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Droht dem FC Bayern ein zweiter "Fall David Alaba"?

Maximilian Schwoch
·Lesedauer: 4 Min.
Droht dem FC Bayern ein zweiter "Fall David Alaba"?
Droht dem FC Bayern ein zweiter "Fall David Alaba"?

An Kingsley Coman führt beim FC Bayern München derzeit kaum ein Weg vorbei.

Der 24 Jahre alte Franzose ist beim Triple-Sieger auf der linken Offensivseite gesetzt, während sich Leroy Sané und Serge Gnabry um den Platz auf der rechten Außenbahn streiten. Dieses Standing hat sich Coman mit seinen Leistungen in den vergangenen Monaten redlich verdient. Auch beim 4:2-Sieg gegen den BVB am vergangenen Wochenende stand Coman in der Startelf und holte den Elfmeter zum zwischenzeitlichen 2:2 heraus. (Service: Tabelle der Bundesliga)

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Nach seinem Wechsel im Jahr 2015 (zunächst auf Leihbasis) von Juventus Turin kämpfte der pfeilschnelle Flügelflitzer länger mit Anlaufschwierigkeiten in München. Er konnte sein großes Talent nur selten konstant zeigen. Dies war zum einen seinem jungen Alter geschuldet (Coman kam als 19-Jähriger nach München), zum anderen seinem Körper. Immer wieder machten Verletzungen und Wehwehchen Coman einen Strich durch die Rechnung.

Verletzung lässt Comans WM-Traum platzen

Eben so eine Verletzung war es auch, die Coman zum Zuschauer bei der WM 2018 machte. Nach einem Syndesmosebandriss wurde er nicht mehr rechtzeitig fit und musste mitansehen, wie seine Nationalmannschaftskollegen in Russland Weltmeister wurden.

Im ersten Bundesligaspiel nach der WM verletzte sich Coman dann erneut schwer, wieder riss er sich das Syndesmoseband. Ende 2019 dachte er nach einer schweren Knieverletzung sogar über ein vorzeitiges Karriereende nach.

Doch mit dem Restart der Bundesliga nach der Corona-Pause vor einem Jahr ging es für Coman bergauf. Höhepunkt: Der entscheidende Treffer per Kopf im Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain.

"Seit diesem Tor werde ich mehr respektiert", betonte Coman. "Dass ich das im Finale geschafft habe, hat den Leuten, die mich nicht so gut kennen, gezeigt, was ich zu leisten imstande bin", erklärte Coman vor einigen Wochen bei Onze Mondial.

Spätestens mit diesem Tor hat sich der Flügelspieler auch bei den ganz großen internationalen Teams einen Namen gemacht. Dass sein Marktwert zuletzt gestiegen ist, weiß auch Coman. Und darin liegt gewissermaßen auch ein Problem für die Bayern in Sachen Vertragsverhandlungen.

Bayern-Angebot offenbar abgelehnt

Der Vertrag des Franzosen in München läuft noch bis 2023, das aktuelle Angebot der Münchner über eine Ausdehnung bis 2026 soll Coman laut kicker abgelehnt haben. Dem Bericht zufolge bot Bayern ihm 12 Millionen Euro Jahresgehalt. Ein Robert Lewandowski verdient jährlich mindestens 20 Millionen Euro. Coman fordere eine Summe, die seinen Leistungen und seinem Status im Team gerecht werde.

Droht den Bayern nun ein zweiter "Fall David Alaba"? Der Österreicher wird München im Sommer ablösefrei verlassen, nachdem die Vertragsverhandlungen gescheitert waren. Einen ablösefreien Abgang ihres Franzosen werden die Münchner mit aller Macht verhindern wollen. Heißt im Klartext: Entweder Coman verlängert, oder er wird spätestens im Sommer 2022 verkauft.

Dass Coman nicht zwangsweise an ein Karriereende in München denkt, deutete er bereits vor einigen Wochen an. "Das ist nicht unmöglich. Aber es ist zu früh, darüber zu sprechen. Ich bin 24 Jahre alt und habe noch mindestens acht Jahre auf Topniveau vor mir", erklärte er.

Karrieende in München?

Bei Téléfoot schloss er einen Wechsel nicht aus. "Eines Tages habe ich vielleicht Lust, noch etwas anderes zu entdecken", erklärte er. Zumal er bereits im vergangenen Sommer an einen Abschied aus München dachte. "Im vergangenen Sommer habe ich mir schon solche Fragen gestellt", erklärte Coman, ergänzte aber: "Die aktuelle Situation ist eine ganz andere. Ich fühle mich sehr gut, ich spiele viel und ich verstehe mich gut mit dem Trainer."

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hatte zuletzt im SPORT1-Interview angedeutet, in Sachen Gehältern "nicht alles mitmachen" zu wollen und um das Verständnis der Spieler gebeten. "Grundsätzlich muss man ja sagen, dass Profifußballer zu allen Zeiten überproportional gut verdient haben. Insbesondere in den vergangenen zehn Jahren gab es eine exponentielle Steigerung bei den Ablösesummen, aber auch bei den Gehältern. Durch Corona werden Korrekturen jetzt sicherlich unvermeidlich sein", erklärte er.

Noch ist bei Coman keine Eile geboten in Sachen Vertragsverlängerung. Spielt der Franzose so weiter wie im vergangenen Jahr, sammelt er weiter Argumente für ein deutlich höheres Gehalt. Und macht die Verhandlungen für die Bayern damit nicht einfacher.