Deutsche Märkte schließen in 4 Stunden 9 Minuten
  • DAX

    13.324,87
    +38,30 (+0,29%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.524,88
    +13,94 (+0,40%)
     
  • Dow Jones 30

    29.872,47
    -173,77 (-0,58%)
     
  • Gold

    1.809,00
    -2,20 (-0,12%)
     
  • EUR/USD

    1,1922
    +0,0009 (+0,07%)
     
  • BTC-EUR

    14.147,70
    -264,85 (-1,84%)
     
  • CMC Crypto 200

    329,76
    -40,76 (-11,00%)
     
  • Öl (Brent)

    45,53
    -0,18 (-0,39%)
     
  • MDAX

    29.205,96
    +59,85 (+0,21%)
     
  • TecDAX

    3.101,71
    +16,23 (+0,53%)
     
  • SDAX

    13.780,66
    +81,78 (+0,60%)
     
  • Nikkei 225

    26.644,71
    +107,40 (+0,40%)
     
  • FTSE 100

    6.337,78
    -25,15 (-0,40%)
     
  • CAC 40

    5.595,68
    +28,89 (+0,52%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.094,40
    +57,62 (+0,48%)
     

Corona-Ausbruch im ZF-Werk: So geht es bei dem Autozulieferer weiter

·Lesedauer: 2 Min.

Beim Autozulieferer ZF stehen in einem Werk in NRW vorübergehend die Maschinen still. Grund dafür ist ein größerer Corona-Ausbruch. Gegenüber der WirtschaftsWoche erklärt ZF die nächsten Schritte.

91 der 700 Mitarbeiter seien bisher positiv auf das Coronavirus in einem Werk von ZF getestet worden. Foto: dpa
91 der 700 Mitarbeiter seien bisher positiv auf das Coronavirus in einem Werk von ZF getestet worden. Foto: dpa

Der Autozulieferer ZF stoppt wegen eines Corona-Ausbruchs vorübergehend die Produktion in einem Stoßdämpferwerk in Nordrhein-Westfalen. Die Fertigung am Standort Eitorf soll nach Unternehmensangaben von Donnerstag bis Sonntag ruhen. Denn 91 der 700 Mitarbeiter seien positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Nach Informationen der WirtschaftsWoche haben sich die Mitarbeiter nach und nach infiziert, die ersten positiven Tests gab es demnach vor drei bis vier Wochen. Nun wurden alle Mitarbeiter laut ZF vom Gesundheitsamt angewiesen, sich in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben. Der Hintergrund dieser Infektionswelle sei noch nicht geklärt, hieß es. Offenbar haben sich auch nicht einfach Mitarbeiter einer Schicht infiziert, sondern es sind Beschäftigte in vielen Abteilungen betroffen – bis hin zur Standortleitung.

ZF sieht auch „bisher keine Anzeichen dafür, dass sich das Coronavirus auf dem ZF-Werksgelände verbreitet hat“. Offenbar trugen alle Mitarbeiter Masken. Der Schichtwechsel war zeitlich so organisiert, dass sich die Menschen beim Wechsel nicht begegneten. Abstand wurde gewahrt, Plexiglas im Werk verbaut. Die Kantine ist zu, es wird regelmäßig gelüftet und desinfiziert. Das Gesundheitsamt habe in dem Werk keine Hygienemängel festgestellt, hieß es.

Nun also die Quarantäne. Die Produktion wird deswegen von Donnerstag bis Sonntag unterbrochen. Am Donnerstag sollen dann alle Mitarbeiter auf Corona getestet werden. Mitarbeiter, die am Donnerstag negativ getestet werden, dürfen laut ZF „ab voraussichtlich Montag – trotz der ansonsten geltenden Quarantäne – die Arbeit im Werk mit strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder aufnehmen“. Sie sollen ab Montag ausschließlich zur Arbeit kommen dürfen. Vor Antritt der Schicht sollen sie sich erneut einem Schnelltest unterziehen. Ist der negativ, dürfen sie arbeiten.

Es handle sich um den ersten derartigen Ausbruch im Konzern. ZF Friedrichshafen beschäftigt weltweit 160.000 Mitarbeiter an 260 Standorten.

Durch die Coronakrise stehen die Autozulieferer schon das ganze Jahr unter großem Druck. Die Beratungsfirma PwC Strategy & geht etwa von einem globalen Umsatzrückgang großer Branchenunternehmen um 13 bis 24 Prozent aus – je nach weiterer Entwicklung der Corona-Pandemie.

Schon Anfang 2020 waren die Startbedingungen nach einem für viele Betriebe schwierigen Jahr 2019 nicht einfach. Nun gerieten auch deutsche Zulieferer unter stärkeren Kostendruck: „Die aktuelle Krise wirkt wie ein Brennglas.“ Nach Einschätzung der Branchenbeobachter werden etliche Firmen nicht umhin kommen, einen harten Sparkurs zu fahren. „Nachdem die deutsche Zuliefererindustrie über mehrere Jahre ein kontinuierliches Wachstum gezeigt hat, wird nun deutlich, wie viele Unternehmen tatsächlich Restrukturierungsbedarf haben“, erklärte der Autor der Analyse, Henning Rennert.

Mehr zum Thema: Kein Bundesland hängt so stark von der Autoindustrie ab wie Baden-Württemberg. Ein Tag mit Roman Zitzelsberger, einem der wichtigsten Gewerkschafter der Republik.

Mit Material von Reuters