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Commerzbank bestätigt Abbau von 4.000 bis 6.000 Stellen bis 2016

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Frankfurt/Main (dapd-hes). Nun haben die Commerzbank (Xetra: 803200 - Nachrichten) -Mitarbeiter Gewissheit: Ihr Arbeitgeber plant den Abbau von 4.000 bis 6.000 Stellen bis 2016. Am Donnerstag bestätigte die zweitgrößte deutsche Bank erstmals die Gerüchte, die seit Wochen kolportiert wurden. Wie viele Stellen konzernweit genau gestrichen werden, ist nun Bestandteil der Verhandlungen mit den Betriebsräten.

Ende 2011 wies das Institut 49.250 Stellen weltweit aus, rund 34.000 davon im Inland. Da nicht jeder Mitarbeiter eine volle Stelle hat, liegt die Zahl der Beschäftigten höher. Im dritten Quartal 2012 waren es nach Angaben des Instituts insgesamt 56.300 Mitarbeiter, davon 43.400 in Deutschland.

Vorstandschef Martin Blessing hatte den Stellenabbau bereits im November (Xetra: A0Z24E - Nachrichten) 2012 angekündigt, aber keine Größenordnung genannt. Damals stellte die Bank ihre neue Strategie vor, mit der sie nach Jahren der Krise, Milliardenverlusten und der Rettung durch den Steuerzahler wieder langfristig profitabel soll.

Blessing kündigte damals an, bis 2016 zwei Milliarden Euro investieren zu wollen und die Kosten zugleich unter der heutigen Marke von knapp 7,3 Milliarden Euro zu halten. Betriebsbedingte Kündigungen wurden nicht ausgeschlossen.

Verhandlungen über flexiblere Arbeitszeiten erwartet

Wahrscheinlich ist, dass der Vorstand in den Verhandlungen über den Stellenabbau versuchen wird, den Arbeitnehmervertretern Zugeständnisse bei der Ausweitung und Flexibilisierung der Arbeitszeiten abzuringen.

"Je besser unser Angebot ist, je zufriedener unsere Kunden sind, um so stärker sind wir damit auf der Ertragsseite und umso weniger Personal müssen wir abbauen", sagte Privatkunden-Vorstand Martin Zielke vor kurzem der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die neue Strategie sieht vor, dass die Filialen der Bank stärker spezialisiert auftreten sollen, mit Schwerpunkten etwa auf Baufinanzierung oder das Wertpapiergeschäft. In diesem Zusammenhang würde die Bank auch gerne ihre Öffnungszeiten ausweiten, etwa auf den Samstag.

Es dürfte für Blessing aber schwierig werden, den Filialmitarbeitern Samstagsarbeit zu verordnen. Der Manteltarifvertrag sieht den Samstag nicht als Regelarbeitstag vor, selbst mit Zustimmung des Betriebsrats lässt sich daran nach Angaben der Gewerkschaft ver.di nichts ändern.

Die Commerzbank-Aktie konnte von dem angekündigten Stellenabbau nicht profitieren, im Gegenteil: Am Morgen lagen die Papiere mit einem Minus von rund zwei Prozent an vorletzter Stelle im Leitindex DAX.

dapd

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