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Churchill-Gemälde aus Onassis-Yacht für 1,85 Millionen Dollar versteigert

·Lesedauer: 2 Min.

Ein vom früheren britischen Premierminister Winston Churchill gemaltes Landschaftsbild ist in New York am Mittwoch für 1,85 Millionen Dollar (1,5 Millionen Euro) versteigert worden. Das Ölgemälde mit dem Titel "The Moat, Breccles" fand am Mittwoch im Auktionshaus Phillips einen Käufer. Churchill hatte das Bild 1921 gemalt. Jahrzehnte später schenkte er es dem griechischen Milliardär Aristoteles Onassis, der damit seine Luxus-Yacht schmückte.

Jean Paul Engelen, Deputy Chairman and worldwide co-head of 20th century and contemporary art at Phillips Auction House looks at
Jean Paul Engelen, der stellvertretende Vorsitzende des Phillips Auction House betrachtet das Gemälde "The Moat, Breccles" von Winston Churchill. (Bild: KENA BETANCUR/AFP)

Das Auktionshaus hatte den Wert des Werkes auf 1,5 Millionen bis zwei Millionen Dollar geschätzt. Weit mehr, nämlich 11,6 Millionen Dollar, hatte im März ein Churchill-Bild erzielt, das die US-Schauspielerin Angelina Jolie bei Christie's hatte versteigern lassen.

Churchill hatte das Gemälde "The Moat, Breccles", das er in seinem Essay "Die Malerei als Zeitvertreib" vom Dezember 1921 erwähnte, vier Jahrzehnte lang behalten. 1961, vier Jahre vor seinem Tod, schenkte er es seinem Freund, dem griechischen Reeder Onassis, wie Phillips-Vizepräsident Jean-Paul Engelen erläuterte.

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Der Milliardär war demnach so stolz auf das Geschenk, dass er ihm einen Ehrenplatz auf seiner Super-Yacht "Christina" gab. In der schiffseigenen Ari-Bar bekam das Churchill-Bild einen Platz neben Werken der großen Meister Jan Vermeer, El Greco, Paul Gauguin und Camille Pissaro.

Die fast hundert Meter lange Yacht, die Onassis nach seiner Tochter benannte, war einst eine Fregatte der kanadischen Marine. Sie nahm im Zweiten Weltkrieg an der Invasion der alliierten Truppen in der Normandie teil.

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Nach dem Krieg kaufte Onassis das Schiff für 34.000 Dollar und ließ es für vier Millionen Dollar zur Luxusyacht umbauen. Zu seinen Gästen auf der "Christina" zählten Filmstars wie Elizabeth Taylor und Richard Burton, die Opern-Diva Maria Callas und der frühere US-Präsident John F. Kennedy. Dessen Witwe Jackie heiratete Onassis 1968, sieben Jahre später starb er.

Die Yacht wurde verkauft, ihr Inventar eingelagert. Nun entschlossen sich seine Erben, sich von dem Churchill-Bild zu trennen. Um es für mögliche Käufer noch attraktiver zu machen, ließ das Auktionshaus Phillips in seinen Räumen in New York die Ari-Bar als Kulisse nachbauen - mitsamt einer Imitation der Walzähne in der legendären Bar sowie zahlreichen Champagner-Flaschen von Pol Roger, Onassis' Lieblingsmarke. (mkü/ ck/)

Im Video: Größtes Gemälde der Welt versteigert - für gut 52 Millionen Euro

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