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Corona-Studie bei US-Elitesportlern zeigt zahlreiche Fälle von Herzmuskelentzündung — meist ohne Symptome

·Lesedauer: 2 Min.

Im vergangenen Jahr gab es vermehrt einzelne Berichte über Herz-Komplikationen bei Leistungssportlerinnen und -sportlern, die zuvor an Covid-19 erkrankt waren. Aus diesem Grund wollten dreizehn staatliche Universitäten im Nordosten der USA alle bei ihnen eingeschriebenen Elitesportlerinnen und -sportler mit einer Covid-19-Infektion auf mögliche Herzschäden untersuchen – denn eine Herzmuskelentzündung ist an sich zwar selten, aber eine der Hauptursachen für plötzliche Todesfälle bei Leistungssportlern.

Corona-Tests waren seit September 2020 obligatorisch gewesen, damit die Sportler an Wettkämpfen teilnehmen konnten. Daher hatte das 30-köpfige Forscherteam des Ohio State Wexner Medical Center einen sehr guten Datensatz. Bei 1.597 Athletinnen und Athleten aus dem „Big Ten Covid-19 Cardiac Registry“ wurde unter anderem eine sogenannte kardiale Magnetresonanztomografie (Kardio-MRT) durchgeführt. Anhand eines solchen Kardio-MRTs lassen sich entzündliche Läsionen des Herzmuskels nachweisen.

Im Rahmen der kürzlich in „JAMA Cardiology“ veröffentlichten Studie wurde bei 37 der untersuchten Sportlerinnen und Sportlern eine Herzmuskelentzündung diagnostiziert — das entspricht 2,3 Prozent. Während neun Personen Symptome zeigten, waren 28 Personen komplett asymptomatisch. Sie bemerkten also nichts von der Entzündung. "Dies ist die größte Studie mit College-Sportlern und umfassender kardialer Untersuchung, einschließlich kardialer MRTs. Wir waren überrascht, dass die Mehrheit der Fälle asymptomatisch war", sagt Kardiologe Curt Daniels, der die Studie koordinierte.

Bei jungen Menschen erhöht eine Herzmuskelentzündung das Risiko für den plötzlichen Herztod

Auch wenn die Betroffenen beschwerdefrei sind, befürchten Daniels und sein Team ein Risiko für tödliche Herzrhythmusstörungen bei den Sportlerinnen und Sportlern. Besonders bei jungen Menschen erhöht eine Myokarditis das Risiko für einen plötzlichen Herztod. Die Sportler, bei denen eine Herzmuskelentzündung entdeckt worden war, mussten nun drei Monate pausieren und konnten ihr Training erst nach einer Folgeuntersuchung ohne Hinweis auf eine Entzündung wieder aufnehmen.

Hier ergab sich: Während bei einigen der Sportler nach im Schnitt vier Wochen alles wieder gut war, zeigten sich bei anderen Narben am Herzmuskel. Wie es um langfristige Folgen von Coronaerkrankungen für das Herz und ihre Sportkarriere steht, ist in diesen Fällen noch ungewiss.

"Die Herausforderung besteht darin, dass Leistungssportler daran gewöhnt sind, Schmerzen zu haben und durch sie hindurchzuarbeiten, und dass sie möglicherweise keine kardialen Symptome melden", sagt Daniels. Die Studie helfe dabei, das Bewusstsein dafür zu schärfen, bei den Athleten ebenso wie bei den betreuenden Medizinern.

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