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CEO von FINXFLO über die Entwicklung eines Hybrid-Liquiditätsaggregators

·Lesedauer: 5 Min.

BeinCrypto im Gespräch mit James Gillingham über FINXFLO. Der neue Hybrid Liquiditätsaggregator vereint mehrere Börsen. Kauf, Verkauf und Trading werden dadurch einfacher.

Die Krypto-Welt wächst und mit ihr die Trading-Möglichkeiten. Doch nicht nur zentrale Börsen wachsen, sondern auch dezentrale. Der Vorteil von dezentralen Börsen ist, dass keine Drittpartei am Handel mitverdient. Dezentrale Börsen bieten heute vielfältige Trading Möglichkeiten auf mehreren Ebenen. Jeder, der beispielsweise mit Token handeln möchte, kann hier auf mehrere, individuelle Trading-Tools zurückgreifen. An dieser Stelle kommt FINXFLO ins Spiel. Der neue Hybrid Liquiditätsaggregator vereint mehrere Börsen.

James Gillingham, der CEO von FINXFLO war erst Profifußballer, bis ihn eine Verletzung weg vom Spielfeld und hin zu einer Investmentfirma brachte. Nach ein paar Jahren Trading gründete er sein eigenes Unternehmen. Zwischenzeitlich begann er in Kryptowährungen zu investieren. Gillingham gehört zur sogenannten Class of 2013. Er kaufte Bitcoin, als dieser weit unter dem aktuellen Tief von 32.650 US-Dollar lag.

„Als ich Bitcoin erwarb, lag der Wert bei etwa 400 US-Dollar. Das war zu dieser Zeit super super super billig.“

Ein Bild von BeInCrypto.com
Ein Bild von BeInCrypto.com

Aus Erfahrungen lernen

Wie viele andere Investoren seiner Zeit wurde auch Gillingham Opfer des berühmten Mt. Gox Hacks.

„Als wir gehackt wurden, wussten wir von nichts. Das hat uns vollkommen überrascht. Mt. Gox speichert Private Keys von allein ab. Das ist verrückt.“

Nachdem Hack kehrte Gillinham Krypto eine Zeit lang den Rücken zu und konzentrierte sich wieder aufs traditionelle Finanzgeschäft. 2017 kehrte er jedoch zurück. Das war zu dem Zeitpunkt, als der Second Bull Market mächtig an Fahrt aufnahm.

„Ich versuchte die Probleme zu lösen, die den Leuten wirklich zu schaffen machten. Nämlich die Unmöglichkeit auf mehreren Accounts gleichzeitig zu traden. Ebenfalls wollte ich die weltweit besten Preise erzielen, was ich aber leider nicht schaffte. Eine Zeitlang klebte ich regelrecht an den Zahlen am Bildschirm. Es war eine Katastrophe. So kam ich auf die Idee FINXFLO zu gründen.“

Von der Idee bis zur Markteinführung des Liquiditätsaggregators dauerte es fünf Jahre. Der offizielle Starttermin von FINXFLO war am 15. Juni 2021. Die fünf Jahre Vorlauf erklären sich dadurch, dass die Schaffung eines One-Stop-Shop für Krypto-Käufer und Händler sehr komplex ist.

„Es war der komplexeste Weg, den ich je gegangen bin. Doch bei dem Liquiditätsaggregator ging es um etwas, das mich derart faszinierte und was ich unbedingt nach vorne treiben wollte.“

Dabei gab es unglaublich vieles zu beachten. Es waren so viele verschiedene Bereiche, die geschaffen werden mussten.

„Es gibt eine Rechts- und Finanzabteilung sowie den Corporate Compliance Bereich. Regulierungen finden rund um den Globus statt. Das birgt jede Menge Zündstoff, gerade wenn es darum geht, die eigene Plattform aufzubauen und zu testen. Oder auch bei der Suche nach Liquiditätspartner.“

Und so funktioniert der Hybrid Liquiditätsaggregator

Gillinghams Ergebnis ist ein Hybrid Liquiditätsaggregator, der mehrere Börsen an einem Ort zusammenführt.

„FINXFLO ist der erste vollständig regulierte, zentralisierte und dezentralisierte Finanzaggregator. Durch ihn werden eine Vielzahl an Liquiditätspools aggregiert.“

Im Moment verfügt die Plattform über 25 Liquiditätpools.

