über 121.100 (Todesfälle: mindestens 2000; genesen: 921) - Quelle: Johns Hopkins University

  • Weltweit 659.367 Infizierte (Todesfälle über 30.475; genesen: über 139.304) - Quelle: Johns Hopkins University

  • Bundesländer führen umfangreiche Kontaktverbote ein

  • Bundesrat beschließt historisches, milliardenschweres Hilfspaket mit neuen Schulden von 156 Milliarden Euro

  • USA bringen Billionen-Konjunkturpaket auf den Weg

  • Merkel: Zu früh für eine Debatte über Lockerungen der Maßnahmen

Offiziell bestätigte Covid-19-Fälle in der Bundesrepublik laut dem Robert-Koch-Institut.

+++ Lebensgefährte von Berlins Ex-Bürgermeister Wowereit gestorben +++

(28.03.2020, 23:45 Uhr)

Jörn Kubicki, der Lebensgefährte von Berlins ehemaligem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, ist tot. Das bestätigte Wowereits Anwalt Christian Schertz am Samstagabend der Deutschen Presse-Agentur. «Ich kann Ihnen als Anwalt von Klaus Wowereit bestätigen, dass Jörn Kubicki heute verstorben ist», sagte Anwalt Christian Schertz am Samstagabend der Deutschen Presse-Agentur. «Weitere Erklärungen werden hierzu nicht erfolgen und wir bitten, die Privatsphäre von Herrn Wowereit zu respektieren.» Zuerst hatte die «Bild am Sonntag» berichtet.

Der Neurologe Kubicki (geboren 1965) und Wowereit (66) waren laut «Bild am Sonntag» fast 30 Jahre lang ein Paar. Wowereit war von 2001 bis 2014 Regierender Bürgermeister von Berlin und von 2009 bis 2013 einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD. Mit seiner Homosexualität ging er offen um. 2001 sagte er vor seiner Nominierung zum Kandidaten als Regierender Bürgermeister: «Ich bin schwul und das ist auch gut so.»

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge ist Kubicki offenbar an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Er litt zudem an einer Vorerkrankung. (Mit Material der dpa)

Mehr zum Leben Jörn Kubickis erfahren Sie hier.

Der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (rechts), und sein Partner Jörn Kubicki. Laut Wowereits Anwalt ist Kubicki am Samstagabend gestorben. Foto: picture alliance / dpa

+++ Mehr als 2000 Coronavirus-Tote in den USA +++

(28.03.2020, 23.45 Uhr)

In den USA sind mehr als 2000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Samstagabend aus einer Auflistung der renommierten Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Ein Großteil der Toten entfällt auf den Bundesstaat New York, in dem sich das Coronavirus in den vergangenen Tagen besonders schnell ausgebreitet hat.

Gouverneur Andrew Cuomo hatte die Zahl der Toten dort am Samstag mit mehr als 700 angegeben. Die USA sind weltweit das Land mit den meisten nachgewiesenen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 - derzeit beläuft sich die Zahl auf mehr als 121.100. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. In Italien starben seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 Menschen. Das ist die höchste Zahl weltweit. (dpa)

+++ Abriegelung New Yorks würde zu Chaos führen +++

(28.03.2020, 23.40 Uhr)

Die von US-Präsident Donald Trump angedachten Reisebeschränkungen für Menschen aus dem Corona-Epizentrum New York würden nach Meinung des Gouverneurs des Bundesstaats ins Chaos führen. Eine solche Maßnahme werde wirtschaftliche Verwerfungen zur Folge haben, sagte Andrew Cuomo am Samstag dem TV-Sender CNN. Die Börsen würden «sinken wie ein Stein», die Wirtschaft könnte sich Monate oder Jahre nicht davon erholen. Zudem sei ihm nicht klar, wie Trump solche weitreichenden Reisebeschränkungen auch rechtlich umsetzen wolle, sagte Cuomo. «Ich glaube, es ist illegal.»

Trump hatte zuvor gesagt, dass er entsprechende Maßnahmen für New York und die Nachbarstaaten New Jersey und Connecticut ins Auge fasse. «Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist», hatte Trump im Garten des Weißen Hauses gesagt. Bei einer Ansprache in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia stellte er in Aussicht, darüber «ziemlich bald» zu entscheiden. (dpa)

+++ Von der Leyen will Änderungen am EU-Haushaltsplan wegen Corona +++

(28.03.2020, 23.00 Uhr)

Die EU-Kommission will Änderungen am geplanten nächsten siebenjährigen Haushaltsrahmen der Europäischen Union vorschlagen, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise zu bewältigen. Dies kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Samstagabend an. «Das wird ein Konjunkturpaket einschließen, mit dem der Zusammenhalt der Union durch Solidarität und Verantwortung gesichert wird.»

Die Verhandlungen über den Finanzrahmen für die Jahre 2021 bis 2027 waren im Februar vorerst gescheitert. Noch in diesem Jahr müssen sie abgeschlossen werden, sonst lägen ab kommendem Jahr viele EU-Programme brach. Von der Leyen erklärte weiter, kurzfristig arbeite man daran, die noch vorhandenen Mittel aus dem laufenden Haushaltsplan flexibel einzusetzen. Das werde sofortige Entlastung bringen. (dpa)

+++ Diese Stars und Berühmtheiten haben sich infiziert +++

(28.03.2020, 22.30 Uhr)

Mit dem sich ausbreitenden Coronavirus hat sich so manch berühmte Persönlichkeit infiziert. Den Komiker Oliver Pocher etwa hat es erwischt, nachdem sich seine Frau Amira den Erreger eingefangen hatte. Olga Kurylenko, die französische Schauspielerin, weiß laut Instagram nicht, wo sie sich angesteckt habe. Ganz im Gegensatz zu dem Basketballer Kevin Durant. Aber sehen Sie selbst.

Hier finden Sie eine Auswahl deutscher und internationaler Promis.

+++ NRA wehrt sich gegen Schließung von Waffenläden +++

(28.03.2020, 22.00 Uhr)

Die mächtige Waffenlobbyorganisation NRA wehrt sich gegen die Schließung von Waffenläden im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Kalifornien. Gemeinsam mit anderen Waffenbefürwortern reichte die NRA am Freitag bei einem Gericht Klage unter anderem gegen den Gouverneur des Bundesstaates, Gavin Newsom, ein. Die Kläger argumentieren, dass es sich bei Waffengeschäften um lebenswichtige Geschäfte handele, die auch in Zeiten der Krise geöffnet bleiben müssten. «Den Zugang zu Waffen zu unterbinden, versperrt zwangsläufig das Verfassungsrecht auf (Besitz) dieser Waffen», heißt es in der Klageschrift.

Der Sheriff von Los Angeles, Alex Villanueva, gegen den sich die Klage ebenfalls richtet, hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass Läden, die Waffen und Munition anbieten, nicht als lebensnotwendige Geschäfte gelten und im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus bis auf weiteres schließen müssten. Der Verkauf von Munition an Sicherheitsfirmen sei weiterhin möglich.

In den USA hatte die Ausbreitung des Coronavirus zu einem Ansturm auf Waffen und Munition geführt. Vertreter der Branche hatten vergangene Woche Zuwächse bei den Verkäufen vermeldet. Vor Waffenläden bildeten sich teils lange Schlangen. (dpa)

+++ Corona-Krise: Juventus kürzt Spielern und Coach Gehälter +++

(28.03.2020, 21.50 Uhr)

Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin um Superstar Cristiano Ronaldo hat sich wegen der Corona-Pandemie und dem massiven Einnahmeausfall mit Spielern und Trainer auf drastische finanzielle Einschnitte geeinigt.

Man habe eine Übereinkunft erzielt, die Bezüge in einem Umfang zu kürzen, der den Gehältern für März, April, Mai und Juni entspreche, teilte der Club mit. Dies betreffe auch Trainer Maurizio Sarri und komme einer Einsparung im Umfang von 90 Millionen Euro gleich.

Sollten die Spiele der laufenden Saison wieder neu angesetzt werden, werde der Club von der Lage abhängige Erhöhungen vereinbaren. «Juventus möchte allen Spielern und dem Coach für ihr Verantwortungsbewusstsein in einer schwierigen Zeit danken», hieß es. (dpa)

+++ Italien meldet mehr als 10.000 Corona-Todesfälle +++

(28.03.2020, 21:40 Uhr. Update zur ursprünglichen Meldung von 18:28 Uhr)

In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.023. (dpa)

Mehr Informationen finden Sie hier.

+++ Trump erwägt Quarantäne für New York +++

(28.03.2020, 21:20 Uhr. Update zur ursprünglichen Meldung von 18:15 Uhr)

Die US-Regierung erwägt nach Aussage von Präsident Donald Trump in der Coronavirus-Krise, New York und andere besonders betroffene Landesteile abzuschotten. «Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist», sagte Trump am Samstag außerhalb des Weißen Hauses zu Reportern.

Er spezifizierte, dass es bei den Überlegungen um Reisebeschränkungen für Bewohner von Regionen gehe, in denen sich besonders viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Viele New Yorker würden derzeit nach Florida reisen. «Das wollen wir nicht», sagte Trump. Mit Blick auf mögliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit sagte Trump: «Ich würde es lieber nicht tun, aber vielleicht brauchen wir es.» Für den Fall, dass solche Maßnahmen ergriffen werden müssten, würden diese für kurze Zeit gelten. (dpa)

Hintergrundinformationen zu Trumps Plänen finden Sie hier.

New York City im Bundesstaat New York hat in den USA die meisten Infizierten. (Bild: Getty Images)

+++ Über 54.200 Corona-Nachweise in Deutschland +++

(28.03.2020, 21:00 Uhr)

In Deutschland sind bis Samstagabend mehr als 54.200 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit 12.744 nachgewiesenen Fällen und 105 Toten, Bayern mit 11.862 Fällen und 85 Toten sowie Baden-Württemberg mit 10.819 Fällen und 118 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 105,1 die meisten Infektionen, im Bundesschnitt waren es 65,2.

Mindestens 397 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zudem starben mehrere Deutsche im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Darunter waren zwei Touristen während einer Reise in Ägypten und ein 67-Jähriger Tourist auf Zypern. Auf der griechischen Insel Kreta starb ein 42 Jahre alter Deutscher. (dpa)

Mehr Informationen finden Sie hier.

+++ Über 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgebracht +++

(28.03.2020, 20:45 Uhr)

Das Auswärtige Amt hat bislang rund 160.000 Menschen aus dem Ausland nach Deutschland zurückgeholt. Der Außenminister Heiko Maas schrieb dazu auf Twitter: “Danke allen, besonders bei @AA_SicherReisen und in den Auslandsvertretungen, die unfassbar hart dafür arbeiten. Wir machen weiter.” Er bittet zudem Menschen, die noch nicht wieder sicher zurückgebracht werden konnten um Geduld.

Wie die Zeit schreibt, sei unterdessen auch eine Rückhol-Aktion auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali angelaufen. Es konnten bereits hunderte gestrandete Deutsche ausgeflogen werden. Seit Freitag waren dafür sechs Maschinen im Auftrag des Auswärtigen Amts im Einsatz.

+++ Merkel meldet sich per Podcast zu Wort +++

(28.03.2020, 20:30 Uhr)

Die Kanzlerin wandte sich am Samstag per Podcast aus der häuslichen Quarantäne an die Bürger: «Niemand kann heute mit gutem Gewissen sagen, er wisse, wie lange diese schwere Zeit anhält.» Noch gebe es keinen Grund, die Regeln zu lockern. «Ich muss Sie bitten, seien Sie geduldig.» Derzeit verdopple sich die Zahl der Neuinfektionen etwa alle fünfeinhalb Tage. Dieser Zeitraum müsse in Richtung von zehn Tagen gehen, um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. «Jeder, der die Regeln befolgt, kann jetzt ein Lebensretter sein.» Weil Merkel Kontakt zu einem infizierten Arzt hatte, bleibt sie derzeit zu Hause. Auch sie freue sich wieder auf «Kontakt und Nähe», sagte sie.

Kanzleramtschef Helge Braun betonte, dass es vor dem 20. April keine Lockerungen geben werde. «Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen», sagte der CDU-Politiker dem «Tagesspiegel». Die am 22. März von Merkel und den Ländern beschlossenen Kontaktbeschränkungen seien für mindestens zwei Wochen verhängt worden, sagte Braun. In der kommenden Woche würden Bund und Länder die Entwicklung der Neuinfektionen bewerten, sagte Braun der dpa. Bis heute gebe diese keinen Anlass, eine Aufhebung von Maßnahmen zu erwägen. Leitlinien vom 16. März etwa zur Schließung von Geschäften, Spielplätzen und Kirchen gelten ohnehin bis zum 20. April, nach Ende der Osterferien. Viele Länder haben auch Kontaktbeschränkungen schon bis 20. April verhängt. (dpa)

Welche Wege aus dem Krisenmodus führen könnten finden Sie hier.

+++ Weltweit mehr als 30.000 Coronavirus-Tote +++

(28.03.2020, 20:10 Uhr)

Weltweit sind mehr als 30.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die renommierte Johns-Hopkins-Universität in den USA registrierte am Samstag 30.248 Todesfälle. Den Angaben zufolge haben sich 649.904 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind mehr als 115.500 Infektionen nachgewiesen worden, in China mehr als 81.990. In Italien starben seit Beginn der Pandemie 10.023. Das ist die höchste Zahl weltweit. (dpa)

+++ Spanien verschärft Ausgangsbeschränkungen +++

(28.03.2020, 19:48 Uhr)

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat im Kampf gegen das Coronavirus eine weitere Verschärfung der bereits seit zwei Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen angekündigt. Ab Montag sollen alle Arbeitnehmer, die keine unbedingt notwendigen Arbeiten verrichten, zwei Wochen lang zu Hause bleiben, erklärte der Regierungschef am Samstagabend in einer Fernsehansprache. Welche Sektoren genau gemeint sind, sagte er nicht. Das Gehalt werde den Betroffenen in dieser Zeit weiter gezahlt, die nicht geleisteten Arbeitsstunden könnten sie später schrittweise nachholen. (dpa)

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez. (Bild: Getty Images)

+++ Wegen Corona: Stichwahl in Bayern nur per Brief +++

(28.03.2020, 19:19 Uhr)

Es ist eine historische Stichwahl in Bayern: Zum ersten Mal überhaupt findet die Wahl um die Spitzenposten in den Kommunen des Freistaats ausschließlich per Brief statt. Damit nichts schiefgehen kann und die Wahl an diesem Sonntag auch rechtssicher ist, hat der Landtag eigens eine gesetzliche Regelung hierzu beschlossen. Laut Innenministerium finden in ganz Bayern rund 750 Stichwahlen um die Posten der ersten Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte statt - überall dort, wo im ersten Durchgang vor zwei Wochen keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte der Stimmen holte. (dpa)

+++ Bundesregierung erwartet von Managern teilweisen Gehaltsverzicht +++

(28.03.2020, 18:49 Uhr)

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen Vorstände von Unternehmen, die Staatshilfen wegen der Corona-Krise erhalten, auf Teile ihres Gehalts verzichten. "Mir ist wichtig, dass in Notsituationen auch Vorstände und leitende Angestellte einen Beitrag leisten, insbesondere bei den Bonuszahlungen", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die konkrete Ausgestaltung werde im Einzelfall besprochen. (AFP)

+++ 12 Tote – Dramatische Zustände in Wolfsburger Pflegeheim +++

(28.03.2020, 18:45 Uhr)

Nach dem Tod von zwölf Corona-Patienten eines Wolfsburger Pflegeheims werden dort Infizierte von negativ getesteten Bewohnern getrennt. Von etwa 165 Bewohnern seien derzeit 72 infiziert, sagte der Leiter des Wolfsburger Gesundheitsamts, Friedrich Habermann, am Samstag. Die zwölf Bewohner waren innerhalb von nur wenigen Tagen gestorben.

Überraschend viele seien verstorben, ohne dass sie Symptome von Corona hatten, sagte Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Für das kirchliche Heim mit oft hochgradig dementen Menschen sei die Situation extrem schwierig, sagte der SPD-Politiker. «Wir stehen aber erst am Anfang der Entwicklung. Das wird für uns alle noch eine sehr, sehr harte Zeit». (dpa)

+++ Italien verschärft Einreisebestimmungen +++

(28.03.2020, 17:31 Uhr)

Italien hat wegen der Corona-Pandemie die Einreisebestimmungen verschärft. Nach einer am Samstag vom Verkehrsministerium veröffentlichten Mitteilung muss jeder, der auf dem Luft-, See- oder Landweg einreist, unter anderem ganz genau den Grund seiner Reise, seinen Aufenthaltsort in Italien und seine Telefonnummer angeben. Die Reisenden müssen außerdem mitteilen, wie sie ihren Zielort in Italien erreichen werden.

Auch Personen, die keine Symptome für eine mögliche Covid-19-Erkrankung zeigen, müssen sich demnach bei den örtlichen Gesundheitsbehörden melden und in eine 14-tägige Selbstisolation begeben. Flug- und Schifffahrtsgesellschaften werden verpflichtet, bei ihren Passagieren schon beim Einchecken die Körpertemperatur zu messen und Personen ab 37,5 Grad nicht an Bord zu lassen. (dpa)

+++FDP will Corona-Immunisierte per App kennzeichnen +++

(28.03.2020, 17:15 Uhr)

Die FDP im Bundestag hat vorgeschlagen, eine App zum freiwilligen Ausweisen von Menschen einzusetzen, die gegen das Coronavirus immunisiert sind. Intelligente Apps und Mobilfunkdaten könnten helfen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, sagte Fraktionsvize Frank Sitta dem «Handelsblatt». «Wesentlich wird dabei schon bald die Erfassung von bereits immunen Personen sein.» Er hoffe, dass es nur noch eine Frage von Wochen sei, bis Antikörper-Tests massenhaft verfügbar sein werden. «Nachweislich immunisierte Personen könnten sich dann zum Beispiel auf ihrem Handy ausweisen, womit ihnen auch die Bewegungsfreiheit in sensibleren Gebieten gewährt werden könnte», sagte Sitta. (dpa)

+++Trotz Frühlingswetters: Die Mehrheit der Bürger hält sich an die Regeln +++

(28.03.2020, 16:33 Uhr)

Schönstes Frühlingswetter von der Ostsee bis zu den Alpen hat am Samstag nach draußen gelockt - doch wegen der verhängten Restriktionen in der Corona-Krise verzichteten viele Menschen auf ausgiebige Ausflüge. Die Polizei musste bei Kontrollen nur vereinzelt einschreiten. Das geht aus Polizeiberichten aus den Bundesländern hervor. Ein Schwerpunkt der Kontrollen waren Grünanlagen. (dpa)

Leere Straßen in München. (Bild: Getty Images)

+++ Airbus bringt Millionen Schutzmasken aus China - auch für Deutschland +++

(28.03. 2020, 15:53 Uhr)

Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie ist am Samstag ein Flugzeug mit rund vier Millionen Schutzmasken im spanischen Getafe in der Nähe von Madrid gelandet. Das Material soll in Spanien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien verteilt werden, wie der Luftfahrtkonzern Airbus mitteilte. Die Maschine des Typs A330-200 sei am Donnerstag in Spanien gestartet, am Freitag in Tianjin im Nordosten Chinas gelandet und mit den Masken beladen umgehend nach Spanien zurückgekehrt. Bereits in den vergangenen Tagen habe das Unternehmen Flüge zwischen Europa und China organisiert, um zahlreiche europäische Krankenhäuser mit Masken auszurüsten, hieß es. (dpa)

+++ Coronavirus: Zahl der Toten in Großbritannien steigt auf über 1.000 +++

(28.03. 2020, 15:44 Uhr)

Die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 ist in Großbritannien am Samstag auf 1.019 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in London mitteilte, starben seit Freitag 260 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf rund 17.000.

Großbritannien hatte lange damit gezögert, harte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus einzuführen. Am Freitag war bekannt geworden, dass sich auch Premierminister Boris Johnson und Gesundheitsminister Matt Hancock inzwischen mit dem Erreger angesteckt haben. Auch Thronfolger Prinz Charles hatte sich mit Sars-CoV-2 infiziert. (dpa)

+++ Opposition in Österreich kritisiert rückläufige Zahl der Corona-Tests +++

(28.03. 2020, 15:33 Uhr)

In Österreich ist in der Coronakrise die Zahl der täglichen Tests entgegen des Ziels der Regierung in der vergangenen Woche deutlich zurückgegangen. Nach Berechnung der liberalen Neos sank die Zahl der täglichen Tests von knapp 5.000 Anfang der Woche auf 3.200 am Freitag. «Offenbar steigt nur die Zahl an Pressekonferenzen rapide, nicht aber die der überlebenswichtigen Corona-Tests, die essenziell zur Bekämpfung des Virus sind», sagte Neos-Gesundheitssprecher Gerald Loacker am Samstag. Auch die Oppositionsparteien SPÖ und FPÖ kritisierten das Minus bei den Tests scharf. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte angekündigt, dass die Zahl der Tests auf 15.000 gesteigert werden soll. In Österreich waren bis Samstag rund 8.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. (dpa)

+++ Günther: Verfrüht, über Lockerungen zu reden +++

(28.03. 2020, 15:21 Uhr)

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hält es wie Kanzleramtschef Helge Braun für verfrüht, schon jetzt über Lockerungen der bestehenden Einschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie zu reden. «Natürlich ist es wichtig für die Menschen, Licht am Ende des Tunnels zu sehen», sagte Günther am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. «Politik muss aber sorgsam darauf achten, nicht Hoffnungen zu wecken, die am Ende nicht erfüllt werden können.» In den kommenden Wochen würden Zahlen vorliegen, aus denen abgelesen werden könne, ob die bisher ergriffenen Maßnahmen Wirkung erzielt hätten. «Auf dieser Grundlage werden wir zu beurteilen haben, in welcher Weise diese Maßnahmen über den 19. April hinaus fortgeführt werden müssen. Deshalb ist es jetzt verfrüht, über Lockerungen zu reden.» (dpa)

+++ Katze steckt sich bei einem Menschen mit Coronavirus an +++

(28.03. 2020, 15:15 Uhr)

Eine Katze hat sich in Belgien bei einem Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Von dem Fall berichtet die belgische Behörde für Lebensmittelsicherheit AFSCA auf ihrer Webseite. Bisher gebe es aber keine Hinweise, dass sich das Virus von Haustieren auf Menschen oder auf andere Tiere übertrage.

Die Katze in Belgien und zwei Hunde in Hongkong seien die einzige bekannten Fälle, bei denen sich Haustiere bei infizierten Menschen angesteckt hätten. Die Hunde hätten keine Symptome gezeigt, die Katze aber habe vorübergehend Atem- und Verdauungsbeschwerden gehabt. Am Freitag hatten die Gesundheitsbehörden unter Berufung auf die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Lüttich über den Fall informiert.

Die AFSCA betonte: «Das Risiko einer Übertragung des Virus von Haustieren auf den Menschen ist im Vergleich zum Übertragungsrisiko durch direkten Kontakt von Menschen untereinander zu vernachlässigen.» Trotzdem werde dringend empfohlen, die üblichen Hygieneregeln zu befolgen. Dazu gehöre, allzu engen Kontakt zum Tier zu vermeiden, vor allem, wenn man selbst krank sei. Nach jedem Streicheln sollte man sich die Hände waschen und sich nicht vom Haustier im Gesicht lecken lassen, schreibt die AFSCA. (dpa)

+++ TÜV-Frist wegen Corona verlängert - Lob vom ADAC +++

(28.03. 2020, 14:54 Uhr)

Berlin (dpa) - Um Autofahrer in der Corona-Krise zu entlasten, bekommen sie für die Erneuerung der TÜV-Plakette nach den Worten von Verkehrsminister Andreas Scheuer vorübergehend mehr Zeit. Die Frist für die Überziehung sei von zwei auf vier Monate verlängert worden, sagte der CSU-Politiker der «Bild»-Zeitung. Dafür gab es Lob vom Autoclub ADAC: «Damit ist der Widerspruch zwischen den Notwendigkeiten der Krise und den gesetzlichen Vorschriften für die Hauptuntersuchung aufgehoben», sagte Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand am Samstag. Autofahrer sollten jedoch weiterhin darauf achten, Fahrzeuge nur in verkehrssicherem Zustand zu nutzen. (dpa)

+++ Wuhan erwacht aus dem Corona-Koma +++


+++ Angst vor Corona-Pandemie: Einkaufszentren und Parks in Moskau zu ++

(28.03. 2020, 14:39 Uhr)

Russland verschärft seine Anstrengungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Seit Samstag sind in Moskau alle Einkaufszentren, Restaurants und größeren Parks für mindestens eine Woche geschlossen. So etwas gab es seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. In Bussen, U-Bahnen und auf den Straßen waren weniger Menschen in der größten Stadt Europas unterwegs als sonst. Dennoch zog es bei frühlingshaftem Wetter viele Menschen an die frische Luft.

Die Vertreterin der Weltgesundheitsorganisation in Russland, Melita Vujnovic, beklagte der Staatsagentur Tass zufolge, dass viele Menschen nicht wenigstens zwei Meter Abstand voneinander nehmen: «Ich bin gerade durch Moskau gefahren, und der Anblick schmerzt.»

In Russland gibt es noch vergleichsweise wenige Corona-Fälle, doch deren Zahl steigt rasant: Am Samstag wurden mehr als 1264 Infizierte offiziell registriert. Gegen die Ausbreitung des Virus desinfizierten Spezialisten am Samstag viele Gehwege und Straßen.

Im Kampf gegen die hochansteckende Krankheit werden die Russen von Montag an in einen siebentägigen Zwangsurlaub geschickt. Außerdem gibt es keine Flüge und Zugverbindungen mehr ins Ausland. Am Samstag wurden deshalb rund 600 in der Ukraine gestrandete Russen mit einem Sonderzug nach Moskau gebracht. Die Staatsagentur Ria Nowosti meldete unter Berufung auf Quellen, e werde nun erwogen, auch alle Flüge und Züge im größten Land er Erde vorübergehend zu stoppen. (dpa)

+++ Schon mehr als 100.000 Corona-Hilfsanträge im Südwesten +++

(28.03. 2020, 14:33 Uhr)

Die Zahl der Anträge auf Corona-Soforthilfe hat in Baden-Württemberg am Samstag nach nicht einmal drei Tagen 100.000 übertroffen. «Stand Samstagmorgen sind es 101 418 Anträge», sagte Wolfgang Grenke, Präsident des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK). Die digitale Bearbeitung sei der richtige Weg für die Soforthilfe, so könnten alle Beteiligten zügig arbeiten, erklärte er. Allerdings belege die Flut der Anträge auch in brutaler Nüchternheit, was das Coronavirus dem Südwesten und der ganzen Welt abverlange.

Die große Aufgabe der Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammern sei, die Anträge zu prüfen und an die staatliche Förderbank L-Bank weiterzuleiten - im Mehrschichtbetrieb und selbstverständlich auch am Wochenende, sagte Grenke. «Bei der L-Bank liegen bereits Tausende Anträge zur endgültigen Bearbeitung und Auszahlung vor.» Neben der Bearbeitung der Anträge hätten die Kammern auch zahlreiche Mitarbeiter für Corona-Soforthilfehotlines und die E-Mail-Bearbeitung abgestellt. (dpa)

+++ Corona-Verdacht auf Kreuzfahrtschiff - Rückholaktion soll starten +++

(28.03.2020, 14:31 Uhr)

Nach dem Coronaverdacht von 46 Menschen auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff vor Australien, soll eine Rückholaktion der nicht-infizierten Passagiere starten. Der Aktion stehe nach Angaben der Behörden nichts im Wege, sagte der Geschäftsführer des Bonner Reiseveranstalters Phoenix, Benjamin Krumpen, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag: «Personen, die positiv getestet sind, bekommen einen 14-tägigen Aufenthalt in einem Krankenhaus in Australien.» Alle anderen der 832 Passagiere könnten mit eigens dafür gecharterten Maschinen am Nachmittag des nächsten Tages lokaler Zeit nach Hause.

Die Gesundheitsbehörden seien jetzt noch einmal an Bord der «MS Artania» gewesen und hätten weitere Proben genommen. Das Ergebnis sei nicht vor morgen zu erwarten, sagte Krumpen. Alle Gäste seien in ihren Kabinen und würden dann am nächsten Tag mit einem Transfer zum Flughafen gebracht. «Es ist sicher, dass die dann hier 14 Tage in häusliche Quarantäne kommen», sagte Krumpen. (dpa)

+++ Mehr als 600.000 Infektionen weltweit +++

(28.03.2020, 13.30 Uhr)

Mehr als 600.000 Menschen haben sich weltweit nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Kurz nach Samstagmittag bezifferte die renommierte Johns-Hopkins-Universität die Zahl der nachweislich Infizierten mit 614.884. Demnach starben mehr als 28 600 in Folge oder an der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind mehr als
104.830 Infektionen nachgewiesen worden, in Italien mehr als 86.490 und in China mehr als 81.990. (dpa)

+++ 40 Rollen Klopapier aus Schloss Kapfenburg gestohlen +++

(28.03.2020, 13.26 Uhr)

Diebe haben aus einem abgeschlossenen Raum neben einer öffentlichen Toilette im Schloss Kapfenburg in Lauchheim 40 Rollen Klopapier gestohlen. Außerdem nahmen sie Papierhandtücher und Seife mit, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Den Angaben zufolge hatten sich die Unbekannten zwischen Dienstag und Freitag Zutritt zu den Räumlichkeiten verschafft. Der finanzielle Schaden sei gering und im unteren zweistelligen Bereich. Den hinzugerufenen Polizeibeamten fehlten aber die Worte, wie es weiter hieß.

