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Computerhersteller Dell vermeldet Gewinnrückgang

Der einst weltgrößte Computerhersteller Dell hat im vergangenen Geschäftsjahr 32 Prozent weniger Gewinn gemacht. Wie das Unternehmen in New York mitteilte, fiel der Nettogewinn im Ende Januar 2013 abgeschlossenen Geschäftsjahr auf 2,4 Milliarden Dollar (rund 1,8 Milliarden Euro), nachdem er im Vorjahr noch 3,5 Milliarden Dollar betragen hatte. Im vierten Quartal sank der Gewinn um 31 Prozent auf 530 Millionen Dollar.

Im gesamten Geschäftsjahr betrug der Umsatz des Computerherstellers 56,9 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von acht Prozent entsprach, wie das Unternehmen weiter bekanntgab. Im vierten Quartal verdiente Dell 14,3 Milliarden Dollar und damit elf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Mit den Zahlen stand das Unternehmen allerdings besser da als zuvor von Analysten befürchtet.

Von Schätzungen für dieses Jahr rückte Dell indes angesichts der bevorstehenden Übernahme und dem damit verbundenen Verschwinden von der Börse ab. Dell-Gründer Michael Dell hatte Anfang Februar eine entsprechende Übernahmevereinbarung mit anderen Investoren in Höhe von 24,4 Milliarden Dollar angekündigt. Der US-Softwareriese Microsoft will sich demnach mit einem Milliardenkredit an dem Projekt beteiligen.

Mit der Übernahme dürfte Dell, heute der weltweit drittgrößte PC-Hersteller, von der Börse genommen werden. Es wäre das größte Geschäft dieser Art seit Beginn der weltweiten Finanzkrise. Das Konsortium will den bisherigen Dell-Aktionären 13,65 Dollar je Anteilsschein bieten. Einigen Aktionären ist dies jedoch zu gering. Analysten schlossen nun nicht aus, dass das Angebot angesichts der besseren Geschäftszahlen nun noch erhöht werden könnte.

Zu seinen besten Zeiten war der Konzern Dell 100 Milliarden Euro wert. Gegründet wurde das Unternehmen von Michael Dell im Jahr 1984, als dieser noch Student war. Dell baute den heutigen Weltkonzern aus seinem Studentenzimmer heraus auf. Der Konzern verschlief in den vergangenen Jahren jedoch den Trend zu Tabletcomputern und musste deshalb erhebliche Umsatzrückgänge verkraften.

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