„Alle FINXFLO-User haben einen Account, ein KYC sowie eine Wallet. Sie können also mit all ihren Coins und Token innerhalb Ihres eigenen Accounts traden.“

Globaler Handel
Globaler Handel

DeFi und CeFi an einem Ort vereint

Neu in diesem einzigartigen, hybriden Raum ist die Kombination von zentralen und dezentralen Börsen.

„Es wird immer so sein, dass die eine Hälfte „Decentral Trading“ bevorzugt, während die andere lieber auf zentralisierten Börsenmärkten agiert. Uns geht es aber um die Liquidität zu verbessern. Das möchten wir Verkäufern und Käufern bieten. Die Folge sind wettbewerbsfähigere Preise.“

Trotz Liquiditätsaggregator gibt es dennoch einige Coins und Token, die auf der Plattform nicht erhältlich sind. Für Gillingham war es jedoch deutlich einfacher die dezentralen Börsen für sein Projekt anzuwerben als die zentralisierten.

„Die dezentralen Börsen ins Boot zu holen war wesentlich einfacher. Im Grunde handelte es sich dabei nur um eine Art „API plug and play“. Im Gegensatz zu den zentralisierten, wo Due-Diligence-Dokumente verlangt wurden sowie eine Vielzahl an Aufsichtsratsbeschlüssen.“

Für FINXFLO sind Sorgfaltspflicht und hohe Sicherheitsstandards der Schlüssel zum Erfolg.

„Wir ermöglichen Trading auf sichere Art und Weise. Unser Ziel ist es die traditionelle Finanzwelt in die Kryptowelt bringen. Regulierungen sind genauso wichtig wie die Einhaltung weltweiter Standards. Darüber hinaus verfügen wir über eine regulierte Depotbank, die als Drittpartei agiert. Dadurch haben wir keinen Zugriff auf die Kundengelder.“

Anstatt das gesamte Geld auf einem oder zwei Börsenkonten zu horten, verfügt jeder FINXFLO Kunde über ein eigenes, separates Konto. Wird beispielsweise ein Konto gehackt, gefährdet das nicht gleich die gesamte Börse und FINXFLO kann sich in Ruhe um den Fall kümmern.

„Der traditionelle Ansatz, kombiniert mit den Sicherheitsvorschriften, schafft eine insgesamt sicherere Infrastruktur für Kunden und das Unternehmen selbst.“

Faire Bedingungen für alle

Neben einfacherem Trading möchte FINXFLO seine Dienstleistungen allen Kunden anbieten, ohne dabei Großinvestoren zu bevorzugen. Das Unternehmen teilt sind Kunden in zwei Kategorien ein: größere Investoren und kleinere Händler, die neu in der Branche sind. Gillingham betont jedoch, dass keiner von beiden bevorzugt wird.

„Wettbewerbsvorteile für größere Investoren haben mich früher immer sehr geärgert. Wir wollen jedem Kunden den perfekten Service bieten. Dabei ist es egal, ob er 100 Millionen Dollar besitzt oder 1.000. Bei uns wird niemand diskriminiert.“

Umgang mit Regulierungen

Bei einem Liquiditätsaggregator – der so viele Börsen vereint wie der von FINXFLO – spielt Regulierung natürlich eine wichtige Rolle. Laut Gillingham musste sich sein Unternehmen mit mehreren Aufsichtsbehörden auseinandersetzen, um zu beweisen, dass sie auf der sicheren Seite sind. Regulierung aus Sicherheitsgründen ist für Gillingham der Schlüssel zum Erfolg.

„Ich weiß, wie es ist Geld an der Börse zu verlieren. Deshalb sind hohe Sicherheitsstandards ein Muss. Krypto-Unternehmen unterliegen gewissen Standards. Wenn sie diese nicht erfüllen, werden sie keine Lizenz erhalten. Die Lizenz ist quasi die Polizei des Systems, um sicherzustellen, dass sich jeder an die Standards hält.“

Daneben prophezeit Gillingham, dass die Behörden in Zukunft mit der Kryptowelt Fuß halten werden. Das Engagement ist besonders im Bereich dezentralisierte Finanzmärkte (DeFi) zu spüren.

„Die Behörden holen auf im Wissen um Krypto und Co. Aus uns wurde eine Vermögensklasse, die ihr Geld selbst investiert und verwaltet. Krypto hat diesen Prozess noch einmal beschleunigt. Das Handelsvolumen von Krypto wird zukünftig weiter anwachsen und der Handel mit Krypto wird zur Normalität werden.“

Der Beitrag CEO von FINXFLO über die Entwicklung eines Hybrid-Liquiditätsaggregators erschien zuerst auf BeInCrypto.

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