In dem Schloss, dass derzeit wegen der Corona-Krise geschlossen ist, ist eine Musikakademie untergebracht. Wegen des Coronavirus kommt es bundesweit seit Wochen zu Hamsterkäufen von Toilettenpapier, Seife oder auch Lebensmitteln. Auch werden immer wieder Diebstähle von Desinfektionsmitteln oder Toilettenpapier gemeldet. (dpa)

+++ Verbände: Tegel-Schließung wegen Corona wäre «katastrophales Signal» +++

(28.03.2020, 13.28 Uhr)

Eine Schließung des Berliner Flughafens Tegel wegen der Corona-Epidemie wäre aus Sicht der Wirtschaft «ein katastrophales Signal». «Während viele Betriebe ums Überleben kämpfen, will sich der Senat seiner Verantwortung für eine funktionierende Infrastruktur entledigen. Das ist schlechtes Krisenmanagement», kritisierte Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, am Samstag.

«Nach dem hoffentlich baldigen Ende der Corona-Krise müssen wir alle Kräfte darauf konzentrieren, den Ausfall durch den Shutdown so schnell wie möglich aufzuholen. Dazu brauchen wir Tegel ebenso wie Schönefeld.» Wer Tegel jetzt schließe, riskiere, dass die Unternehmen nicht mit vollem Schub aus der Krise kommen könnten.

Im Berliner Senat und bei den Flughafenbetreibern gibt es Überlegungen, den Luftverkehr während der Corona-Krise vorübergehend auf dem Flughafen Schönefeld zu konzentrieren. Ziel der Betreiber ist es, Kosten in Millionenhöhe einzusparen. Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) sagte am Freitag, es gebe noch Gesprächsbedarf. Nach dpa-Informationen könnte die Entscheidung nächste Woche fallen.

Am Montag tagen die Flughafen-Gesellschafter. Zunächst wird demnach eine Betriebspause bis zum 31. Mai erwogen. Mit einer Vorlaufzeit von zwei Wochen wäre der Flughafen wieder ans Netz zu bringen. (dpa)

+++ Justizministerin empört über ausgesetzte Mietzahlungen großer Firmen +++

(28.03.2020, 13:12 Uhr)

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich empört über den Stopp von Mietzahlungen für Ladengeschäfte großer Firmen geäußert. «Wenn jetzt finanzstarke Unternehmen einfach ihre Mieten nicht mehr zahlen, ist dies unanständig und nicht akzeptabel», sagte sie am Samstag in Berlin. Die Corona-Hilfsgesetze böten dafür keine Grundlage. Es gelte weiterhin: «Mieter müssen selbstverständlich ihre Miete zahlen. Falls sie tatsächlich infolge der Krise in ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten geraten, kann ihnen lediglich für einen begrenzten Zeitraum nicht gekündigt werden.»

Zuvor hatten bekannte Handelsunternehmen wegen der angeordneten Ladenschließungen die Mietzahlungen für ihre Filialen in Deutschland eingestellt. Darunter sind Handelsketten wie Deichmann und H&M sowie Markenhersteller wie Adidas. Deichmann sprach von einer «präventiven Maßnahme, um die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten». (dpa)

+++ Berlin nimmt schwerkranke Corona-Patienten aus Frankreich auf +++

(28.03.2020, 12:51 Uhr)

Berlin nimmt sechs schwerkranke Corona-Patienten aus Frankreich auf. Sie sollen an diesem Samstag in die Charité kommen, teilte eine Sprecherin des Senats am Samstag mit. Die Infizierten werden den Angaben zufolge per Flugzeug von der Uniklinik Straßburg nach Berlin gebracht, um im Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt zu werden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte sich am Mittwoch mit dem Chef der Charité, Professor Heyo K. Kroemer, darauf verständigt, Corona-Patienten aufzunehmen. (dpa)

Notaufnahme der Charité in Berlin. (Bild: Getty Images)

+++ Mehr als 800 Corona-Tote in 24 Stunden in Spanien - 72.000 Infizierte +++

(28.03.2020, 12:19 Uhr)

Im besonders schwer vom Coronavirus betroffenen Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet worden. Das ist der höchste Anstieg, der in dem Land bislang registriert wurde, wie die Gesundheitsbehörden in ihrer täglichen Bilanz mitteilten. Insgesamt kletterte die Zahl der Opfer seit Freitag auf knapp 5.700. Auch die Zahl der Infizierten stieg weiter an und lag am Samstagmittag bei rund 72.000, etwa 8.000 mehr als am Vortag. Jedoch hält sich damit der prozentuale Anstieg seit Tagen relativ niedrig.

Mehr als 12.000 Menschen sind bereits wieder gesund. Die am heftigsten betroffene Region bleibt Madrid, wo fast die Hälfte aller Todesfälle verzeichnet wurde. Nach Italien ist Spanien weiterhin das Land in Europa, das vom neuen Virus Sars-CoV-2 am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wird. (dpa)

+++ UN-Ermittler fordern wegen Coronavirus-Pandemie Waffenstillstand in Syrien +++

(28.03. 2020, 12:17 Uhr)

Angesichts der Corona-Krise haben UN-Ermittler zu einem Waffenstillstand in Syrien aufgefordert. Dies sei nötig, um "die Katastrophe nicht zu verschlimmern", erklärte der Leiter der UN-Untersuchungskommission für Syrien, Paulo Pinheiro, am Samstag in Genf. In dem Bürgerkriegsland wurden bislang fünf Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. (AFP)

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+++ Australien: Corona-Verdacht bei 46 Kreuzfahrt-Passagieren +++

(28.03.2020, 12:07 Uhr)

An Bord des vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs besteht bei mindestens 46 Menschen Verdacht auf das Coronavirus. Es handele sich um 30 Passagiere und 16 Crewmitglieder, sagte der Regierungschef des Bundesstaats von Westaustralien, Mark McGowan, am Samstag vor Journalisten in Perth und sprach von einer «dringenden Situation».

Auf dem Schiff sei ein «Krisenpunkt» erreicht worden, als zahlreiche Passagiere am Freitag über Corona-Symptome geklagt hätten. Sie wurden daraufhin an Bord von Ärzten untersucht. Die Testergebnisse zur Bestätigung des Virus, standen zunächst aus.

Das deutsche Kreuzfahrtschiff befindet sich seit Donnerstag in Freemantle südlich von Perth. Die meisten der 832 Passagiere sind Deutsche. An Bord sind mehr als 230 Besatzungsmitglieder.

Zuvor war bereits bei neun Menschen an Bord eine Covid-19-Infektion bestätigt worden. Sie werden in Krankenhäusern in Perth behandelt. Drei der Erkrankten seien im kritischen Zustand auf der Intensivstation, sagte der Gesundheitsminister des Bundesstaats von Westaustralien Roger Cook.

Alle Passagiere sollten mit eigens gecharterten Flugzeugen am Sonntag aus Australien ausgeflogen werden. Die 46 Verdachtsfälle würden ebenfalls nach Deutschland gebracht, wenn ihre Corona-Tests negativ ausfielen und sie flugfähig seien, sagte McGowan. (dpa)

+++ Erster Coronavirus-Todesfall in Mecklenburg-Vorpommern +++

(28.03.2020, 11:55 Uhr)

Erstmals ist in Mecklenburg-Vorpommern ein Mensch im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handle sich um einen 57-jährigen Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, der sich Anfang März im Skiurlaub in Österreich aufgehalten habe, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. (dpa)

+++ Fast 50.000 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 325 Tote +++

(28.03. 2020, 11:46 Uhr)

In Deutschland sind bis Samstagvormittag mehr als 48.800 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12.000 nachgewiesenen Fällen und 88 Toten sowie Bayern mit mindestens 10.180 Fällen und 60 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 9.729 Fällen und 101 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 95,5 die meisten Infektionen.

Mehr als 325 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten. Zudem sollen auch auf Zypern und Kreta je ein Deutscher gestorben sein. (dpa)

+++ Zahl der Corona-Toten im Iran auf mehr als 2.500 gestiegen +++

(28.03. 2020, 11:44 Uhr)

Im Iran ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf mehr als 2500 gestiegen. 139 weitere Menschen seien seit Freitag an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion gestorben, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag in Teheran.

Innerhalb von 24 Stunden seien zudem 3076 neue Infektionsfälle registriert worden, sagte der Sprecher Kianusch Dschahanpur. Die Gesamtzahl der Infektionen liege damit bei 35.408. (AFP)

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+++ Lesbos: Migranten haben Angst vor dem Coronavirus +++

+++ Tausende Inder nach Kontakt mit Corona-infiziertem Guru zusätzlich isoliert +++

(28.03. 2020, 11:43 Uhr)

In Indien befürchten die Behörden, dass ein an den Folgen seiner Coronavirus-Infektion gestorbener Guru tausende Menschen angesteckt haben könnte. Zusätzlich zur landesweit geltenden Ausgangssperre seien im nordindischen Bundesstaat Punjab weitere Quarantäne-Maßnahmen über mehr als ein Dutzend Dörfer verhängt worden, in denen der Guru gepredigt hatte, sagte ein Regierungsvertreter des Verwaltungsbezirks Banga am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. (AFP)

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+++ Coronavirus: Zwei Deutsche auf Zypern und auf Kreta gestorben +++

(28.03.2020, 11:41 Uhr)

Ein 67-Jähriger Deutscher Tourist ist auf Zypern an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Dies habe das Krankenhaus im türkischen besetzten Nordteil der Insel mitgeteilt, berichtete das zyprische Staatsfernsehen (RIK) am Samstag. Vor zwei Tagen war auf der griechischen Insel Kreta ein 42 Jahre alter Deutscher Mathematikprofessor an einer Lungenembolie als Folge einer Infektion mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. (dpa)

+++ Corona-Krise: Auch Spanien ruft Militär zum Transport der Leichen +++

(28.03.2020, 11:14 Uhr)

Nach Italien wird auch im schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien das Militär beim Transport der Leichen helfen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Samstag im Amtsblatt mit. Die Streitkräfte würden wegen der großen Zahl der Toten und des Fehlens verfügbarer Bestattungsinstitute während der Dauer des Alarmzustandes eingesetzt, hieß es. Wegen der vielen Todesopfer war zuletzt bereits die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert worden. Die Regierung hat den Alarmzustand und die strenge Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis zum 11. April verlängert. Spanien ist nach Italien das am schwersten von der Krise betroffene Land Europas. (dpa)

+++ Merkel bittet die Bürger um Geduld in der Corona-Krise +++

(28.03.2020, 10:51 Uhr)

Mit einer persönlichen Nachricht hat Bundeskanzlerin Angela Merkel sich aus der häuslichen Quarantäne gemeldet und die Menschen in Deutschland um Geduld in der Corona-Krise gebeten. Der Mensch sei «nun mal auf Kontakt und Nähe eingestellt, und darauf freue ich mich dann auch wieder», sagte die CDU-Politikerin, die nach Kontakt zu einem infizierten Arzt derzeit zu Hause bleibt, in ihrem am Samstag veröffentlichten Wochenend-Podcast. «Niemand kann heute mit gutem Gewissen sagen, er wisse, wie lange diese schwere Zeit anhält», sagte Merkel. «Ich muss Sie bitten, seien Sie geduldig.» Noch gäben die Neuinfektionen keinen Grund, die Regeln zu lockern. (dpa)

+++ Coronavirus-Pandemie - Papst spendet Sondersegen +++

+++ EU-Kommission bereitet Exit-Strategie zu Corona-Kontaktsperren vor +++

(28.03.2020, 10:48 Uhr)

Brüssel (dpa) - Die Europäische Kommission arbeitet an einer gemeinsamen Exit-Strategie aller EU-Staaten zur schrittweisen Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise. Mit Experten prüfe sie, «wann wir nach und nach die Maßnahmen der «sozialen Distanz» wieder lockern könnten», sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

«Das Entscheidende ist: Das darf nicht zu früh passieren, weil sonst das Risiko ist, dass das Virus wieder aufflackert», sagte von der Leyen. «Andererseits muss es so schnell wie möglich gehen, damit unsere Wirtschaft nicht unnötig weiter leidet. Wir vertrauen auf den Rat von Medizinern, aber auch von Wirtschaftsfachleuten, die sich mit Lieferketten auskennen.»

Einen Zeitrahmen könne heute aber niemand präzise vorhersagen. Das müsse man von Woche zu Woche neu prüfen. Noch sei man in der Feuerlösch-Phase, dann komme eine Wiederaufbauphase. «Erst danach werden wir wieder in der Normalität sein, sagte die Kommissionschefin. «Diese Krise hinterlässt tiefe Spuren und wird uns lange beschäftigen.» (dpa)

+++ EU wirbt bei USA für Kampf gegen Corona-Falschnachrichten +++

(28.03. 2020, 10:38 Uhr)

In der Corona-Krise wirbt die Europäische Union bei den USA für einen gemeinsamen Kampf gegen das Virus und gegen Falschnachrichten. In einem Telefonat mit US-Außenminister Mike Pompeo habe der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell unterstrichen, wie wichtig akkurate und transparente Informationen seien, erklärte ein Sprecher Borrells am Samstag. Die Sorgen vor Desinformation rund um das Coronavirus nähmen zu.

Zudem habe Borrell die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit gegen die Pandemie unterstrichen, hieß es weiter. Pompeos Sprecher Morgan Ortagus teilte in Washington mit, beide Politiker seien sich einig gewesen, wie wichtig die transatlantische Zusammenarbeit im Kampf gegen Covid-19 sei. (dpa)

+++ Von der Leyen fürchtet in der Corona-Krise um Zusammenhalt der EU +++

(28.03. 2020, 10:30 Uhr)

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fürchtet in der Corona-Krise um den Zusammenhalt der Europäischen Union. Nach der Einführung von Grenzkontrollen habe das Schengen-Abkommen für freien Reiseverkehr auf der Kippe gestanden, sagte von der Leyen in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Nun sähen alle, dass sich die Staaten durch extreme Abschottung selbst am meisten schadeten.

«Wir haben es selbst in der Hand», sagte die Kommissionschefin. «Wir haben anfangs in den Abgrund geschaut, aber wir haben in dieser Krise auch wieder rasch das Positive und den Zusammenhalt gesehen. Ich sehe viele ermutigende Zeichen, dass die Europäer erkennen, wie kostbar unsere Gemeinschaft ist.»

Die Grenzschließungen einzelner EU-Staaten hätten das Coronavirus nicht aufgehalten, aber vielen Firmen sehr geschadet und wichtige Lieferketten in Europa unterbrochen, sagte von der Leyen. Dabei habe nur der Binnenmarkt die EU so wohlhabend und stark gemacht. Nun wachse die Erkenntnis wieder, dass jeder Mitgliedsstaat mit gegenseitiger Hilfe bessere Karten habe. «Deswegen liegt in dieser großen Krise auch die Chance, dass sich Europa noch einmal neu erfindet», sagte von der Leyen. (dpa)

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (Bild: Getty Images)

+++ Warnung vor Anstieg häuslicher Gewalt in Zeiten der Krise +++

(28.03. 2020, 10:26 Uhr)

Europarats-Generalsekretärin Marija Pejčinović Burić hat eindringlich vor einem Anstieg häuslicher Gewalt während der Ausgangsbeschränkungen aufgrund des Coronavirus gewarnt.

Berichte aus den Mitgliedsländern der vergangenen Wochen hätten bereits gezeigt, dass Kinder und Frauen derzeit in den eigenen vier Wänden einem höheren Missbrauchsrisiko ausgesetzt seien, sagte Pejčinović Burić der Deutschen Presse-Agentur. Neben dem erhöhten Gewaltrisiko könnten die Auswirkungen der Coronavirus-Krise Frauen auch wirtschaftlich hart treffen und deren finanzielle Unabhängigkeit bedrohen, erklärte Pejčinović Burić. (dpa)

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+++ Von der Leyen: EU-Kommission plant keine eigenen Corona-Bonds +++

(28.03. 2020, 10:20 Uhr)

Brüssel (dpa) - In der Corona-Krise plant die Europäische Kommission keine eigenen Anleihen zur milliardenschweren Schuldenaufnahme. Dies stellte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur klar. «Da gibt es ganz klare rechtliche Grenzen, das ist nicht der Plan. Daran arbeiten wir nicht.»

Der «Spiegel» hatte berichtet, die EU-Kommission wolle Arbeitslosenversicherungen der Mitgliedstaaten in der Krise mit Zuschüssen in Milliardenhöhe unterstützen und dazu eigene Anleihen an den Finanzmärkten platzieren, einen Vorläufer für Eurobonds.

Der Streit über sogenannte Corona-Bonds schlägt in der EU derzeit hohe Wellen. Italien und andere Länder dringen auf eine gemeinsame Schuldenaufnahme, die unter anderen Deutschland aber ablehnt. Von der Leyen legte sich in der Debatte nicht fest und verwies auf die Eurogruppe, die binnen zwei Wochen Vorschläge machen soll. Doch zeigte sie Verständnis für die deutsche Position. (dpa)

+++ Isolation chinesischer Millionenmetropole Wuhan beendet +++

(28.03.2020, 9:18 Uhr)

Nach zwei Monaten im Ausnahmezustand kehrt in der zentralchinesischen Metropole Wuhan allmählich wieder Alltag ein: Die Isolation der Millionenmetropole, die als Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie gilt, ist am Samstag beendet worden. Die Einreise in die Hauptstadt der Provinz Hubei ist nun wieder erlaubt, das Ausreiseverbot gilt aber noch bis zum 8. April. Der U-Bahn- und Fernverkehr wurde wiederaufgenommen, Einkaufszentren dürfen kommende Woche ihre Pforten öffnen. (AFP)

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Rückkehrer am Bahnhof von Wuhan

+++ Politologe: Corona verändert politische Kommunikation +++

(28.03.2020, 8:00 Uhr)

Um mit den Bürgern in der Corona-Krise in Kontakt zu bleiben, nutzen einige Politiker verstärkt digitale Kanäle. Der Politikwissenschaftler Marcel Solar glaubt, dass die aktuelle Situation die Experimentierfreudigkeit erhöht: «Die Situation jetzt zwingt die Leute, andere Wege zu gehen – und das gilt eben auch für die politische Kommunikation.»

Solars Ansicht nach könnte die Krise die Modernisierung der politischen Kommunikation beschleunigen: «Auch wenn vorher viele schon präsent waren in den sozialen Medien, glaube ich schon, dass das jetzt dem Ganzen nochmal einen Schub gibt», erklärt der Wissenschaftler, der an der Uni Düsseldorf die Stabsstelle Bürgeruniversität leitet.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) etwa ist seit kurzem auf der Kurzvideo-Plattform TikTok unterwegs, die vor allem bei jungen Menschen beliebt ist. Auch das Bundesgesundheitsministerium informiert nun dort. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) beantwortete vor wenigen Tagen Fragen von Nutzern der Social-Media-App Jodel.

+++ Bundesagentur für Arbeit sieht sich für Kurzarbeiter-Ansturm gerüstet +++

(28.03.2020, 7:45 Uhr)

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hält sich in der Corona-Krise für finanziell ausreichend gewappnet, um den Ansturm beim Kurzarbeitergeld zu bewältigen. Es sei absehbar, dass die Zahl der Kurzarbeiter weit höher ausfallen werde als während großen Finanzkrise der Jahre 2008/2009, sagte BA-Vorstandsvorsitzender Detlef Scheele der Deutschen Presse-Agentur.

Damals waren in der Spitze in Deutschland 1,44 Millionen Menschen auf Kurzarbeit angewiesen. Die Bundesregierung legte vor einigen Tagen die Schätzung von 2,15 Millionen Kurzarbeitern in der Corona-Krise vor. Ob diese Schätzung richtig sei, könne derzeit niemand sagen, betonte Scheele. «Wir gehen davon aus, dass es deutlich mehr werden als zur Finanzkrise.» Allein in der vergangenen Woche waren bei der Bundesagentur mehr als 76.000 Anzeigen von Betrieben für Kurzarbeit eingegangen.

+++ Luftwaffe fliegt an Covid-19 erkrankte Italiener nach Deutschland +++

(28.03. 2020, 7:38 Uhr)

Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise fliegt die Luftwaffe Patienten nach Deutschland aus. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, sollte am Samstag sechs schwer erkrankte Italiener in Intensivbehandlung von Bergamo nach Köln bringen. Die Maschine sei am Morgen in Köln gestartet, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

«In Zeiten größter Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunden zur Seite stehen», sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu dem Einsatz. «Deshalb holen wir mit unserer fliegenden Intensivstation der Luftwaffe jetzt Schwerstkranke aus Italien zur Behandlung nach Deutschland. Das ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Europa muss zusammenhalten.»

Das Flugzeug sollte am späten Mittag zurück in Köln sein. Die Patienten sollten zur Behandlung in zivile Krankenhäuser gebracht werden. Nach dpa-Informationen sollen jeweils zwei Erkrankte im Katholischen Klinikum Bochum sowie in den Uni-Kliniken Köln und Bonn weiterbehandelt werden.

Die Luftwaffe bezeichnet den MedEcav-Airbus als «wichtiges Glied in der Rettungskette zur medizinischen Evakuierung schwer und schwerst verletzter Personen über große Distanzen». An Bord sind bis zu sechs Plätze für intensivmedizinische Behandlung. Zudem gibt es 38 weitere Liegeplätze, wobei für 16 Patienten eine verstärkte medizinische Überwachung mit Monitoren möglich ist. Damit können 44 Patienten liegend transportiert werden.

Die medizinische Besatzung kann bis zu 25 Menschen zählen. Die Luftwaffe hält auf dem Flughafen Köln-Wahn immer einen MedEvac-Airbus in 24-Stunden-Bereitschaft. (dpa)

+++ Coronavirus: 54 weitere «importierte» Fälle in China +++

(28.03. 2020, 7:35 Uhr)

In China ist die Zahl «importierter Fälle» mit dem Coronavirus erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Samstag mitteilte, wurden 54 weitere Erkrankungen bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist waren. Insgesamt zählt China damit bereits mehr als 600 solcher Fälle. Darüber hinaus starben drei weitere Menschen an Covid-19. Bisher hat China insgesamt 81.394 Coronavirusinfektionen gemeldet, darunter 3295 Todesfälle und 74.971 geheilte Patienten.

Aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle hatte die Volksrepublik am Donnerstag angekündigt, Ausländer zunächst nicht mehr einreisen zu lassen. Ebenfalls angekündigt wurde eine starke Reduzierung der Flugverbindungen. Ab Sonntag soll jede chinesische Fluggesellschaften nur noch eine Verbindung pro Woche in jedes Land anbieten dürfen. Das gleiche gilt für ausländische Airlines, die nach China fliegen. (dpa)

Die Anzahl "importierter Fälle" in China ist wieder ansteigend. (Symbolbild: Getty Images)

+++ Altmaier will Kritik an Corona-Staatshilfen entschärfen +++

(28.03. 2020, 7:31 Uhr)

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) versucht Kritik aus der Wirtschaft an Corona-Hilfsprogrammen zu entschärfen.

«Wir helfen mit umfassenden Maßnahmen der gesamten Wirtschaft von klein bis groß und den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, mit dieser Extremsituation umzugehen», heißt es in einem Brief Altmaiers an Wirtschaftsverbände. Das Schreiben lag der dpa vor.

Die bisher vereinbarten Maßnahmen bildeten das wohl umfassendste Hilfs- und Schutzprogramm in der deutschen Nachkriegsgeschichte, so Altmaier. «Ich weiß, die Hilfen der Bundesregierung können unseren Unternehmen dabei nicht ersetzen, was die Pandemie für Umsätze und Gewinne bedeutet. Aber wir tun alles, damit wir Sie als Partner durch die Krise hindurchbegleiten.»

Die Politik hatte verschiedene Hilfsprogramme beschlossen. Ein unbegrenztes Kreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW soll Liquidität sichern. Daneben geht es um Steuerstundungen, ein erweitertes Kurzarbeitergeld, einen Stabilisierungsfonds für große Unternehmen sowie ein milliardenschweres Paket mit direkten Zuschüssen für kleine Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten - die häufig keine Kredite bekommen oder über keine Sicherheiten verfügen.

Wirtschaftsverbände sehen aber eine mangelnde Unterstützung für mittelständische Firmen in der Corona-Krise. Weite Teile des Mittelstandes fielen durch das Raster von direkten Zuschüssen. Außerdem beklagen Firmen, dass Kredithilfen nicht schnell genug ankommen und Anträge zu aufwendig seien. Banken und Sparkassen werden überrannt von Kreditanfragen.

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+++ Karliczek: Corona-Impfstoff frühestens Ende des Jahres +++

(28.03. 2020, 7:29 Uhr)

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht im Kampf gegen das Coronavirus frühestens Ende des Jahres einen Impfstoff. «Wir müssen davon ausgehen, dass ein Impfstoff, mit dem breitere Teile der Bevölkerung geschützt werden können, erst gegen Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres zur Verfügung steht», sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Für die Impfstoffforschung gelte: «Wir wollen so schnell wie möglich laufen - aber wir dürfen dabei nicht hinfallen. Wir müssen sicher sein, dass die Impfung wirkt und dem Patienten nicht schadet.»

Karliczek sagte weiter: «Wir reizen die Forschungsmöglichkeiten bis aufs Letzte aus. Wir sind bereit, weitere Gelder zur Verfügung zu stellen, wenn es erfolgversprechende Projekte gibt. Am Geld wird die Corona-Forschung nicht scheitern.»

+++ Coronavirus: Südkorea meldet erneuten Anstieg von Infektionen +++

(28.03. 2020, 7:25 Uhr)

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder deutlich auf über 100 gestiegen. Am Freitag seien 146 Fälle festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Samstag mit. Am Tag zuvor waren es noch 91 gewesen. Bisher wurden in dem Land 9.478 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet. Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit dem Virus gebracht werden, kletterte um fünf auf 144.

Den Anstieg führten die Behörden unter anderem auf eine neue lokale Häufung von Infektionsfällen in der am stärksten von dem Ausbruch betroffenen Millionenstadt Daegu im Südosten zurück. Dort hatten sich Dutzende von Patienten in einem Krankenhaus angesteckt. «Es gibt weiter ein erhöhtes Risiko durch solche Cluster-Infektionen», sagte Yoon Tae Ho von der Zentrale für das Katastrophen-Management.

Sorgen bereitet den Behörden seit Tagen auch die Zunahme «importierter» Infektionsfälle. Zahlreiche Südkoreaner kehren aus Angst vor einer Ansteckung in Ländern, die eine rasche Ausbreitung des Virus verzeichnen, zurück. Am Freitag traten die verstärkten Einreisekontrollen einschließlich einer Virustest-Pflicht für Ankommende aus Europa auch für Reisende aus den USA in Kraft.

Im März hatte sich bei den Infektionsfällen in Südkorea seit dem Höhepunkt Ende Februar mit über 900 Infektionsfällen innerhalb eines Tages ein deutlicher Abwärtstrend eingestellt.

+++ Erstes Coronavirus-Opfer in Jordanien ++

(28.03. 2020, 7:21 Uhr)

Nun ist auch in Jordanien das erste Coronavirus-Opfer registriert worden. Eine 83-jährige Frau, die auch an einer Blutvergiftung gelitten habe, sei an Covid-19 gestorben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra am Samstag unter Berufung auf das Prinz-Hamsah-Krankenhaus. In Jordanien sind 212 Corona-Fälle registriert. Am Mittwoch hatte das Königreich mitgeteilt, seine am vergangenen Samstag verkündete unbefristete Ausgangssperre lockern zu wollen - kleine Geschäfte für Grundbedarfsgüter dürften wieder geöffnet werden.

+++ US-Pharmakonzern präsentiert tragbaren Corona-Schnelltest +++

(28.03. 2020, 7:19 Uhr)

Ein US-Pharmakonzern hat einen tragbaren Coronavirus-Schnelltest entwickelt. Das Gerät von der Größe eines Toasters liefere bereits nach fünf Minuten ein Ergebnis, teilte das Unternehmen Abbott Laboratories am Freitag mit. Aufgrund einer Ausnahmegenehmigung der US-Arzneimittelzulassungsbehörde FDA könne der Test in der kommenden Woche an ausgewählte Labore und Gesundheitsversorger ausgeliefert werden.

