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Coronavirus: Die wichtigsten Meldungen des Tages

Yahoo Redaktion
·Lesedauer: 5 Min.

Wie viele Corona-Infizierte gibt es in Deutschland? Wie entwickeln sich die Zahlen in anderen Ländern? Welche Corona-Maßnahmen werden beschlossen? Das Coronavirus hat weltweit gesundheitliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen. Hier finden Sie die wichtigsten Meldungen des heutigen Tages im Überblick.

Coronavirus (Photo by Daniel Karmann/picture alliance via Getty Images)
Coronavirus (Photo by Daniel Karmann/picture alliance via Getty Images)

Die aktuellen Corona-Zahlen:

  • Weltweit: Über 63,7 Millionen Infizierte (Todesfälle: über 1,47 Millionen; genesen: über 40,9 Millionen) - Quelle für alle Zahlen in diesem Abschnitt: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in Deutschland: Über 1,09 Millionen (Todesfälle: über 17.100; genesen: über 769.000)

  • Am schwersten betroffen sind die USA mit über 13,7 Millionen Infizierten (Todesfälle: über 270.500; genesen: über 5,2 Millionen)

Die aktuellen Corona-Meldungen aus Deutschland:

Höchstwert: 487 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 487 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist ein neuer Rekord seit Beginn der Pandemie, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Der bisherige Höchstwert war am Freitag mit 426 Todesfällen erreicht worden. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 17 270 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind rund 1400 weniger als in der Vorwoche, in der am Mittwoch 18 633 neue Fälle hinzukamen.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Mittwoch auf 17 123. Das RKI zählt in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1 084 743 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 (Stand: 02.12, 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 779 500 Menschen inzwischen genesen.

Coronavirus: Die wichtigsten Meldungen des Tages
Coronavirus: Die wichtigsten Meldungen des Tages

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 0,89 (Vortag: 0,91). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Spahn: Corona-Impfung kann bald starten - eine Million Dosen für NRW

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass zum Jahreswechsel mit ersten Corona-Impfungen begonnen werden kann. Erste Priorität hätten Ältere, Personen mit Vorerkrankungen, Beschäftigte in der Pflege und in Krankenhäusern sowie Menschen, die die öffentliche Ordnung aufrechterhalten, sagte Spahn am Dienstag in Düsseldorf.

Der Minister hatte dort an einer Sitzung des nordrhein-westfälischen Kabinetts in einem Corona-Impfzentrum teilgenommen. Der 40-jährige Münsterländer ist auch Team-Partner von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bei der Bewerbung um den CDU-Bundesvorsitz.

Bundesweit stünden zum Jahresbeginn voraussichtlich zwischen fünf und acht Millionen Impfdosen zur Verfügung - davon etwa eine Million für das bevölkerungsreichste Bundesland NRW, sagte Spahn. Bei den Angeboten könnten die Länder unterschiedliche Wege gehen.

Corona-Kosten: Saarlands Ministerpräsident fordert Ende des Streits

Vor der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Mittwoch hat der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) ein Ende des Bund-Länder-Streits über die Finanzierung der Corona-Hilfen gefordert. "Statt gegenseitiger Schuldzuweisungen sollten Bund und Länder gemeinsam und geschlossen dafür sorgen, dass wir möglichst gut über die schwierigen Wintermonate der Pandemie kommen", sagte Hans der "Rheinischen Post" (Mittwoch). Er wies zugleich Kritik an den Ländern aus der eigenen Bundestagsfraktion zurück. "Wir fühlen uns vom Bund nicht alleine gelassen. Aber wir lassen umgekehrt auch den Bund nicht im Regen stehen. Wir werden als Länder unserer finanziellen Verantwortung in der Corona-Krise gerecht."

Neue Corona-Regeln: Verschärfte Dezember-Beschlüsse in Kraft getreten

Strengere Kontaktbeschränkungen im Dezember, Lockerungen über Weihnachten - die von Bund und Ländern beschlossenen neuen Corona-Regeln sind am Dienstag in den meisten Bundesländern in Kraft getreten. Restaurants, Theater und Freizeiteinrichtungen bleiben damit geschlossen. Zusätzlich sind private Zusammenkünfte ab sofort auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre werden hier nicht mitgezählt. Im November waren meist noch Treffen mit bis zu zehn Personen aus zwei Haushalten erlaubt.

Zu den Dezember-Beschlüssen zählt unter anderem, dass der bereits geltende Teil-Lockdown bis 20. Dezember verlängert wird. "Wir brauchen noch einmal eine Kraftanstrengung", hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel vergangene Woche nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten betont.

Mit der Verlängerung der Maßnahmen soll eine Überbelastung der Krankenhäuser verhindert werden.

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Die aktuellen Corona-Meldungen aus dem Ausland:

Mehr als 2500 Corona-Tote in den USA binnen 24 Stunden

In den USA sind innerhalb eines Tages mehr als 2500 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Binnen 24 Stunden seien landesweit 2562 Corona-Todesfälle registriert worden, teilte die Johns-Hopkins-Universität am Dienstagabend mit. So viele Tote hatte es in den USA zuletzt Ende April auf dem Höhepunkt der ersten Infektionswelle gegeben.

Corona-Hilfen: Biden ruft US-Kongress zu Einigung auf

Angesichts der anhaltenden Corona-Krise hat der gewählte US-Präsident Joe Biden den Kongress aufgerufen, sich auf ein weiteres Hilfspaket zu einigen.

Es müsse robust sein und den dringenden Bedürfnissen der Menschen Rechnung tragen, sagte Biden in seinem Heimatort Wilmington, wo er sein Wirtschafts- und Finanzteam vorstellte. Die designierte Finanzministerin Janet Yellen warnte, dass Untätigkeit zu einem «sich selbst verstärkenden Abschwung» führen würde. Das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in den USA bezeichnete sie als «amerikanische Tragödie».

Texte: dpa, AFP

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