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Check 24 startet eigene Bank

·Lesedauer: 3 Min.

Das Vergleichsportal startet seine eigene Bank. Von Check 24 kommt dabei nur das Girokonto. Kredite und Angebote zur Geldanlage gibt es bei rund 300 Partnerbanken.

Das Vergleichsportal Check 24 erweitert sein Geschäftsmodell und steigt ins Bankgeschäft ein. Am Dienstag hat die Onlinetochter C24 Bank ihre App live geschaltet. In Kürze soll auch der Zahlungsverkehr via Desktop möglich sein. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Bereits seit Mai gibt es Spekulationen über den Markteinstieg von Check 24 mit einem eigenen Bankprodukt. Damals bekam das Vergleichsportal von der Börsenaufsicht Bafin eine Vollbanklizenz erteilt. Das Geschäft solle im Oktober aufgenommen werden, hieß es bereits im Frühjahr.

Eine direkte Konkurrenz zu den etablierten Banken und Sparkassen droht damit allerdings nicht. Das hatte Check-24-Chef Christoph Röttele schon im Mai betont. Denn bei der C24 Bank gibt es nur die Grundversorgung über ein Girokonto und eine Debitkarte von Mastercard. Kredite oder Angebote zur Geldanlage über Tages- und Festgeld soll es über rund 300 Partnerbanken geben, die über das Vergleichsportal von Check 24 abrufbar sind. Dahinter steckt die Grundidee einer sogenannten Open-Banking-Plattform. Sie soll den bisherigen Partnern des Vergleichsportals eine weitere Vertriebsoberfläche bieten.

Insgesamt bietet die C24 Bank drei Girokontomodelle an. Die einfachste Variante ist das Smartkonto, das gebührenfrei ist, und auch die Mastercard gibt es umsonst. Das Pluskonto kostet 5,90 Euro im Monat. Darin ist ein Cashback-Programm integriert, mit dem die Kunden monatlich bis zu zehn Euro sammeln können. Dazu gibt es zur Absicherung einen Konto- und Käuferschutz bei der Arag.

Als Premiumvariante gibt es das Maxkonto für 9,90 Euro monatlich, hier gibt es zusätzlich ein Cashback-Programm von bis zu 30 Euro im Monat sowie eine Mitgliedschaft im Check 24 Reise Goldclub inklusive Versicherungsleistungen.

Ähnlicher Ansatz wie Amazon

Mit der neuen Banktochter geht Check 24 den Weg, den derzeit viele Finanzunternehmen einschlagen. Der Plattformgedanke, bei dem die App nur den Ausgangspunkt für eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte darstellt, ist weit verbreitet. Statt in jedem Bereich selbst stark sein zu müssen, kooperieren die Unternehmen lieber mit Partnern und erweitern so ihr Angebot stark. Ähnlich wie es Amazon im Einzelhandel macht.

Teure Eigenentwicklungen lassen sich somit vermeiden. Dafür kassiert man Gebühren für die Vermittlung und erweitert das Angebot auf der eigenen Seite. Im Fall von Check 24 kommt noch hinzu, dass langjährige Kunden des Vergleichsportals nicht verärgert werden sollen, indem die neue Banktochter zur Konkurrenz des Kunden wird.

Ähnlich wie etablierte Onlinebanken wie einst ING, Comdirect oder DKB startet die C24 Bank den Angriff auf die Kunden durch ein einfaches Girokonto plus Kreditkarte. Ausgehend davon kommen weitere Finanzprodukte wie von selbst hinzu, so die Idee dahinter. Voraussetzung dafür ist, dass die App einfach und intuitiv funktioniert. Dass Check 24 gerade diese Disziplin beherrscht, zeigt der Aufstieg innerhalb von zwei Jahrzehnten zum unangefochtenen Marktführer bei Vergleichsportalen in Deutschland.

Schon jetzt kündigt die C24 Bank an, dass Kunden in ihrer App auch Konten bei anderen Banken einfügen können. Auch Sparverträge, Bausparerträge oder Depots bei fast allen in Deutschland ansässigen Banken können abgerufen werden. Auch soll der Kunde seine Gesamtausgaben analysieren können. Bei Check 24 sprechen sie dabei von bis zu acht sogenannten „Pockets“, die die Bankkunden dort als Unterkonten einfügen können.

Die geplante Markteinführung der neuen Bank-Tochter dürfte in den nächsten Wochen mit zahlreichen Werbemaßnahmen verbunden sein. Der Werbe-Etat von Check 24 gehört seit Jahren zu den Top 20 in Deutschland.