Dank der geringen Abmessungen könne der Schnelltest außerhalb von Krankenhäusern in besonders betroffen Gebieten eingesetzt werden, sagte Abbott-Chef Robert Ford. In den USA haben sich inzwischen mehr als 100.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Die Vereinigten Staaten sind damit das Land mit den weltweit meisten Infektionsfällen. Fast 1.700 Menschen starben in den USA an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. (AFP)

+++ Tom Hanks nach Quarantäne in Australien zurück in den USA +++

(28.03. 2020, 7:12 Uhr)

Nach zweiwöchiger Covid-19-Quarantäne in Australien ist das Schauspieler-Ehepaar Tom Hanks und Rita Wilson zurück in den USA. Das Portal TMZ und die «New York Post» berichteten, die Beiden seien per Privatjet in Los Angeles angekommen - und könnten nicht glücklicher aussehen.

Laut «New York Post» kniete der 63-jährige Oscar-Preisträger («Philadelphia») auf der Landebahn des Flughafens nieder und tanzte anschließend.

Vor gut zwei Wochen hatten Hanks und Wilson als erstes Promi-Paar ihre Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus bekanntgegeben. Zunächst aus einem Krankenhaus in Australien und später aus der Selbstisolierung in ihrem Haus meldete sich das Paar mehrmals mit Updates über seinen Zustand. Zuletzt hatten sie mitgeteilt, auf dem Weg der Besserung zu sein. Hanks war in Australien, weil er dort mit Regisseur Baz Luhrmann einen neuen Film drehen wollte. Die Dreharbeiten wurden wegen der Coronavirus-Krise vorläufig eingestellt. (dpa)

LOS ANGELES, CALIFORNIA - JANUARY 19: (L-R) Tom Hanks and Rita Wilson attend 26th Annual Screen Actors Guild Awards at The Shrine Auditorium on January 19, 2020 in Los Angeles, California. (Photo by Leon Bennett/Getty Images)

+++ Kanzleramtschef: Keine Lockerung der Maßnahmen bis 20. April +++

(28.03. 2020, 7:10 Uhr)

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat klargestellt, dass es vor dem 20. April keine Lockerungen der Einschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geben werde. «Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen», sagte er dem «Tagesspiegel».

«Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen.» Ältere Menschen müssten noch deutlich länger als Jüngere mit Kontakteinschränkungen rechnen. «Eines ist allen Modellen gemein, egal, wie wir uns entscheiden: dass die älteren und vorerkrankten Menschen in unserer Gesellschaft wirksam vor einer Infektion geschützt werden müssen, bis es einen Impfstoff gibt», sagte Braun. (dpa)

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+++ Trump unterzeichnet Billionen-Notprogramm gegen Coronavirus-Krise +++

(28.03. 2020, 7:04 Uhr)

US-Präsident Donald Trump hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie das größte Rettungspaket der US-Geschichte unterzeichnet - und nahezu zeitgleich ein Kriegswirtschaftsgesetz aktiviert. Der Präsident setzte am Freitag im Weißen Haus mit seiner Unterschrift ein Maßnahmenpaket in Kraft, das Nothilfen von rund zwei Billionen Dollar vorsieht. Er aktivierte zudem den sogenannten "Defence Production Act", um den Autobauer General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen. (AFP)

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+++ «Bild»: Schon 360.000 Hilfsanträge von Kleinunternehmern +++

(28.03.2020, 7:01 Uhr)

Firmen in Deutschland beantragen in großer Zahl die von der Bundesregierung beschlossenen Milliarden-Hilfen wegen der Corona-Krise. Bei den zuständigen Stellen seien binnen weniger Tage

mindestens 360.000 Anträge auf Soforthilfe von Selbstständigen und Kleinunternehmern eingegangen, berichtete die «Bild»-Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage unter den Bundesländern. Es seien bereits 138,5 Millionen Euro zur Zahlung angewiesen worden.

Den Großteil machten demzufolge Zahlungen aus Bayern aus. Über seine Landeshilfen habe der Freistaat bereits gut 115 Millionen Euro an kleine Unternehmer überwiesen, die diese nicht zurückzahlen müssen. In Brandenburg wurden 2,5 Millionen Euro bewilligt, in Berlin gingen Anträge in Höhe von 20 Millionen Euro ein. Niedersachsen habe am Freitag eine Millionen Euro ausgezahlt. (dpa)

+++ Trump-Verordnung ermächtigt zur Einberufung von Reservisten +++

(27.03.2020, 23:20 Uhr)

Wegen der Corona-Krise hat US-Präsident Donald Trump Verteidigungsminister Mark Esper zur Einberufung von Reservisten ermächtigt. Das geht aus einer Verordnung Trumps hervor, die das Weiße Haus am Freitagabend (Ortszeit) veröffentlichte. In einem Schreiben an die Vorsitzenden der beiden Parlamentskammern im Kongress hieß es, damit sollten bereits aktive Kräfte in der Reaktion auf die Corona-Krise unterstützt werden. Der amtierende Heimatschutzminister Chad Wolf wurde autorisiert, Reservisten der Küstenwache zum aktiven Dienst einzuberufen. Die Küstenwache untersteht dem Heimatschutz-, nicht dem Verteidigungsministerium. 

Trump sagte bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, mit der Verordnung könnte beispielsweise medizinisches Personal aus der Reserve mobilisiert werden. Der frühere US-Präsident Barack Obama hatte die Minister für Verteidigung und Heimatschutz 2014 während der Ebola-Krise 2014 zur Einberufung von Reservisten autorisiert. (dpa)

+++ Experten: Mehr als 100.000 bestätigte Corona-Infektionen in den USA  +++

(27.03.2020, 23:05 Uhr)

In den Vereinigten Staaten gibt es nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr als 100 000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. In den USA gibt es damit weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt. Bis Freitagnachmittag (Ortszeit) gab es in den USA 100 717 Infektionen mit Sars-CoV-2, wie aus einer Übersicht der Universität Johns Hopkins hervorging. Damit hat sich die Zahl bekannter Infektionen in den USA innerhalb einer Woche vervielfacht. 

Bislang wurden dort nach Angaben von Johns Hopkins infolge der Lungenerkrankung Covid-19 rund 1540 Todesfälle gemeldet. Die Webseite der US-Forscher wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher in der Regel einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC. Das CDC hatte vor einer Woche noch von knapp 20 000 bestätigten Infektionen gesprochen. (dpa)

+++ Pariser Eiffelturm dankt mit «Merci» +++

(27.03.2020, 22:58 Uhr)

Aus Solidarität mit den Helferinnen und Helfern im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist der Eiffelturm in Paris am Freitagabend erstmals mit besonderem Licht und dem Schriftzug «Merci» (Danke) erstrahlt. Künftig soll immer um 20 Uhr das Wort «Merci» an das Pariser Wahrzeichen projiziert werden, teilte die Stadt Paris am Freitag mit.

Auf Frankreichs Wahrzeichen stand am Freitagabend eine klare Botschaft an alle Helfer in der Corona-Krise: "Merci". (Bild: Chesnot/Getty Images)

Von 20.30 bis 23.00 wird der Turm die Pariserinnen und Pariser daran erinnern, zu Hause zu bleiben. Abwechselnd sollen auf dem Turm die Worte «Restez chez vous» und «Stay at Home» (Bleibt zu Hause) zu lesen sein. Zuletzt hatte der Eiffelturm aus Dank für das Krankenhauspersonal abends schon länger geglitzert als gewöhnlich. (dpa)

+++ Marco Reus spendet für Unternehmen in Not +++

(27.03.2020, 22:33 Uhr)

BVB-Star Marco Reus hat gemeinsam mit seiner Ehefrau Scarlett Gartmann eine Initiative gestartet, die kleine und mittelständische Unternehmen in der Corona-Krise unterstützen soll. Für #HelpYourHometown spendeten der Nationalspieler und sein Frau eine halbe Million Euro, wie er auf seinem Twitter-Account schrieb.

+++ Vier Tote auf Kreuzfahrtschiff vor Panama +++

(27.03.2020, 22:08 Uhr)

Auf einem Kreuzfahrtschiff vor Panama sind vier Passagiere gestorben. Es handle sich um vier ältere Menschen, teilte die Reederei Holland America Line am Freitag mit, ohne weitere Details zu nennen. Zwei Menschen an Bord seien positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, hieß es weiter. 53 Passagiere und 85 Besatzungsmitglieder hätten sich mit Grippe-ähnlichen Symptomen beim Medizinerteam an Bord gemeldet.

Das in den USA beheimatete Unternehmen hatte das Schiff «Zaandam» vor wenigen Tagen vor der südamerikanischen Pazifikküste unter Quarantäne gestellt. Die «Zaandam» hat 1243 Passagiere und 586 Besatzungsmitglieder an Bord. Sie war am 7. März von Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires zu einer Kreuzfahrt aufgebrochen, die eigentlich am 21. März im chilenischen San Antonio enden sollte. (dpa)

+++ Trump will General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zwingen +++

(27.03.2020, 21:45 Uhr)

Unter Nutzung eines ursprünglich für Kriegszeiten entwickelten Gesetzes hat US-Präsident Donald Trump dem Autobauer General Motors (GM) die Produktion von Beatmungsgeräten befohlen. Das Unternehmen müsse Verträge zur Produktion von Beatmungsgeräten «akzeptieren, durchführen und priorisieren», erklärte das Weiße Haus am Freitag. Das zuständige Ministerium werde angesichts der Corona-Epidemie die Zahl der zu produzierenden Apparate festlegen. Beatmungsgeräte werden in Krankenhäusern in großer Zahl gebraucht, um an der Lungenkrankheit Covid-19 leidende Patienten zu versorgen. 

Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump GM über Twitter angegriffen. Der Konzern halte sein Versprechen nicht ein, «sehr schnell» 40 000 Beatmungsgeräte zu liefern, behauptete er. Trump drohte GM damit, das für Kriegszeiten vorgesehene Gesetz einzusetzen, mit dem er stärker in die Privatwirtschaft eingreifen kann. Trump hatte das Gesetz Mitte des Monats unterschrieben, bislang aber nicht angewendet. 

Die Herstellung der benötigten Beatmungsgeräte gilt für branchenfremde Unternehmen als sehr komplex. Firmen wie GM beteuern, bereits auf Hochtouren an Lösungen zu arbeiten, um dem Land in der Coronavirus-Krise zu helfen. GM hatte am Freitag mitgeteilt, bald für Ventec Life Systems Beatmungsgeräte zu bauen, die ab nächstem Monat ausgeliefert werden sollen. GM beginne auch mit der Fertigung von chirurgischen Atemschutzmasken. 

Trump steht wegen seines Krisenmanagements und relativierenden Äußerungen zur Corona-Pandemie in der Kritik. Noch am Vorabend hatte er im Sender Fox News Zweifel an einem von US-Bundesstaaten beklagten Versorgungsmangel angebracht. «Ich glaube nicht, dass man 40 000 oder 30 000 Beatmungsgeräte braucht», sagte er in einer Talkshow. (dpa)

+++ Gesetzespaket mit Corona-Hilfen im Bundesgesetzblatt veröffentlicht   +++

(27.03.2020, 21:27 Uhr)

Das Gesetzespaket mit den Milliardenhilfen für Unternehmen und Bürger in der Corona-Krise ist am Freitagabend im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und damit in Kraft getreten. Am Vormittag hatte der Bundesrat das Hilfspaket mit Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger einstimmig beschlossen. Am Nachmittag war es von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet worden. Die ersten Gelder sollen noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen. (dpa)

+++ Boliviens größte Mine unterbricht Arbeit wegen Coronavirus  +++

(27.03.2020, 21:16 Uhr)

Boliviens San Cristóbal-Mine in Potosí, die über eines der größten Zink-, Blei- und Silbervorkommen der Welt verfügt, hat wegen der verschärften Maßnahmen aufgrund der Covid-19-Pandemie vorübergehend den Betrieb eingestellt. Dies gab ihr Betreiber Minera San Cristóbal in einer Erklärung «angesichts der Bestimmungen der Regierung und der Sorge um die Gesundheit und das Leben der Arbeitnehmer» am Freitag bekannt. 

Minera San Cristóbal ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des japanischen Sumitomo-Konzerns. Die bolivianische Übergangspräsidentin Jeanine Áñez hatte am Mittwoch den Gesundheitsnotstand ausgerufen, der von Donnerstag an bis zum 15. April gelten sollte. Die neuen Einschränkungen sahen vor, die Grenze komplett zu schließen und die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung enorm einzuschränken. (dpa)

+++ Wembley-Bogen erstrahlt in grün-weiß-rot: Solidarität mit Italien  +++

(27.03.2020, 21:07 Uhr)

Das berühmte Londoner Wembley-Stadion leuchtet heute Abend in den Nationalfarben Italiens, um Solidarität in der Corona-Krise zu zeigen. Heute hätte eigentlich ein Länderspiel zwischen England und Italien in London gespielt werden sollen. 

+++ EZB rät Banken zu Verzicht auf Dividenden in Corona-Krise +++

(27.03.2020, 20:56 Uhr)

Die Europäische Zentralbank hat die Banken im Euroraum gebeten, während der Corona-Pandemie keine Dividenden an ihre Aktionäre zu zahlen. Die Empfehlung gelte mindestens bis zum 1. Oktober 2020 und betreffe Ausschüttungen für die Geschäftsjahre 2019 und 2020, teilte die Notenbank am Freitag mit. In diesem Zeitraum sollten die Kreditinstitute auch keine eigenen Aktien zurückkaufen. Ziel der Empfehlung sei es, die Fähigkeit der Banken zu stärken, Verluste zu verkraften sowie die Kreditvergabe an private Haushalte und an Unternehmen zu unterstützen.

Der Bundesverband deutscher Banken hält die EZB-Empfehlung in der aktuellen Krisensituation für vertretbar. «Banken müssen in dieser außergewöhnlichen Krise an der Seite ihrer Kunden stehen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Christian Ossig. «Dazu gehört auch, dass die Institute verantwortungsvoll mit ihren Kapitalreserven umgehen.» Es müsse sich bei der Vorgabe der Bankenaufsicht aber um eine Ausnahme handeln. Bereits am Dienstag hatte die Finanzaufsicht Bafin Banken zur Zurückhaltung bei der Ausschüttung von Dividenden und Boni aufgefordert. (dpa)

+++ Namibia und Simbabwe verkünden Ausgangssperren +++

(27.03.2020, 20:40 Uhr)

Als Reaktion auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Simbabwe hat nun auch die Regierung in dem Krisenland im südlichen Afrika eine nationale Ausgangssperre verhängt. Diese gelte ab Montag für 21 Tage, verkündete Präsident Emmerson Mnangagwa am Freitag. In dem Land mit rund 14 Millionen Einwohnern, das in einer schweren Wirtschaftskrise steckt, wurden bislang fünf Fälle von Covid-19 bestätigt, ein Menschen ist an der Krankheit gestorben. 

Auch in dem bei Touristen beliebten Namibia sollte noch am Freitag eine Ausgangssperre in einigen Landesteilen beginnen. Diese werde «später» auf das ganze Land ausgeweitet, sagte Staatschef Hage Geingob, ohne Details zu nennen. Im Nachbarland Südafrika begann bereits am Donnerstagabend eine landesweite Ausgangssperre, um die Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 einzudämmen. (dpa)

+++ Mercedes-Benz will Herstellung von Medizingeräten unterstützen +++

(27.03.2020, 20:28 Uhr)

Der Autobauer Mercedes-Benz will in der Coronavirus-Krise die Herstellung von medizinischem Gerät unterstützen. Mithilfe von 3D-Druckern könnten einzelne Bauteile gefertigt werden, die wegen der Pandemie derzeit in der Medizintechnik dringend benötigt würden, teilte die Daimler-Tochter am Freitag mit. «Wir stehen mit unserer Expertise und unserem Spezialwissen für die Fertigung bereit, jetzt ist es an der Medizintechnik, uns zu kontaktieren. Unsere 3D-Drucker stehen auf jeden Fall zur Verfügung», sagte das Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz AG, Jörg Burzer. 

Bei Pkw komme der 3D-Druck üblicherweise im Prototypenbau und in der Kleinserienfertigung zum Einsatz. Auch Volkswagen prüft derzeit, ob es mit 3D-Druckern Medizintechnik-Teile fertigen kann. (dpa)

+++ LKA: Betrüger locken Firmen mit falschen Soforthilfeanträgen +++

(27.03.2020, 20:15 Uhr)

Das Landeskriminalamt in Baden-Württemberg warnt Unternehmen im Südwesten vor Betrügern im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen. Im Internet seien Seiten aufgetaucht, auf denen in Bedrängnis geratene Unternehmen aufgefordert würden, ein vermeintliches Formular dafür auszufüllen und hochzuladen, teilte die Behörde am Freitag mit. Die Firmen seien teils gezielt telefonisch kontaktiert und auf die Internetseiten hingewiesen worden. Dabei habe sich der Anrufer als Angehöriger der offiziellen Stellen zur Abwicklung der Soforthilfe ausgegeben.

Die Polizei warnte davor, persönliche und Unternehmensdaten auf solchen Fake-Seiten im Internet preiszugeben. Stattdessen sollten Unternehmen für die Anträge auf Soforthilfe ausschließlich die Internetseiten von offiziellen Landesstellen - wie etwa Ministerien und Landesförderbanken mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammern - nutzen. (dpa)

+++ NRW holt 14 Corona-Patienten aus Italien und Frankreich +++

(27.03.2020, 19:52 Uhr)

In den kommenden Tagen sollen 14 Corona-Patienten aus Italien und Frankreich nach Nordrhein-Westfalen gebracht werden. Mehrere Kliniken nehmen insgesamt zehn Patienten aus Italien und vier aus Frankreich auf, wie die Staatskanzlei am Freitagabend mitteilte. Die Infizierten aus Italien würden von der Luftwaffe in das Bundesland geflogen.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte laut Mitteilung: «Gerade unsere Freunde in Italien brauchen in diesen Tagen unsere Solidarität. Mit der Aufnahme der Patienten wollen wir signalisieren: Ihr seid nicht allein.» Die Aufnahme habe Laschet dem italienischen Botschafter in dieser Woche angeboten. Aus Frankreich habe die Landesregierung ein Hilfsgesuch erhalten. (dpa)

+++ Merkel telefoniert mit Trump wegen Corona-Krise +++

(27.03.2020, 19:37 Uhr)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit US-Präsident Trump telefoniert. Schwerpunkt des Gesprächs sei der Austausch zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie gewesen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitagabend mit. Beide hätten vereinbart, hierzu im engen Kontakt zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu nutzen. Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt. (dpa)

+++ Bundeswehr wird nicht Ausgehverbote durchsetzen +++

(27.03.2020, 19:02 Uhr)

Die Bundeswehr wird nach Angaben von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in der Corona-Krise nicht zum Einsatz kommen, um Ausgehverbote in Deutschland durchzusetzen. Das sehe sie nicht als Auftrag der Bundeswehr, auch die Rechtslage lasse das nicht zu. «Der Generalinspekteur hat ja auch sehr deutlich gesagt, dass es nicht denkbar ist in Deutschland, dass die Bundeswehr Corona-Partys auflöst», sagte Kramp-Karrenbauer der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstag).

+++ Papst spendet Sondersegen +++

(27.03.2020, 18:51 Uhr)

Der Papst und sein seinem Zeremoniar Guido Marini (Bild: YARA NARDI/POOL/AFP via Getty Images)

Papst Franziskus hat im Zuge der Corona-Pandemie in einer einmaligen Geste den Sondersegen «Urbi et Orbi» gespendet und die Menschen zu mehr Zusammenhalt in der Krise aufgerufen. «Tiefe Finsternis hat sich auf unsere Plätze, Straßen und Städte gelegt. Sie hat sich unseres Lebens bemächtigt und alles mit einer ohrenbetäubenden Stille und einer trostlosen Leere erfüllt, die alles im Vorbeigehen lähmt», sagte der Pontifex am Freitag vor dem menschenleeren Petersplatz in Rom. «Uns wurde klar, dass wir alle im selben Boot sitzen, alle schwach und orientierungslos sind, aber zugleich wichtig und notwendig, denn alle sind wir dazu aufgerufen, gemeinsam zu rudern.»

Der Segen «Urbi et Orbi» (der Stadt und dem Erdkreis) ist der wichtigste der katholischen Kirche und wird eigentlich nur zu Weihnachten, Ostern und nach einer Papstwahl gesprochen. Damit ist eine Generalabsolution, also der Straferlass bei Sünden, verbunden. Angesichts der Corona-Krise entschied sich der Papst zu dem historischen Ereignis. Dabei stand der 83-jährige Franziskus alleine vor den Stufen des Petersdoms, Regen fiel über Rom. Nur sein Zeremonienmeister war dabei. Der Petersplatz ist im Zuge der allgemeinen Ausgangssperre in Italien gesperrt. Für die Zeremonie wurde auch ein Pestkreuz geholt. Es war während der Pest 1522 durch Rom getragen worden. (dpa)

+++ “Trooping the Colour”: Geburtstagsparade der Queen abgesagt +++

(27.03.2020, 18:45 Uhr)

Die traditionelle Geburtstagsparade der britischen Königin Elizabeth II. (93), Trooping the Colour, wird in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. Das teilte der Buckingham-Palast am Freitag mit. Das Event mit Hunderten Gardesoldaten im Zentrum Londons hätte am 13. Juni stattfinden sollen. Nun würden «eine Reihe von Optionen geprüft», hieß es in der Mitteilung.

Höhepunkt der Parade ist, wenn sich die Royals auf dem Balkon des Buckingham-Palasts der jubelnden Menge zeigen und Flugzeuge der Royal Air Force über das Schloss donnern. Das Spektakel findet wegen des besseren Wetters traditionell im Juni statt. Ihren eigentlichen Geburtstag hat die Queen bereits am 21. April. (dpa)

+++ WHO warnt vor unkontrollierten Medikamenteneinsatz +++

(27.03.2020, 18:20 Uhr)

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, Medikamente gegen das neuartige Coronavirus einzusetzen, deren Wirksamkeit bislang nicht nachgewiesen ist. «Die Geschichte der Medizin ist voller Beispiele von Mitteln, die auf dem Papier und im Reagenzglas funktionierten, aber nicht im Menschen, oder die sogar schädlich waren», sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. Zudem könnten unkontrollierte Versuche Engpässe bei Medikamenten kreieren, die Patienten mit anderen Diagnosen dringend bräuchten.

Unter anderem hatte US-Präsident Donald Trump das Malariamittel Chloroquin ins Gespräch gebracht, und getwittert, es könne vielleicht bahnbrechende Ergebnisse bringen. Prompt versuchten Tausende in den USA, sich das Medikament zu besorgen.

Weltweit starteten am Freitag in mehr als 45 Ländern Tests mit vier Medikamenten oder Kombinationen von Medikamenten, sagte Tedros. Die ersten Patienten wurden in Norwegen und Spanien in die Studie aufgenommen. Es handelt sich um die «Solidaritätsstudie», die durch große Beteiligung schneller Ergebnisse bringen soll als herkömmliche klinische Studien. (dpa)

+++ Italien meldet fast 1000 Tote an einem Tag +++

(27.03.2020, 18:03 Uhr)

Italien hat an einem Tag fast 1000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Zahl stieg um 969 auf 9134, wie der Zivilschutz am Freitag in Rom mitteilte. Die Gesamtzahl der Infizierten stieg um fast 6000 auf 86 498. Damit liegt Italien weltweit etwa gleichauf mit den USA. Die Kurve der Neuinfektionen flachte sich aber nach Aussagen des obersten Gesundheitsinstituts etwas ab - sie hat allerdings noch nicht ihren Höhepunkt erreicht.

Die Totenzahl ist auch deshalb noch höher ausgefallen, weil darin 50 am Vortag nicht berechnete Fälle aus der Region Piemont enthalten sind. «Wir sind noch nicht auf dem Höhepunkt (der Kurve). Aber es gibt positive Anzeichen», sagte der Präsident des nationalen Gesundheitsinstitutes (ISS), Silvio Brusaferro, in Rom. Seit dem 19./20. März gebe es eine leichte Abflachung der Kurve der neuen Ansteckungen - die Kurve falle aber noch nicht ab, “wir sind in einer Verlangsamung der Steigung”. (dpa)

+++ Indigene ziehen sich in Regenwald zurück +++

(27.03.2020, 17:40 Uhr)

Verschiedene Ureinwohner Brasiliens gehen zum Schutz vor der Corona-Pandemie freiwillig in die Isolation. Wie das Portal «G1» berichtete, hatten zwei Gruppen - die Guajajara und Awá Guajá -, die im nördlichen Bundesstaat Maranhão auf eigenem Land leben, entschieden, sich in den Regenwald zurückzuziehen. Nur Angehörige des Dorfes dürfen das Gebiet noch betreten. Selbst Indigenen anderer Dörfer und Mitarbeitern der Indigenenbehörde Funai ist dies untersagt. Auch die Ashaninka im Westen Brasiliens hätten sich zu diesem Schritt entschlossen, sagte Yvonne Bangert von der Gesellschaft für Bedrohte Völker (GfbV). (dpa)

+++ Tschechien: Spielzeugfirma verkauft Plastikfiguren mit Mundschutz +++

(27.03.2020, 17:30 Uhr)

Ein tschechischer Spielwarenhersteller reagiert kreativ auf die Coronavirus-Krise: Die Marke Igracek hat ihr Sortiment um Plastikfiguren erweitert, die einen Mundschutz tragen. Sie stellen Ärzte, Krankenpfleger und Feuerwehrleute, aber auch einfache Familienmitglieder dar. Hintergrund ist, dass in Tschechien nach dem Willen der Regierung jeder in der Öffentlichkeit eine Mund- und Nasenbedeckung tragen muss.

“Das war ein spontaner Einfall”, sagte Firmenchef Miroslav Kotik am Freitag der Agentur CTK. “Die Igracek-Figuren stellen die Menschen um uns herum dar - und die laufen jetzt mit einem Mundschutz herum.” Die Serie ist auf 20.000 Exemplare limitiert. Damit es realistischer aussieht, griff man auf eine alte Spritzform aus Zeiten zurück, als die Figuren noch keine Nase hatten. Ein Teil des Verkaufspreises soll für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus gespendet werden.

Eine limitierte Auflage der Spielzeugfiguren, die Krankenschwestern, Ärztinnen und Polizisten mit Mundschutz darstellen, kommt nun mit Mundschutz auf den Markt (Bild: Libor Plíhal/CTK/dpa)

Mit der Spielzeugfigur Igracek schuf die damalige Tschechoslowakei in den 1970er Jahren quasi das östliche Gegenstück zum westdeutschen Playmobil. Das Produkt war auch in den anderen sozialistischen Ostblockstaaten beliebt. Seit 2010 wird das Spielzeug in einer modernisierten Form in der Kleinstadt Nove Veseli, rund 125 Kilometer südöstlich von Prag, hergestellt. (dpa)

+++ Mehrheit der Amerikaner befürwortet Trumps Krisenmanagement +++

(27.03.2020, 17:21 Uhr)

Eine Mehrheit der Amerikaner befürwortet einer Umfrage der “Washington Post” und des Senders ABC zufolge den Umgang von US-Präsident Donald Trump mit der Coronavirus-Krise. 51 Prozent befürworteten Trumps Krisenmanagement, 45 Prozent missbilligten es, wie aus der am Freitag veröffentlichten Umfrage hervorgeht.

Trumps Zustimmungswerte insgesamt stiegen nach Angaben der “Washington Post” auf den höchsten Wert in der regelmäßigen Umfrage dieser beiden US-Medien: 48 Prozent äußerten sich positiv darüber, wie Trump seine Aufgaben als Präsident bewältigt, 46 Prozent negativ. Im vergangenen Monat war das Verhältnis noch umgekehrt: 43 Prozent hatten eine positive Meinung, 53 Prozent eine negative.

Die “Washington Post” schrieb, die wachsenden Zustimmungswerte könnten auf den Effekt zurückzuführen sein, dass Amerikaner den jeweiligen Präsidenten in Zeiten nationaler Krisen stärker unterstützten. Allerdings hätten Trumps Werte deutlich weniger stark zugelegt als die von Vorgängern in früheren Krisen.

So seien die Zustimmungswerte des damaligen Präsidenten George W. Buch nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 von 55 Prozent auf 86 Prozent angestiegen. Sein Vater, Präsident George W. Bush, sei im März 1991 - nach Beginn des Irak-Kriegs - auf Zustimmungswerte von 90 Prozent gekommen. Trotz Trumps zunehmender Werte sagten in der aktuellen Umfrage 58 Prozent, er habe nicht schnell genug reagiert. 38 Prozent hielten die Reaktionszeit des republikanischen Präsidenten für angemessen. (dpa)

+++ Frankreich verlängert Ausgangsbeschränkungen bis zum 15. April +++

(27.03.2020, 17:11 Uhr)

In Frankreich sind die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus um gut zwei Wochen verlängert worden. Die Französinnen und Franzosen müssten mindestens bis zum 15. April zu Hause bleiben, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe nach einer Regierungssitzung unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron am Freitag an. “Dieser Zeitraum kann verlängert werden, wenn die gesundheitliche Situation dies erfordert”, sagte Philippe.

