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Millionen-Strafe für Citigroup: Konsequenzen für Manager möglich

·Lesedauer: 2 Min.

Citi habe bei der internen Kontrolle und beim Risikomanagement versagt, so die US-Aufsichtsbehörde OCC. Die US-Bank verspricht Besserung, die Aktie verliert nachbörslich.

Die Großbank muss eine hohe Geldstrafe wegen verschiedener Regelverstöße in den USA zahlen. Foto: dpa
Die Großbank muss eine hohe Geldstrafe wegen verschiedener Regelverstöße in den USA zahlen. Foto: dpa

Die Großbank Citigroup muss eine hohe Strafe wegen verschiedener Regelverstöße in den USA zahlen. Die Zentralbank Federal Reserve (Fed) wirft dem Geldhaus anhaltende Mängel im konzernweiten Risikomanagement und bei der internen Kontrolle vor. Aufgrund des langjährigen Versagens, die Defizite zu beheben, sei ein Bußgeld in Höhe von 400 Millionen Dollar (340 Millionen Euro) verhängt worden, teilte die Aufsichtsbehörde OCC am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Umfangreiche Korrekturmaßnahmen seien bei dem Geldhaus notwendig und für „bedeutende Akquisitionen“ verlangt die OCC künftig eine Zustimmung. Außerdem behält sich die OCC das Recht vor, Änderungen im Vorstand zu verlangen, wenn das Unternehmen die aufgezeigten Mängel nicht schnell genug behebt.

Die Fed erließ zeitgleich eine Unterlassungsverfügung und wies die Citigroup darin an, die Probleme im Risikomanagement zu beheben. Innerhalb der nächsten 120 Tage müsse der Verwaltungsrat der Bank außerdem einen Bericht vorlegen, in dem erklärt wird, wie er das Management zur Rechenschaft ziehen wird und wie die Vergütung der Führungskräfte „mit den Zielen des Risikomanagements vereinbar“ sein werde.

Die Citigroup hat bereits Besserung in Bezug auf die Regelverstöße versprochen und räumte in einer Stellungnahme die Vorwürfe ein. „Citi hat bedeutende Sanierungsprojekte im Gange, um die Kontrollen, Infrastruktur und Governance zu stärken“, sagte die Bank in einer Erklärung. „Obwohl wir in jedem dieser Bereiche Fortschritte erzielt haben, erkennen wir an, dass noch erhebliche Verbesserungen erforderlich sind, um die Standards zu erfüllen, die wir für uns festgelegt haben und unsere Regulierungsbehörden von uns erwarten.“

Gleichzeitig seien bereits einige Änderungen vorgenommen worden. So wurde beispielsweise Karen Peetz als Chief Administrative Officer eingestellt, um die Sanierung weiterzuführen und abzuschließen.

Die ungewöhnliche starke Zurechtweisung der Aufsichtsbehörde schränkt die Citigroup zwar stark ein, verglichen mit den Strafen gegen Wells Fargo nach dem Scheinkonten-Skandal 2016 ist die Bank allerdings besser davon gekommen. Damals mussten viele führende Mitarbeiter ihren Posten verlassen und Wells Fargo zahlte Millionenstrafen sowie Vergleiche mit Sammelklägern. Außerdem verhängte die Fed ein Wachstumsverbot.

Die Aktien der Citigroup reagierten nachbörslich zunächst mit leichten Kursverlusten. Der Finanzkonzern hatte erst im September angekündigt, dass Vorstandschef Michael Corbat im Februar abtreten wird. Mit Nachfolgerin Jane Fraser wurde erstmals eine Frau an die Spitze einer US-Großbank berufen.

Mit Agenturmaterial.