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Corona-Gipfel wegen Omikron: Bund und Länder wollen am Dienstag neue Verschärfungen beschließen

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Die extrem schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus besorgt Virologen und Epidemiologen immer mehr: Am Sonntag hat nun das 19-köpfige wissenschaftliche Corona-Beratergremium von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nur fünf Tage nach seiner ersten Zusammenkunft einstimmig eine erste Stellungnahme verabschiedet. Darin warnen die Experten: "Die kürzlich identifizierte Omikron-Variante bringt eine neue Dimension in das Pandemiegeschehen. Omikron zeichnet sich durch eine stark gesteigerte Übertragbarkeit und ein Unterlaufen eines bestehenden Immunschutzes aus."

Bliebe es bei der jetzigen Ausbreitungsgeschwindigkeit, würde sich innerhalb kürzester Zeit ein Großteil der Bevölkerung zeitgleich infizieren, heißt es weiter in dem Papier, das Business Insider vorliegt (Hier als Download). "Dadurch wäre das Gesundheitssystem und die gesamte kritische Infrastruktur unseres Landes extrem belastet", heißt es im Papier weiter. "Weitere Kollateraleffekte sind insbesondere in der berufstätigen Bevölkerung zu erwarten, u.a. durch die dann notwendige Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Menschen. Eine massive Ausweitung der Boosterkampagne kann die Dynamik verlangsamen und damit das Ausmaß mindern, aber nicht verhindern."

Corona-Gipfel am Dienstag mit neuen Verschärfungen

Nur wenige Tage vor dem Weihnachtsfest reagiert die Politik umso stärker im Krisenmodus: Nach Informationen von Business Insider haben sich Bund und Länder kurzfristig zu einer neuen Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Dienstagnachmittag verabredet. Dabei soll es nur um das Thema Corona gehen. Dem Vernehmen nach ist neben Verschärfungen bei Veranstaltungen (Innenräume: 20 bis 25 Teilnehmer anstatt 50, Außen: 100 Teilnehmer statt 200) auch eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht im Gespräch, sowie Kontaktbeschränkungen für Geimpfte. Wie Letztere aussehen können, ist aber am Sonntagabend noch unklar. Konkret sollen die denkbaren Maßnahmen am Montag auf einer Telefonschalte der Chefs der Staats- und Senatskanzleien ab mittags besprochen werden.

Dass nun auch verschärfte Regeln für Geimpfte kommen könnten, hat was mit der Omikron-Variante zu tun: "Sie infiziert in kürzester Zeit deutlich mehr Menschen und bezieht auch Genesene und Geimpfte stärker in das Infektionsgeschehen ein", heißt es beispielsweise in der Stellungnahme der Scholz-Berater. Auch sie raten zu Kontaktbeschränkungen, präzisieren diese aber nicht. Zwar seien bislang mildere Verläufe zu beobachten, aber durch eine deutlich höhere Anzahl von zeitgleich Erkrankten käme es eben nicht zu den erhofften Entlastungen im Gesundheitssystem – im Gegenteil. " Schnell steigende Inzidenzen bergen hohe Risiken für die kritischen Infrastruktur (KRITIS) in Deutschland. Hierzu gehören unter anderem Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Telekommunikation, Strom- und Wasserversorgung und die entsprechende Logistik", heißt es weiter in dem Papier.

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