Seit anderthalb Wochen gelten in Frankreich strenge Regeln, die Menschen dürfen das Haus nur verlassen, wenn es notwendig ist. Täglich ist außerdem eine Stunde Sport oder Gassigehen im Radius von einem Kilometer zur Wohnung erlaubt. Die Beschränkungen sollten ursprünglich 15 Tage bis Ende März gelten - allerdings zeichnete sich bereits ab, dass die Maßnahmen verlängert werden. Frankreich ist schwer getroffen von der Covid-19-Pandemie, bis Donnerstagabend sind rund 1700 Todesfälle verzeichnet worden. “Es ist klar, dass wir erst am Anfang dieser Epidemie-Welle stehen”, betonte Premier Philippe. (dpa)

+++ Argentinien schließt Grenzen auch für eigene Staatsbürger +++

(27.03.2020, 16:56 Uhr)

Wegen der Corona-Krise riegelt Argentinien seine Grenzen komplett ab. Bis kommenden Mittwoch dürfen selbst argentinische Staatsbürger nicht mehr in ihr Heimatland einreisen, wie die Regierung in Buenos Aires am Freitag mitteilte. Vor knapp zwei Wochen hatte Argentinien bereits seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Laut einem Bericht der Zeitung “La Nación” wurden seitdem etwa 12.000 Argentinier aus dem Ausland mit Repatriierungsflügen heimgeholt. Weitere 10.000 sollen noch im Ausland gestrandet sein.

Bislang infizierten sich in Argentinien 590 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus. 14 Patienten starben. Seit einer Woche gelten weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Bis zum 31. März dürfen die Menschen landesweit ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr verlassen. Erlaubt sind nur Besorgungen in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken. Es wurde erwartet, dass die Ausgangsbeschränkungen noch weiter verlängert werden. (dpa)

+++ Künstler in Idlib widmet Merkel Genesungs-Graffito +++

(27.03.2020, 16:48 Uhr)

Unter Syrern in den protürkischen Rebellengebieten genießt Bundeskanzlerin Angela Merkel große Sympathien. Nach ihrem negativen Corona-Test haben ihr zwei Graffiti-Künstler aus der Provinz Idlib im Nordwesten des Bürgerkriegslandes nun in besonderer Form ihren Dank gezeigt: mit einem überlebensgroßen Porträt der Kanzlerin. Dazu ein Herz in Rot und der Text: “Frau Merkel, Ihr Wohlergehen freute uns in Idlib.” Bilder davon machen seit Tagen in den sozialen Medien die Runde.

Er male seit langem über alle möglichen Themen, erzählt der Syrer Asis al-Asmar, vor allem wenn es um Gerechtigkeit und Menschlichkeit gehe. “Jetzt haben wir Merkel gezeichnet, die viele Flüchtlinge aufgenommen hat, nicht nur Syrer, und sie so gut behandelt hat, als wären sie Einheimische”, sagt der 48-Jährige. “Als nach dem Corona-Test feststand, dass sie gesund ist, haben wir ihr die Botschaft geschickt, dass wir in Idlib froh sind. Wir danken ihr.” (dpa)

+++ Litauens Präsident bietet Nato-Bataillon Hilfe an +++

(27.03.2020, 16:28 Uhr)

Angesichts einer zunehmenden Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus hat Litauens Staatspräsident Gitanas Nauseda dem in seinem Land stationierten Nato-Bataillon Unterstützung zugesagt. “Wir sind bereit, den Soldaten des Bündnisses alle notwendige Hilfe zu leisten”, schrieb er am Freitag auf Facebook. Nauseda hatte sich zuvor per Videoschalte über die Lage des von der Bundeswehr geführten Gefechtsverbands in dem baltischen Nato-Land informiert. Nach Angaben der litauischen Armee haben sich bislang 24 Soldaten des in Rukla stationierten Nato-Bataillons mit dem Coronavirus infiziert.

Unter den positiv getesteten Fällen befinden sich nach Angaben eines Sprechers des Einsatzführungskommandos in Potsdam auch Truppen der Bundeswehr. Die Anzahl an infizierten deutschen Soldaten liege im “einstelligen Bereich”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Sie seien allesamt unter Quarantäne gestellt und ihre ermittelten Kontaktpersonen isoliert worden. Angesichts der Situation ruhe vorübergehend der Ausbildungs- und Übungsbetrieb, der Auftrag des Nato-Bataillons gehe aber unverändert weiter, sagte der Sprecher. (dpa)

+++ Volkswagen verschiebt Hauptversammlung +++

(27.03.2020, 16:17 Uhr)

Der Autobauer Volkswagen verschiebt aufgrund der Coronavirus-Pandemie seine Hauptversammlung. Das ursprünglich für den 7. Mai geplante Treffen werde an einem späteren Zeitpunkt stattfinden, teilte das Dax-Unternehmen am Freitag in Wolfsburg mit. “Die Gesundheit von Aktionärinnen und Aktionären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der beteiligten Dienstleister hat höchste Priorität”, sagte Finanzvorstand Frank Witter. Ein Termin stehe noch nicht fest.

Mit der Absage reiht sich Volkswagen in eine Reihe von Unternehmen ein, die ihre Aktionärstreffen wegen der Coronakrise ebenfalls abgesagt haben - darunter etwa die Dax-Konzerne Daimler, Deutsche Telekom, Merck KGaA und Beiersdorf und Henkel. (dpa)

+++ Verstoß gegen Corona-Auflagen: Bayern erlässt Bußgeldkatalog +++

(27.03.2020, 16:12 Uhr)

Bei einem Verstoß gegen die wegen der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen droht in Bayern im Regelfall eine Geldbuße von 150 Euro. Wer unerlaubt ein Krankenhaus oder Pflegeheim betritt, muss mit einem Bußgeld von 500 Euro rechnen. Laden- oder Restaurantbesitzern, die unerlaubterweise öffnen, droht eine Geldbuße von 5000 Euro. Das geht aus einem Bußgeldkatalog hervor, den das bayerische Gesundheitsministerium am Freitag erlassen hat. Dieser soll allen Kreisverwaltungsbehörden in Bayern als Richtschnur zur Verfügung stehen, die für die Bußgeldbescheide zuständig sind. Am Dienstag hatte bereits Nordrhein-Westfalen Bußgeld-Regeln für Verstöße gegen Maßnahmen in der Corona-Krise erlassen.

“Wir alle müssen gemeinsam alles unternehmen, um das gefährliche Coronavirus bestmöglich einzudämmen”, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Innenminister Joachim Herrmann (CSU) betonte: “Verstöße werden wir konsequent sanktionieren. Dort, wo notwendig, wird die bayerische Polizei die Kontrollen noch weiter verstärken.”

Zur Eindämmung des Coronavirus gelten in ganz Bayern seit vergangenem Samstag umfangreiche Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der Wohnung ist - zunächst befristet bis einschließlich 3. April - nur noch aus triftigen Gründen erlaubt. Dazu zählen etwa der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arztbesuche, aber auch “Sport und Bewegung an der frischen Luft” - das aber nur alleine oder mit den Menschen, mit denen man in einer Wohnung zusammenlebt. (dpa)

+++ Verkehrsminister wollen Versorgung von Lkw-Fahrern sicherstellen +++

(27.03.2020, 15:56 Uhr)

Die Verkehrsminister wollen in der Corona-Krise die Versorgung von Fernfahrern sicherstellen. Lkw-Fahrer sollen auch in Corona-Zeiten auf den Rastanlagen der Autobahnen essen, duschen und auf Toilette gehen können. Dies müsse auch außerhalb der von den Ländern wegen des Coronavirus verfügten Schließzeiten für Restaurants sichergestellt werden, teilten die Verkehrsminister der Länder am Freitag mit.

“Es ist eine Selbstverständlichkeit, diejenigen bestmöglich zu unterstützen, die durch ihren Einsatz die Aufrechterhaltung der Lieferketten und die logistische Grundversorgung der Bevölkerung gewährleisten”, sagte die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Anke Rehlinger (SPD). Auf den Schultern der Fernfahrer laste derzeit viel.

Alle Minister seien sich einig, dass der Personen- und Warenverkehr von existenzieller Notwendigkeit sei, damit Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Lebensmittelversorgung weiter ihre Arbeitsplätze erreichen könnten. Die Lieferketten und die Versorgungssicherheit der Bevölkerung müssten gewährleistet bleiben, hieß es. Daher seien im Güterverkehr bereits das Sonntagsfahrverbot gelockert sowie Lenk- und Ruhezeiten flexibler gestaltet worden. (dpa)

+++ Ausgangssperre führt am Kap zum Run auf Tierheime +++

(27.03.2020, 15:46 Uhr)

Eine weitreichende dreiwöchige Ausgangssperre im Kampf gegen das Coronavirus hat in Südafrika zum Run auf Tierheime geführt. Da neben Joggingrunden auch Gassi-Gänge verboten sind, suchten viele Südafrikaner dort für ihre vierbeinigen Lieblinge ein Quartier. Tierheim-Betreiberin Megan Wylie erklärte dem TV-Sender News 24, sie habe kaum 48 Stunden Zeit gehabt, um Notquartiere für 117 Hunde zu finden. “Wir wurden mit Emails quasi überflutet”, sagte sie. Die Ausgangssperre trat am Freitag in Kraft. Das Land meldete am gleichen Tag mehr als 1000 Infizierte - zwei davon sind gestorben. (dpa)

+++ Pro Asyl fordert Abschiebestopp +++

(27.03.2020, 15:40 Uhr)

Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat einen generellen Abschiebungsstopp wegen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus gefordert. Betroffene müssen davor geschützt werden, in Länder mit schlechten Gesundheitssystemen abgeschoben zu werden, in denen die Auswirkungen von Corona katastrophal werden können oder bereits sind, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung der Organisation.

Konkret bezog sich Pro Asyl auf eine in der kommenden Woche bevorstehende Abschiebung zweier Frauen in den Iran. Der Iran gilt als eines der weltweit größten Risikogebiete der Coronavirus-Pandemie. Beide Frauen sind den Angaben zufolge in der Abschiebeeinrichtung im Transitbereich des Frankfurter Flughafens, nachdem ihr Asylantrag im Flughafenverfahren abgelehnt worden war.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums soll es wegen der Corona-Pandemie keinen generellen Abschiebestopp geben. Sollten Bundesländer Abschiebungen planen, so stehe die Bundespolizei dafür bereit, hatte ein Sprecher Anfang der Woche erklärt. Ausgesetzt sind derzeit allerdings die sogenannten Dublin-Rücküberstellungen innerhalb der EU. Dabei werden in normalen Zeiten Asylbewerber, für deren Antrag auf Schutz ein anderes EU-Land zuständig ist, dorthin zurückgebracht. (dpa)

+++ Popsänger R. Kelly will aus dem Gefängnis raus +++

(27.03.2020, 15:40 Uhr)

Der frühere Pop-Superstar R. Kelly (53) will wegen der Coronavirus-Pandemie aus dem Gefängnis entlassen werden. “Diejenigen, die jetzt eingesperrt sind, können vor der anstehenden Gefängnis-Epidemie nicht geschützt werden, und werden, wenn sie sich anstecken, ohne Frage an schlechterer Gesundheitsversorgung leiden”, hieß es in einem Brief, den Kelly in der Nacht zum Freitag über seine Anwälte an den zuständigen Richter in Chicago schicken ließ. Der Richter reagierte zunächst nicht.

Der Sänger (“I Believe I Can Fly”) sitzt seit vergangenem Sommer in Chicago in Haft. Dort sowie in New York und Minnesota liegen lange Anklageschriften gegen Kelly vor - unter anderem wegen sexuellem Missbrauch Minderjähriger. Der Musiker beteuert seine Unschuld. Die ersten Prozesse sollten eigentlich noch dieses Jahr starten. Ob der Zeitplan angesichts der Corona-Krise eingehalten werden kann, ist fraglich. (dpa)

+++ Coronavirus-Häufung in Pflegeheim: Ortsteile unter Quarantäne +++

(27.03.2020, 15:37 Uhr)

Wegen der hohen Anzahl von Coronavirus-Infizierten in einem Pflegeheim stehen in der Stadt Jessen (Sachsen-Anhalt) zwei Ortsteile ab Donnerstagmorgen unter Quarantäne: Jessen und Schweinitz. Der Landrat des Landkreises Wittenberg habe eine Allgemeinverfügung zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 erlassen, teilte der Sprecher des Kreises am Mittwochabend mit. Ab Donnerstag, 07.00 Uhr, seien die Stadtteile gesperrt.

Personen sei der Zutritt oder die Zufahrt nur gestattet, wenn sie dort ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz haben und sich unverzüglich in die häusliche Quarantäne begeben. “Das Haus verlassen darf man, um sich auf kürzestem Wege etwas zu Essen zu holen oder in die Apotheke zu gehen”, sagte der Sprecher.

Anlass für die Verfügung sei die kritische Entwicklung in einem Pflegeheim, sagte der Sprecher. Seit Anfang der Woche seien elf Bewohner und fünf Mitarbeiter des Seniorenheims positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Drei infizierte Bewohner mussten demnach ins Krankenhaus. Zuvor hatte die “Volksstimme” über den Ausbruch berichtet. In den beiden Stadtteilen in Jessen gebe es insgesamt 41 Corona-Infizierte. (dpa)

+++ Popstars veranstalten mehrstündiges Benefiz-Konzert im Livestream +++

(27.03.2020, 15:15 Uhr)

Die Popsängerinnen Rita Ora und Ellie Goulding, der Sänger und Songwriter John Legend sowie zahlreiche andere Stars aus der internationalen Musikszene wollen am Samstag gemeinsam ein Benefiz-Konzert veranstalten, das im Livestream übertragen wird. Die Einnahmen des Events mit dem Titel “Stream Aid 2020” sollen einer Stiftung der Weltgesundheitsorganisation zugutekommen, mit der die WHO den weltweiten Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie unterstützt.

Das Event soll von 5.00 bis 18.00 Uhr deutscher Zeit auf der Streamingplattform Twitch übertragen werden. Neben musikalischen Darbietungen werden auch Gaming-Wettbewerbe gestreamt. Zuschauer können während der Veranstaltung Geld spenden oder den Stream selbst verlinken und in ihrem Netzwerk zu Spenden aufrufen. Weitere Popstars, die sich bei “Stream Aid 2020” angekündigt haben, sind Joe Jonas von den Jonas Brothers, der frühere Bee-Gees-Musiker Barry Gibb und Sänger Dan Smith von der Band Bastille. Auch die Gruppe The Lumineers und EDM-Musiker Steve Aoki sind dabei. (dpa)

+++ Ärzte ohne Grenzen in vielen Ländern im Einsatz +++

(27.03.2020, 15:12 Uhr)

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus ist die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in mehreren europäischen Ländern und darüber hinaus im Einsatz. In Europa richte sich die Hilfe zu einem großen Teil an besonders gefährdete Menschen, wie Obdachlose, Migranten und Geflüchtete, die auf der Straße oder in Lagern leben, sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Das teilte die Organisation am Freitag mit.

Mitarbeiter beraten und unterstützen demnach zum Beispiel Heime und Krankenhäuser oder helfen beim Nachverfolgen von Kontakten. Zudem wurden temporäre Krankenhäuser und Isolationsbereiche errichtet. Generell sei auch psychologische Unterstützung für das teils traumatisierte medizinische Personal wichtig, hieß es. (dpa)

+++ Prüfungen an Niedersachsens Schulen werden verschoben +++

(27.03.2020, 15:09 Uhr)

Die Abschlussprüfungen an Niedersachsens Schulen werden wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. “Ich möchte, dass alle Schülerinnen und Schüler auch die Chance haben, ihre Prüfungen abzulegen”, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Freitag in Hannover. Die Abiturklausuren werden vom 11. Mai an geschrieben und damit drei Wochen später als geplant. Die Abschlussarbeiten der 9. und 10. Klassen beginnen am 20. Mai.

Mit der Verschiebung des Abiturs soll die Vergabe der Zeugnisse bis zum 10. Juli ermöglicht werden. Das ist wichtig, da andernfalls auch die Bewerbungsfristen der Hochschulen angepasst werden müssten. (dpa)

+++ Italiens Gesundheitsbehörde: Kurve der Neuansteckungen flacht ab +++

(27.03.2020, 14:44 Uhr)

Die Kurve der Neuinfektionen mit dem neuen Coronavirus scheint sich in Italien nach Aussagen des obersten Gesundheitsinstituts abzuflachen - hat allerdings noch nicht ihren Höhepunkt erreicht. “Wir sind noch nicht auf dem Höhepunkt (...). Aber es gibt positive Anzeichen”, sagte der Präsident des nationalen Gesundheitsinstitutes (ISS), Silvio Brusaferro, am Freitag in Rom. Seit dem 19./20. März gebe es eine leichte Abflachung der Kurve der neuen Ansteckungen - die Kurve falle aber noch nicht ab, “wir sind in einer Verlangsamung der Steigung”. Er warnte eindringlich davor, dass man nun über eine Lockerung der Ausgangssperren nachdenke. Diese müssten strikt eingehalten werden.

Italien hat bisher mehr als 80.000 Infizierte mit einer hohen Dunkelziffer, mehr als 8100 infizierte Menschen sind bisher gestorben. 80 Prozent der Toten seien über 70 Jahre alt gewesen, so Brusaferro. 50 Prozent der Verstorbenen hätten zudem mindestens drei oder mehr Vorerkrankungen gehabt. Seit dem 10. März dürfen die Menschen im ganzen Land nur noch in Ausnahmefällen aus dem Haus gehen. (dpa)

+++ Hoffnung in Spanien: Relativ niedriger Anstieg der Infektionsfälle +++

(27.03.2020, 14:39 Uhr)

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie keimt im schwer betroffenen Spanien erstmals konkrete Hoffnung. Die Zahl der Infektionsfälle kletterte am Freitag zwar erneut kräftig in die Höhe: In nur 24 Stunden stieg sie um knapp 8000 auf gut 64.000, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Mit 14 Prozent sei der Anstieg aber der niedrigste der vergangenen Tage, betonte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón, auf seiner täglichen Pressekonferenz. Die Zahl der Toten stieg unterdessen auf knapp 4900, nach rund 4300 am Donnerstag.

Simón sprach von “vielversprechenden Daten, die uns etwas Hoffnung machen”. Man nähere sich dem Höhepunkt der Pandemie, nach dem eine Verbesserung der Lage eintreten werde. Auch beim Anstieg der Zahl der Todesopfer und der Einweisungen von Covid-19-Kranken in Krankenhäuser und Intensivstationen mache sich “eine Stabilisierung, eine leichte Abflachung” der Kurve bemerkbar. Zudem liege die Zahl der als gesund entlassenen Infizierten bereits bei knapp 10.000 - das sind rund 6000 mehr als am Vortag. Besorgniserregend ist derweil vor allem die Lage im Corona-Hotspot Madrid. Dort näherte sich die Zahl der Infektionen am Freitag der Marke der 20.000 an. (dpa)

+++ Queen hat Johnson zuletzt am 11. März gesehen +++

(27.03.2020, 14:30 Uhr)

Königin Elizabeth II. (93) hat den mit dem Coronavirus infizierten britischen Premierminister Boris Johnson zuletzt vor mehr als zwei Wochen persönlich getroffen. Das teilte der Buckingham-Palast am Freitag in London mit. Sie sei weiterhin bei guter Gesundheit. “Die Queen hat den Premierminister zuletzt am 11. März gesehen und und befolgt die entsprechenden Ratschläge hinsichtlich ihres Wohlergehens”, hieß es in der Mitteilung. Johnson hatte zuvor mitgeteilt, dass er positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden sei, aber nur milde Symptome habe.

Elizabeth II. und Prinz Philip (98) hatten sich bereits vergangene Woche zu einem vorgezogenen Osteraufenthalt auf Schloss Windsor zurückgezogen. Die Queen und ihr Mann gelten aufgrund ihres hohen Alters als besonders von der Lungenkrankheit Covid-19 gefährdet, die durch das Coronavirus hervorgerufen wird. Berichten zufolge will sich die Queen in den kommenden Wochenwegen der Coronavirus-Pandemie mit einer Ansprache an ihr Volk wenden. (dpa)

+++ Britischer Gesundheitsminister positiv auf Coronavirus getestet +++

(27.03.2020, 14:29)

Nach dem britischen Premierminister Boris Johnson ist auch Gesundheitsminister Matt Hancock positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Hancock am Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Auch er habe nur milde Symptome, sagte der Minister in einer Videobotschaft. Beide begaben sich in häusliche Isolation und kündigten an, aus dem Homeoffice zu arbeiten. “Wir können alle lernen, dass Arbeiten von zuhause wirklich, wirklich effektiv sein kann”, so Hancock. (dpa)

+++ Österreich verlangt von Asylbewerbern Gesundheitszeugnis +++

(27.03.2020, 14:20 Uhr)

Angesichts der Coronavirus-Pandemie hat Österreich die Einreise von Asylbewerbern durch extrem hohe Hürden praktisch gestoppt. “Aufgrund der Corona-Epidemie wird Asylwerbern die Einreise verweigert, wenn sie kein gültiges Gesundheitszeugnis vorweisen können”, bestätigte der Generalsekretär des Innenministeriums, Helmut Tomac, am Freitag der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Zuvor hatte die “Kronen Zeitung” darüber berichtet. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hatte am Vormittag in einer Pressekonferenz erklärt, zuletzt hätten nur mehr einige wenige Flüchtlinge um Asyl angesucht. Er sprach von “maximal zwölf pro Tag”. (dpa)

+++ Erstmals seit Jahrzehnten keine Ostermärsche +++

(27.03.2020, 14:16 Uhr)

Das Coronavirus verhindert in diesem Jahr auch die traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegung. Die Auflagen zur Eindämmung der Pandemie “machen eine Durchführung von Veranstaltungen oder Demonstrationen unmöglich”, teilten die Organisatoren am Freitag in Frankfurt mit. Man wolle aber nicht, “dass den Menschen damit jegliche Möglichkeit genommen wird, wie seit den 1960er Jahren immer zu Ostern, ihre pazifistischen und antimilitaristischen Anschauungen in die Öffentlichkeit zu tragen”.

Viele Basisinitiativen riefen dazu auf, über Ostern zum Beispiel Friedenszeichen, Banner, Fahnen und Symbole aus den Fenstern zu hängen, an Autos, Fahrrädern und Jacken zu befestigen. Die Ostermarschierer fordern angesichts der Pandemie, die für die Erhöhung der Rüstungsausgaben vorgesehenen Geldmittel für Gesundheit, Umwelt, Bildung und Soziales einzusetzen. Außerdem wollen sie sich dafür einsetzen, “dass die unter den gegebenen Bedingungen respektierten Einschränkungen der Grund- und Freiheitsrechte wieder aufgehoben werden”. (dpa)

+++ Schweden begrenzt Versammlungen auf 50 Teilnehmer +++

(27.03.2020, 14:10 Uhr)

Schweden führt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schärfere Begrenzungen von öffentlichen Versammlungen ein. Zusammenkünfte mit mehr als 50 Teilnehmern werden verboten, wie Ministerpräsident Stefan Löfven am Freitag auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekanntgab. Bislang lag diese Grenze bei 500 Personen. Von der neuen Maßnahme seien unter anderem Examensfeiern, Hochzeiten und Beerdigungen betroffen, fügte Sozialministerin Lena Hallengren hinzu. Laut Innenminister Mikael Damberg gilt die neue Begrenzung ab Sonntag.

Bislang geht Schweden im Gegensatz zu seinen skandinavischen Nachbarn Dänemark und Norwegen sowie dem Großteil Europas deutlich freizügiger mit den Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Krise um. Kindergärten und Grundschulen bis zur neunten Klasse sind anders als Gymnasien und Universitäten weiter offen, ebenso Restaurants, Kneipen und Cafés, die ihre Gäste aber nur noch am Tisch bedienen dürfen. Insgesamt gibt es in Schweden bislang mehr als 2800 bestätigte Infektionsfälle. 66 Menschen sind nach Behördenangaben bisher an den Folgen gestorben, davon 42 in der Region um die Hauptstadt Stockholm. (dpa)

+++ Philippinischer Präsident Duterte in Selbstquarantäne +++

(27.03.2020, 14:05 Uhr)

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte und ein Großteil seiner Regierung befinden sich wegen der Coronavirus- Infektion mehrerer Mitarbeiter in einer zweiwöchigen Quarantäne. Der Staatschef sei bereits seit drei Tagen isoliert, teilte Senator Christopher Go, ein früherer Berater des Präsidenten, am Freitag mit. Duterte werde seinen 75. Geburtstag an diesem Samstag somit alleine verbringen müssen. Ob der Präsident Symptome zeige, sagte er nicht. Er habe die Lage im Land unter Kontrolle, betonte der Senator.

Zuvor war bekannt geworden, dass der Stabschef der Streitkräfte, Felimon Santos, sowie mehrere andere Offizielle positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet wurden. Der General hatte an mehreren Kabinettssitzungen teilgenommen. Er selbst habe sich vermutlich bei einem infizierten Marine-Offizier angesteckt, hieß es. “Ich habe keine Symptome, aber die Vorschriften sagen, dass ich 14 Tage in Selbstquarantäne gehen muss”, sagte Verteidigungsminister Delfin Lorenzana. (dpa)

+++ Angst vor Coronavirus - Indische Ärzte verlieren Wohnung +++

(27.03.2020, 14:10 Uhr)

Mehrere Ärzte und Krankenpfleger in Indien haben neben dem Coronavirus ein weiteres Problem: Vermieter haben etliche Menschen mit Medizinberufen aus ihren Wohnungen geworfen. Sie hätten Angst, dass das medizinische Personal das neuartige Coronavirus verbreitete, schrieb die Ärztevereinigung des staatlichen Krankenhauses All India Institute of Medical Sciences. “Viele Ärzte sind nun mit all ihrem Gepäck auf den Straßen gestrandet, und sie können im Land nirgendwohin”, heißt es in einem Brief der Vereinigung an den indischen Innenminister Amit Shah.

Der indische Gesundheitsminister Harsh Vardhan rief deswegen diese Woche Vermieter auf, nicht panisch zu reagieren. Und der Regierungschef der Hauptstadt Neu Delhi, Arvind Kejriwal, drohte Vermietern mit rechtlichen Konsequenzen: “Falls morgen, Gott bewahre, dein Kind Coronavirus hat, dann sind dies die Menschen, die helfen werden”, sagte er. (dpa)

+++ Kölner rufen Einsatzkräfte - um sich zu bedanken +++

(27.03.2020, 14:00 Uhr)

Bürger in Köln haben sich in den schwierigen Zeiten der Coronavirus-Pandemie mit einer besonderen Aktion bei Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitätern bedankt. Sie fragten an, ob ein paar Einsatzkräfte - sofern es die Lage zulasse - am Donnerstag gegen 21 Uhr in den Stadtteil Sülz kommen könnten, wie eine Feuerwehrsprecherin berichtete. Sie kamen - und was dann geschah, ist auf Facebook-Videos zu sehen: Tosender Applaus und “Danke”-Rufe in der ganzen Nachbarschaft. Dazu läuft der kölsche Liedklassiker “En unserem Veedel” (hochdeutsch: “In unserem Viertel”) der Bläck Fööss. Er beschwört den Zusammenhalt, auch in schwierigen Zeiten.

Die Einsatzkräfte bedankten sich mit eingeschaltetem Blaulicht. Eine Feuerwehrsprecherin, die dabei war, fasste die Gefühlslage am Freitag so zusammen: “War mega.” (dpa)

+++ Söder wirft von der Leyens Kommission Untätigkeit vor +++

(27.03.2020, 13:55 Uhr)

In der dramatischen Corona-Krise wirft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder der EU-Kommission Untätigkeit vor und greift die Behörde unter Präsidentin Ursula von der Leyen scharf an. “Eigentlich wäre diese Krise jetzt die Stunde Europas und die Stunde der EU-Kommission. Aber es ist merkwürdig still in Brüssel”, sagte der CSU-Chef dem “Spiegel”. Von der Leyen selbst hatte zuletzt betont, was die EU-Kommission in der Krise bereits angestoßen habe, und die EU-Staaten für ihre Alleingänge kritisiert.

“Wir erleben gerade eine Entsolidarisierung in Europa, die den Geist der europäischen Idee massiv gefährdet”, sagte Söder. Man dürfe jetzt nicht nationalstaatlich denken, sondern müsse etwa Hilfstransporte nach Italien und Spanien europäisch organisieren. “Das gehört ganz oben auf die europäische Agenda, und da wäre die Kommission gefragt.” Zugleich sei wichtig, dafür zu sorgen, dass der Grenzverkehr innerhalb Europas möglich bleibe. “Wir müssen derzeit alles bilateral lösen. Ohne die Bundeskanzlerin hätten wir echte Probleme.”

