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China senkt überraschend Zinsen, Konjunkturdaten ‘beunruhigend’

(Bloomberg) -- Chinas Zentralbank hat unerwartet die Leitzinsen gesenkt. Sie hilft damit der Konjunktur, die von den Corona-Lockdowns und dem um sich greifenden Abschwung im Immobiliensektor gebeutelt ist.

Die People’s Bank of China hat den Zins für ihre einjährigen Darlehen um 10 Basispunkte auf 2,75% gestutzt und den Satz für Sieben-Tage-Reverserepos auf 2% reduziert von zuvor 2,1%. Volkswirte hatten in einer Bloomberg-Umfrage einhellig damit gerechnet, dass der Zins für einjährige Darlehen unverändert bleiben würde.

Kurz nach der Mitteilung der überraschenden Zentralbankentscheidung wurden Daten vorgelegt, die die Notwendigkeit zusätzlicher geldpolitischer Stimuli unterstrichen: Juli-Zahlen sowohl zum Einzelhandel als auch zu Investitionen und zur Industrieproduktion verfehlten die Prognosen von Ökonomen.

  • Die Industrieproduktion stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,8%, wie das Nationale Statistikamt in Peking mitteilte. Volkswirte hatten 4,3% erwartet. Der Juni-Wert betrug 3,9%.

  • Die Einzelhandelsumsätze legten um 2,7% zu und damit langsamer als erwartet.

  • Die Anlageinvestitionen nahmen in den ersten sieben Monaten des Jahres 5,7%, Ökonomen hatten 6,2% prognostiziert.

“Die Konjunkturdaten für Juli sind sehr beunruhigend”, erklärte Raymond Yeung, Ökonom für den Bereich Greater China bei der Australia & New Zealand Banking Group Ltd. “Die Covid-Zero-Politik trifft weiterhin den Dienstleistungssektor und dämpft den Konsum der privaten Haushalte.”

Chinas größter Handelspartner in Europa ist Deutschland.

Überschrift des Artikels im Original:

China Surprises With Rate Cut as Data Shows ‘Alarming’ Slowdown

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