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China-Geschäft der deutschen Wirtschaft Risiko für Finanzsystem

(Bloomberg) -- Die engen deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen könnten das deutsche Finanzsystem in Mitleidenschaft ziehen, falls sich diese Beziehungen verschlechtern, warnt die Bundesbank.

Weitere Artikel von Bloomberg auf Deutsch:

Während die direkten Engagements deutscher Banken gegenüber dem asiatischen Land relativ gering sind, ergeben sich “bedeutende Risiken” aus ihren Beziehungen zu inländischen Unternehmen, die entweder in China investiert sind oder einen Großteil ihrer Produktion dorthin verkaufen, heißt es in einem Artikel im Monatsbericht der Zentralbank. Banken hätten zudem in großem Umfang Kredite an Wirtschaftszweige vergeben, die auf chinesische Zulieferer angewiesen seien.

“Eine weitreichende Störung der deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen würde diese deutlich treffen und letztendlich die Ausfallwahrscheinlichkeit von Krediten erhöhen”, so die Bundesbank. In einem solchen Szenario könnte auch das deutsche Finanzsystem von der hohen Unsicherheit auf den globalen Märkten betroffen sein.

Während Deutschland stark von Chinas Aufstieg zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt profitiert hat, haben sich die Handelsbeziehungen in den vergangenen Jahren zunehmend verschärft. Letztes Jahr leitete die Europäische Union eine Untersuchung über chinesische Subventionen für Elektrofahrzeuge ein, um Billigimporte abzuwehren, was Peking mit einer Untersuchung europäischer Spirituosenprodukte beantwortete.

Russlands Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten haben auch die geopolitischen Risiken für die Weltwirtschaft ins Rampenlicht gerückt. Seit dem Wegfall der russischen Erdgaslieferungen kommt Deutschland wirtschaftlich nur schwer in Schwung und hat mit hohen Energiepreisen zu kämpfen, was die Bundesregierung zwingt, schnell alternative Quellen zu finden.

Im Falle Chinas wäre der Schaden für die deutsche Wirtschaft besonders groß, wenn solche politischen Spannungen zu einer abrupten “Abkopplung” führen würden, so die Bundesbank. Eine reine Wirtschaftskrise in dem asiatischen Land wurde als besser beherrschbar angesehen.

Ende 2022 beliefen sich die Forderungen inländischer Banken gegenüber Unternehmen, die direkt in China investiert sind, auf fast 220 Milliarden Euro — oder fast 7% ihrer risikogewichteten Aktiva, so die Bundesbank. Große, systemrelevante Banken waren stärker exponiert als kleinere Wettbewerber.

“Unternehmen und Politik sollten weiter Anstrengungen unternehmen, um Risiken zu reduzieren und die Resilienz der deutschen Wirtschaft zu stärken (De-Risking)”, heißt es.

Überschrift des Artikels im Original:German Economy’s China Ties Seen as Risk for Financial System

©2024 Bloomberg L.P.