Deutsche Märkte geschlossen

CGTN: Super-Virus COVID-19 – wie es soweit kommen konnte

Das neuartige Coronavirus hat nach Angaben der John Hopkins University bisher weltweit über 400.000 Todesopfer gefordert. Niemand weiß, wie gefährlich das Virus wirklich ist und wie lange die Pandemie andauern wird.

Diese Pressemitteilung enthält multimediale Inhalte. Die vollständige Mitteilung hier ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20200611005908/de/

Super Virus COVID-19 (Photo: Business Wire)

Um den Lesern ein klares Bild davon zu vermitteln, wie es soweit kommen konnte, hat CGTN sieben* hart getroffene Länder in einer interaktiven Dokumentation mit dem Titel „Super Virus" porträtiert. Diese Länder - China, Südkorea, die USA, Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien - meldeten alle erste bestätigte Fälle in einem frühen Stadium des Ausbruchs und alle haben ihre relativ ausgereiften Gesundheitssysteme im Kampf gegen das Virus stark strapaziert. Aber ihre unterschiedlichen politischen Maßnahmen haben zu unterschiedlichen Ergebnissen geführt.

Es ist zwar noch viel zu früh, um einfache Schlussfolgerungen zu ziehen, aber die in den einzelnen Ländern ergriffenen politischen Maßnahmen bedürfen einer genauen Betrachtung. Der interaktive Beitrag verfolgt einen vergleichenden Ansatz, um zu veranschaulichen, wann und wie schnell diese Maßnahmen im Verlauf der Pandemie ergriffen wurden. CGTN sammelte und analysierte Daten im Bereich der Tests, die für die Früherkennung, für Präventivmassnahmen, einschliesslich des Shutdowns der Wirtschaft und der Absage öffentlicher Veranstaltungen, sowie für die Entwicklung klinischer Methoden und des ultimativen Allheilmittels - eines wirksamen Impfstoffs - von entscheidender Bedeutung sind.

Die Maßnahmen, die von den Ländern in den ersten Tagen in Bezug auf die Tests ergriffen wurden, scheinen zu großen Unterschieden in der weiteren Entwicklung beigetragen zu haben. Italien hat zunächst mit Massentests begonnen, sich dann aber auf Patienten mit Symptomen beschränkt. Als sich der Ausbruch in Großbritannien verschlimmerte, konzentrierte man dort Tests und medizinische Ressourcen auf schwerkranke Patienten.

Südkorea und die USA meldeten ihre ersten Coronavirus-Fälle fast zeitgleich. Doch die Einstellung ihrer Regierungen zu Tests angesichts des Ausbruchs hätte nicht unterschiedlicher sein können.

Eine Woche, nachdem Südkorea seinen ersten Fall gemeldet hatte, brachte das Gesundheitsministerium mehr als 20 Pharmaunternehmen an einen Tisch, um eine Testmethode für COVID-19 zu sichern, die acht Tage später vereinbart wurde. Doch noch Wochen nach der Ankunft des Coronavirus in den USA herrschte weiterhin Frustration wegen Mängeln bei der Verteilung der diagnostischen Tests und fehlerhaften Testkits. Zuerst gab es einen Aufschrei über die Bürokratie bei der Zulassung von COVID-19-Testkits, dann herrschte Verwirrung darüber, wer einen Test erhalten sollte.

Was die Reisebeschränkungen betrifft, so wurden in vielen der sechs Länder Grenzkontrollen unterschiedlicher Art eingeführt. Die Maßnahmen reichten von Gesundheitskontrollen am Flughafen über Reisewarnungen und -beschränkungen bis hin zur Quarantäne für aus dem Ausland zurückkehrende Reisende. Als Nachzügler bei den Grenzkontrollen führte China die Beschränkungen erst Ende März ein, als die weltweiten Fallzahlen bereits explodiert waren.

Eine solche Politik ging in einigen Ländern mit extremen Maßnahmen einher. Die Trump-Regierung setzte die Einwanderung in die USA zum Schutz einheimischer Arbeitnehmer für 60 Tage aus, da die Arbeitslosigkeit inmitten der Coronakrise einen Rekordstand erreichte. Aber diese Politik ließ zahlreiche Familien und Unternehmen ins Wanken geraten, anstatt die Beschäftigung anzukurbeln.

