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Bundesregierung prüft, alle Beamten im Winter ins Home Office zu schicken – um Heizkosten zu sparen

Ob bei den Kabinettssitzungen im Kanzleramt künftig auch die Heizungen runtergedreht werden? - Copyright: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Ob bei den Kabinettssitzungen im Kanzleramt künftig auch die Heizungen runtergedreht werden? - Copyright: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Die Bundesregierung prüft nach Recherchen von Business Insider offenbar weitgehende Maßnahmen, um in ihren Bundesministerien weiter Energie zu sparen.

Wie mehrere Insider bestätigen, wurde vor kurzem bei einer internen Runde der Abteilungsleiter, die für die Verwaltung eines Bundesministeriums zuständig sind, unter anderem eine Home-Office-Pflicht für Beamte und Angestellte ins Spiel gebracht. Demnach sollten alle Mitarbeiter im Winter zuhause arbeiten, so der Vorschlag.

Einwände gab es dagegen vor allem aus den großen Häusern mit vielen Beschäftigten. Begründung: Es seien gar nicht genügend Laptops und Handys verfügbar, um alle Beamten auszustatten.

Dem Vernehmen nach wurde daher eine Alternative vorgeschlagen: So sollen die Räume auf 19 Grad heruntergekühlt werden. Wem das zu kalt ist, dürfe von zuhause aus arbeiten.

Hintergrund der Überlegungen ist eine Verordnung von Wirtschafts- und Energieminister Robert Habeck (Grüne), die Energiespar-Maßnahmen in öffentlichen Gebäuden beinhaltet. Dabei sollen beispielsweise die Temperaturen in Büros gesenkt werden nach folgendem Muster:

  1. Für körperlich leichte und überwiegend sitzende Tätigkeit wie im Büro, mit ruhiger Sitz- oder Stehhaltung, gelegentlichem Gehen und leichten Bewegungen mit Hand und Armen, gelten 19 Grad.

  2. Für körperlich leichte Tätigkeit überwiegend im Stehen oder Gehen 18 Grad.

  3. Für mittelschwere und überwiegend sitzende Tätigkeit 17 Grad.

  4. Für mittelschwere Tätigkeit überwiegend im Stehen oder Gehen, etwa handwerkliche Tätigkeit, 16 Grad.

  5. Für körperlich schwere Tätigkeit zwölf Grad.

Dabei gelten die Höchsttemperaturen nicht für Kliniken, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kindertagesstätten oder weitere Einrichtungen, bei denen höhere Lufttemperaturen für die anwesenden Personen für die Gesundheit nötig sind.

Insgesamt will die Bundesregierung mit dem vereinzelten Absenken der Raumtemperaturen jährlich knapp 20 Terawattstunden Gas einsparen, um so den deutschen Gas-Verbrauch um rund zwei Prozent zu senken. Hinzukommen sollen weitere Einsparungen beim Stromverbrauch von mehr als zehn Terawattstunden.