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Bundesländer-Ranking: Hier gibt es die besten Bedingungen für Unternehmen – der Osten mischt längst kräftig mit

Leipzigs Skyline  - Copyright: Getty Images
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Bayern und Sachsen bieten Unternehmen - und besonders Familienunternehmen – alles in allem die besten Standortbedingungen in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Ländervergleich der Stiftung Familienunternehmen. Am schlechtesten schneiden unter den Flächenländern Schleswig-Holstein, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz ab.

Die Stadtstaaten bieten allesamt besonders attraktive Bedingungen, wobei Berlin und Hamburg deutlich besser abschneiden als Bremen. Schon diese Auflistung macht deutlich: Ein Ostnachteil ist nicht mehr erkennbar. Die neuen Bundesländer verteilen sich gleichmäßig über das gesamte Feld.

Für das Ranking haben Ökonomen des ZEW Mannheim die Bundesländer anhand von fünf Kriterien verglichen und bewertet: Steuern, Menschen (Arbeit und Humankapital), Finanzierung, Infrastruktur und Institutionen.

Mit dem neuen Ranking wolle die Stiftung die Transparenz der Standortbedingungen in Deutschland verbessern, sagte der Stiftungsvorstand Rainer Kirchdörfer. Gerade in der Corona-Krise sei die Rolle des Föderalismus in Deutschland in den Fokus gerückt. Die Väter und Mütter des Grundgesetzes hätten sich den Bundesstaat ausdrücklich als "lernendes Wettbewerbssystem" vorgestellt.

Interaktive Karte mit den Ergebnissen aller Bundesländer für alle Kriterien

Auffällig ist, dass das Ranking keinen generellen Unterschied zwischen alten und neuen Bundesländern mehr erkennen lässt. Auch im Osten gibt es längst erfolgreiche Länder wie Sachsen, Thüringen oder als Sonderfall auch Berlin. Und auch im Westen gebe es auf der anderen Seite Länder mit erheblichen Problemen.

Die Autoren der Studie raten der Politik, ihr Augenmerk auf jene Länder im Westen zu richten, die mittlerweile an Bevölkerung verlieren und damit auch an wirtschaftlicher Aktivität. Handlungsbedarf bestehe auch dort, wo eine hohe Steuerlast mit schlechten Noten der Finanzverwaltung einhergehe. Bei den Hochschulen in Ost und West komme es darauf an, nicht nur junge Menschen anzulocken. Sie müssten die Standorte auch attraktiv genug finden, um nach dem Studium zu bleiben.

Hier findet Ihr die komplette Studie mit allen Ergebnissen und Hinweisen zur Methode.

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