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Coronavirus: Die wichtigsten Meldungen des Tages

Yahoo Redaktion
·Lesedauer: 6 Min.

Das Coronavirus hat weltweit gesundheitliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen. Hier finden Sie die wichtigsten Meldungen des heutigen Tages im Überblick.

Markt in Caracas: Für viele Einwohner Venezuelas werden Lebensmittel in der Krise zu teuer (Bild: Reuters/Manaure Quintero)
Markt in Caracas: Für viele Einwohner Venezuelas werden Lebensmittel in der Krise zu teuer (Bild: Reuters/Manaure Quintero)

Die aktuellen Zahlen:

  • Weltweit: Über 37,5 Millionen Infizierte (Todesfälle: über 1 Million; genesen: über 26,1 Millionen) - Quelle für alle Zahlen in diesem Abschnitt: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in Deutschland: Über 327.000 (Todesfälle: über 9600; genesen: über 277.000)

  • Am schwersten betroffen sind die USA mit über 7,7 Millionen Infizierten (Todesfälle: über 214.000; genesen: über 3 Millionen)

Welthungerhilfe schlägt Alarm: Corona “Brandbeschleuniger” für Hunger

Die Welthungerhilfe befürchtet eine drastische Zunahme von Hunger und Armut weltweit durch die Corona-Pandemie. Besonders in Afrika südlich der Sahara und in Südasien sei die Situation schon vor der Pandemie alarmierend gewesen, sagte die Präsidentin der Organisation, Marlehn Thieme, am Montag bei der Vorstellung des Welthunger-Index 2020 in Berlin. “Covid-19 wirkt wie ein Brandbeschleuniger.” Zusätzlich werde die Situation durch die Folgen des Klimawandels wie zunehmende Dürrekatastrophen verschärft.

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Laut Welthungerindex steigt die Zahl der Hungernden weltweit seit fünf Jahren wieder, Ende 2019 seien es fast 690 Millionen Menschen in rund 50 Ländern gewesen. In 14 Ländern habe sich die Situation seit 2012 verschlechtert. Dafür werden neben dem Klimawandel vor allem Konflikte wie in Syrien und im Jemen verantwortlich gemacht. Jetzt kommt Corona hinzu.

Die Welthungerhilfe befürchtet nun, dass das Ziel der Vereinten Nationen, den Hunger bis 2030 zu besiegen, weit verfehlt werden könnte. “Wenn wir bei der Hungerbekämpfung weiter so machen wie bisher, werden es 37 Länder bis 2030 nicht schaffen, ein niedriges Hungerniveau zu erreichen”, sagte Thieme. Die Fortschritte seien viel zu gering.

Zuletzt fünf Städte und Kreise überlastet bei Kontaktnachverfolgung

Vier Landkreise und das Land Berlin kamen zuletzt mit der Verfolgung von Kontakten von Corona-Infizierten nicht mehr hinterher. Das geht aus einem vertraulichen Regierungspapier zur Infektionslage in Deutschland hervor, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Es ist auf den Montag datiert, die Angaben zur Überlastung geben allerdings den Stand vom 6. Oktober wieder. “Durchführung von Infektionsschutzmaßnahmen absehbar nicht mehr sichergestellt” steht zur Erläuterung auf einer Karte, in der die betroffenen Kreise und das Land Berlin markiert sind.

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Unterstützungsbedarf meldeten demnach der schleswig-holsteinische Landkreis Pinneberg an, das Land Berlin, der Lahn-Dill-Kreis und der Kreis Offenbach in Hessen sowie der Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg. In allen Fällen gab es demnach Engpässe bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen, in Berlin zusätzlich unter anderem auch bei der Betreuung und Überwachung von Menschen in Quarantäne und der Entnahme von Abstrichen für Tests. Als Reaktion sollte das Robert Koch-Institut Mitarbeiter in Berliner Behörden entsenden, der Lahn-Dill-Kreis leitete die Suche nach zusätzlichen Mitarbeitern ein.

Iran meldet so viele Corona-Tote wie noch nie

Der Iran hat einen Rekord bei der Anzahl der Corona-Toten gemeldet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag starben binnen 24 Stunden 272 Patienten an dem Virus. Im gleichen Zeitraum habe es zudem über 4200 Neuinfektionen gegeben, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen. Damit liege die Zahl der Corona-Toten seit dem Ausbruch der Pandemie Ende Februar aktuell bei fast 29.000, die der Infizierten bei über einer halben Million. Der Iran hat etwa so viel Einwohner wie Deutschland.

