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Cornelia Funke : „Mein Sohn ist Bayern-Fan, das ist mir peinlich“

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Über 20 Millionen verkaufte Exemplare, Übersetzungen in 37 Sprachen – Cornelia Funke ist die deutsche Erfolgsautorin par excellence. Dabei hat die gebürtige Dorstenerin seit langem Ihre Zelte in den USA aufgeschlagen, wo sie ihre phantastischen Welten entwirft. Aktuell präsentiert die 61-Jährige den vierten Band Ihrer „Reckless“-Reihe über die Abenteuer in einem Paralleluniversum zu unserem Planeten. So sehr sie andere Kulturen in sich aufsaugt, so ist die Autorin doch von ihrer alten Heimat geprägt – und hat auch ihre Leidenschaft für den deutschen Fußball nicht vergessen (das Interview wurde freilich vor der 0:6 Pleite geführt). Gleichzeitig macht sie sich aber auch intensiv über ihre amerikanische Wahlheimat Gedanken.

Frau Funke, in Ihren „Reck­less“-Romanen gehen Sie auf Fantasiereisen um die ganze Welt. Privat halten Sie sich in Ihrem eigenen Refugium auf – Ihrer Avocadofarm in Malibu. Haben Sie das Bedürfnis, eine Hecke darum zu ziehen, um vor der grauen Realität geschützt zu sein?

Cornelia Funke Da bin ich ganz anders gestrickt, was mich selbst überrascht. Ich habe 2,5 Hektar hier, und im vorderen Teil, wo meine Avocado-Bäume stehen, habe ich ein kleines Café bauen lassen. Am Samstag, wenn meine Nachbarn ihren Marktstand betreiben, mach’ ich das Tor im Zaun zwischen uns auf und lade jeden zu freiem Kaffee oder Tee ein. Wegen Covid geht das natürlich derzeit nicht, deshalb gucken viele traurig über die Hecke und fragen, wann ich mein Tor wieder aufmache. Ich hoffe, sehr b...

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