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Chinesischer Unternehmer verliert Milliardensumme: Das ist der größte Vermögens-Verlierer der Welt

·Lesedauer: 3 Min.
Colin Huang, Gründer des E-Commerce-Unternehmens Pinduoduo.
Colin Huang, Gründer des E-Commerce-Unternehmens Pinduoduo.

Kein Mensch hat in diesem Jahr mehr Geld verloren als er: der chinesische Unternehmer Colin Huang. Laut dem Bloomberg Billionaires Index, einem täglich herausgegebenen Ranking der 500 reichsten Menschen der Welt, ist sein Vermögen im Jahr 2021 um mehr als 23 Milliarden Euro gesunken. Das berichtete das Nachrichtenunternehmen Bloomberg.

Der Vermögensverlust von Colin Huang ist so groß wie kein anderer bisher. Der Grund für den harten Fall sind die abstürzenden Aktienkurse seines Unternehmens, der E-Commerce-Plattform Pinduoduo. Sie sind eine Folge des harten Vorgehens Chinas gegen seine Internet-Giganten. Neben Pinduoduo sind auch andere chinesische Unternehmen betroffen. Der Vorsitzende des chinesischen Bauunternehmens Evergrande Group, Hui Ka Yan, hat ungefähr 13,6 Milliarden Euro verloren. Sein Unternehmen wird nun überschüttet mit Schulden.

Pinduoduo ist besonders „anfällig für das harte Durchgreifen“ Chinas

Diese Entwicklung geht klar auf die veränderte Politik Chinas zurück. In der Volksrepublik mit dem Einparteiensystem hat sich Präsident Xi Jinpin zur Aufgabe gemacht „gemeinsamen Wohlstand“ zu ermöglichen. Das hat zur Folge, dass die großen Unternehmen Chinas an der kurzen Leine gehalten werden. Erklärtes Ziel: Das Wohlstandgefälle im Land soll verringert werden, indem große Unternehmen ihren Beitrag leisten. So sollen aktuelle und künftige Unternehmensgewinne in philanthropische Projekte wie beispielsweise den Ausbau der Landwirtschaft im Landesinneren investiert werden. Das hat allerdings zur Folge, dass speziell die Aktien Pinduoduos (PDD) in diesem Jahr stärker gefallen ist als die der Alibaba Group Holding Ltd. oder der des Internetunternehmens Tencent Holdings Ltd.

Im Vergleich zu anderen Unternehmen, die bereits ausgereiftere und profitablere Modelle haben als PDD, wie es unter anderem beim E-Commerce-Händler Alibaba und Tencent der Fall ist, sei Pinduoduo „anfälliger für das harte Durchgreifen“, erläutert Kenny Ng. Er arbeitet als Wertpapierstratege bei Everbright Sun Hung Kai Co. in Hongkong. „Das ist der Hauptgrund dafür, dass die Aktienperformance von PDD hinter der Aktienentwicklung anderer Tech-Unternehmen zurückbleibt.“

Colin Huang gründete 2015 die E-Commerce-Plattform Pinduoduo. In nur wenigen Jahren baute der chinesische Unternehmer das Unternehmen zu einem der größten E-Commerce-Giganten Chinas auf, indem er Sammelkäufe oder Gruppenkäufe etablierte und Wegbereiter des sogenannten „Community Buyings“ wurde. Die Zahl der jährlich aktiven Nutzerinnen und Nutzer PDDs kletterte im Dezember 2020 sogar auf 788 Millionen. Damit übertraf es die Nutzerzahlen der Online-Marktplätze von Alibaba, die 799 Millionen betrugen. Der Marktwert des Unternehmens erreichte einen Höchststand von 152 Milliarden Euro, bevor er auf etwa 106,7 Milliarden Euro fiel.

Sechs von zehn Milliardären mit den größten Verlusten kommen aus China

Im vergangenen Jahr hat Huang, der insgesamt 28 Prozent der Anteile am Unternehmen hält, seinen Posten als CEO aufgegeben. Im März 2021 war er als Chairman zurückgetreten. Selbst nach den drastischen Einbußen wird sein Vermögen auf knapp 30 Milliarden Euro geschätzt.

Von den zehn Milliardären mit den größten Vermögenseinbußen in diesem Jahr stammen dem Bloomberg-Index zufolge sechs aus China. Dazu gehörten unter anderem Hui von dem Bauunternehmen Evergrande sowie der Vorsitzende des Wasserflaschenherstellers Nongfu Spring Co., Zhong Shanshan. Er verzeichnete einen Vermögensverlust von 15,3 Milliarden Euro. Das Vermögen von Pony Ma, dem Vorsitzenden von Tencent, ist um mehr als 8,5 Milliarden Euro gesunken. Und abgesehen von diesen sechs Personen hat Jack Ma, der Mitbegründer Alibabas, in diesem Jahr 5,9 Milliarden Euro an Vermögen verloren.

jk

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