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Bundesländer wieder zur Aufnahme von Corona-Patienten aus EU bereit

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Einige Bundesländer haben angesichts stark steigender Infektionszahlen ihre Bereitschaft signalisiert, wieder Corona-Patienten von EU-Nachbarn zur Intensivpflege aufzunehmen. Wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitag sagte, gibt es seiner Kenntnis nach bereits vorbereitende Gespräche zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden sowie zwischen Bayern und Tschechien.

Auf europäischer Ebene sei man bei der Koordination solcher grenzüberschreitender Verlegungen von coronabedingten Intensivpatienten ebenfalls vorangekommen. Die EU stelle 220 Millionen Euro für grenzüberschreitende Transporte von Patienten, Ausrüstung und Personal zur Verfügung, sagte der Sprecher.

Nach seinen Angaben sind zwischen dem 21. März und dem 12. April insgesamt 232 Intensivpatienten aus Italien, Frankreich und den Niederlanden in deutsche Kliniken eingeliefert worden, 44 kamen demnach aus Italien, 58 aus den Niederlanden und 130 aus Frankreich.

Nach Angaben eines Sprechers des Bundesgesundheitsministeriums würden derzeit Gespräche geführt, dass der Bund die Kosten für die Behandlung dieser Patienten aus dem EU-Ausland in deutschen Krankenhäusern auch weiterhin übernimmt.