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Bundesrat billigt Gesetz zur gerechten Aufteilung von Maklerkosten

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Wohnungs- oder Hauskäufer müssen künftig nicht mehr alleine dafür zahlen, wenn ein Makler eingesetzt wird. Der Bundesrat billigte am Freitag das Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten. Demnach entfällt mindestens die Hälfte der Provision auf denjenigen, der einen Makler beauftragt - in der Regel ist das der Verkäufer. Er darf die Kosten nicht mehr voll auf den Käufer abwälzen.

Wird ein Makler einvernehmlich von beiden Vertragsseiten beauftragt, müssen sie nach dem neuen Gesetz auch automatisch jeweils genau die Hälfte der Kosten dafür tragen. Nach Einschätzung von Verbraucherschutzministerin Christine Lambrecht (SPD) sind Käufer bisher oft gezwungen, eine vollständige Übernahme der Maklerprovision zu akzeptieren. Verkäufer nutzten die "Zwangslage" der Interessenten aus.

Um eine Umgehung der Neuregelung zu vermeiden, wird der Provisionsanteil des Käufers erst fällig, wenn auch der Verkäufer bezahlt hat.