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Corona-Krise belastet Thyssenkrupp

Thyssenkrupp-Werk in Duisburg

Dem ohnehin angeschlagenen Industriekonzern Thyssenkrupp macht die Corona-Pandemie zusätzlich zu schaffen: Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2019/2020 fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vor allem wegen einer schwachen Entwicklung im Stahlgeschäft um fünf Prozent auf 10,1 Milliarden Euro. Der Nettoverlust summierte sich auf 946 Millionen Euro im zweiten Quartal; im gesamten ersten Halbjahr des Geschäftsjahres betrug er 1,3 Milliarden Euro.

"Die Corona-Pandemie stellt uns vor gewaltige Herausforderungen", erklärte Vorstandschefin Martina Merz zur Vorstellung der Zahlen am Dienstag. Noch sei das ganze Ausmaß der Krise für die Geschäfte des Konzerns nicht vollständig absehbar. "Aber bereits jetzt wird deutlich, dass die wirtschaftlichen Beeinträchtigungen sehr tiefe Spuren hinterlassen werden."

In den vergangenen Monaten seien "etliche Fortschritte beim Umbau" von Thyssenkrupp gemacht worden, erklärte Merz. So sei etwa das Aufzuggeschäft verkauft worden. Mit der profitablen Sparte will der Konzern andere Unternehmensbereiche sanieren. Die finanziellen Mittel aus dem Verkauf, der bis Ende des Geschäftsjahres abgeschlossen sein soll, sollen Merz zufolge "bestmöglich" für das Unternehmen eingesetzt werden. Allerdings sei "heute schon klar, dass Corona unseren Spielraum deutlich einschränken wird".

Für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres erwartet Thyssenkrupp, dass "infolge der vorübergehenden Werksschließungen und Produktionsrücknahmen der Kunden aus der Automobilindustrie" der Umsatz "deutlich zurückgehen wird".