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China bezahlt Mörder, Ukraine kann nicht in die Nato, Putin verdient Respekt: Marineadmiral redet sich in Geheimvideo um Kopf und Kragen

·Lesedauer: 2 Min.
Marineadmiral Kay-Achim Schönbach. I
Marineadmiral Kay-Achim Schönbach. I

„Putin sehnt sich nach Respekt“, sagt Flottenadmiral Kay-Achim Schönbach bei einem vertraulichen Treffen mit dem indischen Botschafter Sujan R. Chinoy in Neu-Dehli. "Und – mein Gott – jemandem Respekt zu zollen, kostet fast nichts, kostet nichts“. Würde man ihn fragen, „aber ich werde nicht gefragt“, lautete seine Antwort: „Es ist leicht, ihm (Putin) den Respekt zu zollen, den er will – ja und wahrscheinlich sogar verdient.“

Die Ukraine, sagt der oberste Marinesoldat der Bundeswehr, könne nicht in die Nato, sie erfülle die Bedingungen nicht. Es sind brisante Aussagen, die der Soldat gegenüber seinen indischen Gastgebern getätigt hat. Das Treffen wurde gefilmt, offenbar ohne das Wissen des Flottenadmirals. Es kursiert nun ein rund 2-minütigen Video-Ausschnitt auf Twitter.

Die Äußerungen des Admirals werden inmitten eines schwellenden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine publik. Die russische Regierung hat mehr als 100.000 Soldaten an die ukrainische Grenze verlegt, die US-Regierung befürchtet einen russischen Angriff. Die Bundesregierung hat Russland vor einem solchen Schritt gewarnt, jüngst war Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) in Moskau und hat dies dem russischen Außenminister Sergei Lawrow mit Nachdruck nahegelegt. Die Aussagen Schönbachs unterminieren nun die Position der Bundesregierung, aber auch unmittelbar die von Baerbock. „Unsere neue Außenministerin Annalena Baerbock, ja sie ist jung, sie ist 40 Jahre alt, sie ist unerfahren“, sagte der Admiral in Dehli.

Auf Nachfrage von Business Insider sagt ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums (BMVg): „Die Äußerungen entsprechen in Inhalt und Wortwahl in keiner Weise der Position des Bundesverteidigungsministeriums“. Schönbach soll nun zum Rapport zum Generalinspekteur der Truppe, General Eberhard Zorn, und seine Aussagen aufklären. Aus Kreisen des BMVg erfuhr Business Insider, dass im Bendlerblock mittlerweile von einer möglichen Amtsenthebung Schönbachs gesprochen wird. Am Ende müsse das aber Ministerin Christine Lambrecht (SPD) und der Generalinspekteur entscheiden.

Die Äußerungen des Admirals sorgen bei den Grünen für Ärger. Der Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer hat getweetet: „Mehr als eine Schande, was der Deutsche Marineadmiral hier sagt. Unbefuckinglievalbe. Völlig inakzeptabel. Das muss Konsequenzen haben! Das ist nicht die Position des deutschen Außenministeriums!“

Schönbach äußert sich in dem Video nicht nur zur Ukraine und Russland, sondern auch zu China. „Wir – Indien und Deutschland – brauchen Russland gegen China“, sagte er. Deshalb lautet seine Rechnung: Putin Respekt zollen, Sicherheit gewinnen. Denn: „Das ist leicht und einfache Arbeit. Und es hält uns Russland wahrscheinlich von China fern.“

China bezahle Diktatoren, Mörder und Kriminelle, für sie spiele für das chinesische Regime keine Rolle, solange die Empfänger ihre Ressourcen an China weitergeben würden, sagt Schönbach weiter. In dem Reich der Mitte sieht er die eigentliche Bedrohung.

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