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Moukokos Heimdebüt zu spät? "Wir müssen nicht früher wechseln"

Maximilian Lotz
·Lesedauer: 2 Min.

Den ersten fünf Bundesliga-Minuten folgten 23 weitere - und diese Einsatzzeit genügte BVB-Juwel Youssoufa Moukoko, um sein Potenzial anzudeuten.

Mit seiner unbekümmerten und mutigen Spielweise sorgte der 16-Jährige, der vergangene Woche bei seinem Debüt als jüngster Bundesligaspieler Geschichte schrieb, für frischen Wind in der Dortmunder Offensive. (Tabelle der Bundesliga)

Die 1:2 (0:1)-Niederlage gegen den 1. FC Köln konnte er zwar nicht verhindern, aber das erwartet bei den Schwarz-Gelben auch keiner von ihm.

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Kehl: Sollten Moukoko Ruhe geben, zu wachsen

"Wir versuchen einfach angemessen auf die Bremse zu treten, was seine Entwicklung angeht", sagte Sebastian Kehl, Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung, vor dem Spiel bei Sky. "Jetzt hat er ein paar Minuten gespielt und kein Tor geschossen, was völlig normal ist. Er hat sich rangekämpft, er wird in dieser Saison seine Spielzeit bekommen, aber wir sollten ihm einfach die Ruhe geben, zu wachsen, zu reifen."

Bei seinem Heimdebüt tauchte er nur drei Minuten nach seiner Einwechslung für Julian Brandt in der 67. Minute halblinks im Strafraum aus, sein erster Torschuss in der Bundesliga ging dann aber doch um einige Meter rechts vorbei. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Kurz darauf forderte Moukoko nach einem leichten Tritt an seine Ferse von Kölns Doppeltorschütze Ellyes Skhiri (9., 60.) einen Elfmeter, aber Schiedsrichter Benjamin Brand ließ weiterlaufen und bekam auch keinen Hinweis aus dem Kölner Keller.

Moukoko leitete BVB-Anschlusstor ein

Beim Dortmunder Anschlusstreffer durch Thorgan Hazard (74.) schirmte Moukoko den Ball mit dem Rücken zum Tor gut ab und leitete ihn auf Giovanni Reyna weiter, der den freistehenden Hazard bediente. Auch an der Entstehung von Erling Haalands Großchance in der Nachspielzeit war Moukoko beteiligt.

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Seine Bilanz insgesamt: 14 Ballaktionen in 23 Minuten, dazu eine gute Zweikampfquote von 66,7 Prozent.

Auf die Frage, ob Lucien Favre die offensiven Einwechslungen von Moukoko und Giovanni Reyna, der zusammen mit dem 16-Jährigen ins Spiel kam, nicht hätte früher durchführen sollen, meinte der BVB-Trainer bloß: "Es war okay, wir hatten Zeit zurückzukommen. Wir müssen nicht früher wechseln. Das ist so." (Spielplan der Bundesliga)

Moukoko selbst hat sich jedenfalls für weitere Einsatzminuten empfohlen.