Auch von der Leyen hatte die Alleingänge der EU-Staaten in der Corona-Krise zuletzt heftig kritisiert. “Als Europa wirklich füreinander da sein musste, haben zu viele zunächst nur an sich selbst gedacht”, sagte die CDU-Politikerin. Inzwischen hätten die Staaten aber begonnen, einander zu helfen. Die EU-Kommission selbst versucht, die Maßnahmen der EU-Länder zu koordinieren. Ebenso hatte die Behörde lange davor gewarnt, die Binnengrenzen im Schengenraum zu schließen, und - wie Deutschland es zeitweise gemacht hat - den Export von Schutzausrüstung in andere EU-Länder zu verbieten. (dpa)

+++ Zeichen der Hoffnung: Lichtkunst am Matterhorn +++

(27.03.2020, 13:48 Uhr)

Der wie ausgestorbene Wintersportort Zermatt macht das Matterhorn zum Symbol der Hoffnung in schweren Zeiten: Ein Lichtkünstler wirft abends für mehrere Stunden ein Licht auf das markante Wahrzeichen der Schweiz. Auf dem Felsmassiv erscheint zum Beispiel der Schriftzug “Hope” (Hoffnung) oder die quadratische Schweizer Flagge mit dem weißen Kreuz auf rotem Grund. Die Ortschaft hat den Lichtkünstler Gerry Hofstetter mit der Aktion beauftragt.

Die Gemeinde Zermatt will mit der Lichtinstallation Hoffnung spenden (Bild: Valentin Flauraud/KEYSTONE/dpa)

“Das Matterhorn steht seit jeher als Symbol der Schweiz sowie als Ort der Kraft und des Halts”, teilte die Stadt mit. “Zermatt ist überzeugt: So stark wie das Matterhorn, so stark muss die Gesellschaft nun zusammenstehen, verankert sein und den Sturm vorbeiziehen lassen.” Die Aktion soll bis 19. April laufen, wenn es die Wetterbedingungen zulassen. Die Webcams rund um das Matterhorn übertragen die Livebilder der Projektionen in hoher Qualität auf zermatt.ch/hope. (dpa)

+++ Verwaltungsgericht: Öffnungsverbot auch für Sonderposten-Märkte +++

(27.03.2020, 13:44)

Das Ladenöffnungsverbot in der Corona-Krise gilt auch für Sonderposten-Märkte, selbst wenn sie Lebensmittel im Sortiment führen. Das Bremer Verwaltungsgericht lehnte einen Eilantrag einer Einzelhandelsgesellschaft ab, die sich gegen die Schließung dreier Geschäfte wehrte. Der am Freitag veröffentlichte Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. (Az.: 5 V 553/20)

Das Gericht betonte in seiner Begründung, nur etwa 25 Prozent des Sortiments der fraglichen Läden entfielen auf Lebensmittel und Getränke. Kunden gehe es nicht in erster Linie darum, wesentliche Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen. Eine beachtliche Zahl suche nach günstigen Angeboten und Gelegenheitskäufen. In der derzeitigen Situation sei das weitgehende Verbot für die Öffnung von Einzelhandelsgeschäften notwendig, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu bekämpfen und zu verlangsamen. (dpa)

+++ Ende von Merkels Quarantäne offen - Leitet aber nächstes Kabinett +++

(27.03.2020, 13:21 Uhr)

Das Ende der häuslichen Quarantäne von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist vorerst offen. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte am Freitag in Berlin, maßgeblich für ein Ende der Quarantäne seien die Empfehlungen der Experten und Ärzte sowie der Wissenschaftler des Robert-Koch-Institutes. Merkel werde in der kommenden Woche das Kabinett leiten - je nach dem, wie die Empfehlungen ausfielen telefonisch oder auch «persönlich, sollte die Quarantäne aufgehoben werden».

Merkel hatte sich am vergangenen Sonntagabend in häusliche Quarantäne begeben. Sie war darüber unterrichtet worden, dass sie zwei Tage zuvor zu einem Arzt Kontakt hatte, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Mediziner hatte Merkel vorbeugend gegen Pneumokokken geimpft. Inzwischen fielen zwei Corona-Tests der Kanzlerin negativ aus. (dpa)

+++ Lufthansa hat Kurzarbeit für tausende Mitarbeiter angemeldet +++

(27.03.2020, 12:41 Uhr)

Die Lufthansa hat Kurzarbeit für tausende ihrer Mitarbeiter in Deutschland angemeldet. Geplant sei dies für rund 31 000 Beschäftigte der Bereiche Kabine, Boden und Cockpit, sagte ein Sprecher am Freitag in Frankfurt. Vereinbarungen gebe es bereits für die Flugbegleiter und das Bodenpersonal, während eine Lösung mit der Pilotengewerkschaft «Vereinigung Cockpit» noch auf dem Weg sei. Die Kurzarbeit soll zunächst bis zum 31. August gelten. Zum Umfang der Maßnahmen für die einzelnen Beschäftigten machte der Sprecher keine Angaben. Zuvor hatte das Portal «Austrianaviation.net» berichtet.

Wegen der geringen Nachfrage in der Corona-Krise fährt der Luftverkehrskonzern das Angebot seiner Fluggesellschaften europaweit immer weiter herunter. Lufthansa hat angekündigt, von den rund 760 Flugzeugen der Konzernflotte etwa 700 abzustellen und erst bei steigendem Bedarf wieder zu aktivieren. (dpa)

+++ Erstmals Corona-Fall im Kreml +++

(27.03.2020, 12:39 Uhr)

Im Kreml hat sich erstmals ein Mitarbeiter mit dem hochansteckenden Coronavirus infiziert. Er könne einen Fall bestätigen, sagte Sprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Der Mitarbeiter hatte demnach keinen Kontakt zu Präsident Wladimir Putin gehabt. Der Kremlchef selbst setze seine Arbeit wie gewohnt fort, werde nun aber besser geschützt. «Es handelt es sich um zusätzliche vorbeugende Maßnahmen, die man auch sonst anwenden sollte», sagte Peskow, ohne Details zu nennen. In Russland gibt es mit Stand Freitag 1036 bestätigte Corana-Infektionen und nach Angaben der Johns Hopkins Universität drei Tote. (dpa)

+++ Mehr als 64 000 Corona-Infizierte und fast 5000 Tote in Spanien +++

(27.03.2020, 12:35 Uhr)

Im von der Corona-Krise besonders schwer betroffenen Spanien steigt die Zahl der infizierten Menschen und auch der Toten weiter kräftig an. In den letzten 24 Stunden seien knapp 8000 neue Infektionsfälle registriert worden, wodurch die Gesamtzahl auf gut 64 000 geklettert sei, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in seiner täglichen Bilanz mit. Die Zahl der Toten stieg unterdessen auf knapp 4900, nach rund 4300 am Donnerstag. Nach Italien ist Spanien weiterhin das Land in Europa, das vom neuen Virus Sars-CoV-2 am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wird. (dpa)

+++ Würzburger Seniorenheim wird trotz elf Todesfällen nicht evakuiert +++

(27.03.2020, 12:33 Uhr)

Das Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus, in dem bisher elf Bewohner nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, soll nicht evakuiert werden. Das teilten Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und der Leiter des Würzburger Gesundheitsamtes, Johann Löw, am Freitag mit.

Die Isolierung der positiv auf das Virus getesteten Personen auf Stationen innerhalb der Einrichtung sei nach langer Abwägung aller Faktoren die medizinisch sinnvollste Lösung, hieß es. Schuchardt betonte, die Einrichtung leide derzeit vor allem an einem Mangel an Personal und Schutzkleidung.

Den Angaben vom Freitag zufolge wohnen in der Einrichtung und einer Nachbareinrichtung derzeit 161 meist hochbetagte und demenzkranke Menschen. (dpa)

+++ Boris Johnson mit Coronavirus infiziert +++

(27.03.2020, 12:21 Uhr)

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson wurde laut BBC News positiv auf das Coronavirus getestet.

+++ “Politbarometer”: Union in Corona-Krise auf Langzeit-Hoch +++

(27.03.2020, 11:59 Uhr)

Die Union springt in der Corona-Krise beim ZDF-«Politbarometer» auf ihren höchsten Umfragewert seit fast zwei Jahren: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 33 Prozent der Wahlberechtigten für CDU/CSU stimmen, wie aus der am Freitag veröffentlichten Umfrage hervorgeht. Im Vergleich zur letzten Erhebung Anfang März legte sie damit um ganze sieben Prozentpunkte zu. Das ist der höchste Anstieg, den es beim «Politbarometer» je gab.

Großer Verlierer der Corona-Krise ist der Umfrage zufolge die AfD: Sie stürzte im Vergleich zum Monatsbeginn um vier Punkte 10 Prozent. SPD und Grüne büßten jeweils einen Punkt ein und landeten bei 15 beziehungsweise 22 Prozent. FDP und Linke kamen unverändert auf 6 und 8 Prozent.

Bei der Beurteilung von Sympathie und Leistung einzelner Politiker lag Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) laut der Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen weiterhin ganz vorne. Von Rang Vier auf den zweiten Platz vorarbeiten konnte sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der in der Krise mit schnellen - Kritiker sagen: vorschnellen - Maßnahmen Aufmerksamkeit erregt und sich als Macher präsentiert hat. Es folgen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Grünen-Chef Robert Habeck. (dpa)

+++ Zwei Drittel aller weltweiten Covid-19-Todesfälle in Europa +++

(27.03.2020, 11:43 Uhr)

Etwa jede zweite bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sowie zwei Drittel aller damit verbundenen Todesfälle gehen bislang auf Europa zurück. Wie das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) am Freitag auf Twitter mitteilte, wurden bis Donnerstagvormittag weltweit 467 710 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen, davon 232 470 in den Ländern der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums sowie in Großbritannien. Weltweit starben demnach bis zu dem Zeitpunkt 20 947 Menschen an der Covid-19-Erkrankung, darunter 13 692 in Europa.

Deutschland hatte nach Angaben des ECDC hinter Italien (74 386) und Spanien (47 610) die europaweit drittmeisten Infektionen (36 508), im Vergleich zu den anderen Ländern aber deutlich weniger Todesfälle: Während in Italien mehr als 7500 und in Spanien über 3400 Menschen an Covid-19 gestorben seien, seien es in Deutschland bis Donnerstag nur 198 gewesen. (dpa)

+++ Umfassendes Hilfsprogramm in Corona-Krise beschlossen +++

(27.03.2020, 11:24 Uhr)

Der Bundesrat hat das umfassende Hilfspaket gegen die Corona-Krise beschlossen. Es enthält Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. (dpa)

Was das Hilfspaket genau umfasst, erfährt man hier

+++ 1500 Schutzmasken aus Hamburger Klinik gestohlen +++

(27.03.2020, 11:22 Uhr)

Unbekannte Täter haben rund 1500 Schutzmasken aus einem Krankenhaus in Hamburg gestohlen. Die Polizei schätzte den Schaden auf 15 000 Euro, wie sie am Freitag mitteilte. Es hätten nur befugte Personen Zugang zu dem Masken-Depot gehabt, dies grenze den Verdächtigenkreis ein. Die Masken wurden demnach im Zeitraum vom 20. bis 25. März in dem Krankenhaus im Hamburger Stadtteil Eilbek gestohlen. Das Landeskriminalamt hat den Fall übernommen. Zuvor hatte das «Hamburger Abendblatt» berichtet. (dpa)

+++ Bundeswehr setzt in Corona-Krise 15 000 Männer und Frauen ein +++

(27.03.2020, 11:12 Uhr)

Die Bundeswehr setzt zur Unterstützung von Bundesländern und Kommunen in der Corona-Krise 15 000 Soldaten ein. Diese Männer und Frauen seien nicht in Verpflichtungen wie die laufenden Auslandseinsätze eingebunden und stünden nun «in abgestufter Verfügungsbereitschaft», sagte Generalleutnant Martin Schelleis, der den militärischen Unterstützungseinsatz koordiniert und führt, am Freitag in einer telefonischen Pressekonferenz. Bundesweit werde es vier regionale Führungsstäbe geben. Volle Einsatzbereitschaft sei in der kommenden Woche geplant. Die Bundeswehr sei auf eventuelle Lageverschärfungen vorbereitet. (dpa)

+++ Ärzte der Gesundheitsdienste: Flächendeckende Corona-Tests unmöglich +++

(27.03.2020, 11:08 Uhr)

Die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes sieht in Deutschland keine Möglichkeit für eine massive Ausweitung von Coronavirus-Tests. «Flächendeckende Corona-Tests wie in Südkorea sind in Deutschland undurchführbar», sagte Ute Teichert dem Nachrichtenportal t-online.de. «Dafür haben wir zu wenig Personal und zu wenig Laborkapazität.» Der öffentliche Gesundheitsdienst sei «runtergespart» worden, sagte Teichert. Die Politik habe weggesehen.

Bund und Länder streben einem Bericht der «Bild»-Zeitung vom Freitag zufolge eine Ausweitung der Testkapazitäten für Infektionen mit dem Virus an. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Donnerstag gesagt, die Kapazität liege mit 300 000 bis 500 000 Tests pro Woche auch im internationalen Vergleich sehr hoch. Er bekräftigte, dass Deutschland wegen sehr vieler Tests früh mit Vorbereitungen im Medizinbereich beginnen konnte. (dpa)

+++ Studie: Ohne Gegenmaßnahmen hätte es weltweit 40 Millionen Corona-Tote geben können +++

(27.03.2020, 11:01 Uhr)

Ohne Gegenmaßnahmen hätte die Coronavirus-Pandemie dem Imperial College in London zufolge in diesem Jahr bis zu 40 Millionen Menschen weltweit das Leben kosten können. Das geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde. Die Forscher spielten dabei in einem mathematischen Modell mehrere Szenarien durch. Im schlimmsten Fall hätten sich demnach sieben Milliarden Menschen, also beinahe die gesamte Menschheit, innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.

Daher fordern die Forscher weltweit frühe Maßnahmen zur Unterdrückung der Pandemie, wie sie in vielen Ländern bereits ergriffen wurden. Nur so sei eine Überforderung der Gesundheitssysteme zu verhindern. (dpa)

Weitere Hintergründe dazu gibt’s hier

+++ Fast sechs Millionen Senioren leben alleine in ihrer Wohnung +++

(27.03.2020, 10:55 Uhr)

Die Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus treffen in Deutschland fast sechs Millionen alleinlebende Senioren. Im Jahr 2018 lebten insgesamt 16,9 Millionen Menschen alleine in ihrer Wohnung, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte - etwa jeder dritte Single war über 65 Jahre alt. Bei einem Anteil von 35 Prozent waren das vor zwei Jahren 5,8 Millionen. Jüngere Zahlen sind nicht verfügbar.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gab es 2018 insgesamt 17,4 Millionen über 65-Jährige, das waren 21 Prozent der Gesamtbevölkerung. 10,2 Millionen von ihnen lebten zu zweit mit ihrem Ehepartner in einer Wohnung. Der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung ist in Deutschland höher als im europäischen Ausland. Im Durchschnitt der Europäischen Union stellten Menschen über 65 Jahre im Jahr 2018 lediglich 19,7 Prozent.

In Italien, das von der Corona-Pandemie besonders schwer betroffen ist, leben anteilig überdurchschnittlich viele ältere Menschen. Die über 65-Jährigen stellten 2018 dort 22,6 Prozent der Bevölkerung. Das Land hatte damit den höchsten Anteil an Senioren in ganz Europa. Spanien hat mit 19,2 Prozent im EU-Vergleich einen leicht unterdurchschnittlichen Anteil. Frankreich entsprach mit 19,7 Prozent genau dem Durchschnitt. (dpa)

+++ Viele systemrelevante Beschäftigte unterdurchschnittlich bezahlt +++

(27.03.2020, 10:42 Uhr)

Die Corona-Krise macht deutlich, dass viele Menschen in systemrelevanten Berufen vergleichsweise gering bezahlt werden. So verdienen Altenpfleger, Fahrer und Beschäftigte im Einzelhandel teils deutlich weniger als Fachkräfte in der Gesamtwirtschaft, wie aus der vierteljährlichen Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Diese wurde am Freitag vorgelegt.

Vergleichsweise hohe Einkommen über dem Mittelwert von 3327 Euro haben hingegen medizinische und pflegerische Fachkräfte im ausgewerteten Jahr 2019 erzielt. Hier reicht die Spanne der durchschnittlichen Brutto-Monatsverdienste von 8545 Euro für Krankenhausärzte in leitender Stellung über 4524 Euro für Intensivpfleger bis zu 3502 Euro für einfache Fachkräfte wie Krankenpfleger und Pflegerinnen. Diese machen gut die Hälfte des Krankenhauspersonals aus, so die Statistiker.

In Alten- und Pflegeheimen müssen einfache Fachkräfte mit unterdurchschnittlichen 3116 Euro Brutto-Monatslohn zurechtkommen. Noch weniger gibt es im Einzelhandel zu verdienen, wo über alle Leistungsgruppen hinweg im Schnitt nur 2345 Euro gezahlt werden, gut 40 Prozent unter dem bundesweiten Schnitt für Produktion und Dienstleistungen. Fachkräfte bekommen im Handel 2186 Euro und die große Gruppe der Angelernten sogar nur 1980 Euro bei einer Vollzeitbeschäftigung. Mit 3374 Euro liegen Fachkräfte bei Polizei und Feuerwehr ungefähr im Durchschnitt. (dpa)

+++ Ungarn verhängt Ausgangsbeschränkungen wegen Corona-Pandemie +++

(27.03.2020, 10:28 Uhr)

In Ungarn gelten ab Samstag erstmals Ausgangsbeschränkungen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Demnach dürfen die Menschen ihre Wohnungen nur mehr noch für den Weg zur Arbeit, für Einkäufe von Lebensmitteln und Drogerieartikeln, für sportliche Betätigungen sowie einige andere unabdingbare Tätigkeiten verlassen, erklärte Ministerpräsident Viktor Orban am Freitagmorgen im staatlichen Radio.

Im öffentlichen Raum sind die Menschen dazu verpflichtet, einen Sicherheitsabstand von anderthalb Metern einzuhalten. Eine entsprechende Regierungsverordnung, die Orban unterzeichnete, erschien am Freitag im Ungarischen Amtsblatt. In Ungarn waren bis dahin 300 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Bislang wurden zehn Tote gemeldet. (dpa)

+++ Coronavirus in der Türkei: Essenspakete für Alte - 75 Tote +++

(27.03.2020, 10:26 Uhr)

Die türkische Millionenmetropole Istanbul wird in der Corona-Krise alte Menschen ohne Einkommen sechs Wochen lang mit Lebensmittellieferungen unterstützen. Gouverneur Ali Yerlikaya sagte am Freitag, dass ab Montag für rund 50 000 Menschen ab 65 Jahre 300 000 Essenspakete zur Verfügung gestellt würden. Die Kosten würden weitgehend von Gebern gedeckt. Der bekannte Lieferservice Getir, der zu den Spendern gehört, werde die Pakete zustellen. Seit Sonntag gilt wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 landesweit eine Ausgangssperre für Menschen ab 65 Jahren und chronisch Kranke. (dpa)

+++ Corona: Pariser Eiffelturm will sich mit «Merci» bedanken +++

(27.03.2020, 10:24 Uhr)

Aus Solidarität mit den Helferinnen und Helfern im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird der Pariser Eiffelturm künftig jeden Abend in besonderem Licht erstrahlen. Ab Freitag soll immer um 20 Uhr das Wort «Merci» an das Pariser Wahrzeichen projiziert werden, teilte die Stadt Paris am Freitag mit. Von 20.30 bis 23.00 wird der Turm die Pariserinnen und Pariser daran erinnern, zu Hause zu bleiben. Abwechselnd sollen auf dem Turm die Worte «Restez chez vous» und «Stay at Home» (Bleibt zu Hause) zu lesen sein. Zuletzt hatte der Eiffelturm aus Dank für das Krankenhauspersonal abends schon länger geglitzert als gewöhnlich.

+++ Abi-Prüfungen in NRW werden um 3 Wochen verschoben +++

(27.03.2020, 10:09 Uhr)

Wie die NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer in einer Pressekonferenz erklärte, werden die Abitur-Prüfungen in Nordrhein-Westfalen um drei Wochen verschoben.

+++ USA haben nun weltweit die meisten Coronavirus-Infektionen +++

(27.03.2020, 09:40 Uhr)

Die USA haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt. In den Vereinigten Staaten gab es bis Freitagfrüh mehr als 85 900 bekannte Infektionen, in China mehr als 81 700 und in Italien mehr als 80 500, wie aus einer Übersicht der Johns-Hopkins-Universität in den USA hervorgeht. US-Präsident Donald Trump telefonierte nach eigenen Angaben mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und hob die gute Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie hervor.

«China ist schon weit vorangekommen und hat ein großes Verständnis des Virus entwickelt. Wir arbeiten eng zusammen. Großer Respekt!», schrieb Trump auf Twitter. In der zentralchinesischen Provinz Hubei war das neue Virus Sars-CoV-2 Ende vorigen Jahres zuerst aufgetreten. Inzwischen gibt es in China laut offiziellen Angaben kaum noch Neuerkrankungen. In den USA hat deren Zahl zuletzt dagegen dramatisch zugenommen - bis zum Freitagmorgen wurden 1296 Tote gemeldet - die meisten in New York. (dpa)

+++ "Crocodile Dundee"-Darsteller Mark Blum an Corona gestorben +++

(27.03.2020, 09:40 Uhr)

Der New Yorker Film- und Theaterschauspieler Mark Blum ist mit 69 Jahren an den Folgen von Covid-19 gestorben. Seine Infektion mit dem neuen Coronavirus habe zu Komplikationen geführt, denen der Darsteller schließlich erlegen sei, teilte die Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild am Donnerstag (Ortszeit) mit. (dpa)

Weitere Hintergründe dazu gibt’s hier

+++ Ministerium: Mülltrennung und -vermeidung wegen Corona extra-wichtig +++

(27.03.2020, 09:32 Uhr)

Mehr Zeit zu Hause - mehr Müll zu Hause: Das Bundesumweltministerium hat die Menschen in Deutschland aufgefordert, in der Corona-Krise Abfall zu vermeiden und zu sortieren. Das gelte aber nicht für Haushalte mit infizierten Personen oder begründeten Verdachtsfällen, teilte das Ministerium von Svenja Schulze (SPD) am Freitag mit: Dort gehörten auch Bio- und Verpackungsmüll sowie Altpapier in stabile und zugeknotete Tüten in die Restmülltonne. Altglas, Pfandflaschen, Elektromüll oder Batterien sollten nach Ende der häuslichen Quarantäne normal entsorgt werden. Für alle anderen Haushalte sei Mülltrennung nun «wichtiger denn je».

Es kommt auf alle an, «damit die Restabfalltonnen nicht überquellen und Hygieneregeln eingehalten werden», teilte das Umweltministerium mit. «Umso wichtiger sind während der Coronavirus-Pandemie die Abfallvermeidung und die richtige Abfalltrennung.» (dpa)

+++ Neue Die Ärzte-Single: Corona-Song aus dem Homeoffice +++

(27.03.2020, 09:18 Uhr)

Die Punkband Die Ärzte grüßt in Corona-Zeiten aus dem Homeoffice und präsentiert einen neuen Song. In dem «Lied für jetzt», das seit Freitag bei Youtube zu hören ist und nach Bandangaben «unter Einsatz von drei gebrauchten Mobiltelefonen» hergestellt worden sein soll, scheinen Farin Urlaub, Bela B und Rod González sich jeweils in heimischer Isolation zu befinden. Bela positioniert eine Rolle Klopapier als Statussymbol vor der Kamera, Hobbyfotograf Farin blättert in einem Fotoband und Rod präsentiert eine beeindruckende Gitarrensammlung.  (dpa)

+++ China fordert USA zur Zusammenarbeit in Corona-Krise auf +++

(27.03.2020, 08:50 Uhr)

Nachdem sich die Spannungen zwischen China und den USA im Zuge der Corona-Krise zuletzt verschärft hatten, haben beide Seiten nun versöhnlichere Töne angeschlagen. Die beiden Länder sollten sich zusammentun, um die Coronavirus-Pandemie zu "bekämpfen", sagte Chinas Präsident Xi Jinping einem staatlichen Medienbericht zufolge in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump am Freitag.

Trump schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter von einem "sehr guten Gespräch". China habe "viel durchgemacht und sich umfassendes Wissen über das Virus" angeeignet. "Wir arbeiten eng zusammen", schrieb Trump.

Seit Beginn der Pandemie waren die Spannungen zwischen den beiden Ländern zunächst gewachsen.

+++ Unternehmen stoppen Neueinstellungen +++

(27.03.2020, 08:05 Uhr)

Die Unternehmen in Deutschland stoppen wegen der Corona-Pandemie ihre Neueinstellungen. Das Beschäftigungsbarometer des Münchner Ifo-Instituts, basierend auf der Abfrage von rund 9000 Unternehmen, stürzte im März von 98,0 auf 93,4 Punkte ab. Dies sei der größte Rückgang seit Beginn der Erhebung im Jahr 2002 und zudem der niedrigste Wert seit Januar 2010, erklärte das Ifo am Freitag.

Der Handel, die Dienstleister und der Bau verzeichnen neue Rekorde beim Rückgang des Barometers, wie Ifo-Experte Klaus Wohlrabe erklärte. Im Handel werde es verstärkt Entlassungen geben, bei den Dienstleistern in geringem Umfang. Nur auf dem Bau gebe es keine Änderungen beim Personal. In der Industrie ist das Barometer wenig gefallen. "Jedoch waren auch schon vorher Entlassungen vorgesehen. Das wird sich jetzt fortsetzen."

+++ Infografik: Corona im Ländervergleich +++

(27.03.2020, 08:05 Uhr)

Covid-19: Die am stärksten betroffenen Länder - Infizierte, Todesfälle, Genesene (nur in Farbe erhältlich), Querformat 110 x 80 mm, Grafik/Redaktion: dpa. Die Grafik wird alle zwei Stunden aktualisiert. Sie erhalten die Grafik immer mit der Nr. 100757.

+++ Bund und Länder setzen auf massive Ausweitung von Corona-Tests +++

(27.03.2020, 07:45 Uhr)

Im Kampf gegen das Coronavirus setzen Bund und Länder laut Medienberichten inzwischen auf eine massive Ausweitung der Tests als vorrangige Maßnahme. Die "Bild"-Zeitung zitiert in ihrer Freitagsausgabe einen entsprechenden Beschluss aus einem internen Protokoll einer Telefonkonferenz zwischen Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) und den Chefs der Staatskanzleien der Länder hervor. Darin heiße es: "Bund und Länder stimmen darüber ein, die Kapazitäten zur Testung auf das neue Corona-Virus deutlich zu erhöhen."

Auch in einem vertraulichen Strategiepapier des Bundesinnenministeriums wird nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung" ("SZ"), NDR und WDR hervorgehoben, dass die größtmögliche Erhöhung der Testkapazitäten in Deutschland "überfällig" sei. Vorbild sei dabei Südkorea, berichtet die "SZ".

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+++ Kanada strikt gegen US-Truppen an der Grenze +++

(27.03.2020, 06:45 Uhr)

Die kanadische Regierung hat sich entschieden gegen die Stationierung von US-Truppen an der gemeinsamen Grenze zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus ausgesprochen. "Dies ist ein völlig unnötiger Schritt, den wir als schädlich für unserer Beziehungen ansehen würden", sagte die stellvertretende Premierministerin Chrystia Freeland am Donnerstagabend (Ortszeit) in Ottawa.

Kanada und die USA waren im Kampf gegen die Corona-Pandemie übereingekommen, die gemeinsame Grenze für den Personenverkehr weitestgehend zu schließen. Der kanadische Sender CBC News berichtete, Washington plane, rund 1000 Soldaten in die Nähe der Grenze zu schicken. Ein hoher US-Regierungsbeamter sagte, die USA hielten sich "alle Optionen" offen, die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

+++ Wie wir uns an die Regeln halten +++

(27.03.2020, 06:25 Uhr)

Grafik-Diagramm Nr. 100769, Querformat 110 x 95 mm, "YouGov-Umfrage: Wie sich verschiedene Altersgruppen an die Corona-Maßnahmen halten", Grafik: J. Reschke, Redaktion: I. Kugel

+++ Ergebnis des Krisengipfels stößt auf Kritik aus EU-Parlament +++

(27.03.2020, 06:05 Uhr)

Die EU-Staaten haben eine zentrale Antwort auf die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise vertagt. Dieser Kompromiss eines Krisengipfels der Staats- und Regierungschefs vom Donnerstagabend stieß im Europaparlament auf Enttäuschung und Kritik. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die anderen Teilnehmer des Videogipfels hatten die Finanzminister der Eurogruppe beauftragt, binnen zwei Wochen ein neues Modell für einen gemeinsamen Rettungsschirm auszuarbeiten.

Als "gefährliche Taktik" kritisierte der SPD-Europaabgeordneten Bernd Lange den Beschluss: "In der größten Krise greifen die Mitgliedstaaten beim EU-Gipfel auf das übliche Instrumentarium zurück: Problem vertagen und Zeit gewinnen." 

