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Bundesregierung macht Genting für Werftenpleite verantwortlich

·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die Bundesregierung macht die Genting Hong Kong Ltd. für die Insolvenz des Schiffbauers MV Werften und den möglichen Verlust von bis zu 1.900 Arbeitsplätzen im strukturschwachen Mecklenburg-Vorpommern verantwortlich.

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Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte am Montag, die Regierung habe alles getan, um die Insolvenz des Schiffbauers mit Standorten in Wismar, Rostock und Stralsund zu verhindern. Das staatliche Hilfsangebot sei jedoch von den Eigentümern aus Fernost abgelehnt worden. Die in Hongkong börsenotierte Genting gehört zum Konzern des malaysischen Milliardärs Lim Kok Thay und wurde von der Pandemie hart getroffen.

“Das ist nach Wochen des Bangens eine bittere Nachricht für die Beschäftigten der Werft und für die Region”, so Habeck. “Selbstverständlich werden wir in den nächsten Wochen weiter im engen Austausch mit der Landesregierung bleiben, was die Zukunft der MV Werften anbetrifft.”

Die Bundesregierung habe der Werft ein Darlehen in Höhe von 600 Millionen Euro angeboten unter der Bedingung, dass Eigentümer Genting einen Beitrag von 60 Millionen Euro bereitstelle sowie Garantien für die Bundesmittel, erklärten Vertreter der Bundesregierung, die nicht namentlich genannt werden wollten.

Genting erklärte am Dienstag, die deutschen Behörden hätten eine frühere Vereinbarung durch einen neuen Vorschlag ersetzt, der diese 60 Millionen Euro zusätzlich vorsah. Der Konzern habe jedoch keine Möglichkeit, die Aktionäre und Banken, die Teil der ursprünglichen Vereinbarung waren, zu dieser zusätzlichen Unterstützung zu verpflichten.

Für Genting löse die Insolvenz der MV Werften überdies Folgeausfälle bezüglich Forderungen von bis zu 2,8 Milliarden Dollar aus, teilte das Unternehmen mit. Die Aktien von Genting sind in Hongkong seit Freitag vom Handel ausgesetzt.

“Wir sind entsetzt, dass es so weit kommen musste – dieser Montag ist ein schwarzer Tag für den Schiffbau in Deutschland”, erklärte der IG-Metall-Bezirksvorsitzende Daniel Friedrich in einer E-Mail.

Überschrift des Artikels im Original:

Germany Points Finger at Genting Over Shipyard Collapse (1)

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