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Commerzbank kämpft um Vertrauen

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Frankfurt/Main (dapd-hes). Die Commerzbank will mit Investitionen und Kostenkontrolle zurück auf Erfolgskurs kommen. Bis 2016 soll vor allem der Umbau des Privatkundengeschäfts die zuletzt mageren Gewinne stärken, wie der Vorstandsvorsitzende Martin Blessing am Donnerstag in Frankfurt am Main erklärte. Die Bank wolle bis dahin zwei Milliarden Euro investieren und die Kosten unter der heutigen Marke von knapp 7,3 Milliarden Euro halten. Wie viele Stellen dadurch wegfallen könnten, sagte Blessing nicht. Über einen Arbeitsplatzabbau wird seit Wochen spekuliert.

Durch die Neuausrichtung will die Commerzbank (Other OTC: CRZBF.PK - Nachrichten) eine Million neue Privatkunden gewinnen. Dazu kehrt das Institut unter anderem zu seinem alten Slogan "Die Bank an Ihrer Seite" zurück, mit dem es bereits zwischen 1977 und 2002 warb. Die Bank wolle herausstellen, dass sie für Fairness und Kompetenz stehe, sagte Blessing. Im September hatte bereits die Deutsche Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) erklärt, dass sie das Vertrauen der Privatkunden zurückgewinnen wolle.

Auch Blessing sagte, eines der großen Probleme sei, dass das Vertrauen der Kunden seit der Finanzkrise angeknackst sei. Mit transparenter Beratung wolle die Commerzbank gegensteuern. "Wir verkaufen einem Kunden ein Produkt lieber nicht, wenn es nicht fair ist", sagte Blessing. "Wir wollen eine neue Bank, die moderne Technologien und traditionelle Werte vereint." Ziel ist laut Blessing, im Privatkundengeschäft 2016 einen operativen Gewinn von mehr als einer halben Milliarde Euro zu erwirtschaften. Vor 2014 würden sich aber die geplanten Investitionen aber nicht auszahlen.

Stabiles Quartalsergebnis auf niedrigem Niveau

Im dritten Quartal erzielte die Commerzbank nach eigenen Angaben im Kerngeschäft einen operativen Gewinn von 692 Millionen Euro. Davon stammen 41 Millionen Euro aus dem zuletzt sehr schwachen Privatkundengeschäft, das operativ leicht zulegte. Dagegen seien unter anderem durch die Abwicklung der Schiffs- sowie der Immobilienfinanzierung operative Verluste in Höhe von 476 Millionen Euro angefallen, hieß es.

Nach Steuern fiel zwischen Juli und September ein Gewinn von 78 Millionen Euro nach 275 Millionen im Vorquartal. Schwer vergleichen lässt sich das dritte Quartal 2012 mit dem Vorjahreszeitraum, als vor allem wegen hoher Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen ein Verlust von 687 Millionen Euro verbucht worden war. Blessing kündigte an, dass die Commerzbank dieses Jahr genug Geld verdienen werde, um die Zinsen auf die Hilfen aus dem staatlichen Rettungsfonds Soffin zu zahlen.

dapd

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