Krankenhaus in Teheran (Bild: Morteza Nikoubazl/NurPhoto via Getty Images)
Krankenhaus in Teheran (Bild: Morteza Nikoubazl/NurPhoto via Getty Images)

Zu den Infizierten gehören auch Vizepräsident Mohammed Bagher Nobacht und Atomchef Ali-Akbar Salehi, die sich unter ärztlicher Betreuung in häuslicher Isolierung befinden. Der drastische Anstieg der Fallzahlen in den vergangenen Wochen hat in einigen Großstädten zu Engpässen bei der medizinischen Versorgung der Corona-Patienten geführt. In der Hauptstadt Teheran fehlen laut dem Corona-Krisenstab auch Krankenbetten. Daher sollen nur Corona-Notfälle in die Krankenhäuser gebracht werden.

Gastronomen in Hessen dürfen künftig Ausweis verlangen

Gastronomen in Hessen können sich zur Überprüfung von korrekten Angaben auf den Corona-Gästelisten künftig den Ausweis ihrer Kunden zeigen lassen. “Wir haben ausdrücklich beschlossen, dass auf Verlangen des Servicepersonals derjenige, der in eine Gaststätte möchte, auch den Personalausweis vorlegen muss oder ein anderes amtliches Dokument”, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag in Wiesbaden. Das sei der richtige Schritt um zu verhindern, dass auf den Listen Fantasienamen stünden, die eine Nachverfolgung von Infektionsketten mit Covid-19 verhindern.

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Laut Bouffier gilt bei solchen Überprüfungen aber das Prinzip der Verhältnismäßigkeit. Wenn es eine Vermutung gebe, dass die Angaben des Gastes falsch seien, müsse das Gastronomiepersonal eingreifen. Gelten sollen die Änderungen ab Montag (19.10). In Wiesbaden hatte zuvor das Corona-Kabinett getagt. Es handelt sich dabei um einen ressortübergreifenden Krisenstab der hessischen Landesregierung.

Corona-Alarm in der Schweizergarde im Vatikan: Mehrere Kranke

Im Vatikan herrscht Corona-Alarm: Vier Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde sind positiv auf das Coronavirus getestet worden und haben Symptome. Das bestätigte Vatikansprecher Matteo Bruni am Montag. Die bunt uniformierten Wachen schützen Papst Franziskus (83) und seine Residenz. Außerdem habe es “in den letzten Wochen” drei andere Corona-Fälle in dem kleinen Kirchenstaat gegeben.

Für die Schweizergarde herrscht durchgehend Mundschutzpflicht (Bild: Reuters/Yara Nardi)
Für die Schweizergarde herrscht durchgehend Mundschutzpflicht (Bild: Reuters/Yara Nardi)

Die vier infizierten Wachleute seien isoliert worden, schrieb der Sprecher. Weitere Überprüfungen von Kontaktpersonen liefen, nachdem die Fälle am Wochenende aufgefallen seien. Wie die Nachrichtenagentur Ansa zuvor unter Berufung auf den Schweizer Sender SRF berichtet hatte, wurden die Anti-Corona-Vorkehrungen im Vatikan in einer Anweisung verschärft. Die Quartiere würden strenger als bisher abgeschottet. Bruni teilte mit, dass “alle Wachen, ob im Dienst oder nicht”, inzwischen drinnen und draußen Schutzmasken tragen müssten.

Virus auf Oberflächen: Wie groß ist das Risiko einer Schmierinfektion?

Die katholische Medienplattform “Vatican News” hatte Anfang Oktober berichtet, dass die Gardisten wegen Corona zur “Vorsicht im Umgang mit dem Papst” aufgefordert seien. Mundschutz und Abstand seien geboten. Allerdings erzählte ein junger Mann, der zu seiner Rekrutenvereidigung (4. Oktober) interviewt wurde, dass Franziskus ihm auch schon die Hand gedrückt habe. Im Vatikan, wo weniger als 1000 Menschen leben, hatte es bei Kirchenmännern und Mitarbeitern in den vergangenen Monaten mehrfach einige Fälle von Sars-CoV-2-Infektionen gegeben. Die Schweizergarde ist jedoch sehr nah am Oberhaupt der katholischen Kirche dran.

Texte: dpa