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CDU-Kanzlerkandidat Laschet stellt ein "Zukunftsteam" vor: Was ihr dazu wissen solltet

·Lesedauer: 2 Min.
Vier Frauen und vier Männer gehören zu Laschets "Zukunftsteam"
Vier Frauen und vier Männer gehören zu Laschets "Zukunftsteam"

Es läuft nicht gut für die Union. In Umfragen liegen sie inzwischen hinter der SPD, besonders Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) zieht bei den Wählern nicht. Daher will man nun die „Breite der Partei“ zeigen, wie es aus der Partei heißt. Am Freitag wurde nun ein „Zukunftsteam“ mit acht Politikern vorgestellt. Böse Zungen behaupten: Ihre Aufgabe sei es, Armin Laschet zu verstecken.

Wer gehört zum Team?

Friedrich Merz: Wirtschafts- und Finanzexperte

Dorothee Bär: Staatsministerin für Digitalisierung im Kanzleramt und stellvertretende Vorsitzende der CSU

Peter Neumann: Terrorismusexperte vom Londoner King's College

Karin Prien: Bildungsministerin in Schleswig-Holstein

Barbara Klepsch: Kulturministerin in Sachsen

Silvia Breher: stellvertretende CDU-Vorsitzende

Andreas Jung: Unionsfraktionsvize und Experte für Klimaschutz

Joe Chialo: Musikmanager, der für den Bundestag kandidiert

Werden diese Personen also Minister in einer künftigen Regierung?

Nein. Dafür sind die Personen weitgehend zu unbekannt und gehören nicht zu den Granden der Partei. So gehört Gesundheitsminister Jens Spahn nicht zum „Zukunftsteam“, obwohl er Laschet schon seit längerer Zeit unterstützt, etwa beim Kampf um den Parteivorsitz. In einer neuen Regierung mit CDU-Beteiligung würde Spahn aber einen Spitzenjob in der Fraktion oder im Kabinett erhalten, heißt es. Laschets damaliger Gegner Merz gehört dagegen zum Team dazu. Auch aus dem aktuellen Kabinett findet sich kein weiterer Vertreter im „Zukunftsteam“.

Was wird nun vom Zukunftsteam erwartet?

Laschet betonte, das Team solle alle Parteiflügel zusammenhalten und gleichzeitig neue Ideen für die Zukunft liefern. Es handle sich um Experten, die etwas anderes machen als „Experimente ideologischer Art“. Merz, der dem konservativen CDU-Flügel zugerechnet wird, soll sich dabei um den Bereich Wirtschaft und Finanzen kümmern. Der frühere Unionsfraktionsvorsitzende warb für wirtschaftliche Dynamik, bekannte sich aber auch ausdrücklich zu soliden Staatsfinanzen und zur Schuldenbremse. Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) kündigte an, sie wolle bald neue Ideen beim Thema Digitalisierung präsentieren.

Was kommt noch?

Womöglich werden neben dem Zukunftsteam auch weitere Personen ihre Auftritte haben. Bereits am Montag hatte Laschet zusammen mit dem Klimaexperten Jung und den CDU-Politikern Thomas Heilmann und Wiebke Winter neue Maßnahmen zum Klimaschutz vorgestellt. Die beiden letztgenannten gehören nun aber nicht dem „Zukunftsteam“ an.

Bringt das „Zukunftsteam“ die Wende im Wahlkampf?

Wohl kaum. Dafür sind die Personen vielfach zu unbekannt, andere Mitglieder wie Friedrich Merz stehen nicht unbedingt für „Zukunft“. Um wirklich mit neuem Personal eine Wirkung beim Wähler zu erzielen, müssten die Personen über längere Zeit immer wieder in der Öffentlichkeit auftreten. Drei Wochen vor der Wahl bleibt dafür schlicht keine Zeit. So wirkt das neue „Zukunftsteam“ eher wie ein Panik-Manöver.

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