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CEO entlässt 900 Mitarbeiter via Video-Call

·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

"Wenn Sie an diesem Call teilnehmen, sind Sie entlassen": Der CEO eines Unternehmens entließ nicht nur einen großen Teil seiner Belegschaft kurz vor Weihnachten, sondern tat dies auch noch mittels Video-Call.

Eine Kündigung ist nie eine schöne Sache - schon gar nicht, wenn sie in einem Massen-Call passiert (Symbolbild: Getty Images)
Eine Kündigung ist nie eine schöne Sache - schon gar nicht, wenn sie in einem Massen-Call passiert (Symbolbild: Getty Images)

Das Hypothekeninstitut Better.com trennte sich von etwa neun Prozent seiner Angestellten, wie CNN berichtet. Ungewöhnlich war die Art und Weise, wie dies vonstatten ging: Vishal Garg, der CEO des Unternehmens, überbrachte die unschöne Nachricht allen entlassenen Mitarbeitern zugleich, indem er sie während eines Zoom-Calls abrupt damit überraschte. 

"Wenn Sie an diesem Call teilnehmen, gehören Sie leider zu der unglückseligen Gruppe, die entlassen wird", sagte Garg in dem Call. "Ihr Anstellungsverhältnis bei uns ist hiermit mit sofortiger Wirkung beendet." Er kündigte an, dass alle Betroffenen E-Mails mit Informationen zu Abfindungszahlungen und weiteren wichtigen Details erhalten würden. 

Traurig oder verärgert? Widersprüchliche Aussagen des CEO

"Kündigungen sind immer herzzerreißend, vor allem zu dieser Zeit im Jahr", sagte Kevin Ryan, CFO von Better.com, im Gespräch mit CNN. Der Immobilienmarkt, der sich in "radikalem Wandel" befinden würde, ließe sich jedoch mit einer "reduzierten und fokussierten Belegschaft" besser angreifen. 

Auch CEO Garg zeigte sich betroffen. "Dies ist das zweite Mal in meiner Karriere, dass ich so etwas machen musste, und ich will so etwas nicht tun müssen. Beim letzten Mal habe ich geweint", sagte er. Der Sender CNN, der eine Aufzeichnung des Entlassungs-Calls sichten konnte, nannte diesen jedoch kurz und emotionslos. 

Inoffiziell schlug Garg offenbar ganz andere Töne an. Das Magazin "Fortune" zitierte Nachrichten, die der CEO in einem geschäftlichen Netzwerk gepostet hatte. Darin warf Garg den Mitarbeitern vor, das Unternehmen und die Kunden "bestohlen" zu haben, indem sie faul gewesen seien und nur zwei Stunden pro Tag gearbeitet hätten. 

Vertraute freuen sich über Boni

Es ist nicht die erste Kontroverse, die Garg als CEO von Better.com auf sich zieht. Das Wirtschaftsmagazin "Forbes" veröffentlichte einmal eine E-Mail, die Garg an die Belegschaft geschickt hatte, in der unter anderem stand: "Ihr seid verdammt noch mal zu langsam. Ihr seid ein Haufen dummer Delfine, also hört auf damit. Hört sofort auf damit. Ihr blamiert mich." 

Auch die aktuelle Kündigungswelle dürfte für Stirnrunzeln sorgen. Erst im Oktober hat "The Daily Beast" darüber berichtet, dass ein Mitarbeiter und enger Vertrauter Gargs diverse Boni erhalten habe, einschließlich Aktien im Millionenwert. Später wurde diesem Mitarbeiter gekündigt - wegen Mobbing. 

Drei Abmahnungen vor Kündigung? Was wirklich gilt

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