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Corona-Herbst in Italien: Conte büßt Vertrauen ein

·Lesedauer: 1 Min.

ROM (dpa-AFX) - Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat parallel zur zweiten Corona-Welle an Popularität verloren. Wie eine repräsentative Umfrage des Forschungsinstituts Ipsos ergab, sackte die Zustimmung für den Chef der Mitte-Links-Regierung in Rom Ende Oktober um sieben Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat auf einen Wert von 58 Prozent ab.

Seit Oktober steigen die Corona-Zahlen in Italien rasant. Die Regierung des parteilosen Juristen hat mehrfach die Beschränkungen für die Bürger verschärft. So sind Kinos und Theater geschlossen. Lokale dürfen nur bis 18 Uhr servieren. Gegen die Maßnahmen gehen seit gut einer Woche Menschen auf die Straßen. Am Freitagabend gab dabei erneut auch Krawalle - diesmal besonders in Florenz.

Auch die Popularität der gesamten Regierung, die von der Fünf-Sterne-Bewegung und den Sozialdemokraten (PD) angeführt wird, sank von 62 auf 55 Punkte. Die Daten wurden am Samstag in der Zeitung "Corriere della Sera" veröffentlicht. Während der ersten Corona-Welle im Frühjahr und im Sommer, als die Virus-Zahlen in Italien niedrig waren, hatte der 56-jährige Conte stark an Vertrauen in der Bevölkerung gewonnen.

Bei Prognosen für mögliche Wahlabsichten bleibt die rechte Lega von Oppositionsführer Matteo Salvini in Italien nach Angaben von Ipsos stärkste Einzelkraft mit knapp 25 Prozent. Ihr folgt die PD mit knapp 21 Prozent. Die nächsten Parlamentswahlen sind für 2023 geplant. Das 60-Millionen-Einwohner-Land registrierte am Freitag mehr als 31 000 Corona-Neuinfektionen.

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