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+++ EU und G20 bereiten Maßnahmen gegen Corona-Krise vor +++

(27.03.2020, 06:05 Uhr)

Die Europäische Union und die G20 der führenden Wirtschaftsmächte bereiten umfassende Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen vor. Die Staats- und Regierungschefs der EU beschlossen bei einem Videogipfel nach hartem Ringen, binnen zwei Wochen ein neues Modell für einen Rettungsschirm mit Finanzhilfen für verschuldete Staaten auszuarbeiten.

"Diese Vorschläge sollten dem beispiellosen Charakter des Covid-19-Schocks Rechnung tragen, der alle unsere Länder trifft", hieß es in der Gipfelerklärung.

+++ Verkehrsminister schalten sich in Corona-Krise zusammen +++

(27.03.2020, 05:45 Uhr)

Um sich über Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Verkehr auszutauschen, schalten sich die Verkehrsminister der Länder und Bundesverkehrminister Andreas Scheuer (CSU) am Freitag (10.30 Uhr) zusammen. Dabei soll es auch darum gehen, wie der Warenverkehr trotz verstärkter Grenzkontrollen sichergestellt werden könne, sagte der Sprecher von Saarlands Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD), die derzeit den Vorsitz in der Konferenz der Verkehrsminister hat.

Themen seien auch die derzeitige Versorgung der Lkw-Fahrer an den Bundesautobahnen, die wirtschaftlichen Folgen für den Luftverkehr und für Verkehrsunternehmen.

+++ Bundesrat will Corona-Hilfen endgültig beschließen +++

(27.03.2020, 05:40 Uhr)

Der Bundesrat will am Freitag endgültig das gewaltige Hilfsprogramm in der Corona-Krise beschließen. Es umfasst Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Dem Vernehmen nach will die Länderkammer alle Gesetze in einer Sitzung ohne Redebeiträge zügig durchwinken. Die ersten Hilfen sollen noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen.

Viel Geld nimmt der Staat vor allem in die Hand, um bedrohte Unternehmen und damit Arbeitsplätze zu retten. Für kleine Firmen und Selbstständige soll es direkte Zuschüsse im Höhe von insgesamt 50 Milliarden Euro geben. Außerdem läuft ein unbegrenztes Kreditprogramm über die Förderbank KfW. Große Firmen können unter einen 600 Milliarden Euro umfassenden Schutzschirm schlüpfen und notfalls auch ganz oder zum Teil verstaatlicht werden.

Zudem gibt es einen Kündigungsschutz für Mieter, die wegen der Krise ihre Miete nicht zahlen können. Hartz IV und Kinderzuschlag sollen einfacher fließen. Ebenfalls geplant: eine große Finanzspritze für die Krankenhäuser.

+++ Mehrheit der Deutschen zufrieden mit Krisenmanagement der Regierung +++

(27.03.2020, 05:40 Uhr)

Zwei Monate nach der Bekanntgabe der ersten Corona-Infektion in Deutschland ist die Mehrheit der deutschen zufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bewerteten 54 Prozent das Agieren des schwarz-roten Kabinetts unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Krise eher positiv. 13 Prozent sagten sogar, sie seien "sehr zufrieden". Eher unzufrieden sind dagegen nur 38 Prozent. Acht Prozent machten keine Angaben.

Am 27. Januar - also vor genau zwei Monaten - hatte das bayerische Gesundheitsministerium den ersten Corona-Fall bestätigt: Ein 33 Jahre alter Mann hatte sich in seiner Firma in einem Vorort von München infiziert. 

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Die Meldungen vom Vortag können Sie hier nachlesen:

+++ Merkel vermisst in Quarantäne persönliche Kontakte +++

(26.03.2020, 23:55 Uhr)

Bundeskanzlerin Angela Merkel vermisst in ihrer häuslichen Quarantäne den persönlichen Kontakt beispielsweise zu ihrem Kabinett. Sie sei «sehr, sehr gut beschäftigt», berichtete die CDU-Politikerin, die sich am vergangenen Sonntag in häusliche Quarantäne begeben hatte, nachdem ein Arzt, der ihr vorher eine Schutzimpfung gegeben hatte, positiv auf das Coronavirus getestet worden war. 

Sie verbringe viel Zeit in Videokonferenzen und Telefonschalten, sagte Merkel am Donnerstagabend in einer ebenfalls telefonisch abgehaltenen Pressekonferenz. «Trotzdem fehlt mir so ein bisschen, dass ich zum Beispiel bei den Kabinettssitzungen jetzt nicht persönlich dabei sein kann, dass ich die Leute dann nicht sehe oder dass man eben gar keinen persönlichen Kontakt jetzt hat.»

Merkel nahm am Donnerstag erst an einer G20-Videokonferenz und dann am ebenfalls virtuellen Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU teil. Zu diesem Treffen sagte sie: «Man hat doch gemerkt, (...), dass durchaus auch Arbeit an strittigen Texten möglich ist durch ein diszipliniertes Sich-Melden und Sprechen.» (dpa)


+++ Trump: Arbeitsmarktdaten nur vorübergehend schlecht +++

(26.03.2020, 23:45 Uhr)

US-Präsident Donald Trump hat den sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten infolge der Coronavirus-Epidemie als nur vorübergehend beschrieben. Sobald das Land den «unsichtbaren Feind», das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2, besiegt habe, werde die Wirtschaft sich «sehr schnell» wieder erholen, sagte Trump am Donnerstag im Weißen Haus. «Wir werden sehr stark wieder zurückkommen», sagte Trump. 

Das US-Arbeitsministerium hatte zuvor am Donnerstag mitgeteilt, dass die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis 21. März von 282 000 auf rund 3,3 Millionen angestiegen war. Es war der größte Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Erstanträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der größten Volkswirtschaft der Welt. (dpa)

+++ Experten: USA das Land mit den meisten bestätigten Coronavirus-Fällen +++

(26.03.2020, 23:21 Uhr)

Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land. In den USA gab es bis Donnerstagnachmittag (Ortszeit) 82 400 bekannte Infektionen, in China rund 81 800 und etwa 80 600 in Italien, wie aus einer Übersicht der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervorging. Weltweit gibt es nun mehr als eine halbe Million bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. 

US-Präsident Donald Trump sagte vor Journalisten im Weißen Haus, die hohe Zahl bestätigter Infektionen in den USA liege daran, dass im Land so viele Tests durchgeführt würden. In anderen Ländern wie China wisse man zudem nicht, was die wirklichen Zahlen seien, sagte Trump. Experten gehen davon aus, dass es vielerorts wesentlich mehr Infektionen gibt, als bislang durch Tests bestätigt wurden. 

In den USA wurden Johns Hopkins zufolge bislang infolge der Lungenerkrankung Covid-19 mehr als 1100 Todesfälle gemeldet. (dpa)

+++ Merkel: Debatte über Lockerung der Corona-Maßnahmen zu früh +++

(26.03.2020, 23:07 Uhr)

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht noch keinen Grund, über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. «Es kann noch nicht der Zeitpunkt sein», sagte sie am Donnerstag in Berlin. Im Moment dauere es immer noch nur vier bis fünf Tage, bis sich die Infektionen verdoppeln. Diese Zeitspanne müsse sehr viel weiter gestreckt werden. Deswegen müsse sie die Menschen in Deutschland um Geduld bitten.

Inzwischen sind in Deutschland mehr als 43 000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Mehr als 260 Infizierte sind bundesweit gestorben. Bund und Länder haben beispiellose Maßnahmen beschlossen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, darunter einen Neun-Punkte-Plan, der zwischenmenschliche Kontakte minimieren soll. Dieser Beschluss war erst am vergangenen Sonntag vereinbart worden. Zuletzt hatte bereits die Debatte darüber begonnen, wann die Maßnahmen wieder gelockert werden können. (dpa)

+++ EU-Parlament stimmt für finanzielle Notfallmaßnahmen in Corona-Krise +++

(26.03.2020, 22:56 Uhr)

Das Europäische Parlament hat mehreren Notfallmaßnahmen zur finanziellen Unterstützung der von dem Coronavirus stark getroffenen EU-Mitgliedsstaaten zugestimmt. Die Europa-Abgeordneten gaben am Donnerstag unter anderem grünes Licht für eine Vorlage, die Gelder aus dem EU-Strukturfonds freigeben soll. Diese müssten nicht wie sonst in den Haushalt der EU zurückgezahlt werden. Außerdem stimmten die Europa-Politiker mit großer Mehrheit dafür, dass auch bei Gesundheitskrisen auf den europäischen Solidaritätsfonds zugegriffen werden kann. Bisher war das den Mitgliedsstaaten bei Naturkatastrophen vorbehalten. 

In einem weiteren Verordnungs-Vorschlag sprachen sich die EU-Abgeordneten zudem dafür aus, die bestehende Flugrechte-Regelung für Fluggesellschaften bis zum Herbst auszusetzen. Um ihre Start- und Landerechte auf europäischen Flughäfen zu erhalten, müssen Airlines diese in jeder Saison zu mindestens 80 Prozent nutzen. Die EU-Kommission hatte wegen des drastischen Passagierrückgangs in der Virus-Krise vorgeschlagen, auch ungenutzte Slots wie genutzte zu behandeln. Das Europaparlament sprach sich nun dafür aus, dass diese Regelung während des gesamten Sommerflugplans bis zum 24. Oktober gelten soll. 

Die EU-Abgeordneten stimmten erstmals aus die Ferne per E-Mail ab. Parlamentspräsident David Sassoli lobte die hohe Wahlbeteiligung, trotz der erschwerten Bedingungen. (dpa)

+++ Texas zwingt Einreisende aus US-Corona-Zentren zu Quarantäne +++

(26.03.2020, 22:36 Uhr)

Der US-Bundesstaat Texas hat in der Coronavirus-Krise die bisher weitestgehenden Beschränkungen für Reisende in den USA erlassen. Gouverneur Greg Abbott unterzeichnete am Donnerstag eine Verfügung, die Einreisende aus den besonders von der Pandemie betroffenen Staaten New York, New Jersey, Connecticut und der Stadt New Orleans zu einer 14-tägigen Quarantäne zwingt. Die Anweisung werde von den Sicherheitskräften im Staat durchgesetzt, Zuwiderhandlungen könnten mit bis zu 1000 Dollar Strafe oder 180 Tagen Gefängnis bestraft werden.

Vorangegangen war eine Richtlinie des Weißen Hauses, wonach sich alle Menschen, die aus New York ausreisten, in Quarantäne begeben sollten. Die Regierung in Washington will damit die Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 verlangsamen. Der Ostküstenstaat New York hat sich zum Zentrum der Krise in dem Land entwickelt. Bislang sind dort etwa 400 Menschen an dem Virus gestorben. Auch der nicht weit entfernte Staat Rhode Island verfügte eine Quarantäne für Menschen, die sich in New York aufgehalten hatten. Insgesamt sind in den USA nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mehr als 80 000 Corona-Fälle nachgewiesen, mehr als 1100 Menschen sind gestorben. (dpa)

+++ Großbritannien: Royaler Nachwuchs applaudiert Helfern +++

(26.03.2020, 22:25 Uhr)

Moralische Unterstützung von den Kleinsten im Königshaus: Für ihren Einsatz im Kampf gegen das Coronavirus haben die Kinder von Kate und Prinz William den Helfern in Großbritannien gedankt. In einem Video, das der Kensington Palast am Donnerstagabend auf Twitter verbreitete, sind George, Charlotte und der kleine Louis zu sehen, wie sie in die Hände klatschen. Unter dem Hashtag #ClapForOurCarers (Klatscht für unsere Helfer) dankten sie den Ärzten, Pfleger und Krankenschwestern für ihren Einsatz.

Tags zuvor war bekannt geworden, dass der britische Thronfolger Prinz Charles - der Großvater der drei - positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde. Er habe aber nur milde Symptome und sei ansonsten bei guter Gesundheit, hieß es. (dpa)

+++ Papst erteilt wegen Corona-Krise Sondersegen «Urbi et Orbi»  +++

(26.03.2020, 21:42 Uhr)

Papst Franziskus erteilt am Freitag auf dem wegen der Coronavirus-Pandemie leeren Petersplatz in Rom den Sondersegen «Urbi et Orbi» (der Stadt und dem Erdkreis). Zuvor hält er eine Andacht. Das Katholiken-Oberhaupt will zudem um 18.00 Uhr die damit verbundene Generalabsolution erteilen. Der Segen wird eigentlich nur zu Weihnachten, Ostern und nach einer Papstwahl gesprochen. (dpa)

+++ Thomas Müller spendiert Schnitzel für Helfer +++

(26.03.2020, 21:31 Uhr)

Der Bayern-Stürmer spendiert Helfern in seinem Heimatort Pähl eine warme Mahlzeit. Damit will er sich für die großartige Arbeit und Hilfsbereitschaft der Helfer in der Coronakrise bedanken, schrieb Müller auf seinem Twitter-Account. Wegen der vielen Rückmeldungen auf das Angebot des Nationalspielers kann die Schnitzel-Gaudi allerdings nur als Lieferservice stattfinden, damit es nicht zu Menschenaufläufen kommt.

+++ Zahl der Toten in Frankreich steigt - 16-Jährige stirbt +++

(26.03.2020, 21:05 Uhr)

Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Frankreich weiter stark gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden habe es 365 neue Fälle gegeben, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Donnerstag in Paris. Damit liege die Zahl nun bei 1696. Erstmals sei in Frankreich auch eine Jugendliche unter den Todesopfern - die 16-jährige Covid-19-Patientin sei in der Region Paris gestorben, so Salomon. 

Den Angaben zufolge befinden sich derzeit 3375 Patientinnen und Patienten mit schweren Krankheitsverläufen auf Intensivstationen. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist um rund 4000 Fälle auf 29 155 gestiegen. (dpa)

+++ Italien fordert stärkere europäische Antwort auf Corona-Krise +++

(26.03.2020, 20:50 Uhr)

Beim EU-Videogipfel hat Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte die vorher ausgehandelte gemeinsame Erklärung als unzureichend abgelehnt. Conte fordere «wirklich innovative und angemessene Finanzinstrumente», um die Wirtschaftsfolgen der Corona-Krise zu bewältigen und das binnen zehn Tagen, hieß es am Donnerstagabend aus italienischen Regierungskreisen. Die fünf Präsidenten der EU-Institutionen sollten in der Frist einen gemeinsamen Vorschlag vorlegen.

Conte stellte den Angaben zufolge bei der Gipfelschalte klar, dass er keine Vergemeinschaftung öffentlicher Schulden wolle. Jedes Land verantworte seine eigenen Schulden selbst und werde dies auch weiter tun. Doch müsse Europa gemeinsam handeln und eine starke Antwort auf die Krise finden. Sonst könne man das den Bürgern nicht erklären. Der Videogipfel, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnahm, zog sich am Abend mehr als zwei Stunden länger als geplant. (dpa)

+++ Fraport will Corona-Krise ohne staatliche Unterstützung bewältigen +++

(26.03.2020, 20:34 Uhr)

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport will die Corona-Krise nach Möglichkeit ohne staatliche Unterstützung bewältigen. «Wir wollen ohne Staatshilfe auskommen. Mit den eingeleiteten Sparmaßnahmen gehen wir heute davon aus, das zu schaffen», sagte der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Fraport habe ein Liquiditätspolster von mehr als einer Milliarde Euro, das noch aufgestockt werde.

Gleichwohl will Fraport nicht alle krisenbedingten Zusatzkosten allein tragen. «Es wird darüber zu sprechen sein, wer die Kosten dafür trägt, dass wir eine Grundversorgung im Interesse Deutschlands aufrechterhalten», sagte Schulte. Betriebswirtschaftlich wäre es bei den wenigen Flügen – darunter Frachtflüge mit Warenlieferungen – angemessener, den Flughafen zu schließen. «Aber wir bleiben geöffnet, das ist unser Versprechen aus Frankfurt.» Fraport stellt sich wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf eine längere Phase mit weniger Flugverkehr ein. (dpa)

+++ Großbritannien: Erstmals mehr als 100 Tote an einem Tag +++

(26.03.2020, 20:21 Uhr)

Großbritannien hat erstmals mehr als 100 Todesfälle in einem Zeitraum von 24 Stunden durch das neuartige Coronavirus verzeichnet. Wie das Gesundheitsministerium in London am Donnerstagabend mitteilte, starben seit dem Vortag 115 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Toten im Vereinigten Königreich stieg damit auf 578 an. Rund 11 700 Menschen waren nachweislich mit dem Virus infiziert. Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte allerdings sehr viel höher sein. Großbritannien hat bislang im Vergleich zu Deutschland nur wenige Tests durchgeführt und lange mit der Einführung drastischer Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gezögert. (dpa)

+++ Deutschland nimmt 47 Corona-Patienten aus Italien auf +++

(26.03.2020, 19:57 Uhr)

Berlin (dpa) - Deutschland will weitere schwer erkrankte Corona-Patienten aus Italien aufnehmen. Das Auswärtige Amt berichtete am Donnerstagabend auf Twitter von Zusagen aus verschiedenen Bundesländern zur Behandlung von 47 Intensivpatienten. Außenminister Heiko Maas (SPD) schrieb dazu unter italienischer Flagge: «Wir stehen an der Seite unserer Freundinnen & Freunde.» Beteiligt sind unter anderem Kliniken in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen, Hessen und Berlin.

In anderen Bundesländern werden Intensivpatienten aus Frankreich und Italien bereits behandelt. Beide Länder sind von der Pandemie besonders betroffen. Thüringen kündigte an, ein Team der Universitätsklinik Jena zur Versorgung von Covid-19-Patienten nach Italien zu schicken. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: ««Solidarität ist das Gebot der Stunde.» (dpa)

+++ Volkswagen verlängert Produktionsstopp in Deutschland um vier Tage +++

(26.03.2020, 19:45 Uhr)

Volkswagen verlängert die zweiwöchige Produktionsunterbrechung wegen der Corona-Epidemie in den deutschen Werken um weitere vier Arbeitstage. Grund sei die anhaltend sinkende Nachfrage nach Fahrzeugen und die Herausforderungen in der Lieferkette, teilte der Autobauer am Donnerstagabend mit. Insgesamt werde damit für rund 80 000 VW-Mitarbeiter eine Verlängerung der Kurzarbeit beantragt. Es sei geplant, die Kurzarbeit mit der Nachtschicht vom 9. April auf den 10. April enden zu lassen.

Betroffen sind die Werke in Dresden, Emden, Osnabrück, Wolfsburg, Zwickau und von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover sowie die Werke der Volkswagen Konzern Komponente in Braunschweig, Kassel, Salzgitter, Chemnitz, Hannover Komponente und die deutschen Werke der Sitech. Gleichzeitig bereite sich das Unternehmen intensiv auf die Wiederaufnahme der Produktion vor, bei der der Schutz der Mitarbeiter noch einmal deutlich verstärkt werden soll, hieß es. (dpa)

Volkswagen verlängert die zweiwöchige Produktionsunterbrechung in den deutschen Werken um weitere vier Arbeitstage. (Bild: Getty Images)

+++ VW spendet weitere Medizinprodukte +++

(26.03.2020, 19:39 Uhr)

Volkswagen will Kliniken und Arztpraxen in Deutschland wegen der Versorgungsengpässe in der Corona-Krise weitere Medizinprodukte zur Verfügung stellen. Zu den rund 200.000 Atemschutzmasken aus eigenen Beständen, die das Unternehmen vorige Woche gespendet hatte, sollen nun in China beschaffte Artikel im Wert von rund 40 Millionen Euro für die Notversorgung von Covid-19-Kranken hierzulande hinzukommen. Dabei handele es sich unter anderem auch um Handschuhe, Desinfektionsmittel oder Schutzanzüge, teilte VW am Donnerstag mit. «China ist auf dem Weg zur Normalisierung», sagte Vorstandschef Herbert Diess. «Das nutzen wir genauso wie unsere weltweiten Logistikketten, damit diese Spende so schnell wie möglich Ärzte und Kliniken erreicht.»

Der Wolfsburger Autohersteller prüft derzeit auch, mit 3D-Druckern Medizintechnik-Teile etwa für Beatmungsgeräte zu fertigen. Dabei könnten möglicherweise Kunststoff-Elemente zum Einsatz kommen. Auch hierzu gebe es Anfragen von Behörden. Anbieter wie Daimler, Geely oder BMW spendeten dem Gesundheitswesen ebenfalls Atemschutzmasken. Siemens stellt Kapazitäten bei 3D-Druckern zur Verfügung.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) würdigte den Einsatz von Volkswagen: «Die Spende von VW hilft uns in Niedersachsen sehr.» Gerade in dieser Situation müssten die Helferinnen und Helfer im Gesundheitswesen gut geschützt werden bei ihrer wichtigen und schweren Arbeit. «Freunde in der Not sind immer besonders willkommen, und Volkswagen gibt dafür ein besonders gutes Beispiel.» (dpa)

+++ US-Experten: Weltweit mehr als halbe Million Coronavirus-Fälle +++

(26.03. 2020, 19:34 Uhr)

Weltweit haben sich nach Angaben von US-Experten bereits mehr als eine halbe Million Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Bei mehr als 510.000 Menschen rund um den Globus ist eine solche Infektion bestätigt, wie aus einer Übersicht der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität vom Donnerstag hervorgeht. Rund 23.000 Menschen starben demnach inzwischen nachweislich an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19. Das Virus breitete sich zuletzt rasant aus: Die Zahl der weltweit bekannten Infektionen hatte nach Angaben der US-Universität erst am Samstag die Marke von 300.000 durchbrochen, am Dienstag dann die Marke von 400.000.

Die Webseite der US-Forscher wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher in der Regel einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Die Pandemie war Ende vorigen Jahres in China ausgebrochen und hatte sich von dort aus weltweit verbreitet. Die Zahl der gemeldeten Infektionen ist in China mit fast 82.000 Fällen international derzeit noch am höchsten, die Ausbreitung des Virus ist dort jedoch inzwischen ausgebremst. China hat nach Aufstellung der US-Experten rund 3.300 Tote durch das Virus verzeichnet.

Die Schwerpunkte der Krise haben sich inzwischen verlagert: Besonders schwer getroffen ist Italien mit inzwischen bereits auch mehr als 80.000 gemeldeten Infektionsfällen und mehr als 8.100 Toten. An dritter Stelle rangieren die USA, wo die Zahl der Infektionen zuletzt dramatisch in die Höhe geschnellt ist. Dort gibt es der Johns-Hopkins-Universität zufolge inzwischen rund 75.000 Fälle und mehr als 1.000 Tote durch das Virus. (dpa)

+++ Laschet: Einschränkungen wegen Corona-Epidemie bald überprüfen +++

(26.03. 2020, 19:14 Uhr)

Düsseldorf (dpa) - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) dringt darauf, die Einschränkungen von Grundrechten wegen der Corona-Epidemie so bald wie möglich wieder zu überprüfen. «Wir können nicht ein halbes oder dreiviertel Jahr mit einer solchen Art Notstandsgesetzgebung leben», sagte Laschet am Donnerstagabend im Youtube-Livestream «Breaking LAB». «Irgendwann wird man abwägen müssen, wann kommt man wieder ins normale Leben zurück.» Das sei wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zum jetzigen Zeitpunkt halte er aber das geltende Kontaktverbot für verhältnismäßig.

Die Hoffnung von Schülern, dass die Osterferien verlängert würden und womöglich direkt in die Sommerferien übergehen könnten, sei wohl nicht realistisch. «Wenn es wieder verantwortbar ist, werden die Schulen wieder geöffnet.» Mitte April würden dazu die Daten zu der Epidemie zusammen mit dem Robert Koch-Institut ausgewertet. (dpa)

+++ Ärztepräsident Reinhardt rät Bevölkerung zu einfachen Schutzmasken +++

(26.03. 2020, 19:07 Uhr)

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat in der Corona-Krise zum Tragen von Schutzmasken einfacher Art aufgerufen. «Mein Rat: besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche und tragen Sie diese im öffentlichen Raum», sagte der 59-Jährige der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Die Masken würden keinen Schutz vor einer Ansteckung garantieren. «Aber sie können ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden.»

Einfache Masken aus Stoff oder anderen Materialien seien zwar nur ein Hilfskonstrukt. «Aber sie sind besser als nichts, weil sie die Atemluft filtern», sagte der Allgemeinmediziner, der von dem Kauf professioneller Schutzmasken dringend abriet: «Wenn Sie nicht im Gesundheitswesen tätig sind oder entsprechende Vorerkrankungen haben, dann brauchen Sie keine FFP2- oder FFP3-Masken.» Diese würden von Erkrankten, vor allem aber von Ärzten und Pflegern dringender benötigt. (dpa) 

+++ Coronavirus-Häufung in Pflegeheim: Ortsteile unter Quarantäne +++

(26.03.2020, 18:42 Uhr)

Wegen der hohen Anzahl von Coronavirus-Infizierten in einem Pflegeheim stehen in der Stadt Jessen (Sachsen-Anhalt) zwei Ortsteile ab Donnerstagmorgen unter Quarantäne: Jessen und Schweinitz. Der Landrat des Landkreises Wittenberg habe eine Allgemeinverfügung zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 erlassen, teilte der Sprecher des Kreises am Mittwochabend mit. Ab Donnerstag, 07.00 Uhr, seien die Stadtteile gesperrt.

Personen sei der Zutritt oder die Zufahrt nur gestattet, wenn sie dort ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz haben und sich unverzüglich in die häusliche Quarantäne begeben. «Das Haus verlassen darf man, um sich auf kürzestem Wege etwas zu Essen zu holen oder in die Apotheke zu gehen», sagte der Sprecher.

Anlass für die Verfügung sei die kritische Entwicklung in einem Pflegeheim, sagte der Sprecher. Seit Anfang der Woche seien elf Bewohner und fünf Mitarbeiter des Seniorenheims positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Drei infizierte Bewohner mussten demnach ins Krankenhaus. Zuvor hatte die «Volksstimme» über den Ausbruch berichtet. (dpa)

In den beiden Stadtteilen in Jessen gebe es insgesamt 41 Corona-Infizierte.

 

+++ Wieder größerer Anstieg bei Infektionen in Italien +++

(26.03.2020, 18:32 Uhr)

Nach einem leichten Rückgang bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Italien sind die Zahlen wieder angestiegen. Insgesamt hatten sich bis Donnerstag nachweislich 80.539 Menschen infiziert, das sind 6.153 mehr als am Vortag, wie der Zivilschutz mitteilte. Die Zahl der Toten stieg weiter stark: Bis Donnerstag waren es 8.165, 662 mehr als am Vortag. In den letzten Tagen waren die Neuinfektionen etwas niedriger gewesen, so dass die Hoffnung gewachsen war, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen Wirkung zeigten.

Der Regionalpräsident der besonders betroffenen Region Lombardei, Attilio Fontana, sagte, die Zahlen seien «nicht gut» und würden ihm Sorge bereiten.

Die Stadt Bergamo, die in Italien am schwersten von der Corona-Pandemie betroffen ist, hat fast sieben Mal mehr Tote als normalerweise in einer Woche verzeichnet: Letzte Woche seien dort 313 Menschen gestorben, teilte die Kommune am Donnerstag mit. In den letzten zehn Jahren seien durchschnittlich 45 Tote pro Woche gezählt worden. (dpa)

+++ China schließt im Kampf gegen Coronavirus Grenzen für Ausländer +++

(26.03. 2020, 18:18 Uhr)

Das bei der Bekämpfung des Coronavirus fortgeschrittene China hat die Schließung seiner Grenzen für Ausländer angekündigt. Die Maßnahme trete ab Samstag in Kraft, teilte das Außenministerium in Peking am Donnerstag auf seiner Internetseite mit. Ein Grund für die Schließung wurde zunächst nicht genannt.

Beobachter in Peking gingen aber davon aus, dass eine von Ausländern ausgelöste zweite Infektionswelle mit dem Erreger Sars-CoV-2, dem Auslöser der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19, verhindert werden solle. Nur für Diplomaten sowie für als besonders notwendig erachtete Fachkräfte und Geschäftsleute sowie in humanitären Notfällen blieben die Grenzen offen, hieß es in der Mitteilung.

China, wo die Coronavirus-Krise Ende vergangenen Jahres ihren Ausgang nahm, kämpft nach eigenen Angaben inzwischen mehr mit «importierten» Infektionen. So hatte die Pekinger Gesundheitskommission am Montag mitgeteilt, es seien 39 weitere Infektionen bei aus dem Ausland eingereisten Personen nachgewiesen worden. Innerhalb des Landes gab es dagegen nach offiziellen Angaben keine neuen Infektionen mehr. China ist mit knapp 82.000 Infizierten weiter das am stärksten betroffene Land, allerdings dicht gefolgt von Italien mit über 74.000 Infizierten. (dpa)

+++ Zahnärzte fürchten wegen Coronavirus um ihre Existenz +++

(26.03. 2020, 17:51 Uhr)

Zahnärzte in Deutschland machen sich in der Corona-Krise Sorgen wegen existenzbedrohender Einnahmeausfälle. Da nur dringende Behandlungen durchgeführt werden sollten, gebe es viel weniger zu tun, sagte der Pressebeauftragte des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ), Joachim Hüttmann, am Donnerstag. Ein großer Teil der Praxen habe Kurzarbeit angemeldet und/oder Teile der Belegschaft nach Hause geschickt. Für Praxen ohne ausreichende Rücklagen könne das existenzbedrohend sein.

