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Chinas angeschlagene Wirtschaft erleidet einen weiteren Schlag: Moody's senkt den Kreditausblick

Chinas Präsident Xi Jinping. - Copyright: Lintao Zhang
Chinas Präsident Xi Jinping. - Copyright: Lintao Zhang

Moody's hat am Dienstag den Ausblick für Chinas Kreditwürdigkeit gesenkt und damit der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt einen weiteren Schlag versetzt.

Die Ratingagentur teilte in einer Erklärung mit, dass sie ihr A1-Rating für chinesische Staatsanleihen beibehalten werde, aber den Ausblick von "stabil" auf "negativ" senke.

Moody's nannte ein stagnierendes Wachstum und eine scheinbar nicht enden wollende Immobilienkrise als Faktoren, die Pekings Fähigkeit zur Rückzahlung seiner Schulden beeinträchtigen könnten.

"Die Änderung des Ausblicks spiegelt auch die erhöhten Risiken wider, die mit dem strukturell und anhaltend niedrigeren mittelfristigen Wirtschaftswachstum und der anhaltenden Verkleinerung des Immobiliensektors verbunden sind", so die Ratingagentur.

China hat nach drei Jahren strenger Nullzinspolitik Mühe, seine Wirtschaft im Jahr 2023 wieder in Gang zu bringen. Die Wachstumszahlen liegen unter den Erwartungen der Experten.

Moody's geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt des Landes in den Jahren 2024 und 2025 nur um vier Prozent und im restlichen Jahrzehnt um durchschnittlich 3,8 Prozent zunehmen wird.

Die politischen Entscheidungsträger haben auch damit zu kämpfen, die Immobilienkrise einzudämmen. Sie brachte zwei große Immobilienunternehmen – Evergrande und Country Garden – an den Rand des Zusammenbruchs, weil sie ihre Anleihen nicht zurückzahlen konnten.

Peking hat auf diese Krisen mit Konjunkturpaketen und einer erhöhten Kreditaufnahme reagiert. Das Haushaltsdefizit ist nun so hoch wie seit mehr als 30 Jahren nicht mehr – und auch die Kommunalverwaltungen haben mehr Schulden aufgenommen.

Chinas Finanzministerium schlug gegen Moody's zurück. In einer Erklärung sagte es, es sei "enttäuscht" über die Herabsetzung des Ausblicks durch die Ratingagentur und fügte hinzu, dass die Wirtschaft "sehr widerstandsfähig sein wird und ein großes Potenzial hat", wie "Bloomberg" übersetzt.

Der chinesische Yuan wurde am Dienstag unverändert gegenüber dem US-Dollar gehandelt. In diesem Jahr ist er gegenüber dem Dollar um über drei Prozent gefallen.

Chinas wichtigster Aktienindex, der CSI 300, fiel bis zum Börsenschluss um knapp zwei Prozent und weitete damit seine Gesamtverluste für 2023 auf über zwölf Prozent aus.

Dieser Artikel wurde von Jonas Metzner aus dem Englischen übersetzt. Den Originalartikel könnt ihr hier lesen.