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Bundesnetzagentur-Chef Müller gibt Gas-Entwarnung: „Ich rechne nicht damit, dass diesen Winter noch etwas schiefgeht“

Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller gibt Entwarnung. - Copyright: Patrick Pleul/picture alliance via Getty Images
Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller gibt Entwarnung. - Copyright: Patrick Pleul/picture alliance via Getty Images

Klaus Müller hatte in den vergangenen Monaten nicht den einfachsten Jobeinstieg. Kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs trat er das Amt des Chefs der deutschen Bundesnetzagentur an. Selten war der Posten so gefordert wie in der aktuellen Energiekrise. Die Angst vor leeren Gasspeichern und frierenden Haushalten ist groß. Im Gespräch mit der "Bild" gab Müller jetzt Entwarnung - und nennt drei Faktoren, die er weiterhin als Risiko sieht.

"Ich rechne nicht damit, dass diesen Winter noch etwas schiefgeht", sagt Müller in dem Interview. Nach dem kalten Wintereinbruch folgte eine vergleichsweise warme Weihnachtszeit. Die Gas-Situation hat sich entspannt: "Die Gasspeicher sind zu mehr als 90 Prozent gefüllt – ein bemerkenswerter Wert, so hoch waren sie in einem Januar nur selten", sagt Müller im Gespräch mit der "Bild". "Ich gehe inzwischen davon aus, dass die Speicher am Ende des Winters zu mehr als 50 Prozent gefüllt sein werden­", heißt es weiter.

Der Winter ist gerettet, kann jetzt darauf losgeheizt werden? Natürlich nicht, meint Müller. Das wäre unsolidarisch und die Kosten seien weiterhin hoch. "Jede Kilowattstunde, die wir jetzt einsparen, müssen wir im Sommer nicht mehr teuer einkaufen, um die Gasspeicher wieder aufzufüllen", erklärt der Chef der Bundesnetzagentur.

Müllers Blick richtet sich bereits auf den nächsten Winter. Genau hier sieht er einen von drei Risikofaktoren, die er nennt. Sollte dieser nämlich zu kalt werden, wird es knapp mit dem Gas. Ihn besorgt auch der aktuell niedrige Gasverbrauch in China. Steigt dieser wieder an, wird auch das Gas auf dem Markt wieder teurer. „Und der Anschlag auf die Nordstream-Pipelines hat gezeigt, dass es ein Sicherheitsrisiko für die Gasinfrastruktur gibt", so Müller in der "Bild".

kh