Auch die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) spricht von existenziellen Problemen. «Steuert hier die Bundesregierung nicht gegen, droht vielen Praxen die Insolvenz beziehungsweise frühzeitige Aufgabe», sagte Kammer-Präsident Peter Engel kürzlich. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hatte einen finanziellen Schutzschirm für die Praxen gefordert.

Zudem mangelt es laut dem Zahnärzte-Verband FVDZ in den Praxen an Hilfsmitteln für den Schutz vor dem Virus. «Wir brauchen Handschuhe, Mund-Nasenschutz, Händedesinfektion und Flächendesinfektion, sonst werden die Praxen schließen müssen», sagte Hüttmann. (dpa)

+++ Irischer Gesundheitsminister: Bin Opfer von Hustattacke geworden +++

(26.03. 2020, 17:51 Uhr)

Der irische Gesundheitsminister Simon Harris ist nach eigenen Angaben auf dem Weg in sein Ministerium in Dublin zum Opfer einer Hustattacke geworden. «Ein Mann und eine Frau auf der Straße dachten, es sei lustig, zu mir zu kommen und mich laut anzuhusten und dann lachend wegzulaufen», sagte Harris bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in der irischen Hauptstadt. Es scheine einen Trend zu geben, ähnliche Hustattacken als Mutprobe zu filmen und in soziale Netzwerke zu stellen, so der Minister. «Denken Sie einfach mal daran, wenn das ihre Oma oder ihr Opa wäre, ihr Vater oder ihre Mutter oder der Freund mit gesundheitlichen Problemen.» Das sei kein Spiel und Irland werde solche Vorfälle mit aller Macht, die dem Staat zur Verfügung stehe, verfolgen. (dpa)

+++ Bundesdatenschützer: Anti-Corona-App kann helfen +++

(26.03. 2020, 17:31 Uhr)

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Ulrich Kelber, sieht in einer Anti-Corona-App eine Möglichkeit zur Eindämmung der Virus-Pandemie. «Wenn die Nutzer einer App ihre freiwillige Einwilligung zur Datenverarbeitung geben, könnte eine technische Lösung zur Identifikation von Infektionsketten sicher ein sinnvoller Beitrag zur Krisenbewältigung sein», sagte Kelber dem «Handelsblatt».

In der Diskussion um eine Bekämpfung der Pandemie ist umstritten, ob Gesundheitsbehörden Handy-Daten von Infizierten über die Anbieter einfordern können, um Kontaktpersonen zu ermitteln. Die Handy-Ortung erfolgt dabei über die Funkzellen und kann vom Anwender nicht unterbunden werden. Dies war auch von Kelber kritisiert worden. Bei der Nutzung einer bestimmten App könnten die User dagegen selbst entscheiden, ob sie die Ortungsdaten teilen wollen oder nicht.

Infektionsbekämpfung und Datenschutz widersprächen sich nicht, betonte Kelber. Er sei offen für alle konkreten Lösungsvorschläge, sofern sie geeignet und verhältnismäßig seien. «Wir stehen bereit, zu beraten und auch die datenschutzrechtlichen Aspekte schnell zu prüfen», sagte Kelber. «Dafür ist meine Behörde beispielsweise im engen Austausch mit dem Robert Koch-Institut.» (dpa)

+++ Corona-Pandemie in Italien: Über Hundertjähriger verlässt Krankenhaus +++

(26.03. 2020, 17:23 Uhr)

In Italien ist ein 101-Jähriger nach Angaben der Stadt Rimini nach einer Corona-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Herr P., wie die Vize-Bürgermeisterin den Mann nannte, sei 1919 geboren worden, als die Spanische Grippe in Europa wütete. Er habe harte Zeiten durchlebt mit Krieg, Schmerz und Hunger, aber auch Fortschritt und Wiederaufbau gesehen, schrieb Gloria Lisi. «Wir kennen ihn persönlich, aber wir wollen seinen Namen nicht öffentlich bekannt geben», bestätigte eine Sprecherin der Vize-Bürgermeisterin auf Anfrage der dpa am Donnerstag.

Der Mann sei am Mittwoch aus dem Hospital Infermi in der Adria-Stadt Rimini in der Emilia-Romagna entlassen worden und zu seiner Familie gekommen, schrieb Lisi. Gerade weil es viele Berichte gebe, dass die Covid-19-Krankheit die älteren Menschen in großer Zahl töte, hätten die Ärzte mit dieser Heilung ein Zeichen der Hoffnung gesetzt: «Um uns zu lehren, dass es auch mit 101 Jahren noch eine Zukunft gibt.» (dpa)

+++ Frau hustet in US-Supermarkt auf frische Ware - 35.000 Dollar Schaden +++

(26.03.2020, 17:19 Uhr)

Eine Störaktion im Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie hat einem Supermarkt im US-Bundesstaat Pennsylvania zugesetzt: Das Geschäft in dem Ort Hanover Township musste nach eigenen Angaben Produkte im Wert von rund 35.000 US-Dollar wegwerfen, nachdem eine Kundin am Mittwochnachmittag (Ortszeit) gezielt auf ausgelegte frische Waren gehustet habe.

Die Frau habe sich wohl einen sehr schrägen Streich erlauben wollen, schrieb der Miteigentümer des Ladens, Joe Fasula, auf Facebook. “Wir hatten keine andere Wahl, als alle Produkte wegzuwerfen, mit denen sie in Kontakt kam.” Es mache ihn krank, Essen wegzuwerfen. Es sei immer bedauerlich, wenn Lebensmittel verschwendet würden - umso mehr aber in Zeiten wie diesen, in denen sich viele Menschen um die Lebensmittelversorgung Sorgen machten.

Mehr als 15 Mitarbeiter seien mit der Aufräumaktion beschäftigt gewesen, erklärte Fasula weiter. “Obwohl wir nicht glauben, dass die Frau wirklich infiziert ist, werden alle Anstrengungen unternommen, um sicherzustellen, dass sie getestet wird.” Der Supermarkt schaltete auch die Polizei ein. Die örtliche Polizeidienststelle erklärte, die Frau sei in einem Krankenhaus auf ihren psychischen Zustand hin untersucht worden. Gegen sie werde Anzeige erstattet. (dpa)

+++ Portugal verzeichnet starken Anstieg der Corona-Todesopfer +++

(26.03.2020, 17:18 Uhr)

Die Coronavirus-Krise spitzt sich auch in Portugal zu. Die Zahl der Todesopfer kletterte am Donnerstag um 17 auf insgesamt 60, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Das ist ein Anstieg von fast 40 Prozent in nur 24 Stunden. Die Zahl der Bürger, die sich mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten haben, stieg unterdessen um 18 Prozent auf mehr als 3500.

Von den Infizierten lagen am Donnerstag den amtlichen Angaben zufolge insgesamt 252 Covid-19-Kranke in Krankenhäusern - davon 61 auf Intensivstationen. Gesundheits-Staatssekretär António Sales macht sich Sorgen um die Kapazitäten der Krankenhäuser. “Es ist immens wichtig, dass nicht alle Infizierten gleichzeitig krank werden”, sagte er vor Journalisten in Lissabon. Die Behörden betonten aber, die Lage sei immer noch unter Kontrolle.

Zur Eindämmung der Krise hatte das Land am Mittwoch voriger Woche erstmals in Demokratie-Zeiten den Ausnahmezustand verhängt. Die sozialistische Regierung von Ministerpräsident António Costa darf seitdem die Rechte etwa der Bürger, der Medien und der Unternehmen deutlich einschränken. Eine strikte, zweiwöchige Einschränkung der Bewegungsfreiheit ist in Portugal noch bis zum 2. April in Kraft. (dpa)

+++ G20-Gipfel: Putin fordert Moratorium auf Sanktionen +++

(26.03.2020, 17:01 Uhr)

Der russische Präsident Wladimir Putin hat beim G20-Videogipfel eine zeitweilige Aussetzung internationaler Sanktionen auf wichtige Güter gefordert. Für die Zeit der Coronavirus-Pandemie müsse ein Moratorium auf Sanktionen eingeführt werden, sagte Putin am Donnerstag in einer Übertragung des russischen Staatsfernsehens nach dem Gipfel.

Es werde viel darüber gesprochen, dass Lieferketten nicht abreißen dürften. “Aber nicht minder wichtig ist es, für die Zeit der Krise so bezeichnete grüne Korridore einzurichten”, sagte Putin. So könnten unabhängig von Handelskriegen und Sanktionen Medikamente, Nahrungsmittel, Technik und Ausrüstung geliefert werden. Auch Finanztransaktionen für den Kauf solcher Güter sollten befreit werden von Strafmaßnahmen, so der Kremlchef. Handelskriege und Sanktionen verschlimmerten die aktuellen Probleme. Die Situation sei schlimmer als in der Finanzkrise 2008.

Putin nimmt am G20-Videogipfel teil (Bild: Sputnik/Kremlin via Reuters)

Wie andere Staaten leidet auch Russland unter Sanktionen. Die USA, die EU und andere Länder haben das Land wegen des Ukraine-Konflikts mit Strafmaßnahmen belegt. Putin sprach sich außerdem für gemeinsame Projekte innerhalb der G20 für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus aus.

Der russische Präsident empfahl außerdem, dass sich die engsten Berater der G20-Staats- und Regierungschefs während der Pandemie enger und häufiger abstimmen. Die Krise zeige, dass internationale Organisationen keinen Mechanismus für eine rasche Stabilisierung der Lage hätten. Deshalb sei dringend eine Neuaufstellung nötig. (dpa)

+++ Berichte über Corona-Fall in der Papst-Residenz +++

(26.03.2020, 16:49 Uhr)

Im Vatikan sorgen Berichte über einen Coronafall im Umfeld des Papstes für Aufregung. Mehrere italienische Medien schrieben am Donnerstag, in der Residenz von Papst Franziskus, in der Casa Santa Marta, sei ein Geistlicher positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet worden sei. Der Vatikan bestätigte die Berichte auf Anfrage zunächst nicht. Schon Anfang März hatte es die Pressestelle des Kirchenstaates abgelehnt, Berichte über einen angeblichen Virus-Test des 83-jährigen Kirchenoberhaupts genauer zu kommentieren. Dass sich der Vatikan in der Frage von Corona-Tests bisher restriktiver verhielt als viele Politiker und Königshäuser, sorgte bei Vatikan-Berichterstattern für Unmut.

Wie mehrere Zeitungen schrieben, sei ein Mitarbeiter des Staatssekretariats positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sein Umfeld sei am Mittwoch informiert, Gesundheitsvorkehrungen seien getroffen worden. Dem Prälaten, der seit langem in Santa Marta wohne, gehe es gut. Papst Franziskus selbst hielt am Donnerstag wie derzeit üblich seine Video-Morgenmesse in der Kapelle der Residenz. Er schien bei guter Verfassung.

Anfang März, als der Papst nach eigenen Worten eine Erkältung hatte, war ebenfalls über einen Corona-Test in den Medien spekuliert worden. Vatikansprecher Matteo Bruni hatte der dpa damals vage erläutert, es gebe keinerlei Hinweise, die zu einer anderen Diagnose als zu der Erkältung führten. Franziskus ist generell bei guter Gesundheit, ihm wurde allerdings als junger Mann ein Teil eines Lungenflügels entfernt. Der Vatikan hat viele Aktivitäten stark reduziert. Der Papst meidet in der Gesundheitskrise öffentliche Auftritte, empfängt aber Besucher. Erst am Dienstagabend hatte Vatikansprecher Bruni mitgeteilt, dass es im Vatikan bisher vier Corona-Fälle geben habe.

+++ Stadt Menden richtet vorsorglich Quartier für Quarantäne-Brecher ein +++

(26.03.2020, 16:41 Uhr)

Zur zwangsweisen Unterbringung möglicher Corona-Quarantäne-Brecher hat die Stadt Menden in einer Turnhalle ein vorsorgliches Quartier eingerichtet. Es solle in erster Linie der Abschreckung dienen, sagte Sebastian Arlt, Corona-Krisenstabsmanager der Stadt im Sauerland. 17 Feldbetten stehen dort für den Fall zur Verfügung, sollten sich mit dem Coronavirus Infizierte oder unter häusliche Quarantäne gestellte Verdachtsfälle nicht an die Isolationsauflagen halten. “Wir haben keinen akuten Fall, wollen aber auf jeden Fall vorbereitet sein”, sagte Arlt. Die “Westfalenpost” hatte zuvor berichtet.

Die Städte seien nach dem Infektionsschutzgesetz dazu verpflichtet, Sorge dafür zu tragen, potenziell Infizierte, die andere gefährden, weil sie nicht zu Hause bleiben, aus dem Verkehr zu ziehen. Dafür müssten auch Räumlichkeiten vorgehalten werden. “Wir können die ja nicht einzeln in ihrer Wohnung bewachen”, sagte Arlt. Eine Unterbringung in der Halle sei dabei nicht als Strafe, sondern als Ultima Ratio zum Schutz der Allgemeinheit zu sehen. “Das sind wir den Menschen, die sich ja in allergrößter Mehrzahl gesetzeskonform verhalten, schuldig.” (dpa)

+++ Randale im Gefängnis in Luxemburg löst Polizeieinsatz aus +++

(26.03.2020, 16:21 Uhr)

Eine Randale von Strafgefangenen in der Haftanstalt Schrassig in Luxemburg hat am Mittwochabend einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. 25 Insassen hätten im Inneren randaliert, teilte die Polizei in Luxemburg am Donnerstag mit. Niemand wurde verletzt. Es entstand aber hoher Sachschaden, wie das luxemburgische Justizministerium mitteilte.

Nach Angaben des Ministeriums stellten die Gefangenen eine Reihe von Forderungen im Zusammenhang mit Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie. Dazu gehörten die Lockerung von Besuchs- und Kontaktverboten sowie vorzeitige Haftentlassungen. Das Ministerium lehnte frühere Entlassungen ab, weil das Gefängnis nicht überfüllt sei.

Die Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus würden derzeit alle und nicht nur die Insassen treffen, hieß es weiter. Zu dem Einsatz waren mehrere Einheiten der Polizei ausgerückt, darunter eine Spezialeinheit und eine Hundestaffel. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen angeordnet. In der Haftanstalt sind rund 600 Strafgefangene untergebracht. (dpa)

+++ Tschechien schickt Schutzanzüge nach Italien und Spanien +++

(26.03.2020, 16:21 Uhr)

Tschechien stellt Italien und Spanien jeweils 10.000 Schutzanzüge für medizinisches Personal bereit. “Wir können uns das erlauben - und diese Länder brauchen sie dringend”, sagte Innenminister Jan Hamacek am Donnerstag in Prag. Den Vorschlag, aus Solidarität ein Team aus Armeeärzten in das schwer vom Coronavirus betroffene Italien zu entsenden, schmetterte Verteidigungsminister Lubomir Metnar ab. Der Ex-Polizist sagte: “Sie können nicht nach Italien fahren. Sie werden zu Hause gebraucht.”

In Tschechien gab es bis Donnerstag 1775 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Sechs Menschen starben. Um die Wirtschaft zu stützen, senkte die tschechische Nationalbank abermals ihren Leitzins, diesmal um 0,75 Prozentpunkte auf ein Prozent. Die Minderheitsregierung aus der populistischen ANO von Ministerpräsident Andrej Babis und Sozialdemokraten beschloss zudem Finanzhilfen für Selbstständige und Freiberufler. (dpa)

+++ WHO: Zahl der Corona-Infizierten in Russland nicht manipuliert +++

(26.03.2020, 15:50 Uhr)

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht nicht von einer Manipulation der Zahl der Coronavirus-Patienten in Russland aus. “Die WHO hat keinen Grund zur Annahme, dass die Daten über die Kranken heruntergespielt sind”, sagte die Vertreterin der Organisation in Russland, Melita Vujnovic, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Interfax.

Damit reagierte die WHO auf internationale Vermutungen, die Regierung in Moskau könne die Zahl künstlich niedrig halten, um keine Panik auszulösen. Auch in Russland wurden zuletzt Stimmen lauter, die meinten, das wahre Ausmaß der Lage werde verschwiegen. Im flächenmäßig größten Land der Erde haben sich nach offiziellen Angaben vergleichsweise wenige Menschen mit dem Coronavirus infiziert - am Donnerstag zählte die Statistik 840 Fälle. Drei Menchen starben.

Im Kampf gegen die hochansteckende Krankheit werden die Russen kommende Woche in einen siebentägigen Zwangsurlaub geschickt. Ein Kontaktverbot besteht nicht. Kremlchef Wladimir Putin sagte Interfax zufolge mit Blick auf die WHO-Vertreterin: “Die Kollegin erwartet, dass uns das Coronavirus noch zwei bis drei Monate beschäftigten wird. Dies ist eine gute Prognose.”

Russland hatte zuletzt die Maßnahmen gegen eine Ausbreitung verschärft. Von diesem Freitag an werden alle Flugverbindungen ins Ausland eingestellt. Außerdem müssen von Samstag an alle Einkaufszentren, Restaurants und größere Parks in Moskau geschlossen werden. Nach Angaben der Behörden drohen mehr als 500 Menschen Strafen, weil sie gegen Corona-Auflagen verstoßen haben sollen. (dpa)

+++ Autohäuser schicken Mitarbeiter in Kurzarbeit +++

(26.03.2020, 15:49 Uhr)

Im deutschen Autohandel gibt es wegen der Coronavirus-Krise nahezu flächendeckend Kurzarbeit. Rund 70 Prozent der Autohäuser und Kfz-Betriebe hätten bereits Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen, berichtete der Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Für die Mitarbeiter im Verkauf hätten sogar 90 Prozent der Betriebe Kurzarbeit beantragt. Das habe eine Umfrage ergeben, an der sich mehr als 1000 Betriebe beteiligt hätten.

In Deutschland ist zur Eindämmung der Pandemie auch der stationäre Autohandel untersagt worden. Das sei für viele Autohändler eine Katastrophe, weil das Verbot die verkaufsstarke Frühjahrssaison treffe. Die dadurch verursachten Umsatzausfälle könnten, abhängig von der Dauer der Krise, für viele Unternehmen existenzbedrohend werden, beklagt der Verband.

ZDK-Präsident Jürgen Karpinski forderte eine Erhöhung des Kurzarbeitergelds. Ein Kurzarbeitergeld von 60 oder 67 Prozent des pauschalierten Netto-Entgelts werde bei vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kfz-Gewerbe zu finanziellen Schwierigkeiten führen. Das Kurzarbeitergeld müsse deshalb auf 80 beziehungsweise 87 Prozent erhöht werden. “Da die überwiegend kleinen und mittelständischen Kfz-Betriebe meist nicht über die notwendigen wirtschaftlichen Rücklagen verfügen, um diese Lücke zu schließen, sollte dies auf dem Weg staatlicher Ausgleichszahlungen erfolgen” forderte Karpinski. (dpa)

+++ Grabeskirche in Jerusalem wegen Coronavirus geschlossen +++

(26.03.2020, 15:40 Uhr)

Die weltberühmte Grabeskirche in Jerusalem ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Israel und den Palästinensergebieten für die breite Öffentlichkeit geschlossen worden. Das Gotteshaus werde zunächst für eine Woche gesperrt bleiben, sagte Jussef Daher, ein Vertreter des Weltkirchenrates in Jerusalem, am Donnerstag. Die Entscheidung sei von den israelischen Behörden in Abstimmung mit den Kirchenvertretern durchgesetzt worden.

Die für die Grabeskirche verantwortlichen Kirchen teilten anschließend mit, Andachten würden weiter abgehalten, allerdings nur mit wenigen Teilnehmern. Dabei werde auch für das Ende der Coronavirus-Pandemie gebetet. Israel hat jedoch die Schließung aller Gebetshäuser verfügt. Zuvor hatte das israelische Gesundheitsministerium mitgeteilt, dass sich viele Coronavirus-Infizierte im Land in Synagogen angesteckt hätten. “Das bedeutet, dass Andachtsorte Brutstätten für das Virus sind”, sagte Daher.

Die Grabeskirche ist das größte Heiligtum des Christentums. Der Überlieferung nach steht sie an der Stelle, an der Jesus Christus gestorben und wieder auferstanden ist. Israel hatte am Mittwoch wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Ausgangsbeschränkungen im Land weiter verschärft. Unter anderem sollen sich die Menschen grundsätzlich nur in einem Radius von bis zu 100 Metern von ihrem Zuhause bewegen. Das besetzte Westjordanland hat Israel abgeriegelt.

Jussef Daher geht auch davon aus, dass die Karfreitagsprozession in Jerusalem in zwei Wochen nicht wie geplant stattfinden wird. Zu der Prozession waren in der Vergangenheit stets Tausende Touristen aus der ganzen Welt gekommen. Das letzte und einzige Mal, dass die Grabeskirche bisher überhaupt geschlossen wurde, war laut Daher im Jahr 2018. Damals hatten Kirchenoberhäupter das Gotteshaus für wenige Tage aus Protest unter anderem gegen die Verhängung städtischer Gebühren in Jerusalem geschlossen. (dpa)

+++ Saudi-Arabien erstes arabisches Land mit mehr als 1000 Corona-Fällen +++

(26.03.2020, 15:26 Uhr)

Als erstes Land der arabischen Welt hat Saudi-Arabien mehr als 1000 Coronavirus-Infizierte gemeldet. Innerhalb eines Tages seien 112 neue Fälle hinzugekommen, wodurch die Gesamtzahl auf 1012 gestiegen sei, teilte das Gesundheitsministerium in Riad am Donnerstag mit. Demnach starb zudem eine dritte Person in dem islamisch-konservativen Königreich an der Lungenkrankheit Covid-19.

Auf der gesamten Arabischen Halbinsel haben sich nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität mittlerweile mehr als 2600 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, es gab acht Todesfälle. Besonders betroffen sind Bahrain mit 418 Fällen und Katar mit 537 Fällen. Beide Länder haben jedoch deutlich weniger Einwohner als Saudi-Arabien. Die Arabische Halbinsel liegt in Nachbarschaft zum Iran, der von der weltweiten Corona-Pandemie besonders stark betroffen ist.

Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, hat die Regierung in Riad bereits eine Ausgangssperre angeordnet, die große Teile des Tages abdeckt. Bereits zuvor waren alle internationalen und inländischen Flüge für zwei Wochen ausgesetzt worden. Auch der Zugang für Pilger zu den für Muslime heiligen Stätten Mekka und Medina ist beschränkt. (dpa)

+++ Der Toilettenpapier-Boom im Einzelhandel +++

(Grafik: Statista)

(26.03.2020, 15:11 Uhr)

So schlagen sich die Hamsterkäufe bei einigen der beliebtesten Produkte in der Statistik nieder:

+++ Grüne EU-Politikerin Keller fordert Räumung von Flüchtlingscamps +++

(26.03.2020, 14:58 Uhr)

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Europaparlament, Ska Keller, hat wegen der Gefahr durch das Coronavirus eine Evakuierung der Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln gefordert. Die Gruppen, die am schlimmsten zu verletzen seien, dürften nicht vergessen werden, sagte Keller am Donnerstag im Parlament in Brüssel. Dazu gehörten die Flüchtlinge in den überfüllten Lagern. In den Camps könnten sich die Menschen nicht isolieren.

Aktuell leben nach Angaben des griechischen Bürgerschutzministeriums mehr als 40.000 Migranten auf den Inseln Lesbos, Samos, Kos, Leros und Chios. Die Aufnahmekapazität liegt eigentlich bei rund 7000 Plätzen. Etwa 1500 der Flüchtlinge sind nach Schätzungen der EU-Kommission unbegleitete Minderjährige. (dpa)

+++ Rund 200 Reisende hängen am Flughafen Dubai fest +++

(26.03.2020, 14:56 Uhr)

Wegen der kurzfristigen Aussetzung aller Passagierflüge sitzen rund 200 Reisende - darunter auch mehrere Deutsche - seit Mittwochnacht am Flughafen Dubai fest. “Bei Abflug auf Bali hat man uns noch mitgeteilt, dass wir eingecheckt sind und auch unser Gepäck weiter nach Frankfurt geleitet wird”, erzählte Sabine Zweig aus Hamburg der Deutschen Presse-Agentur. “Als wir in Dubai ankamen, wurde uns gesagt, dass alle Flüge gestrichen sind. Es ist ein totales Chaos, alles wird dichtgemacht, das sind wirklich gefängnisähnliche Zustände.”

Die zivile Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hatte wegen der Eindämmung des Coronavirus Anfang der Woche kurzfristig die Aussetzung aller Passagierflüge in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch beschlossen. Fünf Flugzeuge sollen nun aber von Abu Dhabi Genehmigungen bekommen, schrieb die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf Facebook. Details nannte sie nicht.

Unter den festsitzenden Reisenden sind nach dpa-Informationen mindestens acht Deutsche, sowie fast 100 weitere Europäer und Amerikaner. Auch zahlreiche russische Touristen sollen am Flughafen Dubai festsitzen. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte mit, Kontakt zu den festsitzenden Deutschen zu haben. Es werde mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet. Der Flughafen Dubai ist eines der weltweit größten Drehkreuze für internationale Passagiere. (dpa)

+++ Britische Regierung verteidigt Coronavirus-Test für Prinz Charles +++

(26.03.2020, 14:47 Uhr)

Die britische Regierung hat die Entscheidung verteidigt, den britischen Thronfolger Prinz Charles (71) trotz begrenzter Kapazitäten auf das Coronavirus zu testen. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass sich Charles mit dem Erreger infiziert hat. Er zeige aber nur milde Symptome, hatte es in einer Mitteilung geheißen.

Der Test sei trotzdem angemessen gewesen, sagte Gesundheitsstaatssekretär Edward Argar am Donnerstag dem Sender Sky News. “Er hat sich nicht vorgedrängelt”, so Argar. Details könne er aber nicht nennen. Zuvor hatte es Kritik daran gegeben, dass der Royal mit milden Symptomen bereits auf das Coronavirus getestet wurde, während bislang selbst Krankenhausmitarbeiter Berichten zufolge oft abgewiesen werden.

Großbritannien tut sich bislang schwer, seine Testkapazitäten zu erhöhen. Insgesamt wurden dort bis Mittwoch rund 97.000 Menschen getestet. Damit liegt das Land weit hinter Deutschland, wo inzwischen etwa 500.000 Tests durchgeführt wurden. Premierminister Boris Johnson hatte angekündigt, die Kapazitäten von täglich 5000 auf 25.000 Tests steigern zu wollen. Doch bislang ist nicht klar, bis wann dieses Ziel erreicht werden kann. Am Mittwoch wurden offiziellen Angaben zufolge gerade einmal 6600 Tests durchgeführt. (dpa)

+++ So schützt sich die Queen +++

(26.03.2020, 14:41 Uhr)

Nachdem ihr Sohn Prinz Charles positiv auf Covid-19 getestet wurde, sorgen sich royale Fans um die Gesundheit von Queen Elizabeth. Die 93-Jährige hat den Buckingham Palast schon vor Tagen verlassen, gehabt sich aber wohl auf Schloss Windsor und hält ihre wöchentlichen Treffen mit Premierminister Boris Johnson nun eben telefonisch ab.

Mehr zum Thema

+++ Hohe Quoten für TV-Nachrichten in Corona-Krise +++

(26.03.2020, 14:12 Uhr)

In Coronavirus-Zeiten bleibt der Zulauf für Nachrichtensendungen im Fernsehen weiter erhöht. Als bisherigen Bestwert im März wies die AGF Videoforschung am Donnerstag die “Tagesschau” aus - am vergangenen Sonntag (22. März) schalteten 12,24 Millionen Zuschauer um 20.00 Uhr im Ersten ein. Das entsprach einem Marktanteil von 30,3 Prozent. In der Woche zuvor waren es rund 10 Millionen (27,3 Prozent) gewesen. In etwa soviele Zuschauer erreicht die “Tagesschau” sonst im Ersten und auf allen dritten ARD-Kanälen zusammen. Großen Zulauf hatte auch das ZDF, als der Sender in der vergangenen Woche die Ansprache der Bundeskanzlerin ausstrahlte. 9 Millionen Zuschauer (26 Prozent) zog die Rede an. (dpa)

+++ Fed-Chef Powell: USA könnten in Rezession stecken +++

(26.03.2020, 14:09 Uhr)

Die US-Wirtschaft könnte nach Einschätzung von US-Notenbankpräsident Jerome Powell infolge der Virus-Krise bereits im wirtschaftlichen Abschwung stecken. “Wir könnten bereits in der Rezession sein”, sagte der Vorsitzende der amerikanischen Notenbank Fed am Donnerstag in einem seiner seltenen Auftritte in einer amerikanischen Fernsehsendung. Zugleich äußerte der Fed-Chef die Hoffnung, dass die weltgrößte Volkswirtschaft im späteren Jahresverlauf wieder wachse. Zuvor müsse jedoch die Virus-Krise unter Kontrolle gebracht werden.

