Deutsche Märkte schließen in 6 Stunden 26 Minuten

Corona-Krise: Diese 5 Verhaltensmuster sind nicht gerade von Vorteil

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise werden wir weltweit mit Einschränkungen konfrontiert - sei es in puncto Arbeit oder im Privatleben. Umso wichtiger ist es derzeit, sich besonnen zu verhalten und auf andere Rücksicht zu nehmen. Diese 5 Verhaltensmuster während einer Krise sollte man vermeiden.

Das Coronavirus verändert weltweit den Alltag. (Symbolbild: Getty)

Panikmache

Bei einer weltweiten Krise wie im Falle des Coronavirus ist Vorsicht geboten, das ist gar keine Frage. Auf Maßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und Vermeidung sozialer Kontakte soweit möglich wird in diesen Tagen nicht umsonst hingewiesen. Nur so können wir der rapiden Ausbreitung des Virus etwas entgegensetzen. Was dagegen ganz und gar nicht hilft: Panik! Es klingt banal, ist es aber nicht, denn die Bedrohung ist ernst (allein in Deutschland gibt es zum jetzigen Zeitpunkt bereits über 13.000 bestätigte Infektionen und 31 Tote) und auch die ununterbrochene Berichterstattung kann einen durchaus nervös machen - wenn man dort thematisierte Maßnahmen wie Ausgangssperren überinterpretiert. Denn: Selbst bei einer Ausgangssperre wird man nicht tatsächlich zu Hause eingesperrt - es geht darum, die Wohnung nicht mehr ohne triftigen Grund zu verlassen, so dass der Weg zur Arbeit, Einkäufe, Arztbesuche und Co. weiterhin erlaubt sind.

Deshalb gilt: Sorgen sind total berechtigt. Panikmache dagegen nicht.

Coronavirus: Diese Internetseiten und Hotlines sollte man kennen

Rücksichtslosigkeit

Was jetzt gefragt ist, ist nicht zuletzt Solidarität. Nur wenn alle, soweit es ihnen möglich ist, durch entsprechende Hygiene und Reduzierung sozialer Kontakte ihren Teil dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, kann das Gesundheitssystem die immensen Herausforderungen stemmen, vor denen es durch das Coronavirus steht. Wer jetzt meint, irgendwelche Partys bei sich zu Hause oder im Park veranstalten zu müssen, um mit den besten 100 Freunden auf den Putz zu hauen, erweist seinen Mitmenschen alles andere als einen guten Dienst, denn so erhöht sich bloß das Risiko einer Verbreitung des Virus. Und je mehr Corona-Patienten es gibt, desto schwieriger wird es für das überlastete Medizinpersonal seine lebenswichtige Arbeit auszuüben - und zwar nicht nur im Hinblick auf Corona-Patienten, sondern auch bei anderen Notfällen, die in Zeiten von Corona nicht unbedingt weniger werden.

Hamstern

Ein Phänomen, das während der aktuellen Corona-Krise immer wieder zu beobachten ist: das Hamstern. Obwohl immer wieder betont wird, dass die Versorgung alltäglicher Hygiene-Produkte und Lebensmittel in Deutschland gewährleistet ist, scheinen manche das Gefühl zu haben, nie wieder glücklich ihr Geschäft verrichten zu können, wenn sie nicht vorher so viele Klopapierrollen bunkern, um damit notfalls den Turmbau zu Babel nachstellen zu können. Das Nachsehen haben dann diejenigen, die vor leeren Regalen stehen, weil sie nicht schnell genug waren und in dem Augenblick tatsächlich dringend Klopapier, Windeln für ihr Kleinkind oder Brot benötigen, wie dieses herzzerreißende Beispiel eines älteren Herrn zeigt:

Verschwörungstheoretisieren

In Krisen-Zeiten melden sich nur allzu gerne Verschwörungstheoretiker mit Hirngespinsten, die krude und gefährlich sind. Geholfen ist damit keinem, stattdessen dienen sie bloß zur Selbstprofilierung derjenigen, die sie verbreiten und verleiten schlimmstenfalls den ein oder anderen Leichtgläubigen oder unzureichend Informierten dazu, den Blödsinn zu glauben und von Virologen und anderen Experten empfohlene Maßnahmen zu ignorieren. Jüngstes prominentes Beispiel ist der YouTuber Leon Lovelock, der in einem wirren Video zu Corona haltlose Behauptungen wie diese von sich gibt: "Es kann doch nicht sein, dass wir uns zu Hause einsperren wegen eines Virus, der nicht tödlich ist."

Dass das einfach nicht stimmt und bereits zahlreiche Menschen durch das Coronavirus umgekommen sind, scheint ihn nicht zu interessieren - einfach mal behaupten ist die Devise. Das wollte auch Rapper Bushido nicht einfach so stehen lassen:

Wetteifern

Aus den Untiefen von Social Media kommen aber nicht nur Verschwörungstheorien, sondern auch ebenso stupide Challenges, um zu zeigen, wie vermeintlich cool man doch ist. Erst kürzlich sorgte ein Video für Schlagzeilen, in dem eine junge Frau das Ablecken einer Kloschüssel im Flugzeug zum Coronavirus-Wettstreit erklärte. Das ist nicht nur grob fahrlässig in einer Zeit, in der Hygiene oberstes Gebot ist, sondern auch jenseits von Corona höchst unappetitlich.

An dieser Stelle wollen wir lieber eine andere Frau zu Wort kommen lassen, die eine wesentlich gesündere Einstellung zur Corona-Krise hat:

Corona-Krise: Die aktuellen Entwicklungen gibt’s hier