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China beschwert sich bei WTO über Solar-Subventionen in der EU

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Peking (dapd). Im Solar-Streit zwischen China und der EU hat Peking bei der Welthandelsorganisation (WTO) Beschwerde eingereicht. China fordere, die Subventionspraxis einiger EU-Staaten zu prüfen, sagte Shen Danyang, Sprecher des Handelsministeriums, am Montag in Peking. Ihm zufolge soll es Länder geben, die Solarenergie subventionieren, wenn sie aus Anlagen stammt, deren Hauptbestandteile in Europa produziert wurden. Dies "schadet Chinas Fotovoltaik-Exporten ernsthaft", sagte Shen. Er ließ offen, welche EU-Länder gemeint sind. Nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua handelt es sich um Italien und Griechenland.

Bereits Ende Juli hatte ein Bündnis aus 25 europäischen Solarfirmen bei der EU-Kommission Handelsbeschwerde eingereicht, um ein Antidumpingverfahren gegen China wegen angeblich illegaler Subventionen für die Solarindustrie zu erreichen. Auch die USA liegen bei der Solarenergie mit Peking im Clinch und haben Strafzölle eingeführt. In der zukunftsträchtigen Solarbranche hat der harte Konkurrenzkampf bereits zahlreiche europäische Firmen in die Pleite getrieben, in Deutschland unter anderem Solar Millennium, Solon (Xetra: 747119 - Nachrichten) und Q-Cells.

Erst am vergangenen Donnerstag hatte China angekündigt, prüfen zu wollen, ob Firmen aus der EU das wichtige Vorprodukt Polysilizium auf ausländischen Märkten zu ungerechtfertigt niedrigen Preisen verkauften.

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