“Das Virus gibt den Zeitplan vor”, sagte Powell. Er stellte zudem heraus, dass die Fed trotz massiver Lockerungsschritte infolge der Krise noch über Mittel zur Krisenbekämpfung verfüge. “Wir versuchen eine Brücke zu schlagen in eine Zeit ökonomischer Stärke”, erläuterte der Fed-Chef. Er versicherte, dass der Notenbank “die Munition” nicht ausgehen werde.

Seitdem das neuartige Coronavirus auf die westliche Welt übergegriffen hat, hat die Fed ihre Geldpolitik massiv gelockert. Unter anderem hat sie ihren Leitzins auf fast null Prozent gesenkt, ein großes Wertpapierkaufprogramm aufgelegt und zahlreiche Kreditprogramme für Unternehmen und Banken gestartet.

+++ Hannover Messe fällt 2020 aus +++

(26.03.2020, 14:03 Uhr)

Die Hannover Messe als größte Industriemesse der Welt fällt dieses Jahr wegen des Coronavirus aus. Einreisebeschränkungen, Kontaktverbote und eine Verfügung der Region Hannover machten die Ausrichtung unmöglich, teilte die Deutsche Messe am Donnerstag mit. Vor drei Wochen war die ursprünglich für Ende April geplante Messe bereits auf Mitte Juli verschoben worden. Nun findet das Branchentreffen, für das rund 6000 Aussteller aus 70 Ländern angekündigt waren, erst 2021 wieder statt.

“Unsere Aussteller und Partner sowie das gesamte Team haben mit allen Kräften für die Durchführung gekämpft”, sagte Messe-Chef Jochen Köckler. “Heute müssen wir aber einsehen, dass die Ausrichtung der weltweit wichtigsten Industriemesse in diesem Jahr nicht möglich sein wird.”

Nach Angaben der Veranstalter ist es das erste Mal in der 73-jährigen Geschichte der Messe, dass die Schau ausfällt. Als Ersatz für die Zeit bis zur nächsten Auflage vom 12. bis 16. April 2021 soll ein digitales Programm dienen. (dpa)

+++ Wien spendiert in der Coronavirus-Krise Senioren Taxi-Freifahrten +++

(26.03.2020, 14:02 Uhr)

Die Stadt Wien spendiert angesichts des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus allen Senioren und Seniorinnen über 65 Jahre einen Taxi-Gutschein in Höhe von 50 Euro. Die Mittel für die Aktion sind am Donnerstag vom Gemeinderat freigegeben worden. Von der Maßnahme können rund 300.000 ältere Menschen profitieren. Mit den Taxi-Gutscheinen könne die ältere Generation zu den notwendigen Terminen mit dem Taxi fahren und so das Infektionsrisiko durch mögliche Kontakte in Bussen und Bahnen minimieren, sagte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Das Coronavirus ist vor allem für Ältere gefährlich. Die Gutscheine sind Teil eines insgesamt 85 Millionen Euro schweren Corona-Hilfspakets der rot-grün regierten österreichischen Hauptstadt. (dpa)

+++ Til Schweiger: Mindestabstand wird nicht eingehalten+++

(26.03.2020, 13:59 Uhr)

Til Schweiger (56) hat es satt, dass trotz der Corona-Krise Menschen nicht ausreichend Abstand zueinander halten. Häufig gingen die Menschen, die ihm entgegenkommen, einfach unachtsam weiter geradeaus, berichtete er auf Instagram. “Wenn du einfach mal nicht ausweichst, dann gehen die ganz eng bei dir vorbei”, sagte der Schauspieler und Produzent in einer Videobotschaft. Aufgenommen hat Schweiger das Video bei einem Spaziergang im Hamburger Hirschpark - eine der wenigen Aktivitäten, die sich derzeit mit den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vereinbaren lassen. In den Kommentaren zu dem Beitrag bekam Schweiger viel Zuspruch - unter anderem von Schauspielkolleginnen wie Liza Waschke und Jasmin Gerat. (dpa)

+++ Bericht aus dem Elsass: Patienten über 80 werden nicht mehr beatmet +++

(26.03.2020, 13:50 Uhr)

Das Elsass gilt als Corona-Epizentrum in Frankreich. Die Lage dort ist schlimm. Unweit von Deutschland entfernt werden alte Corona-Kranke nun nicht länger beatmet. Katastrophenmediziner haben sich im Auftrag des baden-württembergischen Innenministeriums ein Bild von der Lage in Straßburg gemacht - und berichten über dramatische Zustände an der Grenze zu Deutschland. Demnach arbeiten infizierte Mediziner an der Universitätsklinik Straßburg weiter mit Corona-Patienten, und über 80-Jährige werden nicht mehr beatmet. Stattdessen erfolge “Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln”, schreiben die Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin in Tübingen in dem Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Unter der Annahme, dass sich die Entwicklung, wie sie im Elsass bestehe, bald in Deutschland einstellen werde, sei eine optimale Vorbereitung von “allerhöchster Dringlichkeit”. (dpa)

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+++ Kassenärzte: Keine Corona-Tests bei gesunden Bürgern +++

(26.03.2020, 13:45 Uhr)

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat um Verständnis dafür geworben, dass Coronavirus-Tests nur bei Menschen mit Krankheitssymptomen vorgenommen werden. “Es macht keinen Sinn, gesunde, unauffällige Bürger zu testen”, sagte der KBV-Bundesvorsitzende Andreas Gassen am Donnerstag in Berlin. “Auch wenn das für den Einzelnen vielleicht interessant sein kann, ist es medizinisch sinnfrei.”

Man habe zwar große Kapazitäten, sie reichten aber nicht, “um 83 Millionen einfach mal eben durchzutesten”. Entscheidend sei die ärztliche Entscheidung. (dpa)

Lesen Sie hier, was genau die Kassen bei Corona übernehmen

+++ Spahn: Bei Corona-Krise “noch Ruhe vor dem Sturm” +++

(26.03.2020, 13:30 Uhr)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit weiter steigenden Belastungen für Krankenhäuser und Praxen in der Corona-Krise. “Noch ist das die Ruhe vor dem Sturm”, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin. “Keiner kann genau sagen, was in den nächsten Wochen kommt.” Daher sei es weiterhin nötig, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und gleichzeitig die Kapazitäten in den Kliniken auch mit Intensivbetten zu erhöhen.

Spahn bekräftigte, dass Deutschland wegen sehr vieler Tests früh mit Vorbereitungen beginnen konnte. Die Kapazität liege mit 300 000 bis 500 000 Tests pro Woche auch im internationalen Vergleich sehr hoch. Es sei weiterhin wichtig, dass sie zielgerichtet eingesetzt würden.

Es gehe für die Politik zugleich um Konzepte dafür, dass es “eine Zeit nach Corona” geben werde, in der man weiter gegen das Virus kämpfe, das öffentliche Leben aber schrittweise normalisiere. (dpa)

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+++ Experten: Bei Mangel an Intensivbetten nicht das Alter entscheidend +++

(26.03.2020, 13:23 Uhr)

Im Falle einer Knappheit in der aktuellen Corona-Pandemie sollen in deutschen Krankenhäusern Intensivbetten nach Erfolgsaussicht der Behandlung verteilt werden. Die Entscheidung über die Zuteilung von Ressourcen müsse medizinisch begründet und gerecht sein, heißt es in den Handlungsempfehlungen, die sieben medizinische Fachgesellschaften am Donnerstag in Berlin vorlegten. Als Kriterium solle die Wahrscheinlichkeit gelten, ob der Patient die Intensivbehandlung überleben wird.

Nach Einschätzung von Experten wird es wegen der Corona-Krise auch in Deutschland bald an Betten zur intensiven Betreuung von Schwerkranken fehlen. Die Ärzte müssten dann Entscheidungen über Leben und Tod treffen. In diesem Fall sollen die Empfehlungen ein roter Faden sein sowie maximale Transparenz und Vertrauen in der Bevölkerung schaffen. Selbst in dieser schwierigsten aller Situationen werde nicht einfach nach dem Bauchgefühl entschieden, sagte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). (dpa)

+++ Corona-Hotline in Niedersachsen eingerichtet +++

(26.03.2020, 13:16 Uhr)

Die niedersächsische Landesregierung hat eine Hotline für Fragen rund um Corona eingerichtet. Die Nummer ist montags bis freitags zwischen 8 und 22 Uhr erreichbar und lautet (0511) 12 06 00 0.
Hier finden Sie weitere Internetseiten und Hotlines rund um die Corona-Pandemie

+++ AFP-Zählung: Offiziell mehr als 250.000 Corona-Infektionen in Europa +++

(26.03.2020, 13:08 Uhr)

Europaweit ist die Zahl der offiziell gemeldeten Coronavirus-Infektionsfälle auf mehr als 250.000 gestiegen. Mehr als die Hälfte der Fälle wurden in Italien und Spanien registriert, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP vom Donnerstag ergab. Die Zahl der Todesfälle stieg europaweit auf 14.640. (AFP)

+++ Hessen nimmt Patienten auf +++

(26.03.2020, 12:59 Uhr)

Hessen nimmt zehn schwer kranke Patienten auf: 10 Menschen aus der hessischen Partnerregion Emilia-Romagna in Italien und vier aus der französischen Region Grand-Est sollen landesweit auf mehrere Krankenhäuser verteilt und dort notmedizinisch behandelt werden, wie der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier mitteilt. Es handele sich um eine einmalige Aktion.

+++ Sieben Covid-19-Fälle auf deutschem Kreuzfahrtschiff vor Australien +++

(26.03.2020, 12:41 Uhr)

An Bord eines vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs sind mindestens sieben Menschen am Coronavirus erkrankt. Es handele sich um fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder der “MS Artania”, teilte der Bonner Reiseveranstalter Phoenix mit. Keine der infizierten Personen befinde sich in einem gesundheitlich kritischen Zustand. Alle Gäste sollten mit eigens gecharterten Flugzeugen voraussichtlich am Samstag aus Australien ausgeflogen werden. (dpa).

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+++ Kostenlose Mietwagen für NRW-Klinikpersonal in Corona-Krise +++

(26.03.2020, 12:40 Uhr)

Damit Krankenhausmitarbeiter ohne eigenes Auto in der Corona-Krise leichter zum Arbeitsplatz gelangen, können sie in Nordrhein-Westfalen kostenlos einen Mietwagen nehmen. Das Angebot gelte für Klinik-Beschäftigte ab kommendem Mittwoch, wenn sie wegen der ausgedünnten Fahrpläne mit der Bahn kaum oder gar nicht mehr zur Arbeit kommen können, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag. Für das vorerst bis zum 31. Mai befristete Sonderprogramm habe das Land eine Million Euro zur Verfügung gestellt. (dpa).

+++ Trotz Coronavirus gereist: Südafrika-Tourist droht Mordanklage +++

(26.03.2020, 12:34 Uhr)

In Südafrika droht einem Touristen eine Anklage wegen versuchten Mordes, weil er trotz Covid-19-Infektion vom Krüger-Nationalpark aus weitergereist ist. Der Mann befinde sich nun in Quarantäne. In Südafrika gilt von Freitag an eine drakonische dreiwöchige Ausgangssperre (dpa).

+++ Corona-Zahlen in Spanien steigen trotz strenger Regeln weiter +++

(26.03.2020, 12:29 Uhr)

"Zwölf Tage nach dem Beginn des Corona-Alarmzustandes in Spanien sind die Zahlen der bestätigten Fälle und der Toten innerhalb von 24 Stunden weiter drastisch gestiegen. Bis zum Donnerstagmittag kletterte die Zahl der Infizierten um 8500 auf mehr als 56 000, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Rund 4000 Menschen starben bisher insgesamt an Covid-19, allein seit Mittwoch wurden 650 Tote gemeldet. Viele Krankenhäuser sind völlig überfordert: Das spanische Fernsehen zeigte Bilder von überfüllten Intensivstationen, in denen die Patienten in den Gängen ausharren.

Allein im spanischen Corona-Hotspot Madrid kletterte die Zahl der Fälle auf 17 000. Fast 2100 Menschen sind gestorben, am Vortag waren es noch 1800. Der Gesundheitsminister der Gemeinschaft Madrid, Enrique Ruiz Escudero, sieht aber Licht am Ende des Tunnels. Der Tag, an dem es weniger neue Fälle als am Vortag geben werde, sei nah, betonte er in einem Interview mit dem Sender “Antena 3”. “Das könnte zwischen heute und morgen oder am Wochenende geschehen.” (dpa)

+++ Virologe Drosten liefert Erklärungen zu niedrigen Todeszahlen in Deutschland +++

(26.03.2020, 12:20 Uhr)

"Der Grund warum wir so wenige Todesfälle haben gegenüber der Zahl der Infizierten ist hinreichen zu erklären, dass wir extrem viel Labordiagnostik machen", sagte Christian Drosten, Virologe an der Berliner Charité und Regierungsberater heute Vormittag in Berlin. Derzeit würden pro Woche über eine halbe Million Corona-Tests durchgeführt. Deutschland habe zudem früher als andere von der Pandemie betroffene Länder angefangen zu testen, so Charité-Vorstandschef Heyo Kroemer.

+++ IW: Corona-Krise massive Bedrohung für die deutsche Wirtschaft +++

(26.03.2020, 12:10 Uhr)

Die Corona-Krise wird die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) massiv belasten. Sollten die aktuellen Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus noch bis Ende Juni andauern, könnte die deutsche Wirtschaftsleistung um zehn Prozent geringer ausfallen im Vergleich zu einem normalen Jahresverlauf, sagte der Direktor des arbeitgebernahen Instituts, Michael Hüther

+++ Daimler kündigt Kurzarbeit ab 6. April an +++

(26.03.2020, 11:59 Uhr)

Der Autobauer Daimler beantragt wegen der massiven Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie Kurzarbeit. Sie solle zunächst vom 6. bis zum 17. April gelten und einen Großteil der Produktion von Autos, Vans und Nutzfahrzeugen sowie ausgewählte Verwaltungsbereiche betreffen, teilte Daimler am Donnerstag mit. Dringend benötigte Bereiche sowie die Arbeit an wichtigen Zukunftsprojekten blieben davon ausgenommen. (dpa)

+++ So leer sind Deutschlands Innenstädte +++

(26.03.2020, 11:54 Uhr)

Die Ausgangsbeschränkung durch die Corona-Krise zeigt bereits deutliche Auswirkungen in den deutschen Innenstädten: In allen großen Einkaufsstraßen hat die Passantenzahl am vergangenen Wochenende stark abgenommen, wie die folgende Statista-Grafik zeigt:

Quelle: Statista

+++ Beschäftigte von Lidl und Kaufland bekommen Warengutschein über 250 Euro +++

(26.03.2020, 11:50 Uhr)

Die Schwarz Gruppe, Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland, belohnt die rund 140.000 Beschäftigten für ihren Einsatz in der Corona-Krise mit einem Bonus: Jeder Mitarbeiter in der Filiale, in der Logistik und in den Produktionsbetrieben erhalte im April eine Sonderzahlung von bis zu 250 Euro. (AFP)

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+++ Bosch kündigt Corona-Schnelltest an +++

(26.03.2020, 11:43 Uhr)

Das Technologieunternehmen Bosch hat mitgeteilt, in Kooperation mit weiteren Firmen einen Schnelltest für das Coronavirus entwickelt zu haben. Der Schnelltest des Industriekonzerns wird ab April in Deutschland erhältlich sein. Die Genauigkeit liegt laut Bosch bei 95 Prozent.

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+++ New York im Ausnahmezustand +++

(26.03.2020, 11:30 Uhr)

Mehr als 20.000 Menschen erkrankt, 280 gestorben: In New York grassiert das Coronavirus wie nirgendwo in den USA. Wirtschaft und Bevölkerung leiden. Hier geht´s zum Report aus einer abgeriegelten Stadt

+++ Europaparlament tagt trotz Coronavirus-Krise in Brüssel +++

(26.03.2020, 11:24 Uhr)

Das Europaparlament hat trotz der Coronavirus-Pandemie seine eintägige Plenarsitzung begonnen. Die Demokratie dürfe während einer solch dramatischen Krise nicht ausgesetzt werden, betonte Parlamentspräsident David Sassoli am Donnerstag in Brüssel. “In diesen schwierigen Zeiten ist es unsere Pflicht, im Dienste unserer Bürger zu stehen”, sagte Sassoli vor einem fast leeren Plenarsaal. Von den 705 EU-Abgeordneten waren nur eine handvoll vor Ort, der Großteil verfolgte die Sitzung per Videostream.

+++ China meldet zahlreiche importierte Fälle +++

(26.03.2020, 11:15 Uhr)

China hat am Donnerstag erneut keine weitere Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus auf seinem Staatsgebiet, dafür aber Dutzende Infektionen bei aus dem Ausland eingereisten Menschen gemeldet. Es seien 67 weitere "importierte" Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium in Peking mit. (AFP)

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+++ Charité in Berlin nimmt Patienten aus Italien auf +++

(26.03.2020, 11:09 Uhr)

Michael Müller, Berlins Regierender Bürgermeister, hat angekündigt, in der Charite fünf Coronavirus-Patienten aus Italien aufzunehmen. "Die Grenzen mögen kurzfristig geschlossen sein, unsere europäische Solidarität darf dagegen keine Ländergrenzen kennen", sagte Müller im Abgeordnetenhaus.

+++ Auch Mitarbeiter von Lidl und Kaufland erhalten Bonuszahlung +++

(26.03.2020, 11:02 Uhr)

Auch die 140 000 Mitarbeiter von Lidl und Kaufland erhalten einen Bonus für ihren anstrengenden Einsatz in der Corona-Krise. Jeder Mitarbeiter in der Filiale, in der Logistik und in den Produktionsbetrieben erhalte im April eine Sonderzahlung von bis zu 250 Euro, teilte am Donnerstag die Schwarz-Gruppe mit, zu der die beiden Ladenketten gehören. Insgesamt lässt sich der Handelsriese die Prämien rund 35 Millionen Euro kosten. Zuvor hatte bereits Rewe eine Prämie für seine Mitarbeiter und die Beschäftigten der konzerneigenen Discountkette Penny angekündigt. (dpa)

+++ Mehr als 37.900 Corona-Nachweise in Deutschland - 215 Tote +++

(26.03.2020, 10:43 Uhr)

In Deutschland sind bislang mehr als 37.900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 10.400 Fällen sowie Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils mehr als 7200 Fällen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit 78,8 die meisten Infektionen.

Mindestens 215 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten. (dpa)

+++ Diplomaten: Corona-Bonds ohne Chance bei EU-Videogipfel +++

(26.03.2020, 10:41 Uhr)

Gemeinsame europäische Schulden oder Corona-Bonds werden nach Einschätzung von Diplomaten beim Videogipfel der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag kaum eine Rolle spielen. “Heute Abend werden die Staats- und Regierungschefs ihre Einigkeit demonstrieren wollen”, sagte ein EU-Diplomat vor der Schaltkonferenz am Nachmittag. Sie würden sich deshalb auf konsensfähige Maßnahmen konzentrieren und nicht auf jene, wo sie uneins seien. Ein anderer EU-Diplomat unterstrich, dass mehrere Länder Corona-Bonds strikt ablehnen. (dpa)

+++ US-Arztserien spenden Masken und Schutzkleidung wegen Corona-Krise +++

(26.03.2020, 10:30 Uhr)

Ein Lastwagen voll mit Hilfsmittel-Spenden der Serien Grey's Anatomy und Seattle Firefighters (im US-Original Station 19) wurde an einem Universitätskrankenhaus in Los Angeles abgeliefert, wie der Sender ABC11 berichtet. Die Lebensretter aus dem Fernsehen tun in Corona-Zeiten auch im echten Leben etwas Gutes. Zwar sind die Dreharbeiten für TV-Serien wie Grey's Anatomy und Seattle Firefighters eingestellt, doch die Macher mehrerer Produktionen sind noch einmal aktiv geworden und haben lebenswichtige Requisiten eingesammelt. Bei steigender Zahl von Covid-19-Erkrankungen in den USA und Knappheit von Atemschutzmasken, Handschuhen und Schutzkleidung helfen Krankenhausserien mit eigenen Utensilien aus, die sonst bei Dreharbeiten zum Einsatz kämen. (dpa)

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+++ Condor beginnt Kurzarbeit und will staatliche Corona-Hilfe +++

(26.03.2020, 10:13 Uhr)

Die Ferienfluggesellschaft Condor will einen großen Teil ihrer Belegschaft wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit schicken. Mit den Gewerkschaften seien für alle Berufsgruppen Vereinbarungen erzielt worden, erklärte eine Sprecherin am Donnerstag in Frankfurt. Auch habe man wie andere Fluggesellschaften auch zusätzliche Staatshilfen beantragt.

+++ Coronavirus lässt Verbraucherstimmung einbrechen +++

(26.03.2020, 10:09 Uhr)

Die aktuelle Corona-Krise hat die Verbraucherstimmung in Deutschland auf den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise einbrechen lassen. In seinem monatlich ermittelten Konsumklimaindex prognostiziert der Nürnberger Marktforscher GfK für April einen Rückgang um 5,6 Punkte auf 2,7 Zähler. Die Verbraucher sehen auf Deutschland wirtschaftlich sehr schwierige Zeiten zukommen, so die GfK. Gefragt nach ihrer Konjunktureinschätzung äußerten sie sich so negativ wie zuletzt im August 2012. Drohende Kurzarbeit und steigende Arbeitslosenzahlen schlagen inzwischen auch voll auf die eigene Einkommenserwartung durch. Dieser Indikator fiel um 13,4 Zähler auf nun 27,8 Punkte, dem niedrigsten Wert seit sieben Jahren. „Die Angst vor dem Jobverlust hat stark zugenommen“, sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.

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+++ Verbraucherschützer gegen Gutscheinregelung für Touristen +++

(26.03.2020, 10:05 Uhr)

Es regt sich Widerstand gegen den Plan, bei stornierten Flügen und Pauschalreisen den Konsumenten zunächst nur Gutscheine auszuhändigen. "Gutscheine sind unfair, diese staatlich abzusichern aufwendig", schreibt die Mobilitätsexpertin der Verbraucherzentrale Bundesverband, Marion Jungbluth, am Donnerstag im Kurznachrichtendienst Twitter:

Bislang haben Verbraucher das Recht auf eine umgehende Erstattung ihres Geldes. In der Coronavirus-Krise haben Vertreter der Bundesregierung Branchenforderungen aufgenommen, zunächst mit Gutscheinen einen schnellen Abfluss von Barmitteln zu verhindern. (dpa)

+++ Bundesregierung rechnet mit 2,1 Millionen Kurzarbeitern +++

(26.03.2020, 09:59 Uhr)

Nach Informationen der Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet die Bundesregierung damit, dass während der Corona-Krise bundesweit rund 2,1 Millionen Beschäftigte in die Kurzarbeit gehen werden. Diese Zahl könne aber auch weitaus höher werden, wie Christiane Schönefeld vom Vorstand der Bundesagentur der "Osnabrücker Zeitung" sagte. 

+++ Acht Länder fordern Ende von Sanktionen wegen Corona-Krise +++

(26.03.2020, 09:46 Uhr)

Kurz vor einem Video-Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte (G20) zur Corona-Krise wird die Forderung nach Aufhebung von Sanktionen lauter. Russland, China, Syrien, Iran, Nordkorea, Venezuela, Nicaragua und Kuba dringen in einem Brief an UN-Generalsekretär António Guterres darauf, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag meldete. Diese Strafmaßnahmen untergrüben den Kampf gegen das Coronavirus, heißt es darin. Vor allem die Beschaffung von medizinischer Ausrüstung und Medikamenten sei deshalb schwierig. (dpa)

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+++ Apple spendet zehn Millionen Atemschutzmasken an US-Mediziner +++

(26.03.2020, 09:21 Uhr)

Apple hat zehn Millionen Atemschutzmasken beschafft und spendet sie an amerikanische Mediziner. Weitere Millionen Masken sollen in besonders schwer betroffene Regionen in Europa gehen, wie Konzernchef Tim Cook in der Nacht zum Donnerstag über Twitter ankündigte. Sie würden Apple-Zulieferern abgekauft und die Aktion werde mit lokalen Regierungen koordiniert, erläuterte er. (dpa)


+++ dm-Chef fordert einheitliche Regeln für noch geöffnete Geschäfte +++

(26.03.2020, 09:10 Uhr)

Der Chef der Drogeriemarktkette dm, Christoph Werner, forderte bundeseinheitliche Regeln für die noch geöffneten Geschäfte. "Es ist jetzt nicht die Zeit, Vorwürfe zu machen. Und ich weiß: Die Behörden arbeiten rund um die Uhr. Aber die Uneinheitlichkeit ist ein Problem", sagte Werner dem "Handelsblatt" vom Donnerstag.

"Wenn da auf Länder- oder sogar kommunaler Ebene uneinheitliche Regeln bestehen, sind eine langsamere Umsetzung und verunsicherte Menschen die Folge - und das ist das letzte, was wir jetzt brauchen."

+++ Coronavirus lässt Verbraucherstimmung einbrechen +++

(26.03.2020, 08:55 Uhr)

Die aktuelle Corona-Krise hat die Verbraucherstimmung in Deutschland auf den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise einbrechen lassen. In seinem monatlich ermittelten Konsumklimaindex prognostiziert der Nürnberger Marktforscher GfK für April einen Rückgang um 5,6 Punkte auf 2,7 Zähler.

Nur im Mai 2009 auf dem Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise lag der Index mit 2,6 Punkten niedriger. "Ein so starker Rückgang ist seit Beginn der Erstellung des Konsumbarometers 1994 beispiellos", sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.

Wegen der starken Ausbreitung des Coronavirus und den damit einhergehenden Beschränkungen in der Wirtschaft zog die GfK ihre Konsumprognose von einem Prozent Wachstum in diesem Jahr zurück. Handel, Hersteller und Dienstleister müssten sich auf eine Rezession einstellen. 

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+++ New York im Ausnahmezustand +++

(26.03.2020, 08:15 Uhr)

In den USA hat sich die Lage deutlich verschärft. Allein im Staat New York stieg die Zahl der Infizierten auf 30.000, die Zahl der Toten auf beinahe 300, die meisten davon in New York City. Vor dem Krankenhaus Bellevue wurde eine behelfsmäßige Leichenhalle aufgebaut.

In New York City versuchen die Behörden einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems durch das Coronavirus abzuwenden. Gesundheitsbeamte in der Metropole drängten darauf, dass mehr Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte nötig seien. Sie befürchteten, die Zahl der Kranken könne in den kommenden Wochen explodieren und die Krankenhäuser wie in Italien und Spanien überlasten.

Notzelt in New York (Photo by Eduardo Munoz Alvarez/Getty Images)

Vor allem die Metropole New York ist betroffen: Gouverneur Andrew Cuomo sprach angesichts von mehr als 25.000 Fällen in der Stadt von „beunruhigenden und astronomischen Zahlen“. Angesichts ansteigender Totenzahlen hat die Stadt eine provisorische Leichenhalle errichtet. Die weißen Zelte wurden vor dem Bellevue Krankenhaus in Manhattan aufgebaut.

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+++ Zwei Ortsteile in Sachsen-Anhalt unter Quarantäne +++

(26.03.2020, 08:00 Uhr)

Wegen der hohen Anzahl von Coronavirus-Infizierten sind zwei Ortsteile der Stadt Jessen (Elster) in Sachsen-Anhalt von der Außenwelt abgeschirmt: Jessen und Schweinitz stehen unter Quarantäne. Seit diesem Donnerstagmorgen, 7.00 Uhr, kontrollieren Feuerwehrleute und Polizisten die Zufahrtsstraßen, wie der Sprecher des Landkreises Wittenberg bestätigte. Die Quarantäne ist bis zum 10. April angekündigt.

Dem Sprecher zufolge sind rund 8000 Einwohner betroffen. Anlass für die Maßnahmen ist ein Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim. Von 16 Infizierten mussten bereits drei ins Krankenhaus gebracht werden.

"Das Haus verlassen darf man, um sich auf kürzestem Wege etwas zu Essen zu holen oder in die Apotheke zu gehen", sagte der Sprecher. Der Zutritt oder die Zufahrt zu den gesperrten Ortsteilen ist laut einer Mitteilung des Landkreises nur Menschen gestattet, die dort ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz haben und sich unverzüglich in die häusliche Quarantäne begeben. Ausnahmen sollen gelten für "Personen, die Maßnahmen der medizinisch indizierten Pflege wahrnehmen, Rettungsdienste, ärztliche Hausbesuche" sowie Mitarbeiter bestimmter lokaler Unternehmen.

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