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Consensus 18 Tag 2: Regulierung, Blockchain und der Bitcoin-Kurs

Tobias Schmidt

Auch am zweiten Tag der Consensus wurden Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie in New York gehuldigt. Gerade beim Thema Regulierung gibt es zunehmend auch kritische Stimmen. Der Bitcoin-Kurs erhält währenddessen nicht den Aufschwung, den man sich durch die Krypto-Konferenz versprochen hatte.

Im Vorfeld der Veranstaltung wurde die Erwartungshaltung geschürt, dass der Bitcoin-Kurs in den nächsten Tagen ansteigen würde – als Reaktion auf die größte Krypto-Veranstaltung der Welt. Traditionell erhöht die Konferenz nicht nur die Aufmerksamkeit für die weltweit führende Kryptowährung, sondern bringt auch eine Reihe von bahnbrechenden Entscheidungen mit sich. Verglichen mit dem Anfang der Woche fiel der Bitcoin-Preis jedoch sogar um fast zehn Prozent – der gesamte restliche Kryptomarkt verhält sich ähnlich.

Deloitte setzt auf die Blockchain

Der Dienstag begann mit einer Ankündigung der Wirtschaftsprüfung Deloitte, eine der „Big Four“. Die anwesenden Vertreter Linda Pawczuk und Rob Massey sprachen dabei über die Rolle der Blockchain in ihrem Geschäftsbereich. Sie stellten eine Studie vor, nach der sich 74 Prozent der weltweit größten Unternehmen eine Adaption der Blockchain vorstellen könnten. Für die Studie seien 1.000 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 500 Millionen US-Dollar aus den USA, China, dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Frankreich, Kanada und Mexiko befragt worden.

SEC und CFTC beziehen Stellung

Mit Spannung wurde zum Ende der Vormittagssession der Auftritt der Vertreter der US-amerikanischen Regulierungsbehörden SEC und CFTC erwartet. CFTC Enforcement Director James McDonald und SEC Enforcement Division Chief Robert Cohen trafen dabei auf Kiran Raj, Chief Strategy Officer der Krypto-Exchange Bittrex. Dabei drückten beide Behördenvertreter ihren Willen aus, die Kryptoszene nicht zu hart anzugehen.

Zwar beteuerten beide, nur für sich und nicht für ihre jeweiligen Behörden zu sprechen. Sie waren sich jedoch einig, dass sie Innovation nicht behindern oder die Blockchain-Entwicklung nicht unnötig stören wollen. Trotzdem müssen sie gegen Betrüger und Kriminelle in diesem Bereich vorgehen. Beide bekräftigten zudem, ihre Agenturen hätten „Open-Door-Policies“ für diejenigen, die versuchen, Token-Sales zu starten.

Kritik von Start-up-Seite

Kritik kam von anderer Seite. In einer Debatte um Regulierung und den Standort New York im Speziellen trafen Eric Voorhees von ShapeShift und Jesse Powell von der Exchange Kraken zusammen. Voorhees kritisierte den BitLicense-Ansatz des Bundesstaates New York als zu überzogen. Beide Unternehmen geben zu starker Regulierung die Schuld, ihre Geschäfte in New York beendet zu haben. Powell wies auf die Spannung zwischen Geldwäschebestimmungen und dem Schutz der Privatsphäre der Kunden hin. Im Falle der BitLicense habe Kraken „alle Informationen über unsere gesamte globale Kundenbasis an den Staat New York weitergeben müssen“.

Auch nach dem Ende des zweiten Tages wartet man also weiterhin auf ein großes Durchbruchthema, das die Kryptoszene in den nächsten Wochen und Monaten beschäftigen wird.

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Source: BTC-ECHO

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