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Bundesregierung will direkt mit Taliban verhandeln, um Rückholaktion zu sichern

·Lesedauer: 1 Min.
Die Taliban nahmen Kabul in den vergangenen Tagen ein
Die Taliban nahmen Kabul in den vergangenen Tagen ein

Die Bundesregierung will offenbar direkt den Taliban verhandeln. Nach Informationen von Business Insider soll darüber gesprochen werden, wie der Abzug der in Afghanistan verbliebenen Deutschen und afghanischer Ortskräfte gesichert werden kann. Zuerst hatte darüber der "Spiegel" berichtet. Dazu soll Botschafter Markus Potzel nach Katar reisen, um dort mit den Taliban Gespräche aufzunehmen, teilte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Abend mit. Am Dienstag wurden gegen 17 Uhr die Spitzen der Bundestagsfraktionen über den Schritt informiert.

Potzel ist seit 2017 Sonderbeauftragter der Bundesregierung für Afghanistan und Pakistan und gilt als Kenner des Landes. Von 2014 bis 2016 war deutscher Botschafter in Afghanistan. "Es gibt einige positive Signale der Taliban", verhandeln zu können, so ein ranghoher Regierungsbeamter. Potzel soll bereits mit den Taliban als Verhandlungspartner Erfahrung haben. Wenn einer mit denen sprechen könne, dann Potzel, heißt es aus Regierungskreisen.

Lage am Flughafen Kabul weiter angespannt

Auch die Europäische Union will laut ihrem Außenbeauftragten Josep Borrell mit den Taliban in Kontakt treten. "Die Taliban haben den Krieg gewonnen, also werden wir mit ihnen reden müssen", sagte er nach einer Videokonferenz der EU-Außenminister.

Die Lage in Kabul ist unterdessen weiter angespannt. Die Bundeswehr ist mit Soldaten und mehreren Transportmaschinen vor Ort im Einsatz. Allerdings haben die Taliban die Zugänge zum Flughafen unter Kontrolle. Das macht es besonders für Ortskräfte schwer, den rettenden Flughafen zu erreichen.

toh

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