Die frühzeitigen Grenzkontrollen trugen auch zu einem Problem bei: Die meisten westlichen Länder vernachlässigten Prävention und Kontrolle innerhalb ihrer Grenzen.

Beschränkungen der Freizügigkeit von Menschen innerhalb der Landesgrenzen wurden mit unterschiedlicher Wirksamkeit umgesetzt. So führten die meisten der sechs Länder, mit Ausnahme Chinas, im Vorfeld der Schließungen „Stay at home"-Anordnungen ein. Am frühen Morgen des 23. Januar, mehr als 20 Tage, nachdem die erste bekannte Häufung von Fällen gemeldet worden war, begann in Wuhan eine strenge Abriegelung, in deren Rahmen der gesamte Autoverkehr sowie der gesamte ein- und ausgehende Zug- und Flugzeugverkehr für 76 Tage ausgesetzt wurden.

In Italien, wo ähnliche Maßnahmen in den nördlichen Regionen Lombardei und Veneto - die zusammen 30 Prozent der italienischen Wirtschaft ausmachen - ergriffen wurden, wurden die Einwohner einer obligatorischen Heimquarantäne unterworfen und alle nicht lebenswichtigen Geschäfte geschlossen. In der Zwischenzeit sahen einige andere Länder wie die USA und Großbritannien aus verschiedenen Gründen von der Verhängung obligatorischer Quarantänen in der Anfangsphase ab.

COVID-19 hat die ganze Welt überrascht und deutlich gemacht, wie schlecht wir angesichts einer Pandemie von solchem Ausmaß und solcher Tragweite vorbereitet sind. Das Virus hat selbst die besten Gesundheitssysteme der Welt schwer überlastet, und alle sieben Länder leiden unter einem Mangel an medizinischen Fachkräften und medizinischem Material. Ärzte und Krankenschwestern sind nach wie vor mit der Gefahr einer Ansteckung und der psychologischen Belastung konfrontiert, dass sie die Krankheit auf andere Patienten übertragen oder ihren Arbeitsplatz verlieren, wenn die Normalität zurückkehrt.

Das Coronavirus betrifft auch nicht alle in gleicher Weise - es hat historisch marginalisierte Bevölkerungsgruppen unverhältnismäßig stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Infektions- und Todesraten durch das Coronavirus sind unter der schwarzen Bevölkerung und den amerikanischen Ureinwohnern, die im Durchschnitt ärmer sind als ihre weißen Mitbürger, höher. Wenn es um das Alter geht, machen ältere Menschen einen beträchtlichen Anteil aller Todesfälle aus, die neben anderen Erkrankungen auf Komplikationen durch das Coronavirus zurückzuführen sind. Indigene Völker weisen auch höhere Infektionsraten auf als der nationale Durchschnitt der Länder, in denen sie leben. In Europa leben die Roma in überfüllten Barackensiedlungen, so dass sie angesichts der mangelnden hygienischen Bedingungen von dem Ausbruch besonders betroffen sind.

Während die Ausbrüche in vielen dieser Länder mit entwickelten medizinischen Systemen anhalten, scheint die Zukunft nicht einfach nur düster zu sein. Seit Beginn des Ausbruchs im Januar haben Hunderte von Universitäten, pharmazeutischen Unternehmen und internationalen Organisationen an etwa 320 Studien teilgenommen, in denen verschiedene Behandlungsmethoden für COVID-19 untersucht wurden. Angesichts der Spaltung, die COVID-19 zunächst hervorgerufen hat, erfordert das immense Ausmaß dieses Unterfangens nun die Zusammenarbeit zwischen Nationen, Organisationen und Gesellschaften. Obwohl Zeit das beste Kapital für eine sich rasch ausbreitende Pandemie ist, ist es noch nicht zu spät, diesen Geist der Zusammenarbeit zu pflegen.

* Die mobile Version der interaktiven Dokumentation konzentriert sich nur auf sechs Länder, um eine optimale Benutzererfahrung zu gewährleisten.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Originalversion auf businesswire.com ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20200611005908/de/

Contacts

Jiang Simin
jiang.simin@cgtn.com
+86 18826553286