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China kann seine Wirtschaft selbst retten, sagt der Chefvolkswirt der UBS – das schlägt er vor

Chinas Präsident Xi Jinping. - Copyright: Andy Wong-Pool/Getty Images
Chinas Präsident Xi Jinping. - Copyright: Andy Wong-Pool/Getty Images

China ist in der Lage, seine wirtschaftliche Misere aus eigener Kraft zu überwinden. Der Regierung stünden die nötigen Instrumente zur Verfügung. Sie müsse sie nur rechtzeitig und gut abgestimmt einsetzen, schreibt der Ökonom Tao Wang von Schweizer Großbank UBS in der Financial Times. Das Vertrauen in Chinas Wirtschaft könne sich erholen, wenn die Regierung in Peking weniger zögere, besondere den Immobiliensektor und den Binnenkonsum zu stützen.

„Der Einsatz von Staatsgelde zum Kauf wichtiger Aktien könnte die Aktienmärkte kurzfristig stützen. Wichtiger seien aber Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft, zur Steigerung der Gewinne und zur Wiederbelebung der Ausgaben von Unternehmen und Privathaushalten", so der Chefvolkswirt China der UBS. „Der Nationale Volkskongress nächste Woche wäre ein guter Zeitpunkt, um solche Maßnahmen anzukündigen."

Chinas Wirtschaft ist seit der Corona-Pandemie ins Straucheln geraten und nach dem Ende der Lockdowns 2022 nicht wie gehofft in Schwung gekommen. Eine Reihe von Zahlungsausfällen erschüttert den Immobiliensektor des Landes. Das Wachstum hat sich auf unter fünf Prozent verlangsamt. Die Arbeitslosigkeit steigt. Dem Land droht zudem eine Deflation, da die Preise sinken.

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Aus diesen Gründen haben sich viele ausländische Investoren aus den chinesischen Märkten zurückgezogen. Der Exodus wurde durch das harte Vorgehen der kommunistischen Regierung im Tech-Bereich des Landes noch verstärkt. Hinzu kommen geopolitische Spannungen aufgrund von Chinas Drohungen gegen Taiwan und der Rolle des Landes als Helfer Russlands im Krieg gegen die Ukraine.

Um die Entwicklung umzukehren, müsse China das Vertrauen von Investoren zurückgewinnen. Dafür bedürfe es neuer Anreize für die Wirtschaft und Hilfen bei Krediten, so Wang: „Chinas Regierung verfügt über die Instrumente, um den Abschwung zu überwinden, aber der Erfolg wird von rechtzeitigem Handeln, politischer Koordination und politischem Willen abhängen“.

Eine von der Regierung geleitete Umschuldung würde Schaden durch Kreditausfälle begrenzen. strukturelle Veränderungen könnten ein neues Wachstumsmodell anstoßen, das sich weniger auf kreditfinanzierte Investitionen und mehr auf Innovation und Konsum stütze.

Der Staat sollte ein Konjunkturprogramm in Höhe von mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes einführen, um den Konsum und Investitionen in die Infrastruktur zu finanzieren. Bislang hat sich Peking mit größeren Impulsen zurückgehalten, da dies der Ideologie der Führung zuwiderläuft, so Analysten.

Die Regierung des autokratischen Präsidenten Xi Jinping könnte politisch nicht gewollte direkte Subventionen vermeiden. Es könne zum Beispiel die Ausgaben für das Gesundheitswesen erhöhen. Eine Abschaffung der Meldevorschriften für Haushalte könne die Mobilität der Arbeitskräfte fördern und die Nachfrage nach Wohnraum ankurbeln.

Eine lockerere Geldpolitik sei ebenfalls Teil der Gleichung, fügte Wang hinzu: „Weitere Zinssenkungen und Liquiditätsspritzen würden dazu beitragen, die Belastung durch den Schuldendienst für Hypotheken und Unternehmen zu senken und Kreditnachfrage anzukurbeln."

Zwar hat die chinesische Notenbank die Zinssätze 2023 gesenkt, aber die staatlichen Stellen waren zuletzt skeptisch gegenüber weitergehenden Senkungen. Einige befürchten, dass niedrigere Zinssätze zu einer Abwertung der Landeswährung Yuan führen könnten. Doch dieses Risiko würde mit einem begleitenden wirtschaftlichen Unterstützungspaket abnehmen, so Wang.

„Der Nutzen von Zinssenkungen dürfte die negativen Auswirkungen einer leichten Vergrößerung des Zinsgefälles zwischen den USA und China bei weitem überwiegen“, so Wang.

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