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Cisco-Manager über IT-Infrastruktur und Glasfaser in Deutschland: „Es gibt immer noch Mythen über Breitband“

·Lesedauer: 3 Min.
Bündel mit Umhüllungen für Glasfaserkabel vor einem Wohnhaus
Bündel mit Umhüllungen für Glasfaserkabel vor einem Wohnhaus

Christian Korff, Vertriebsdirektor des IT-Konzerns Cisco in Deutschland, hatte im Frühjahr 2020 viel zu tun. In seiner Funktion ist er verantwortlich für die globalen Großkunden, die ihren Hauptsitz in Deutschland haben. Zu den Kunden gehören laut Angaben auf der Website von Cisco unter anderem Audi, Deutsche Bahn, Linde und Galeria Karstadt Kaufhof. Und viele hatten ein Problem: Wegen der Corona-Krise wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vielen Bereichen ins Home-Office geschickt. Entsprechend musste eine IT-Infrastruktur aufgebaut werden.

„Unsere Produkte waren die Voraussetzung dafür, dass Arbeiten aus dem Homeoffice quasi über Nacht ermöglicht werden konnte“, sagt Korff im Gespräch mit Business Insider. Die Benutzerzahlen von Lösungen für sichere Netzwerkverbindungen, sogenannte VPN-Zugänge, seien innerhalb weniger Tage dramatisch angestiegen. „Die Unternehmen hatten eine ganz andere Belastungssituation“, sagt Korff.

"Extrem agil"

Korff sagt, die Corona-Krise habe zu einer neuen Wertschätzung der IT-Infrastruktur geführt. Viele seiner Kunden hätten sich schon seit Jahren auf die Remote-Arbeit vorbereitet, nur sei das in dieser Größenordnung in den Unternehmen kulturell nicht erwünscht gewesen. Insofern sei es weniger das Problem gewesen, ein Konzept aus dem Boden zu stampfen. „Es musste vielmehr Hardware ergänzt werden und in das bestehende System investiert werden, um die Kapazitäten auszubauen.“ Geholfen hätten die Lösungen aus der Cloud, womit die Unternehmen „extrem agil“ auf die Anforderungen hätten reagieren können.

Ein Problem sei hingegen die flächendeckende Verfügbarkeit von schnellem und zuverlässigem Breitband-Internet gewesen, sagt Korff und verweist auf eine repräsentative Umfrage, die im Auftrag von Cisco im Mai 2021 durchgeführt wurde. Demnach gaben 80 Prozent der befragten Arbeitnehmer in Deutschland an, dass die Erschwinglichkeit von zuverlässigen Breitbandanschlüssen in Deutschland zu einem großen Problem werden wird. 75 Prozent der Befragten gaben an, die Regierung sollte ihre Pläne zur Gewährleistung eines schnellen und zuverlässigen Internets für alle in Deutschland beschleunigen.

"Mythen über Breitband“

„Es gibt immer noch Mythen über Breitband“, sagt Korff. „Es geht nicht nur darum, wie viel GigaBit/s man hat, sondern auch darum, wie verlässlich die Verbindung ist und welche Latenzzeiten man hat.“ Seine Kunden seien diesbezüglich in der Corona-Krise auf mehrere Probleme gestoßen. „Da dann Fehlersuche zu betreiben, um einen stabilen Geschäftsprozess zu gewährleisten, war die größte Herausforderung“, sagt Korff.

Bisher habe man bei der Nutzung des Internets vor allem gedacht, viel herunterzuladen, viel konsumieren zu wollen. „Aber seit der Corona-Krise sind die Mitarbeiter plötzlich auch Content-Creator, wenn sie zum Beispiel über Video miteinander kommunizieren. Das führt zu einem symmetrischeren Belastungsprofil für die Leitung, wofür die Glasfaser das geeignetere Medium ist“, sagt Korff.

"Glasfaser ist die beste Technologie"

„Ich glaube es ist heute gesellschaftlicher Konsens, dass die Glasfaser die beste Technologie ist und die beste Zukunftssicherheit bietet“, sagt Korff. Er fordert eine „gesellschaftliche Diskussion darüber, wie wir eine wirklich gute Infrastruktur aufbauen wollen, die symmetrisch ist, die latenzzeitoptimiert ist und die Bandbreite dann auch wirklich nach Hause bringt“.

Eine Gefahr, vor allem für die Unternehmen, sieht Korff in der Sicherheit. „Der Angriffsvektor vergrößert sich immens, wenn eine große Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über das private Internet arbeiten.“ Die Unternehmen müssten etwa auf eine Zwei-Faktor-Authentifizierung bestehen und sicherstellen, dass stets die aktuelle Software installiert ist. „IT-Sicherheit ist ein Prozess, der kontinuierliche Investitionen braucht“, sagt Korff. "In den Vorstands-Etagen ist diese Erkenntnis bereits eingezogen, jetzt gilt es konsequent umzusetzen – auch wenn das Ressourcen bindet und Investitionen erfordert."

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