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China verteidigt Reaktion auf erste Corona-Fälle gegen Gutachter-Kritik

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Chinesische Flagge

China hat sein Vorgehen zu Beginn des Corona-Ausbruchs vor gut einem Jahr gegen Kritik internationaler Gutachter verteidigt. Bereits einige Wochen nach der Entdeckung des Virus seien massive Einschränkungen über die Millionenmetropole Wuhan verhängt worden, die "Infektionen und Todesfälle reduzierten", sagte ein Sprecherin des chinesischen Außenministeriums am Dienstag.

China habe als erstes Land der Welt wegen des Virus "Alarm geschlagen" und trotz der damals noch fehlenden Informationen "schnelle und entscheidende Maßnahmen" ergriffen. Zugleich betonte die Außenamtssprecherin, China strebe danach, "es besser zu machen".

Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingesetzte Unabhängige Prüfungsausschuss hatte der chinesischen Regierung am Montag fehlendes Tempo bei den ersten Reaktionen auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vor einem Jahr vorgeworfen. Es hätte in dieser Phase "Potenzial gegeben, schneller auf frühe Anzeichen zu reagieren", hieß es in einem Bericht des Gremiums. "Öffentliche Gesundheitsmaßnahmen" hätten von den lokalen und nationalen Behörden in China im Januar energischer umgesetzt werden können.

Die Experten kritisierten auch die WHO für die späte Einberufung einer Sitzung ihres Notfallkomitees am 22. Januar vergangenen Jahres. Zudem habe das Gremium erst eine Woche später den öffentlichen Gesundheitsnotstand und damit die höchste Alarmstufe ausgerufen. Es sei "nicht klar", warum beide Schritte nicht früher erfolgten, heißt es in dem Bericht.

Die ersten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus waren Ende 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan festgestellt worden. Die Pandemie breitete sich in der Folge mit großer Geschwindigkeit auf der gesamten Welt aus. Bislang starben weltweit mehr als zwei Millionen Menschen an dem Virus. Die WHO und China waren bereits wiederholt für ihre Reaktion zu Beginn der Pandemie kritisiert worden.

muk/yb